Mission Edersee 2010
Mission Edersee 2010
,,Noch 197 Tage, dann gehts endlich los!"
...
Ich erinner mich noch genau an meine Worte, welche ich zu Jannik sagte. Die Zeit schien wie im Fluge zu vergehen. Nach ausgiebigen Planungen für unseres diesjähriges Gruppentreffen am Edersee und einem herrlich warmen Sommer ging es am 26.7.2010 um 07:38 endlich los. Maik und Guido kamen aus Kiel mit dem Auto runter zu mir und wir luden schnell meine Sache in Maik seinen demolierten Golf, um in Richtung Nord-Hessen aufzubrechen.
Ich erinner mich noch genau an meine Worte, welche ich zu Jannik sagte. Die Zeit schien wie im Fluge zu vergehen. Nach ausgiebigen Planungen für unseres diesjähriges Gruppentreffen am Edersee und einem herrlich warmen Sommer ging es am 26.7.2010 um 07:38 endlich los. Maik und Guido kamen aus Kiel mit dem Auto runter zu mir und wir luden schnell meine Sache in Maik seinen demolierten Golf, um in Richtung Nord-Hessen aufzubrechen.
Zu allem überfluss habe ich
morgens beim Einladen Guidos Jerke mit dem Sitz in Drei geteilt. Aber wer seine
zweiteilige Jerke auch umbedingt zusammengesteck lassen muss...
Ohje, was soll das blos werden, fragte ich mich als wir grade auf Höhe Braunschweig waren. Maik fuhr über eine der zahlreichen Bodenwellen, der Reifen schliff an irgendeiner Kante und die ganze Karre stank nach verschmorrten Gummi. Alles andere als schmeichelhaft. Wir haben noch rund 200 Km vor uns, die Autobahn ist Austragungspunkt vieler Elefantenrennen die mich echt nerven und in mir wird es immer unruhiger. Ich will endlich da sein. Am Ziel unserer Reise. Am so sehr geliebten Edersee.
Parallel zu uns war Lukas unterwegs, der Jannik aus Bonn abholte, um gemeinsam in See zu stechen. Die Hamburger Jungs fuhren mit dem Zug, um 11:00 Uhr startete auch für die 4 Jungs das ,,Abendteuer Edersee".
Gegen 11:50 trafen wir dann ein, Lukas und Jannik waren dort schon eine Viertelstunde angekommen.
Kurz vor Ankunft holten wir uns beim ,,Angel-Schmidt" unsere Wochenkarten und ich sage euch, dieser Mann ist die Reise allein schon wert. Wer gute Nerven und ein bisschen Humor hat, sollte gerne mal auf einen Kaffe vorbei fahren.
Grad angekommen haben wir uns dann auf die Zimmer verteilt, sachen schnell ausgeräumt und sind dann gleich mit der Rute los, das Ufer abfischen.
Das ich den ersten Barsch erbeuten konnte, freut mich ja schon ein bisschen. Aber übermut tut selten gut, und somit war der Erste auch der Letzte für mich, für den Abend.
Wir sind dann gegen 15:30 zurück, um die 4 Hamburger, Jan, Lasse, Gordie und Carlos abzuholen, welche uns dann auf dem Heimweg über den Weg liefen. Das passte ja!
Anschließend haben dann noch ein paar Würfe am Abend gemacht und ein paar kleine Barsche blieben auch dort hängen.
Zu allem überfluss bekamen wir zum Zeitpunkt des Abmarsches einen nassen Arsch, denn die Wolken brachen auf und es schien kein Ende zu nehmen. Die rund 1.5Km Rückweg genossen wir in stöhmenden Regen.

In unserer sehr schönen Wohnung angekommen (www.monis-bootsverleih.de) haben wir dann noch gemeinsam an unserem Masterplan für den nächsten Tag gefeilt. Der Plan stand recht schnell und so konnten wir noch rund 4 Stunden schlaf genießen, denn den wird es diese Woche wohl nicht geben.
Also, um 4:30 Uhr bezogen wir die Boote, und es ging gleich los in richtng Bringhausen. Auf halber Strecke hielten wir an einem Spot den wir für den Rückweg eingeplant hatten. Die Barsche stiegen und schnappten sich die Brutfische von der Wasseroberfläche. Schnell das Gummi montiert, Wurf, Biss - Hängt!

Wir konnten innerhalb weniger Minuten recht gute Barsche bis 30cm ans Band bekommen bevor das Boot mit Guido und Maik neben uns Ankerte.
Auch die beiden hatten ein paar Barsche in den ersten Minute, als der Erste gute Einschlag in Guidos Rute knallte. Der erste 40'ger Barsch hing und nachdessen kamen auch die restlichen Boote - es stank förmlich nach Fisch!

Jan, Lasse und Carlos besetzten das Dreierboot und ankerten in der Flachwasserzone, praktisch über der 7m Kante. Die Fische verzogen sich in die Tiefe und um 7:30 Uhr staunten wir alle nicht schlecht, als Jan seine Rute einen Halbkreis bildete. Im kurzen aber häftigen Drill speckulierten wir erst auf einen besseren Hecht, als dann Kopfstöße zu sehen waren, dachten wir erst es sei ein Zander.
Jan erstarrte als er als Erster den Fisch zu Gesicht bekam. ,,ALTER !!! Was für ein Barsch !!!" stotterte es aus seinem Mund, als der mit Moos bewachsene Kollege den Kamm aufstellte und sich per Hand landen ließ. Wir waren alle baff. Kaum einer hatte je solch einen Fisch zu Gesicht bekommen und als Lasse das Maßband anhielt wurde es still.

,,Fuffzich, genau fuffzich!"

Ich freute mich so sehr führ ihn, und ich denke jeder andere auch.
Überflüssig war, dass er seine 550€ Edge Master Rute ein paar Stunden später in zwei Teilte. Bei einer ungeschickten auffahrt mit einem anderen Boot im Hafen blieb die Rute wohl irgendwie hängen und es machte Knack.
Da hat der Jan mit seinem 50'ger Barsch nen ganz schönes Maß vorgelegt, welches wohl kaum zu toppen sein könnte.
Am Abend Guidete uns dann noch Dimitri, welches jedoch ohne Fischerfolg blieb.

Am nächsten Morgen fuhren wir den Spot vom morgen davor nochmal an, hier blieben wir nur mit wenigen Fischen auch nicht so lange sondern wechselten weiter bis nach Bringhausen an die Liebesinsel. Der Spot war für die nächsten Tage unsere erste Anlaufstelle, denn dort verhafteten wir in den gesamten 4 Tagen mehrere Hundertschafften an Streifenträgern.

Der zweite Tag war regnerisch und demnach auch nicht so mit Fisch gesegnet, eigendlich kaum zu erwähnen.

Wir fingen zwar ein paar Barsche, ein oder zwei Hechte um die 40-50cm blieben hängen, jedoch war es kein Vergleich zu dem Ersten.

Guido und ich schleppten uns zu Tode und fischten am Abend die Niederwerbe Bucht ab, wo wir zuvor noch ein paar kleinere Barsche an die Baits bekamen.

Den dritten Morgen habe ich mal total verschlafen, aber wenn man jede Nacht nur um die 2-3 Stunden Schlaf bekommt, holt der Körper sich eben was er Braucht.
Was aber nicht tragisch war, denn der Morgen lief recht durchwachsen. Die Jungs mussten teilweise richtig hart arbeiten, um die gestreiften an den Bait zu bringen.

Jannik fing am Morgen noch nen 55ger Aland nachdem er zwei gute Rapfen an den Tagen zuvor verloren hat. Zu allem Überfluss blieb der Entdrilling bei der Landung des Fisches in Jannik seindem Daumen hängen und versank bis zum Anschlag.

Durchgestochen und doch nicht abgeknippst bekommen, könnte man sagen. Er biss jedoch die Zähne zusammen und zog ihn einfach wieder herraus. Schmerzen hatte er dannach wohl nicht. Zumindest merkte man ihm das beim Drillen nicht an.
Ich fing noch einen Hecht, wiedermal ein kleiner um die 45cm, mit dem hatte ich mich am Vortag schon verabredet, er biss auf Ansage, am gleichen Spot wie zuvor, nur dass er diesmal hängen blieb.
Abends wollten es Jannik und ich nochmal gezielt auf Zander versuchen und ankerten zwischen zwei Bootsstegen an einer Schieferkante mit sehr auffälligem untergrund, durchzeichnet von untiefen. Den Spot hatte uns ein sehr freundlicher Einheimischer verraten, und dies wurde mehr oder weniger auch belohnt.
Schon im 4ten Wurf knallte es in meiner Rute und nach wenigen Sekunden war der Spuk auch wieder vorbei. Nach der Gummi-Analyse war ich mir zweierlei Sachen sicher : Der Stinger muss an den Gummikopf ! Und der Fisch war verdammt gut. 1,5 cm waren die Reißzahnspuhren des Zanders sehr schön ins Gummi gerissen, auseinander. Es waren nur Zwei risse im Gummi, welches mich auf Zander und nicht auf Hecht schließen lies. Der rest des Abends verlief ruhig.

Am letzten Tag wollten wir alle nochmal so richtig früh auf dem Wasser sein und den gesamten Tag durchfischen. Schade war nur, dass wir die Boote schon um 20:00 Uhr wieder abgeben mussten.
So gaben wir unser Bestes und legten uns nochmal richtig ins Zeug. Die einen schleppten von der Staumauer bis nach Asel und wieder zurück, fingen dabei den einzigen guten Hecht des Ausfluges.

Mit etwa 70cm recht verhalten, aber besser als die kleinen 50'ger dachten wir uns. Lasse und Carlos sowie Gordie und Jan fingen sich an der Liebesinsel immer mehr zu tode.

Die Liebesinsel wurde immer mehr zu einem unserer Lieblingsspots. Kleine Topwater Baits oder kleine schlanke Gummis brachten hier Fisch in Massen und sau guter Durchschnittsgröße. Alle Barsche waren mindestens 20cm groß, die meisten jedoch um die 25-30cm. Da hieß es dann ,,Masse statt Klasse" und jeder fing seine Fische.

Dass zwischendurch mal 35ger oder 40ger dabei waren, blieb nicht aus. So fing Jannik noch einen 41ger und freute sich riesig.

Erwähnenswert ist aufjedenfall noch Gordian, der mit seinem kleinen Topwater Bait uns alle eiskalt in Grund und Boden fischte. Er fing wohl die meisten Barsche und wir staunten nich schlecht.
Abends Fuhr ich mit Gordie nochmals zu den Stegen vom vorabend, die Stunde Zeit wollten wir noch investieren, um wenigstens einen guten Fisch zu fangen.
Im 8ten Wurf stieg mir ein Fisch ein und blieb wie erhofft im Stinger hängen. Erst vermuteten wir einen Zander, aber zum vorschein kam wiedermals nur ein kleinerer Hecht der auf den großen Shaker einstieg.
Ich verließ das Boot in richtung Ufer, und wollte noch das eine Schwimmplato abfischen. Gordie versuchte es weiter vom Boot, fing noch einen guten Barsch.

Und so kam was kommen musste. Die Abendsonne schien mir ins Gesicht, und nach wenigen Würfen kam ein riesieger Hecht ganz langsam vor und schnappte sich unerwartet meine Gummi und so unerwartet wie er kam, war er auch wieder weg.
Im Anschluss daran kam noch ein Pärchen mit zwei kleinen Jungs ans Ufer und schauten mir faszinierend zu. Als ich dem kleinen 6 Jährigen Jonas dann die Angelrute in die Hand gab und er die ersten Angelversuche unternahm, war der Papa natürlich stolz und musste alles auf Foto festhalten.
Fisch fingen wir keinen mehr, aber der Spaß hat dies deutlich übertrumft.
Also brachten wir im Anschluss dessen gemeinsam die Boote zurück zum Steeg und säuberten sie ausführlich. Anschließend ging es dann zurück in unsere Wohnung und wir verlebten noch einen recht ruhigen Abend. Die einen vielen kaputt ins Bett, die anderen zogen noch ein bisschen durch das Dorf oder saßen beisammen im Wohnzimmer bei nem Bier.
Aufgrund dessen, dass wir gegen 10:00 Uhr unsere Unterkunft räumen mussten, blieb auch diesmal nicht viel Schlaf über. Nach der Grundsäuberung haben wir unsere Sachen im Auto oder der Garage verstaut und sind nocheinmal zusammen Essen gegangen. Die Portionen hätten ruhig ein wenig größer ausfallen können, aber die Zeit hätte dies eh nicht zugelassen. Denn zum Essen hatten wir um die 15 Minuten Zeit, da die Hamburger Jungs Jan, Lasse, Carlos und Gordie pünktlich an der Bushaltestelle sein mussten.
Die Zeit war längst überfällig als der Busfahrer der Kaffefahrtgesellschaft sagte, das es ein ,,Rufbus" sei, den man vorbestellen musste. Nach etlichen Telefonaten hatten wir die Nase voll und Lukas sowie Maik räumten die Autos nochmals aus, die Koffer, Taschen und Tackleboxen der Jungs wieder ein und fuhren sie zügig zum nächsten Haltepunkt in Wellen.
Die Weiterreise verlief recht Ruhig, die Hamburger kamen pünktilich nach Hause, Jannik und Lukas waren auch sicher angekommen und Maik sowie Guido kamen auch sicher an. Ich habe rund 80% der Heimfahrt verschalfen, da wir alle einfach nurnoch müde und erschöpft waren, war dies auch wenieger verwunderlich.
Wenn man ein Fazit ziehen möchte, würde dies wohl wie folgt aussehen:
Wir hatten wohl alle recht viel Spaß, auch wenn das ein oder andere nicht so ablief wie gedacht, fingen wir unsere Fische. Der eine etwa 40, der andere um die 200. Alles in allem ein recht gelungender Ausflug, an einem der schönsten See'n und besten Raubfischgewässer die unser schönes Land zu bieten hat. Das Wetter spielte bis auf den Mittwoch recht gut mit und alle hatten eine gute Zeit.
Die Unterkunft war erste Sahne, und so denke ich, werden wir, wenn auch nicht in der gleichen Zusammensetzung, aufjedenfall wiederkommen.
Bis Dahin,
Marcel
Hier noch ein Paar Bilder :


Ohje, was soll das blos werden, fragte ich mich als wir grade auf Höhe Braunschweig waren. Maik fuhr über eine der zahlreichen Bodenwellen, der Reifen schliff an irgendeiner Kante und die ganze Karre stank nach verschmorrten Gummi. Alles andere als schmeichelhaft. Wir haben noch rund 200 Km vor uns, die Autobahn ist Austragungspunkt vieler Elefantenrennen die mich echt nerven und in mir wird es immer unruhiger. Ich will endlich da sein. Am Ziel unserer Reise. Am so sehr geliebten Edersee.
Parallel zu uns war Lukas unterwegs, der Jannik aus Bonn abholte, um gemeinsam in See zu stechen. Die Hamburger Jungs fuhren mit dem Zug, um 11:00 Uhr startete auch für die 4 Jungs das ,,Abendteuer Edersee".
Gegen 11:50 trafen wir dann ein, Lukas und Jannik waren dort schon eine Viertelstunde angekommen.
Kurz vor Ankunft holten wir uns beim ,,Angel-Schmidt" unsere Wochenkarten und ich sage euch, dieser Mann ist die Reise allein schon wert. Wer gute Nerven und ein bisschen Humor hat, sollte gerne mal auf einen Kaffe vorbei fahren.
Grad angekommen haben wir uns dann auf die Zimmer verteilt, sachen schnell ausgeräumt und sind dann gleich mit der Rute los, das Ufer abfischen.
Das ich den ersten Barsch erbeuten konnte, freut mich ja schon ein bisschen. Aber übermut tut selten gut, und somit war der Erste auch der Letzte für mich, für den Abend.
Wir sind dann gegen 15:30 zurück, um die 4 Hamburger, Jan, Lasse, Gordie und Carlos abzuholen, welche uns dann auf dem Heimweg über den Weg liefen. Das passte ja!
Anschließend haben dann noch ein paar Würfe am Abend gemacht und ein paar kleine Barsche blieben auch dort hängen.
Zu allem überfluss bekamen wir zum Zeitpunkt des Abmarsches einen nassen Arsch, denn die Wolken brachen auf und es schien kein Ende zu nehmen. Die rund 1.5Km Rückweg genossen wir in stöhmenden Regen.

In unserer sehr schönen Wohnung angekommen (www.monis-bootsverleih.de) haben wir dann noch gemeinsam an unserem Masterplan für den nächsten Tag gefeilt. Der Plan stand recht schnell und so konnten wir noch rund 4 Stunden schlaf genießen, denn den wird es diese Woche wohl nicht geben.
Also, um 4:30 Uhr bezogen wir die Boote, und es ging gleich los in richtng Bringhausen. Auf halber Strecke hielten wir an einem Spot den wir für den Rückweg eingeplant hatten. Die Barsche stiegen und schnappten sich die Brutfische von der Wasseroberfläche. Schnell das Gummi montiert, Wurf, Biss - Hängt!

Wir konnten innerhalb weniger Minuten recht gute Barsche bis 30cm ans Band bekommen bevor das Boot mit Guido und Maik neben uns Ankerte.
Auch die beiden hatten ein paar Barsche in den ersten Minute, als der Erste gute Einschlag in Guidos Rute knallte. Der erste 40'ger Barsch hing und nachdessen kamen auch die restlichen Boote - es stank förmlich nach Fisch!

Jan, Lasse und Carlos besetzten das Dreierboot und ankerten in der Flachwasserzone, praktisch über der 7m Kante. Die Fische verzogen sich in die Tiefe und um 7:30 Uhr staunten wir alle nicht schlecht, als Jan seine Rute einen Halbkreis bildete. Im kurzen aber häftigen Drill speckulierten wir erst auf einen besseren Hecht, als dann Kopfstöße zu sehen waren, dachten wir erst es sei ein Zander.
Jan erstarrte als er als Erster den Fisch zu Gesicht bekam. ,,ALTER !!! Was für ein Barsch !!!" stotterte es aus seinem Mund, als der mit Moos bewachsene Kollege den Kamm aufstellte und sich per Hand landen ließ. Wir waren alle baff. Kaum einer hatte je solch einen Fisch zu Gesicht bekommen und als Lasse das Maßband anhielt wurde es still.

,,Fuffzich, genau fuffzich!"

Ich freute mich so sehr führ ihn, und ich denke jeder andere auch.
Überflüssig war, dass er seine 550€ Edge Master Rute ein paar Stunden später in zwei Teilte. Bei einer ungeschickten auffahrt mit einem anderen Boot im Hafen blieb die Rute wohl irgendwie hängen und es machte Knack.
Da hat der Jan mit seinem 50'ger Barsch nen ganz schönes Maß vorgelegt, welches wohl kaum zu toppen sein könnte.
Am Abend Guidete uns dann noch Dimitri, welches jedoch ohne Fischerfolg blieb.

Am nächsten Morgen fuhren wir den Spot vom morgen davor nochmal an, hier blieben wir nur mit wenigen Fischen auch nicht so lange sondern wechselten weiter bis nach Bringhausen an die Liebesinsel. Der Spot war für die nächsten Tage unsere erste Anlaufstelle, denn dort verhafteten wir in den gesamten 4 Tagen mehrere Hundertschafften an Streifenträgern.

Der zweite Tag war regnerisch und demnach auch nicht so mit Fisch gesegnet, eigendlich kaum zu erwähnen.

Wir fingen zwar ein paar Barsche, ein oder zwei Hechte um die 40-50cm blieben hängen, jedoch war es kein Vergleich zu dem Ersten.

Guido und ich schleppten uns zu Tode und fischten am Abend die Niederwerbe Bucht ab, wo wir zuvor noch ein paar kleinere Barsche an die Baits bekamen.

Den dritten Morgen habe ich mal total verschlafen, aber wenn man jede Nacht nur um die 2-3 Stunden Schlaf bekommt, holt der Körper sich eben was er Braucht.
Was aber nicht tragisch war, denn der Morgen lief recht durchwachsen. Die Jungs mussten teilweise richtig hart arbeiten, um die gestreiften an den Bait zu bringen.

Jannik fing am Morgen noch nen 55ger Aland nachdem er zwei gute Rapfen an den Tagen zuvor verloren hat. Zu allem Überfluss blieb der Entdrilling bei der Landung des Fisches in Jannik seindem Daumen hängen und versank bis zum Anschlag.

Durchgestochen und doch nicht abgeknippst bekommen, könnte man sagen. Er biss jedoch die Zähne zusammen und zog ihn einfach wieder herraus. Schmerzen hatte er dannach wohl nicht. Zumindest merkte man ihm das beim Drillen nicht an.
Ich fing noch einen Hecht, wiedermal ein kleiner um die 45cm, mit dem hatte ich mich am Vortag schon verabredet, er biss auf Ansage, am gleichen Spot wie zuvor, nur dass er diesmal hängen blieb.
Abends wollten es Jannik und ich nochmal gezielt auf Zander versuchen und ankerten zwischen zwei Bootsstegen an einer Schieferkante mit sehr auffälligem untergrund, durchzeichnet von untiefen. Den Spot hatte uns ein sehr freundlicher Einheimischer verraten, und dies wurde mehr oder weniger auch belohnt.
Schon im 4ten Wurf knallte es in meiner Rute und nach wenigen Sekunden war der Spuk auch wieder vorbei. Nach der Gummi-Analyse war ich mir zweierlei Sachen sicher : Der Stinger muss an den Gummikopf ! Und der Fisch war verdammt gut. 1,5 cm waren die Reißzahnspuhren des Zanders sehr schön ins Gummi gerissen, auseinander. Es waren nur Zwei risse im Gummi, welches mich auf Zander und nicht auf Hecht schließen lies. Der rest des Abends verlief ruhig.

Am letzten Tag wollten wir alle nochmal so richtig früh auf dem Wasser sein und den gesamten Tag durchfischen. Schade war nur, dass wir die Boote schon um 20:00 Uhr wieder abgeben mussten.
So gaben wir unser Bestes und legten uns nochmal richtig ins Zeug. Die einen schleppten von der Staumauer bis nach Asel und wieder zurück, fingen dabei den einzigen guten Hecht des Ausfluges.

Mit etwa 70cm recht verhalten, aber besser als die kleinen 50'ger dachten wir uns. Lasse und Carlos sowie Gordie und Jan fingen sich an der Liebesinsel immer mehr zu tode.

Die Liebesinsel wurde immer mehr zu einem unserer Lieblingsspots. Kleine Topwater Baits oder kleine schlanke Gummis brachten hier Fisch in Massen und sau guter Durchschnittsgröße. Alle Barsche waren mindestens 20cm groß, die meisten jedoch um die 25-30cm. Da hieß es dann ,,Masse statt Klasse" und jeder fing seine Fische.

Dass zwischendurch mal 35ger oder 40ger dabei waren, blieb nicht aus. So fing Jannik noch einen 41ger und freute sich riesig.

Erwähnenswert ist aufjedenfall noch Gordian, der mit seinem kleinen Topwater Bait uns alle eiskalt in Grund und Boden fischte. Er fing wohl die meisten Barsche und wir staunten nich schlecht.
Abends Fuhr ich mit Gordie nochmals zu den Stegen vom vorabend, die Stunde Zeit wollten wir noch investieren, um wenigstens einen guten Fisch zu fangen.
Im 8ten Wurf stieg mir ein Fisch ein und blieb wie erhofft im Stinger hängen. Erst vermuteten wir einen Zander, aber zum vorschein kam wiedermals nur ein kleinerer Hecht der auf den großen Shaker einstieg.
Ich verließ das Boot in richtung Ufer, und wollte noch das eine Schwimmplato abfischen. Gordie versuchte es weiter vom Boot, fing noch einen guten Barsch.

Und so kam was kommen musste. Die Abendsonne schien mir ins Gesicht, und nach wenigen Würfen kam ein riesieger Hecht ganz langsam vor und schnappte sich unerwartet meine Gummi und so unerwartet wie er kam, war er auch wieder weg.
Im Anschluss daran kam noch ein Pärchen mit zwei kleinen Jungs ans Ufer und schauten mir faszinierend zu. Als ich dem kleinen 6 Jährigen Jonas dann die Angelrute in die Hand gab und er die ersten Angelversuche unternahm, war der Papa natürlich stolz und musste alles auf Foto festhalten.
Fisch fingen wir keinen mehr, aber der Spaß hat dies deutlich übertrumft.
Also brachten wir im Anschluss dessen gemeinsam die Boote zurück zum Steeg und säuberten sie ausführlich. Anschließend ging es dann zurück in unsere Wohnung und wir verlebten noch einen recht ruhigen Abend. Die einen vielen kaputt ins Bett, die anderen zogen noch ein bisschen durch das Dorf oder saßen beisammen im Wohnzimmer bei nem Bier.
Aufgrund dessen, dass wir gegen 10:00 Uhr unsere Unterkunft räumen mussten, blieb auch diesmal nicht viel Schlaf über. Nach der Grundsäuberung haben wir unsere Sachen im Auto oder der Garage verstaut und sind nocheinmal zusammen Essen gegangen. Die Portionen hätten ruhig ein wenig größer ausfallen können, aber die Zeit hätte dies eh nicht zugelassen. Denn zum Essen hatten wir um die 15 Minuten Zeit, da die Hamburger Jungs Jan, Lasse, Carlos und Gordie pünktlich an der Bushaltestelle sein mussten.
Die Zeit war längst überfällig als der Busfahrer der Kaffefahrtgesellschaft sagte, das es ein ,,Rufbus" sei, den man vorbestellen musste. Nach etlichen Telefonaten hatten wir die Nase voll und Lukas sowie Maik räumten die Autos nochmals aus, die Koffer, Taschen und Tackleboxen der Jungs wieder ein und fuhren sie zügig zum nächsten Haltepunkt in Wellen.
Die Weiterreise verlief recht Ruhig, die Hamburger kamen pünktilich nach Hause, Jannik und Lukas waren auch sicher angekommen und Maik sowie Guido kamen auch sicher an. Ich habe rund 80% der Heimfahrt verschalfen, da wir alle einfach nurnoch müde und erschöpft waren, war dies auch wenieger verwunderlich.
Wenn man ein Fazit ziehen möchte, würde dies wohl wie folgt aussehen:
Wir hatten wohl alle recht viel Spaß, auch wenn das ein oder andere nicht so ablief wie gedacht, fingen wir unsere Fische. Der eine etwa 40, der andere um die 200. Alles in allem ein recht gelungender Ausflug, an einem der schönsten See'n und besten Raubfischgewässer die unser schönes Land zu bieten hat. Das Wetter spielte bis auf den Mittwoch recht gut mit und alle hatten eine gute Zeit.
Die Unterkunft war erste Sahne, und so denke ich, werden wir, wenn auch nicht in der gleichen Zusammensetzung, aufjedenfall wiederkommen.
Bis Dahin,
Marcel
Hier noch ein Paar Bilder :


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