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1. Barsch und Gummi
1.1. Wo die Barsche finden in stehenden/fließenden Gewässern in der kalten Jahreszeit
Im Winterhalbjahr verschwinden die Barsche von ihren Sommerstandplätzen und sind dann in tieferen Wasserschichten, an tiefen Plätzen in den Seen, zu finden. Meistens findet man die Barsche dann nahe am Grund, dort wo die Sprungschicht (warmes Tiefenwasser/kaltes Oberflächenwasser) auf Kanten, Unterwasserberge und Unterwasserhindernisse trifft. Je kälter es wird, desto tiefer stehen die Fische dann im See.
In ruhigeren tiefen Abschnitten der Flüsse, deren Altwässer, Häfen und Buchten ist dann der Barsch gezielt zu beangeln. Dort ist die Temperatur dann noch bis zum Anfang des Winters etwas wärmer als im Uferbereich und die Nahrung (kleiner Futterfische, Krebse) hat sich dorthin verzogen. Beste Plätze sind hier ausgespülte Flusskurven mit ruhigeren Abschnitten, unterspülte Ufer, umgestürzte Bäume hinter denen sich dann eine etwas ruhigere Drehströmung gebildet hat. Häfen sind absolute Winterplätze für alle Fische. Dort lassen sich Barsche immer überlisten.
1.2. Welche Typen Twister, Shads, Köpfe für Welche Hot Spots unter 1
Seenangeln
In der kälteren Jahreszeit fischen wir fein und so leicht wie es geht. In den Seen ist beim Fischen vom Boot, je nach Wassertiefe, ein kleiner bis mittelschwerer Barschpilker absolut fängig. Darüber schalten wir einen oder mehrer kleine Twister als Beifänger. Man kann auch eine Hegene für Barsche verwenden. Dieses System wird an den Spots dann mit leichten Auf- und Abwärts-Bewegungen geführt.
Einzelne Twister zwischen 3,5 bis 7,5 cm Länge in UV-Leuchtfarben (chartreuse, rot, schwarz/rot) ein einem 3 - 10 Gramm schweren Twisterkopf sind an der leichten Spinnrute die richtige Wahl. Je nach dem, wie tief das Gewässer ist, ist auch das Gewicht des Twisterkopfes zu wählen, - immer nach dem Motto - je leichter desto besser!
Flussangeln
In Abschnitten mit viel Strömung und tieferem Wasser müssen wir auch Twisterköpfe einsetzen, die immer nahe am Grund zu führen sind. Auch hier verwenden wir UV-leuchtfarbene Twisterschwänze zwischen 5,5 und 7,5 cm Länge und kleine Gummifische zwischen 5 und 7, maximal 10 cm, Länge. Wenn diese Kunstköder auch noch Geschmack haben (z. B. Krabben - oder Heringsduft) haben Sie gute Voraussetzungen, erfolgreich zu sein.
 Abb. 1 Ein schöner Barsch wurde überlistst
1.3. Welche Typen Ruten, Rollen, Schnur für welche Hot Spots
Das Gerät für die Barschangelei muss fein und gut abgestimmt sein. Für die Seenangelei sollten Sie jedoch zum Zocken mit Barschpilkern oder einem Beifängersystem eine Spinnrute verwenden, die ein Wurfgewicht zwischen 20 und 60 Gramm hat und mindestens eine Länge von 2,70 aufweist.
Für die Solo-Angelei mit dem Gummifisch oder dem Twister ist eine 2,70 bis 3 m lange Rute mit einem Wurfgewicht zwischen 5 - 20 oder 20 - 40 Gramm genau richtig (je nachdem wie schwer der Köder ).
Als Rollen verwenden wir kleine Stationärrollen mit einem guten Wickelsystem in der Größe 20 oder 30. Eine Heckbremsrolle mit einer sehr fein einstellbaren, gut funktionierenden Bremse ist äußerst wichtig, denn des öfteren werden sie einen starken Zander oder auch einen dicken Hecht jenseits der 80 cm an die Leine bekommen (auch die rauben im Winter dort, wo der Futterfisch ist).
Als Schnur verwenden wir eine Geflochtene von 0,08 mm bis 0,12 mm von sehr guter Qualität. Neuerdings gibt's auch Geflochtene mit 0,04 mm Durchmesser. Eine super Köderkontrolle ist durch den geringen Schnurdurchmesser und den direkten Kontakt mit Köder und Fisch möglich. Und das Drillgefühl an einer feinen UL-Rute mit passender dünner Geflochtenen auf einer kleinen 20er Rolle ist der Kick, den ein Barschangler sucht!
1.4. Für die einzelnen HOT SPOTS unter 1 die entsprechende Angeltaktik
Im See ist es mit Hilfe einer guten Seekarte, eines Echolotes und eines GPS möglich, auf den Punkt genau an einen Hot Spot heranzufahren. Auch hier heißt es immer: suchen und finden! Dort wo Sie gestern noch einen Barschschwarm angetroffen haben, muss heute keiner mehr sein. Denn nur eine Temperaturveränderung um 1-2 Grad nach oben oder unten oder die Veränderung des Luftdrucks veranlasst die Fische, sich anders als am Vortag zu verhalten. Beim Befischen von Barschbergen, Kanten oder Hindernissen sollten sie zu dieser Jahreszeit bedenken, dass die Köder nicht zu schnell geführt werden. Bei einer niedrigen Temperaturen heißt es : je kälter umso langsamer.
Die Twister und Gummifische werden nahe am und auch auf dem Grund in leichte Sprüngen kontrolliert geführt, damit man die Bisse der Barsche auch erkennt. Denn oft merkt man schon beim Herunterführens des Twisters das Beißen eines Barsches.
 Abb. 2 Der Autor mit Barsch
Im Fluss werden wir immer wieder mit Materialverlusten zu rechnen haben. Aber wer Fisch fangen will, der muss risikoreich angeln. An den Unterständen (Unterwasserbuhnen, umgestürzte Bäume, unterspülte Ufer) lauern die Barsche auf vorbeischwimmende Nahrung. Hier verwenden wir etwas schwerere Twisterköpfe, um den Köder nahe der Unterstände anzubieten. Mit leichten Auf- und Ab-Bewegungen lassen wir den Köder an den Unterständen nahe am Grund vorbeischweben. Ab und zu am Grund liegen lassen und dann wieder anheben. Oft beißt dann ein Barsch auf den liegenden Köder. In den Häfen sind Pontons und verankerte Boote sehr gute Plätze, um Barsche an den Gummiköder zu locken. Das sind absolute Topstellen, an denen immer einige Stachelritter lauern.
 Abb. 3 So kann ein schöner Tag enden
Empfohlene Geräte aus dem Zebco-Programm
Rollen
z.B. Quantum Energy TiMag 730 RD: Top-Rolle mit Heckbremse
z.B. Topic FX 630: Neu für die kommende Saison, Superrolle mit Frontbremse zum vernünftigen Preis
Ruten
z.B. Rhino DF Spin M: Spinnrute der Superlative mit lebenslanger Garantie
z.B. Quantum Hypercast Chrystal Jig: Spezialrute für das Twistern
Heinz-Dieter Bodendieck, Meeres- und Raubfischexperte aus dem Zebco-Team
Anglerboard-Magazin 2003
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