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Jagd/Angeltrieb – eine philosophische Betrachtung??
Im Forum vom Anglerboard bei jetzt mehr als 7000 Mitgliedern gibt es natürlich immer wieder zu einem, Thema die unterschiedlichsten Meinungen. Da bleibt es nicht aus, dass bei Diskussionen auch mal die Gemüter hochkochen. Beim folgenden Thema will ich aber nicht auf die eher emotionalen Postings eingehen, sondern einfach mal die eher sachlichen Texte hier reinstellen. Denn obwohl die Fragestellung sicher provokant ist, kann man an den vielen auch sachlichen Antworten sehen, dass sich viele Boardies durchaus mit Argumenten durchsetzen können.
Hier ist der Link zum Thema im Anglerboardforum:
http://www.anglerboard.doks-pages.com/board/showthread.php?t=38896
Und hier die eher „sachliche“ Zusammenfassung der Diskussion:
Poster 1:
Hallo ihr Angler, ich bin neu in diesem Forum, beschäftige mich aber seit längerem mit den psychologischen Hintergründen des Angelns.
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.
Jagdlust, der Wunsch nach Macht und Kontrolle, der Wunsch nach Tötung eines Tieres und nicht zuletzt Sadismus (welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus) sind zum Teil Fragmente, welche die Evolution und das Testosteron uns Menschen mitgegeben haben.
Mit anderen Mitgliedern meiner Männergruppe habe ich das Thema bereits erörtert, aber nur einige davon sind Angler und viele waren gar nicht zu einer Diskussion bereit, weil sie sich persönlich angegriffen fühlte. Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Angler gerne über ihr Hobby sprechen, aber nicht über das Warum.
Ich suche möglichst ehrliche Erfahrungsberichte und Meinungen zu diesem Thema. Bitte keine Tabus - das Jagen und Töten von Tieren, das bewußte Hinauszögern dieses Vorgangs ist psychologisch gesehen ein heißes Eisen. Bin an einem rationalen Dialog interessiert. Ich toleriere jede Meinung und verurteile niemanden. Aber Leute, die nur argumentieren können, indem sie Andersdenkende beschimpfen und beleidigen, sind nicht Gegenstand meines Interesses.
Antworter 1:
Hi XXX,
Deine Fragestellung ist in einem Anglerforum zwar per se schon provokativ, aber das weißt Du ja schon.
Ich werde mir Mühe geben, Deine Fragen so sachlich wie möglich zu beantworten. Ist natürlich alles meine subjektive Einschätzung, es gibt sicher Einige hier, die die Sache anders sehen als ich.
Zitat von xxx
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.
Das ist Deine subjektive Meinung. Eine rationale Erklärung für diese These bleibst Du leider schuldig. Außerdem suggerierst Du damit, dass Angler im Allgemeinen nicht zu rationalen Gedankengängen fähig sein können - jedenfalls nicht am Wasser. Das ist so nicht richtig. Begründung meiner These: Ich reflektiere meine Handlungen grundsätzlich. Das gilt auch, wenn ich einen gefangenen Fisch töte, ihn ausnehme, zubereite und esse. In meinem Bekanntenkreis findet sich weiterhin eine Vielzahl von ähnlich strukturierten Menschen. Die ausgelegte Rute (wir werfen die Dinger nicht ins Wasser, dafür sind sie zu teuer ) schaltet uns nicht automatisch auf tötungslustigen Instinktmodus um.
Zitat von xxx
Jagdlust, der Wunsch nach Macht und Kontrolle, der Wunsch nach Tötung eines Tieres und nicht zuletzt Sadismus
Jagdlust: Ja. Lust am Töten: Nein. Wenn ich einen Fisch gefangen habe, ist es mein dringender Wunsch, die Sache kurz und bündig zu erledigen. Mir macht das Töten keinen Spaß. Den Sadismus-Kommentar spare ich mir. Es hat keinen Sinn, Beleidigungen mit gleicher Münze zurückzuzahlen.
Zitat von xxx
welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus
Ich. Der Todeskampf eines Lebewesens, egal ob Fisch, Vogel, Ratte, was auch immer, bereitet mir kein Vergnügen. Wenn ich den Tod eines Lebewesens bewusst herbeiführe, dann mache ich das so kurz wie es mir möglich ist. Ich bin sicher nicht der einzige im Board, der das so hält.
Zitat von xxx
und viele waren gar nicht zu einer Diskussion bereit, weil sie sich persönlich angegriffen fühlte
Ich könnte mir vorstellen, dass das an Deiner Art der Fragestellung liegt. Eine ernsthafte Frage sollte nicht die offenkundig gefestigte Meinung des Fragenden widerspiegeln - so wie bei Dir. Das führt automatisch zu Streit. Aber als tiefenpsychologisch interessierten Menschen, der Du bist, ist das mutmaßlich keine echte Neuigkeit für Dich.
Wenn Du eine vorurteilsfreie Diskussion suchst, bin ich gerne bereit, Dir meine Standpunkte darzulegen. Im Moment habe ich nicht den Eindruck, als wäre in Deinem Denken Raum für abweichende Meinungen. Ich glaube nicht, dass ein fruchtbarer Dialog auf dieser Basis möglich ist.
Zitat von xxx
Leute, die nur argumentieren können, indem sie Andersdenkende beschimpfen und beleidigen, sind nicht Gegenstand meines Interesses
Geht mir ganz exakt genauso. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beleidigungen in subtiler Weise eingeflochten oder einfach auf den Tisch geknallt werden.
Vielleicht versuchen wir es zu anderer Gelegenheit nochmals von vorne? Dann erzähle ich Dir auch gerne, warum ich gerne angle und wie ich mit den ethisch-moralischen Aspekten dieser meiner Freizeitbeschäftigung umgehe. Aber tu mir den Gefallen und lass Deine Suggestivfragen. Sowas mag ich nicht.
Vielleicht liest man sich?
Gruß
Edit: Sorry, habe in den Zitaten zum Ende hin einen xyz aus dem abc gemacht. War keine Absicht.
Antworter 2:
Zitat von xxx
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.
Doch! Ganz von der Ruhe am Wasser und dem Genuss, in der Natur zu sein, abgesehen: Ich esse gerne Fisch!
Zitat von xxx
welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus
Ich! Ich geniesse ganz entschieden KEINEN Todeskampf!! Keine Ahnung, mit was für Angler Du verkehrst!
Zitat von xxx
sind zum Teil Fragmente, welche die Evolution und das Testosteron uns Menschen mitgegeben haben.
Falsch. Wieso sollte das so sein? Möglichst effektiv Jagen, das könnte man als evolutionär durchgehen lassen, aber das Herauszögern des Erfolges (was bei der ursprünglichen Jagd ja der Tod des Tieres war), wieso sollte das durch die Evolution begünstigt werden?
Zitat von xxx
Mit anderen Mitgliedern meiner Männergruppe habe ich das Thema bereits erörtert, aber nur einige davon sind Angler und viele waren gar nicht zu einer Diskussion bereit, weil sie sich persönlich angegriffen fühlte.
Dann bist Du offensichtlich in der falschen Männergruppe.
Zitat von xxx
Bitte keine Tabus - das Jagen und Töten von Tieren, das bewußte Hinauszögern dieses Vorgangs ist psychologisch gesehen ein heißes Eisen.
Zögerst Du das Töten wirklich bewusst hinaus? Haust Du dem Fisch nur schwach auf den Kopf und genießt dann den langsamen Herzstich? Ich kloppe einzwei mal auf den Hinterkopf des Fisches (bis der Augendrehreflex weg ist), und dann einen schnellen Herzstich. Und sonderlichen Genuss habe ich dabei bisher nicht verspürt.
Zitat von xxx
Aber Leute, die nur argumentieren können, indem sie Andersdenkende beschimpfen und beleidigen, sind nicht Gegenstand meines Interesses.
Dann hast Du diesen Beitrag aber ganz schön falsch aufgezogen. Provokante Fragen können ja ganz nett sein, aber dieses mit falschen Aussagen und pseudo-psychologischen Geplapper zu verpacken finde ich doof. Aber das Forum stimmt jetzt: '...und anderes Gelaber'
Antworter 3:
Hallo xxx, ersteinmal herzlich Willkommen im Anglerboard
Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion, auch zu diesem scheinbar "unangenehmen" Thema
Zitat von
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.
Für mich zeugt es durchaus von "vernünftigem Denken" die zum Verzehr bestimmten Fische selbst zu fangen, denn einerseits weis man in der Regel, dass die Fische gesund sind und nicht in "Produktionsstätten" gemästet werden andererseits habe ich die Gewissheit, dass der Fisch der von mir gefangen wird eine waidgerechte Tötung erfährt. Jeder Fisch den du kaufen kannst wird mit 100%iger Sicherheit nicht so professionel und schnell getötet wie der den ich essen möchte
Zitat von
Jagdlust, der Wunsch nach Macht und Kontrolle, der Wunsch nach Tötung eines Tieres und nicht zuletzt Sadismus (welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus) sind zum Teil Fragmente, welche die Evolution und das Testosteron uns Menschen mitgegeben haben.
Jagdlust: stimmt, es ist eine gewisse Befriedigung, einen Fisch überlistet zu haben !
der Wunsch nach Macht und Kontrolle: Ich denke das, ist schon etwas weit hergeholt, zumindest geh ich nicht angeln um meine Machtgefühle auszuleben. Dafür gibt es weitaus besser geeignete Lebenssituationen. z.B. Haustiere
der Wunsch nach Tötung eines Tieres: Dies trifft bei mir auf keinen Fall zu, eine Freude am "Töten" habe ich noch nie verspürt, die meisten Angler sind sehr verantwortungsbewusst und töten längst nicht alles was ihnen vor "die Flinte schwimmt". Wenn ein Fisch getötet werden soll, dann wird das so schnell und schmerzfrei wie irgendmöglich gemacht. Jeder Angler in Deutschland erhält dazu die nötige Ausbildung!
Sadismus: In der Regel bemüht man sich den Fisch so schnell als möglich in den Kescher zu bringen, jede "Sekunde" die er am Haken und im Wasser ist stellt ja das "Risiko" des wie wir Angler sagen "Abkommens oder Ausschlitzens" dar
Wenngleich ich offen eingestehe, dass ein "Drill" (so nennen wir das "rausziehen") oft gefällt. Bei mir ist es in dieser Situation die Spannung die ich liebe, die Spannung was mir an den Haken gegangen ist !
Antworter 4:
Die von xxx angesprochene Frage nach der Motivation zum Angeln und den sich daraus ergebenden Aspekten überdenke ich auch schon lange, allerdings mit einem etwas anderen Hintergrund. Mir geht es dabei nicht um die „psychologischen“ Gründe, warum jemand angeln geht, sondern eher darum, wie manche Menschen und Gruppierungen dazu kommen, sich moralisch/ethisch über andere Menschen zu stellen, welche die Natur entsprechend ihrer natürlichen Veranlagung nutzen.
Oder anders gesagt: Wie manche Schützer (Organisationen) dazu kommen, sich moralisch ethisch über Angler, Jäger, Landwirte und andere Naturnutzer zu stellen.
Wenn man schon die Psychologie bemüht, sollte man auch mal in die Frühgeschichte der Menschheit eintauchen. Denn es wird ja niemand bestreiten wollen, dass die Intelligenz dazu unabdingbar nötig ist (egal wie sie beim Einzelnen ausgeprägt ist, hier ist die Intelligenz als grundsätzliche Voraussetzung zum moralisch/ethischen Denken gemeint).
Wenn also das Entstehen der Intelligenz die Voraussetzung für solche Diskussionen überhaupt ist, ist es sicher auch interessant einmal darüber nachzudenken wie diese überhaupt entstanden ist und was man daraus für eine solche Diskussion ableiten kann.
Unter (fast allen) Wissenschaftlern unbestritten ist die Tatsache, dass das Entstehen der menschlichen Intelligenz originär mit dem Verzehr tierischen Eiweisses zusammenhängt. Die verschiedensten Vorläufer des heutigen Menschen hatten je nach Lebensraum und der damit zusammen hängenden Ernährung unterschiedliche Wege genommen. Die, welche sich auf Grund noch günstiger pflanzlicher Ernährung keinen grossen Anstrengungen zum Fortbestand de Art ausgesetzt sahen, also die reinen Pflanzenfresser, sind diejenigen, die keine Veranlassung hatten eine Intelligenz auszubilden. Und die daher bei den damals erfolgten schnellen Klimawechseln mit daraus resultierenden sich schnell verändernden Lebensräumen meist ausstarben.
Diejenigen, die sich auf Grund ungünstiger Lebensbedingungen von Pflanzenfressern zu Allesfressern entwickeln mussten, da nicht mehr genug essbare Pflanzen vorhanden waren, waren diejenigen, die auch den Anfang zur Entwicklung der Intelligenz legten. Pflanzenfresser benötigen vor allem in Gebieten mit nur schwer aufschliessbaren Pflanzen als Nahrungsgrundlage einen sehr grossen Magen der grosse Mengen an Energie verbraucht, nur um die Lebenserhaltung sicher zu stellen. Also bleibt da nicht viel übrig an Energie, um Intelligenz auszubilden. Zudem müssen Pflanzenfresser die meiste Zeit des Tages damit verbringen zu fressen, um überhaupt aus den schlecht verwertbaren Pflanzen genügend Energie zum Überleben zu ziehen. Da ist also ausser mangelnden Energie zur Ausbildung einer Intelligenz auch noch der Faktor der mangelnden Zeit zu berücksichtigen.
Die unserer Vorfahren, die wahrscheinlich als erstes auf Grund mangelnden verwertbarer Pflanzennahrung zuerst Aas als tierischen Eiweiss zu sich nahmen, konnten dagegen eine andre Entwicklung nehmen. Da tierisches Eiweiss (auch das dürfte wohl unwidersprochen sein) auf Grund der näheren Ähnlichkeit zu menschlichem Eisweissen leichter verdaut werden kann. konnte sich zuerst der Magen verkleinern und damit erst die Grundlage zum Wachstum des Gehirns gelegt werden. In dieser Entwicklung war dann der nächste Schritt der, sich Werkzeuge zu beschaffen, um an Knochemark und Hirn der Tiere zu kommen, die man als Überreste von Räubern oder sonstig verendeten Tiere gefunden hat. Oder anders gesagt: Die Intelligenz konnte sich nur durch den Verzehr tierischen Eiweisses entwickeln.
Der nächste Schritt dieser Entwicklung war dann zwangsläufig die vom „Aasfresser“ zum aktiv jagenden Menschen. Dass man die Werkzeuge, die ursprünglich dazu benutzt wurden, Ressourcen zu erschliessen, an die man leicht herankam (Knochenmark, Hirn etc.) dazu nutzte, statt darauf zu warten Aas zu finden dieses sich aktiv zu beschaffen. In dieser Entwicklung liegt auch ein weiterer Schritt zur Entwicklung der Intelligenz begründet: Man hatte auf einmal mehr Zeit. Statt fast den ganzen Tag mit „äsen“ von Pflanzen zu verbringen, um den Energiebedarf zu decken, konnte man diesen jetzt „relativ leicht“ in wenigen Stunden decken. „Freizeit“, um sich also überhaupt Gedanken machen zu können, ist demnach ebenso eine Grundvoraussetzung zur Bildung von Intelligenz.
Erst über eine lange Entwicklungszeit der Menschheit kam man dann vom Jagen und sammeln zum Ackerbau. Jemand der Schützer(Organisationen) nahe steht, könnte jetzt sagen, das deswegen die Ernährung mit Pflanzen aus dem Ackerbau eine Weiterentwicklung der Menschen und somit kulturell höherwertig sei. Und vergisst dabei zuerst einmal, dass die Landwirtschaft nicht mit Ackerbau sondern mit der Nutzung von (ehemaligen) Wildtieren als Nutztieren begann. Erst die immer weiter wachsende Bevölkerung und der damit schrumpfende Lebensraum für nomadisch lebende Menschen machte den Ackerbau erst nötig und sinnvoll. Ein Naturnutzer wie Angler oder Jäger könnte deswegen auch behaupten, dass die Hinwendung zum Ackerbau die endgültige Lossagung von naturnahem Leben und damit kulturell minderwertig sei.
Man sieht also, man kann in viele Richtungen argumentieren, auch wenn man von den gleichen Voraussetzungen ausgeht. Was mich deswegen aber immer bei solchen Diskussionen stört, ist die Pauschalisierung. Aus diesen Betrachtungen sollte dann eigentlich schnell klar werden, dass Hechtabss pauschalierte Aussage („Spass am Töten“) eigentlich so nicht gehalten werden kann. Wenn man die Nutzung der Natur zum einen als Voraussetzung für die Entwicklung der Menschheit überhaupt voraussetzen muss, spielen da doch zuerst einmal ganz andere Gründe, wie der aus der Entwicklung bei vielen Menschen immer noch sicher vorhandene Jagdtrieb eine Rolle. Der Jagdtrieb selber braucht als Voraussetzung aber nicht das Töten einer Beute, das kann man an den vielen Diskussionen rund um catch an release sehen. Wie viele Angler würden gerne in Deutschland mehr Fische zurücksetzen, wenn das nur rechtlich erlaubt wäre. Hier also zu postulieren, dass letztlich der Jagdtrieb nur durch das Töten befriedigt werden könnte, ist also ganz sicher sowohl falsch wie auch von vielen Schützer(Organisationen) bewusst eingsetzt, um Angler, Jäger und andere Naturnutzer in einem „schlechten Licht“ (Killer, Mörder etc.) erscheinen zu lassen.
Das nächste Argument was dann kommt, müsste zwangsläufig das sein, dass also der Angler (; Jäger und andere Naturnutzer), wenn er schon nicht aus der „Lust am Töten“ dann noch viel schlimmer deswegen angelt (jagt etc.), weil er sich an den Leiden der Tiere erfreut. Ein Argument, das genauso falsch ist wie das mit dem Töten. Denn weder wird der angesprochene, aus Jahrtausenden in den Menschen verankerte Jagdtrieb, originär durch das „Töten“ noch durch das „Quälen“ befriedigt.
Heute braucht natürlich niemand mehr zwecks Nahrungserwerb in unseren Breitengraden angeln zu gehen. Das heisst, eigentlich fällt in meinen Augen also auch der „gesetzliche vernünftige Grund“ zum Angeln weg. E sei denn, man akzeptiert, dass ein selbst gefangener Fisch eine wesentlich bessere Qualität (Frische) hat, als alles was man im Handel kaufen kann. Aber der Nahrungserwerb als solcher kann also auch nicht der Grund für den „Jagdtrieb“ sein.
Die Entwicklung der Menschheit über Pflanzenfresser hin zu Alles/Fleischfressern und der damit verbundenen Entwicklung der Intelligenz hatte aber auch sowohl im besten „darwinschen Sinne“ wie auch entwicklungsgeschichtlich und kulturell immer etwas mit „Wettkampf“ zu tun. Nur der, der in der Lage war sich auf Grund seiner Kenntnisse mehr und bessere Ressourcen zu erschliessen, war auf Dauer erfolgreich. Das trifft sogar auf das heutige Wirtschaftsleben noch genauso zu. Nur die Firmen, die in der Lage sind auf sich immer wieder verändernde Bedingungen mit besseren Strategien und Ressourcen zu reagieren als die Mitbewerber, werden langfristig überleben.
Wenn man das als einziges Argument gelten lassen würde, dürfte es aber ja nur „Wettangler“ geben, wo man sich dann den „Jagdtrieb“ befriedigt, indem man im Vergleich mit anderen zeigen kann, dass man über bessere Ressourcen und intellektuelle Fähigkeiten verfügt und so grössere und/oder mehr Fische als die Konkurrenten zu fangen.
Aber auch das alleine ist in meinen Augen „zu kurz gesprungen“. Denn wie würde sich diese Erklärung für den Jagdtrieb mit dem allseits bekannten Bild eines einsam am Fluss oder See sitzenden Anglers in Einklang zu bringen, der sicher alles andere im Kopf hat als sich mit irgendwelchen Konkurrenten zu messen. Abschalten, sich entspannen, sich in der Natur zu erholen, das scheint doch eher auf einen solchen Typ Angler zu passen. Nun ist also die Frage, warum muss ein solcher Angler dann Fische „quälen“ oder „töten“ um sich selber zu entspannen?? Muss er ja nicht, weil, wie oben mehrfach beschrieben eben gerade das „töten“ und „quälen“ nicht die Befriedigung des Jagdtriebes ausmacht.
Aus den Ausführungen lassen sich jetzt ja vielfältigste verschiedene Aspekte raus suchen, die dem „Jagdtrieb“ als solchem zu Grunde liegen können. Wegen genau dieser Vielfältigkeit finde ich es sehr wohl „pauschalierend“ und letztlich (beuwsst oder unbewusst, ich möchte hier niemanden Absicht unterstellen) auch beleidigend für zumindest einen Teil der Angler. Dass es natürlich Angler geben wird, die Spass am Töten und Lust am Quälen haben, wird sicher niemanden wundern, der täglich Nachrichten sieht, hört oder liest. Wenn man den Prozentsatz der dort vorkommenden Tötungen/Quälereien etc. von der Gesamtbevölkerung auf die Angler, Jäger und andere Naturnutzer überträgt, wird man wahrscheinlich ungefähr die Zahl der „schwarzen Schafe“ bei den Anglern treffen.
Immer noch nicht beantwortet ist nun aber die Frage, was eigentlich der Jagdtrieb ist und was den Jagdtrieb befriedigt. Bisher hatte ich ja nur ausgeführt, warum es explizit nicht das „töten“ oder „quälen“ ist. Der Jagdtrieb ist in meinen Augen nicht ein „Relikt“ aus der Geschichte der Entwicklung der Menschheit. Denn den Jagdtrieb gibt es ja in vielen Spielarten und Ausführungen, beileibe nicht nur das Angeln oder Jagen betreffend. Ein Manager der seine Firma gegen andere besser dastehen lassen will, gehört genauso dazu wie der jugendliche „Möchtegern – Casanova“ der alles im Bett haben möchte was nicht schnell genug auf die Bäume kommt, um hier mal umgangssprachlich zu bleiben. Aber ist nicht auch der Kampf um den letzten freien Parkplatz, um den besten Platz im Kino, um die bevorzuge Behandlung im Restaurant durch den Besitzer, Koch oder Kellner nichts anderes als Jagdtrieb??
Nun wird der Schützer einem vorhalten, dass da ja alles richtig sein mag, aber man ja auf Grund der Entwicklung der Menschheit eine inzwischen andere kulturelle Stufe erreicht hätte, bei der es moralisch/ethisch doch nicht vertretbar sein könnte, wenn man als Hobby Tiere quält und/oder tötet. Damit unterstellt ein solcher Mensch zuerst einmal, dass es unterschiedliche „Wertigkeiten“ von Leben gibt. An der Spitze steht der intelligente, kulturell hochstehende Mensch der auf Grund seiner Entwicklung auch eine Verantwortung für alle andren Lebensformen hat. Je menschenähnlicher diese Lebensformen sind, desto eher ist es gesellschaftlich verpönt, diesen irgendein Leid zu zufügen. Daher sind konsequenterweise in ihren Augen viele solcher Menschen Vegetarier oder sogar Veganer bis hin zu extremsten Spielarten.
Je nach Ausprägung „darf“ man dann zwar Gemüse und zum Beispiel Fisch als nicht so hochstehende Lebensform töten und auch essen, Säugetiere aber nicht. Andere sehen das extremer und esse nur Pflanzenbestandteile, zu deren Gewinnung man keine Pflanze schädigen muss (z. B. reifes, vom Baum gefallenes Obst). Wir Angler haben ja unter anderem die Laichdorschdiskussion, bei der es darum geht, kein „Babymörder“ zu sein, indem man laichbereite Dorschmütter abschlägt. Nichts anderes ist doch aber ein zu Boden gefallener Apfel: Die Geburtsstunde für einen neuen Apfelbaum – analog zum laichbereiten Dorschweibchen.
Der Unterschied zwischen Menschen die (vielleicht auch gedankenlos) Fleisch essen und dem strengsten Veganer ist also nicht, ob und wie man anderes Leben zu seiner wohl notwendigen Ernährung verwendet, sondern nur, welche Massstäbe man für sich selber anlegt, welche Lebensform man also „nutzen“ darf und welche nicht. Das Schlimme bei solchen Diskussionen - wie auch um den hier angeführten Jagdtrieb, der ja letztlich in der Argumentation nichts anderes darstellt, als die Bewertung dessen, welche Lebensform man wie nutzen darf – ist immer das sich einige moralisch/ethisch über andre stellen, weil sie meinen mit ihrer Argumentation richtig zu liegen und dann pauschalierend andere zu „Mördern“ und „Quälern“ abstempeln – wobei genau diese Menschen wirklich im wörtlichen Sinne vielleicht „im gleichen Atemzug“ millionenfach Bakterien oder andre mikroskopische Lebensformen vernichten – also der Unterschied nicht im Tun oder im Effekt besteht, sondern nur in der Absicht und der Betrachtung.
Der Jagdtrieb ist also in meinen Augen eine tief aus der Entwicklung der Menschheit stammende Voraussetzung zur Entwicklung überhaupt. Beim einen wird sich durch das sammeln von viel Geld und das durchsetzen gegenüber Konkurrenten äussern, beim anderen dadurch dass er möglichst viele Frauen (bzw. Männer) ins Bett bekommt. Und nicht jeder hat zur Befriedigung des Jagdtriebes die gleichen beruflichen oder auch hobbymässigen Ansätze. Der eine geht angeln, weil er sich wirklich mit anderen messen will, der andre vielleicht um seine Fähigkeit in der Natur zurecht zu kommen beweisen will, der nächste wirklich nur, um seinen Speisezettel zu bereichern. Es gibt also vielfältige „Befriedigungen“ des hier von Hechtabs angesprochenen „anglerischen Jagdtriebes“. Wichtig ist in meinen Augen dabei aber vor allem, dass die Befriedigung dieses bei allen Menschen vorhandenen Jagdtriebes defintiv nicht vom Töten und/oder Quälen eines Lebewesens abhängen muss.
Viele Naturschützer befriedigen ihren Jagdtrieb zum Beispiel auch mit der „Hatz“ auf Angler, Jäger und andere „Andersdenkende“ die ihre Anschauung nicht teilen wollen und der Diskriminierung dieser Personen(kreise).
Das unterstelle ich hier Hechtabs definitiv nicht, aber es war mir doch wichtig, zu seiner Frage und der von ihm unterstellten Gründe mal Stellung zu nehmen.
Antworter 5:
Zitat von xxx
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.Jagdlust, der Wunsch nach Macht und Kontrolle, der Wunsch nach Tötung eines Tieres und nicht zuletzt Sadismus (welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus) sind zum Teil Fragmente, welche die Evolution und das Testosteron uns Menschen mitgegeben haben.
Du meinst, das wäre der Grund, weshalb man angeln geht? Also ich gehe auf jeden Fall nicht angeln, weil ich Spaß am Töten oder am Todeskampf mit dem Fisch habe. Ich gehe einzig und alleine deswegen angeln, weil ich einen Ausgleich zum Alltag finden möchte und ein paar Stunden in der Natur sein möchte. Natürlich freue ich mich über den gefangenen Fisch. ich will aber keine Macht, wie du schreibst, über ihn haben. Angler behandeln ihren Fang waidgerecht und behandeln ihn mit Respekt. Also wollen sie sicherlich keine Macht haben. Tut mir Leid, aber die Behauptungen, die du da aufstellst, sind reinste Vorurteile!
Antworter 6:
Das Warum weiß man garnicht so richtig, weil man als Kind meist mit Angeln angefangen hat. Man sieht ein Angler, oder der Vater geht mit einem Angeln und findet das irgendwie interessant. Schon sagt man mit 7 oder 8 Jahren (oder sogar jünger).....darf ich auch mal die Angel halten? . Man fängt einfach an, man wird Fischesser. irgendwie bekomme ich das Gefühl, jetzt muß ich angeln gehen, warum? das weiß ich nicht. warum liebt man Frauen? warum spielt man gerne Fußball? warum baut man gerne Modelle? ich weiß es nicht, es ist eine gefühlssache das ein öfters oder nicht so oft überkommt und dann angeln geht.
wegen den testosteron? wollen frauen die angeln gehen Männer werden?
Antworter 7:
Tag zusammen!
Ich möchte das Ganze mal von einer anderen Seite aus beleuchten, als das die ewigen 'Tierschutz vs. Anglerdebatten' seit jeher tun. Dort werden immer nur Argumente pro und contra ausgespielt und beide 'Seiten' wähnen sich doch auch immer auf der richtigen selbigen zu sein. Daher beginne ich einmal anders, als nur auf aufgestellte Behauptungen zu reagieren.
Vielleicht liest Du Dir, abc, mal dieses Topic mit seinen Postings durch: http://www.anglerboard.doks-pages.com/board/showthread.php?t=28647
Dort kannst Du sehen, daß selbst in einem Forum von Anglern für Angler gewaltige Unterschiede in der Anschauung des Umgangs mit der Kreatur herrschen und dort haben die Leute nicht auf deine Frage geantwortet, sondern schon früher untereinander über einen Aspekt Deines Themas diskutiert. Fakt ist aber, daß alle dort anwesenden Angeln.
Auch die andauernden Catch und Release Debatten unter Anglern und die vorherrschenden unterschiedlichen Gesetzesgebungen in verschiedenen Ländern zu diesem Thema zeigen, daß es nicht die Meinung von Anglern oder Tierschützern zum Umgang mit der Kreatur gibt, sondern daß die Beweggründe zum Angeln so unterschiedlich sind, wie auch die Ausübenden selber.
Persönlich hasse ich es, wenn jedwede Kreatur leiden muß. Ich töte keine Fliegen wenn sie nerven, wie das andere Menschen (im übrigen auch manche Tierschützer) tun, ich lasse Spinnen leben (sie sind doch unendlich nützlich) und lege mich mit jedem an, der das anders sieht (auch mit meiner Frau) und das, seit ich denken kann.
Wenn es mir passiert, daß ich einen untermaßigen Fisch verangel (was Gott sei Dank selten vorkommt), ihn zum Beispiel so tief hake, daß es unmöglich ist, ihm den Haken zu entfernen, ohne ihm weiteren großen Schaden zuzufügen, dann empfinde ich Scham und Reue, keinen Lustgewinn. Dieses Bewußtsein ist auch schon während des Fischens präsent und sorgt dafür, daß ich Köder- und Hakengröße lieber entsprechend wähle und den Anhieb früh setze, auch wenn ich dadurch eher Miserfolge verzeichne. Hätte ich den Eindruck, ich würde die Tiere quälen (was zugegeben eine subjektive Wahrnehmung ist), würde ich nicht angeln.
Ich kann kein Lebewesen leiden sehen, egal ob Mensch oder Tier und würde auch niemals bewußt einem Lebewesen Schaden zufügen wollen. Es ist ein Messen mit diesen Tieren und dieses Messen erfahren sie auch untereinander im Wasser, was schon mal durch den ein oder anderen Biss eines räuberischen Fisches nach sich zieht. Tiere sind solche 'Kämpfe' gewöhnt und sie machen sich höchst wahrscheinlich auch nicht unsere/Deine Gedanken zu diesem Thema. Was das Schmerzempfinden von Fischen angeht, empfehle ich Dir folgende Lektüre:
http://www.cipro.de/karpfen/schmerz.htm
Wenn ich mir nun Deinen Beitrag durchlese, fällt mir der folgende Kommentar Deinerseits besonders auf.
Zitat von
Jagdlust, der Wunsch nach Macht und Kontrolle, der Wunsch nach Tötung eines Tieres und nicht zuletzt Sadismus
Kleine Kinder im zarten Alter von 3,4 Jahren usw. rangeln, toben und kämpfen bereits untereinander. Das tun auch andere Säugetiere im Frühling ihres Lebens. Dieser Wettkampf ist notwendig um sich auf das Leben vorzubereiten, um die eigenen Stärken und ihre Position in der Welt auszuloten und um Fähigkeiten zu erlernen, die Mensch und Tier bis dato noch benötigen um in dieser Welt lebensfähig zu sein. Kindern oder etwa spielenden Jungbären oder Welpen (kamen mir gerade vor das geistige Auge) Sadismus zu unterstellen ist in meinen Augen fern ab der Realität. Das Verhalten ist zwar auch bei erwachsenen vorhanden, doch führe ich den 'Nachwuchs' an, um Dir zu zeigen, daß Du diese These vielleicht noch etwas überdenken und umformulieren solltest.
Ähnlich wie dem Nachwuchs geht es vielen Menschen, die nach meiner Meinung psychisch noch kerngesund sind. Sie brauchen den Einklang, die Verbundenheit und das Messen ihrer selbst mit der Natur und deren Elementen für ihr Gleichgewicht. Es ist der eigentliche Lebensraum aller Menschen und nur die Tatsache, daß Menschen nun nicht mehr im Jungle leben sondern in Städten, macht aus ihnen noch keine anderen Lebewesen.
Der Hunger nach Macht und Kontrolle findet sich eigentlich nur bei schwachen Menschen, die unsicher sind und versuchen ihre Komplexe zu kompensieren. Sie unterdrücken andere Menschen und Geschöpfe in Beruf und Privatleben, müssen das Gefühl haben, über anderen zu stehen (gesellschaftlich) und besser zu sein, weil es ihnen an Selbstbewußtsein und meistens auch entsprechenden Fähigkeiten mangelt und sie sich ohne diesen Status nicht behaupten können - meiner Meinung ein Irrglaube.
Im Gegensatz dazu sehe ich Menschen, die noch ein Bischen natürlich leben wollen. Sie kommen meist gut mit anderen aus, behandeln andere Menschen entgegenkommend, höflich und sind meistens Natur- und Tierliebhaber.
Der Verzehr und das Töten eines Tieres ist für sie Bestandteil des Lebens, wird nicht zelebriert sondern 'kurz und schmerzlos' vollzogen, dient der Ernährung und dem Erhalt einer ausgeglichenen Psyche.
Das gleiche Spiel von Stark und Schwach kann man auch im Tierreich häufig beobachten. Bei den meisten Kämpfen handelt es sich um Kommentkämpfe, die keinen tödlichen Ausgang haben (es gibt auch Arten bei denen es nicht so ist, das ist jedoch seltener im Tierreich). Die Schwachen sind meist die, die die Stärkeren herausfordern um deren Position einzunehmen. Hier dient dieses Verhalten noch der Verbreitung der eigenen Gene, denn die Sieger dürfen meist ein Revier und die Weibchen/die dicksten Happen der Beute darin zuerst beanspruchen und sich fortpflanzen. Der Stärkere setzt sich durch. Beim Menschen ist das nun in der 'zivilisierten' Welt anders. Hier gewinnt nicht der Stärkere sondern der skrupellose, der mit den besseren Anwälten oder derjenige, der Ideen stielt, usw. Mit Ehrlichkeit und Fleiß weiterzukommen ist wirklich eine Seltenheit in dieser Gesellschaftsform und nicht selten werden die so genannten 'Gewinner' in unserer Gesellschaft von ihrem Umfeld als 'arme Schweine' tituliert. Ich bin auf sie nicht neidisch. Keine Zeit zum Leben zu haben, weil man wichtig sein möchte, nicht das Leben zu können, was man sich wünscht, um den Ansprüchen anderer zu genügen und 'toll' zu sein, all das bemitleide ich. Wie zerfressen müssen solche Menschen innerlich sein und ich habe schon genug von ihnen im beruflichen und privaten Umfeld erlebt und kennengelernt. Diese Menschen kennen keine Werte außer denen, die sie glauben, leben zu müssen um zu gefallen. Sie müssen an die Geburtstage ihrer Kinder erinnert werden und ihre Frau dient auch nur der 'Erfüllung eines sonst leeren Hauses' und der eigenen Versorgung. Im Prinzip erfahren sie nicht einmal, was Leben bedeutet, besorgen sie sich doch kurz nach der Abnabelung ihrer Eltern schnellst möglich einen Ersatz für ihre Mamma, die sie weiterhin bekocht, bügelt und umsorgt. Das solche Menschen, die mit sich selbst nicht klarkommen, nicht mit anderen Mitmenschen oder Tieren umgehen können, ist für mich selbstredend.
Persönlich empfinde ich keinen Lustgewinn beim Töten eines Tieres, sondern Reue für diesen Tot und Dankbarkeit, daß ich noch lebe. Ich habe als Kind, obwohl immer Waffen im Hause waren, nie den Wunsch verspürt, auf ein wehrloses Tier zu schießen, hab mich im Gegensatz dazu sogar mit befreundeten Kindern angelegt, die das anders empfanden. Trotzdem steckt der Wunsch in mir, erfolgreich zu Fischen und mir zu beweisen, daß ich fähig bin, noch ein Tier zu fangen. Töten will ich es aber nicht und tue dies nur selten, wenn ich eines essen möchte. Dann aber, wie gesagt nicht, mit dem Gefühl von Lust und Macht, sondern so schnell und wenig qualvoll wie möglich.
Ich habe die von mir erlebten, groben Unterschiede menschlicher Charakterzüge aufgezeit, um klarzustellen, daß es sehr wohl Menschen mit sadistischen Neigungen gibt. Diese halte ich aber keineswegs für 'normal' und durchsetzen werden sie sich auch nicht, da sie nur unter sich bleiben und ihre Nachkommen durch die Entwicklung degenerieren.
Selbst bei großen Haien gibt es, soweit nachgewiesen, normalerweise kaum Todesfälle bei Teritorialkämpfen und zur Wiederherstellung der Rangordnung reicht meist die blose Konfrontation mit dem ranhöheren Tier, um die Ordnung wiederherzustellen. Sadismus gegenüber Tieren ist auch bei Naturvölkern wie den meisten nordamerikanischen Indianern, Eskimos, Aborigines, den Maori, die Ureinwohner Hawaiis und anderer Inseln im Pazifik etc. nicht bekannt, ganz im Gegensatz zu den Europäern.
Ich sehe den Unterschied zwischen allen diesen Menschen in der Gesellschaftsform und der Religion. Dort wo Werte wie Familie großgeschrieben wurden/werden, wo Tiere nur nach Bedarf getötet wurden und nicht, um sich zu bereichern, traten diese 'Auswüchse' menschlichen 'Fehlverhaltens' nicht in groben Zügen auf. Dort aber, wo man die eigene Religion in den Vordergrund stellte oder das Zahlungsmittel Geld, waren diese abgründigen Charakterzüge häufiger zu beobachten. Das gilt/galt sicherlich nicht für ganze Kulturen, gab es auch dort Gegensätze, aber in der Masse sehe ich das durch geschichtliche Nieder- und Abschriften so belegt und kann das durch das, was ich in meinem eigenen kurzen Leben mitbekommen habe nur bestätigen.
Verhalten kann nur dann zum Teil über Triebsteuerung hinauswachsen, wo Logik und Mut überwiegen und Angst dadurch zur Nebensache wird. Wer sich also mit der Natur misst, versucht mit seinen Ängsten zu leben (und da ist die Jagd auf Fische nur ein Beispiel für viele Verhaltensweisen, die Angelfischerei nur ein relativ harmloses Unterfangen): wer mit sich selbst nicht im Reinen ist, wird andere Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier nicht besser behandeln als sich selbst. Wer schnöden Mammon in den Vordergrund seines Lebens stellt, wird nie wissen, was Leben bedeutet und kann somit auch nicht beurteilen, was Leben für andere bedeutet - Fehlverhalten ist auch hier 'vorprogrammiert'. Wer Auseinandersetzungen scheut, wird immer versuchen diese zu vermeiden, wenn auch vermeiden bedeutet, die Bedrohung durch Arglist auszuschalten. Könnte ein Streit/Kampf glimpflich ausgehen, würde er offen ausgetragen, wird ein ängstlicher Mensch wohl versuchen ganze Arbeit zu leisten, aus Angst vor möglicher Rache des anderen. Dadurch wird meist mehr Schaden entstehen als durch eine offene Konfrontation - das nur am Rande um zu zeigen, wie dumm Angst ist. Denn die nächste Konfrontation wartet an der nächsten Ecke und wer sich sein ganzes Leben versteckt, der lebt nicht, sondern leidet. Naturvölker jagen gefährliche Tiere, obwohl sie wissen, wie die Jagd für sie ausgehen kann, dafür können sie danach aber lachen und feiern, weil sie noch leben und etwas zum Essen haben.
Empfinde ich Generalisierungen wie 'die Angler' oder 'die Christen' oder 'die Türken' schon als unreif und wenig erfahren, so ist für mich der Versuch menschliches Verhalten über eine Gruppe oder gar eine Kultur hinweg, ohne individuelle Hintergründe zu beleuchten, nur eines: der Versuch von Menschen, die das Leben nicht so nehmen können oder wollen, wie es ist, sich die Gegebenheiten so einfach wie möglich machen zu wollen, um die eigene Hilflosigkeit in diesem Leben ertragen zu können. Ein 'normaler', 'gesunder' Mensch weiß, daß es keine Kontrolle im Leben gibt und keine Sicherheiten und er wird, da er sein eigenes Leben zu schätzen weiß, auch wissen, wie kostbar es für andere Menschen und Tiere ist. Getötet wird nur zum Verzehr, und gegessen nur, solange man hungrig ist.
Raffgier, Essstörungen, Sadismus, Kontrollbedürfnis, etc. haben zwar wenig aber doch eins mit einander gemein: es gibt diese Verhaltensweisen, doch sie ensprechen nicht der 'Norm' also der Masse an Verhalten.
Zitat von
Denn es sind keine von vernünftigem Denken erzeugten Motive, die die meisten Angler in unserer Gegend die Ruten in die Gewässer werfen lassen.
Die Motivation dazu wird landläufig als Jagdtrieb bezeichnet. Die Grundlage von Trieben ist generell nicht durch Logik gesteuert sondern, wie Du ja selbst richtig und vereinfacht sagst, durch Hormonausschüttungen.
Zitat von
welcher Angler genießt nicht den Todeskampf eines Fisches und zögert diesen oft lange hinaus
Lies Dir, wie bereits gesagt, einmal die Postings unter dem Link durch, den ich Dir eingangs in den Text eingefügt hab. Du wirst schnell feststellen, daß Du den Holzweg mit deiner These bereits verlassen hast und dich schon im tiefsten gedanklichen Morast befindest. Worauf Du solche Vermutungen stützt ist mir völlig schleierhaft und mir ist nicht ein Mensch, mit dem ich klarkommen würde bekannt, der ein solches Verhalten zeigt. Das Bild mit dem Morast soll Dich nicht angreifen, ich denke aber, es beschreibt sehr schön die - für mich (subjektive) 'Abwägigkeit' - solcher Gedanken. Für mich ist es schlichtweg nicht nachvollziehbar, daß jemand solches Verhalten generalisiert, von meiner Bewertung von Generaliserungen generell einmal abgesehen
Zitat von
Mit anderen Mitgliedern meiner Männergruppe habe ich das Thema bereits erörtert, aber nur einige davon sind Angler und viele waren gar nicht zu einer Diskussion bereit, weil sie sich persönlich angegriffen fühlte.
Wer sich persönlich angegriffen fühlt, steht nicht zu dem, was er tut, das ist offenkundig. Wie soll eine vernünftige Diskussion mit Leuten zustande kommen, die ihr eigenes Verhalten nicht verstehen, reflektieren und vertreten können?
Zitat von
Bitte keine Tabus - das Jagen und Töten von Tieren, das bewußte Hinauszögern dieses Vorgangs ist psychologisch gesehen ein heißes Eisen.
Das Jagen und Töten von Tieren ist kein heißes Eisen, es ist natürlich und das seit zigtausenden Jahren. Betrachtet man sogar das Töten von Tieren durch andere Tiere, dürfte es seit millionen von Jahren normal sein. Mit Psyche hat das ursprünglich nichts zu tun, es ist ein triebgesteuertes Verhalten, wie Du eingangs schon selbst sagtest. Erst in jüngerer Zeit in 'zivilisierten' Gesellschaften wurde es in den Hintergrund gegrängt. Ob das gesund ist, wage ich zu bezweifeln, versuchen es doch alle Menschen irgendwie auszuleben. Selbst moderne 'Präsidenten' wie Herr Busch, zeigen, daß der Versuch, Menschen zu zivilisieren nur in Raff- und Machtgier, Skrupellosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber anderen gipfelt. Wer seine Triebe natürlich auslebt, der braucht das nicht dort zu tun, wo diese Triebe, in einer Gesellschaftsform wie der unseren, nichts zu suchen haben.
Zitat von
Aber Leute, die nur argumentieren können, indem sie Andersdenkende beschimpfen und beleidigen, sind nicht Gegenstand meines Interesses.
Von vorneherein zu implizieren, wie das Gegenüber reagieren mag, offenbart schon das Bedürfnis, die eigene Meinung bestätigt zu sehen. Überlege Dir einmal, ob Deine Verallgemeinerungen (was ich davon halte, weißt Du ja nun schon zu genüge) nicht auch eine Beleidigung für andere sind. Beleidigungen wirst Du nur von unsicheren Menschen erfahren. Wer sich seiner Sache sicher ist, braucht nicht beleidigend zu werden. Ich bin mir meiner Sache jedenfalls sicher. Ich weiß sicher, daß ich nicht alles weiß und immer dazulernen kann. So brauch ich keine Angst zu haben, jemand könnte eine andere Meinung als ich vertreten und kann mich entspannt mit ihm unterhalten.
Vielleicht solltest Du Deinen nächsten Versuch (ruhig auch in Deiner Männergruppe) mal in dieser Richtung aufziehen. Vielleicht werden deine Gegenüber Dir dann auch weniger beleidigend gegenübertreten, wenn Du sie nicht schon eingangs selbst indirekt über einen Kamm schehrst und sie damit beleidigst.
Was Du schreibst, nehme ich ernst, sonst würde ich mir nicht die Mühe machen, in diesem Umfang zu antworten. Vielleicht solltest Du das im Umgang mit anderen - besonders wenn Du sie noch nicht kennst - auch tun.
p.s. Auch hier habe ich Angst. Zum Beispiel zu viel geschrieben zu haben und zu weit ab vom Thema und - da weit ausgeholt - vielleicht auch nicht immer vollständig nachvollziehbar. Es sind aber nunmal meine Gedanken zu Deinem Beitrag und so muß ich damit leben
Poster1:
Allen, die auf meinen Beitrag geantwortet haben, möchte ich an dieser Stelle erst einmal Danke sagen. Ich bin, wie gesagt, an ehrlichen Meinungen interessiert, und ein Forum wie dieses eignet sich dazu besser, weil viele Menschen im Gespräch von Mensch zu Mensch oft unterlegen sind - nicht mangels Argumenten, sondern aus Mangel an sprachlichen Fähigkeiten. Mir ist es schon öfters passiert, dass ich Unmut auf mich gezogen habe, weil mein Gegenüber sich sprachlich einfach unterlegen fühlte und somit mit Aggression reagierte. Muss ich mich deshalb künstlich auf ein kommunikatives Niveau begeben, welches eigenlich unter mir liegt, nur der Harmonie mit einem Gesprächspartners zu Liebe?
Aber zur Sache: Ich habe meinen Beitrag ganz bewußt mit etwas Provokation gewürzt, glaube aber, diese war durchaus im tragfähigen Bereich.
Es sind einfach Tatsachen, die ich erfahren habe, und die niemand hier im Forum bestreiten kann. Gleichzeitig ist klar: Was ich im folgenden schildere gilt niemals für alle Angler, dann dann würde ich mich eines Vorurteils bedienen.
Tatsache ist: Die Nahrungsaufnahme ist keineswegs immer der Grund, warum geangelt wird. Beweis dafür sind zahlreiche Angler (die gibt es, das weiß jeder hier), die Fische fangen, um sie dann bewußt wieder ins Wasser zu werfen. Und zwar nicht deshalb, weil die Fische zu klein wären, oder zum Verzehr ungeeignet. Nein, weil es ihnen nur um den Vorgang der Jagd, des Fangens geht. Ob das für die Fische traumatisch ist, interessiert nicht. Und ob es für einen Fisch keine Tortur ist, von einem Haken im Maulbereich durchbohrt zu werden, aus seinem Element Wasser gezogen zu werden, ist eine Frage die jeder für sich selber beantworten muss. Ich glaube, dem Tier wird durch so eine Prozedur Leid zugefügt.
Tatsache ist: Ich habe sie gesehen, die Angler, die plötzlich leuchtende Augen bekamen, wenn da etwas anbiss. Wer da sagt, es gehe nur um Narungsaufnahme, der kann insgeheim über sich selbst lachen. Es geht um den bewußten Kampf mit einem Tier, welches um sein Leben kämpft und - das habe ich zumindest gesehen und deute es so: Es geht um das lustvolle Hinauszögern dieses Kampfes.
Sicher, die Evolution hat einen Menschen geschaffen, in dem der Jagdtrieb fest verankert ist, und das hat seinen Sinn, sonst wären wir wahrscheinlich alle nicht mehr hier. Fakt ist aber auch dass sich unsere Welt, die menschliche Lebenswelt, in den letzten 200 Jahren so verändert hat, dass die gesamte Menscheit umdenken muss, sonst wird dieser Planet in mehr oder weniger ferner Zukunft ziemlich traurig aussehen. Spezies sterben aus, große Teile dieses Planeten verwüsten, durch Menschenhand herbeigeführt. Dieses Handeln entspricht einem uralten Weg des Menschen, mit der Erde umzugehen, "du sollst dir die Erde untertan machen". Wir sind jetzt an der Schwelle wo wir uns überlegen müssen (oder können oder sollten), wie jeder einzelne Mensch sein Weltbild gestalten will, um nicht nur die Hamonie der Menschen untereinander - den Weltfrieden - sondern auch die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt neu zu ordnen. Und dazu gehört letztlich auch die fundamentale Frage: Wie gehe ich mit meinen Mitgeschöpfen - den Tieren um. Wie sehe ich ein Tier? Als eine fühlende Kreatur? Oder als ein Objekt, mit welchem ich Sport betreiben kann (Angelsport) indem ich es fange, töte, oder wieder aussetze. Das Tier, in diesem Fall der Fisch, leidet auf jeden Fall.
Ich sehe Bilder, auf denen Angler ihre Fische fotografieren, sie in eine Position bringen dass sie möglichst groß auf dem Bild erscheinen, ja, selbst Fotomontagen sind mir schon untergekommen. Das ist eine Präsentation einer Trophäe durch den Jäger. Mich stört, dass dies so selbstversändlich hingenommen wird. Auch auf die Gefahr hin, jetzt schon wieder provokativ zu werden: Ich muss bei solchen Bildern immer an kleine Jungs denken, die auf dem Schulklo ihren Penis vergleichen, um zu sehen wer den Größeren hat. Wenn das aber erwachsene Männer mit getöteten Tieren, seien es Fische oder andere Beute machen, komme ich ins Grübeln. Hat den ein Mensch nicht die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln?
Mir ist die Komplexität dieses Themas bewußt. Mir ist klar, dass es kein ja oder nein gibt, dass es keinen Königsweg gibt. Aber ich wünsche mir, dass, in kleinen Schritten, eine Bewußtseinsveränderung stattfindet. Zum Vorteil für uns Menschen, den Tieren und der Harmonie auf dieser Welt.
Und ich bin niemand, der seinen Jagdtrieb in der Anklage sucht. Ich suche die fruchtbare Diskussion. Und ich wünsche mir dass die Welt ein wenig besser wird. Wir befinden uns alle im Stadium einer Entwicklung. Die Entwicklung des öffentlichen Umweltbewußtseins, initiiert von den Grünen, Mitte der 70ger, ist noch lang noch nicht abgeschlossen
Antworter 8:
Zitat von xxx
Mir ist es schon öfters passiert, dass ich Unmut auf mich gezogen habe, weil mein Gegenüber sich sprachlich einfach unterlegen fühlte und somit mit Aggression reagierte. Muss ich mich deshalb künstlich auf ein kommunikatives Niveau begeben, welches eigenlich unter mir liegt, nur der Harmonie mit einem Gesprächspartners zu Liebe?
Warum nicht?
Ansonsten könnte man dich für ´nen Arrogantschik halten.
Zitat von xxx
Ich sehe Bilder, auf denen Angler ihre Fische fotografieren, sie in eine Position bringen dass sie möglichst groß auf dem Bild erscheinen, ja, selbst Fotomontagen sind mir schon untergekommen. Das ist eine Präsentation einer Trophäe durch den Jäger. Mich stört, dass dies so selbstversändlich hingenommen wird. Auch auf die Gefahr hin, jetzt schon wieder provokativ zu werden: Ich muss bei solchen Bildern immer an kleine Jungs denken, die auf dem Schulklo ihren Penis vergleichen, um zu sehen wer den Größeren hat. Wenn das aber erwachsene Männer mit getöteten Tieren, seien es Fische oder andere Beute machen, komme ich ins Grübeln. Hat den ein Mensch nicht die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln?
Tja, das Kind im Manne oder der arg strapazierte Penisvergleich.
"Ich bin der beste Angler!"
Schlimm?
Kann was dran sein. Keine Ahnung.
Früher wurden Szenen von erlegten Tieren auf Höhlenwände gemalt, später auf Tierhäute, Leinwand.............. Fotopapier.
Ich wäre der Letzte, der abstreiten würde, dass in mir ein Cro Magnon schlummert.
Auf den Rest möchte ich (im Moment) nicht eingehen, da ich wirklich in Abrede stelle, ob Freizeitangeln an der momentanen Situation in der Welt auch nur teilweise Schuld trägt.
Anders gesagt: Glaubst du wirklich, dass es besser um diese Kugel stehen würde, wenn es keine Angler geben würde?
Das es nötig ist unser Tun in diesem Zusammenhang zu hinterfragen?
Nicht wirklich oder?
Antworter 4:
RAL
Zitat von xxx
Die Entwicklung des öffentlichen Umweltbewußtseins, initiiert von den Grünen, Mitte der 70ger, ist noch lang noch nicht abgeschlossen.
RAEnde
Leider auch nicht die vielen Irrwege die dabei von den Schützer(Organisationen) begangen werden. Das sind leider oft mehr professionelle Spendensammelorganisationen als Leute, die der Umwelt etwas Gutes tun wollen. Man beachte: Ich habe die Pauschalierung vermieden und nicht alle Organisationen damit gemeint/angesprochen!
Tatsache sind sicher die von Dir erwähnten leuchtenden Augen beim Biss. Diese Augen leuchten aber nicht weil man da ein Tier quält, sondern weil der Jagdtrieb durch den Erfolg befriedigt wurde (quälen ist übrigens eine zutiefst menschliche Ansicht. Um etwas als Qual empfinden zu können, muss man ein eigenes Bewusstsein vorausetzen können, das trauen sich bis jetzt nicht mal die grünsten Grünen von den Fischen zu sagen. Die Qual dürfte in solchen Fällen eher der menschliche Betrachter erleiden als der Fisch selber, da er das mangels eigenem Bewusstsein ja gar nicht so empfinden kann).
Auch dass ein Tier eine fühlende Kreatur ist, ist wieder die Unterscheidung sich selber ethisch/moralisch höher dünkender Menschen in mehr oder weniger "wertes" Leben.
Niemand wird eine Bakterie als fühlendes Kreatur sehen, also kann man sie ausmerzen (vor allem wenn sie den Menschen schadet), es ist also wie von mir schon beschrieben in meinen Augen die schlimmste Form von menschlicher Überheblichkeit, wenn der Mensch meint anderes Leben so klassifizieren zu können, dass man die einen töten (ausmerzen) darf, die anderen Formen aber gefälligst als dem Menschen nahestehendere Formen weder zu töten noch zu "quälen" hat.
Um es mal ganz krass zu sagen: Das mit dem unwerten Leben hatten wir doch schon mal.
Ich respektiere jede Lebensform gleich, und ich nutze aber auch jede Lebensform mit dem grössten Respekt und der mir möglichen Verantwortung zur von Menschen vorgesehenen Verwendung.
PS: Ich hoffe mit diesem Exkurs auf einem sprachlichen Niveau zu sein, dass sowohl xxx respektieren kann und dass antworter 8 mich nicht als arrogantschik bezeichnen muss.
Antworter 1:
Zitat von xxx
Mir ist es schon öfters passiert, dass ich Unmut auf mich gezogen habe, weil mein Gegenüber sich sprachlich einfach unterlegen fühlte und somit mit Aggression reagierte.
Endlich jemand, der mich versteht! Wir werden nicht umhin kommen, uns mit solcherlei Unrecht abzufinden. Dies ist das schwere Schicksal, das uns der sprachlich unterprivilegierte Pöbel auf unsere wunden Schultern legt, die ungerechte Bürde, die ein aufrechter Sophist mit Würde zu tragen weiß! Wir machen das schon, je größer die Last, die uns das Leben auferlegt, desto tiefer die Spuren, die wir hinterlassen! (Arrogantschik? )
Zitat von xxx
Muss ich mich deshalb künstlich auf ein kommunikatives Niveau begeben, welches eigenlich unter mir liegt, nur der Harmonie mit einem Gesprächspartners zu Liebe?
Aber nein, Bruder, nein! Wo kämen wir hin, wenn wir unser Licht im engen Scheffel verkümmern ließen, den die schnöden Minderbegabten uns mit vor gehässiger Freude verzerrter Fratze überzustülpen trachten? Sprich frei heraus, lass Dich nicht herab auf deren niederes Niveau. Es ist nur der Neid der Minderprivilegierten, der aus ihren Reden und billigen Rechtfertigungsversuchen spricht. Gleichwohl: Übe Dich noch ein klein wenig im Gebrauch des Genitivs. In Deinem letzen Posting hat sich ein kleiner, nachgerade unwesentlicher, Fehler eingeschlichen.
Zitat von xxx
Aber zur Sache: Ich habe meinen Beitrag ganz bewußt mit etwas Provokation gewürzt, glaube aber, diese war durchaus im tragfähigen Bereich.
Versteh mich nicht falsch, Bruder, es ist keine Kritik – dennoch: Die Reform der richtigen Schreibung unserer schönen deutschen Sprache hat uns manch schwer nachvollziehbares Hindernis in den Weg gelegt. Freilich weißt Du, dass gerade die Verwendung des "scharfen s" eine der größten Stolperfallen in diesem Machwerk darstellt. Lass Vorsicht walten, und Du bist künftig vor Flüchtigkeitsfehlern – wie dem obigen – gefeit.
Noch ein Wort "zur Sache":
Die Provokation in Deinem Ausgangsposting war einfach nur Mist. "Tragfähig" ist ein unpassendes Adjektiv in diesem Zusammenhang, sprachlich wie inhaltlich. Wenn Du eine sachliche Diskussion suchst, dann hör auf, den Leuten hier auf die Zehen zu steigen.
"Zur Sache" gibt es ansonsten von meiner Seite nichts mehr zu sagen. Das steht alles schon ganz oben.
Wer mag, darf übrigens gerne Klug*******r zu mir sagen.
Antworter 3:
Hallo,
Ich möchte dir zunächst mal einen kleinen Tipp geben, damit du hier wirklich ernst genommen wirst, solltest du die Karten auf den Tisch legen. Ganz offen und ehrlich sagen wer du bist und was du konkret willst. Wir sind es hier gewohnt mit Leuten zu kommunizieren die kein Problem habe ihre „Identität“ preiszugeben.
Zitat von
Allen, die auf meinen Beitrag geantwortet haben, möchte ich an dieser Stelle erst einmal Danke sagen. Ich bin, wie gesagt, an ehrlichen Meinungen interessiert, und ein Forum wie dieses eignet sich dazu besser, weil viele Menschen im Gespräch von Mensch zu Mensch oft unterlegen sind - nicht mangels Argumenten, sondern aus Mangel an sprachlichen Fähigkeiten. Mir ist es schon öfters passiert, dass ich Unmut auf mich gezogen habe, weil mein Gegenüber sich sprachlich einfach unterlegen fühlte und somit mit Aggression reagierte. Muss ich mich deshalb künstlich auf ein kommunikatives Niveau begeben, welches eigenlich unter mir liegt, nur der Harmonie mit einem Gesprächspartners zu Liebe?
Dieses Problem hatte ich auch lange Zeit, bis ich bemerkte, dass fast die halbe Welt kein anständiges Bayrisch spricht
Zitat von
Tatsache ist: Die Nahrungsaufnahme ist keineswegs immer der Grund, warum geangelt wird. Beweis dafür sind zahlreiche Angler (die gibt es, das weiß jeder hier), die Fische fangen, um sie dann bewußt wieder ins Wasser zu werfen. Und zwar nicht deshalb, weil die Fische zu klein wären, oder zum Verzehr ungeeignet. Nein, weil es ihnen nur um den Vorgang der Jagd, des Fangens geht. Ob das für die Fische traumatisch ist, interessiert nicht. Und ob es für einen Fisch keine Tortur ist, von einem Haken im Maulbereich durchbohrt zu werden, aus seinem Element Wasser gezogen zu werden, ist eine Frage die jeder für sich selber beantworten muss. Ich glaube, dem Tier wird durch so eine Prozedur Leid zugefügt.
Bewusst ins Wasser werfen und „releasen“ so wie wir Angler sagen ist ein gewaltiger Unterschied.
Geworfen wird da erstmal gar nicht, die Fische werden „schonend“ ins Gewässer zurückgeführt.
Das was du damit vermutlich meinst ist das berühmte „Catch and Release“ es mag Angler geben die wirklich jeden Fisch wieder zurücksetzen, aber glaube mir, dass sind wirklich sehr sehr wenige. Es gibt Situationen in denen auch ich einen vermeintlich „guten“ Fisch, der kerngesund ist und eine gute „Portionsgröße“ hat wieder zurücksetze. z.B. um einem evtl. geringen Bestand dieser Art nicht weitere für den Fortbestand ganz wichtige Fische zu „entreissen“
Zitat von
Tatsache ist: Ich habe sie gesehen, die Angler, die plötzlich leuchtende Augen bekamen, wenn da etwas anbiss. Wer da sagt, es gehe nur um Narungsaufnahme, der kann insgeheim über sich selbst lachen. Es geht um den bewußten Kampf mit einem Tier, welches um sein Leben kämpft und - das habe ich zumindest gesehen und deute es so: Es geht um das lustvolle Hinauszögern dieses Kampfes.
Leuchtende Augen ? Die siehst du auch bei mir, und bei fast jedem anderen Angler auch !
Dieses „Leuchten“ hat durchaus verschiedene Gründe. Der bewusste Kampf mit einem Tier ist es bei mir mit Sicherheit nicht !
Das Leuchten entsteht, zumindest bei mir, durch „Spannung, was angebissen hat“, „Freude auf die eventuell leckere Mahlzeit“ und das Gefühl (welches du vermutlich nicht so gut nachempfinden kannst) „Alles richtig gemacht zu haben und den Fisch überlistet zu haben“
Zitat von
Sicher, die Evolution hat einen Menschen geschaffen, in dem der Jagdtrieb fest verankert ist, und das hat seinen Sinn, sonst wären wir wahrscheinlich alle nicht mehr hier. Fakt ist aber auch dass sich unsere Welt, die menschliche Lebenswelt, in den letzten 200 Jahren so verändert hat, dass die gesamte Menscheit umdenken muss, sonst wird dieser Planet in mehr oder weniger ferner Zukunft ziemlich traurig aussehen. Spezies sterben aus, große Teile dieses Planeten verwüsten, durch Menschenhand herbeigeführt. Dieses Handeln entspricht einem uralten Weg des Menschen, mit der Erde umzugehen, "du sollst dir die Erde untertan machen". Wir sind jetzt an der Schwelle wo wir uns überlegen müssen (oder können oder sollten), wie jeder einzelne Mensch sein Weltbild gestalten will, um nicht nur die Hamonie der Menschen untereinander - den Weltfrieden - sondern auch die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt neu zu ordnen. Und dazu gehört letztlich auch die fundamentale Frage: Wie gehe ich mit meinen Mitgeschöpfen - den Tieren um. Wie sehe ich ein Tier? Als eine fühlende Kreatur? Oder als ein Objekt, mit welchem ich Sport betreiben kann (Angelsport) indem ich es fange, töte, oder wieder aussetze. Das Tier, in diesem Fall der Fisch, leidet auf jeden Fall.
Wie sehe ich ein Tier? Grundsätzlich sollte man natürlich auch den Begriff Tier nicht so pauschal einsetzen. Ich bleibe jetzt mal bei meinen Lieblingstieren, den Fischen.
Ich sehe Fische als Nahrungsquelle an ! Eine Quelle aus der ich selbst mit gutem Gewissen schöpfen kann. Weil ich dann die Garantie habe, dass dieses Tier auf die aus meiner Sicht schondendste Art die es überhaupt gibt der Verwertung zugeführt wurde. Wenn man Fleisch essen möchte dann muss man sich bewusst sein, dass ein Tier dafür sterben musste. Damit habe ich kein Problem, was mich eher bewegt ist die Frage des „WIE“. Wie musste das Tier sterben ? Ist es von einem Fachmann (z.B. Angler) korrekt und auf dem schnellsten Weg getötet worden oder ist es von einem möglicherweise profitgeilen Kapitalisten auf die für IHN rationalste Art und Weise getötet worden ?
Zitat von
Ich sehe Bilder, auf denen Angler ihre Fische fotografieren, sie in eine Position bringen dass sie möglichst groß auf dem Bild erscheinen, ja, selbst Fotomontagen sind mir schon untergekommen. Das ist eine Präsentation einer Trophäe durch den Jäger. Mich stört, dass dies so selbstversändlich hingenommen wird. Auch auf die Gefahr hin, jetzt schon wieder provokativ zu werden: Ich muss bei solchen Bildern immer an kleine Jungs denken, die auf dem Schulklo ihren Penis vergleichen, um zu sehen wer den Größeren hat. Wenn das aber erwachsene Männer mit getöteten Tieren, seien es Fische oder andere Beute machen, komme ich ins Grübeln. Hat den ein Mensch nicht die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln?
Menschen vergleichen sich IMMER, in jeder Lebenssituation ! Beispiel gibt es unendlich viele, ich möchte nur mal die alltäglichsten aufgreifen.
Schule: Du wirst nach deiner Leistung bemessen und mit den anderen verglichen. Das ist vollkommen normal!
Job: Ich werde z.B. mit meinen Kollegen Anhand der Umsatzzahlen gemessen. Das ist vollkommen normal!
Wenn ich ein Fischfoto mache, dann will ich mich bestimmt mit niemandem vergleichen, warum auch ?
Ich will lediglich meine Freunde teilhaben lassen an meiner Freude ihnen mit ein paar dazugeschriebenen Zeilen vielleicht sogar weiterhelfen eine gewisse Fischart zu überlisten. Sicher gibt’s die „Hitlisten-Angler“ aber von denen distanziere ich mich, vermutlich nicht nur ich !
Zum Schulklo: Da war ich damals schon der „Größte“
Zitat von
Mir ist die Komplexität dieses Themas bewußt. Mir ist klar, dass es kein ja oder nein gibt, dass es keinen Königsweg gibt. Aber ich wünsche mir, dass, in kleinen Schritten, eine Bewußtseinsveränderung stattfindet. Zum Vorteil für uns Menschen, den Tieren und der Harmonie auf dieser Welt.
Naja, die Bewußtseinsveränderung muss wirklcih stattfinden, aber bestimmt nicht bei uns Anglern
Wenn jeder mit seiner Umwelt so umgehen würde wie es die allermeisten Angler machen, dann hätten wir deutlich weniger Probleme… da bin ich mir mehr als sicher
Auf eine weiterhin sachliche Diskussion
Antworter 9:
Meine "Triebe":
1- Als eingefleischter Camper bin ich eh gerne in der Natur
2- Ich esse gerne Fisch und fange mir den deshalb gerne selber, anstatt einen eingefrohrenen aus dem Supermarktregal, für den Kiloweise "Beifang" unnötigerweise im Schleppnetz getötet wurde
3- Ich mag die Stille und Einsamkeit an See und Fluss und erhole mich sehr bei meinen Angelausflügen
4- Ich bin ein Anhänger der These, den Fischen möglichst wenig Leid vor dem verzehr an zu tun und das sehe ich beim Angeln am Ehesten gegeben, vergleiche ich es mit der industriell betriebenen Fischerei
5- Im Sinne der Fairness hat der Fisch bei meiner Methode noch eine Chance, beim Schleppnetz hingegen nicht
6- Meine Hormone tobe ich sicher nicht beim Angeln aus
7- Meine Psyche leidet nicht durch das Fischen, sondern sie wird durch den bewußten Umgang mit dem zu verzehrenden Lebewesen geschärft, zumal jeder normaldenkende Mensch anschließend wohl kaum einen Fisch mit Genuß verzehren könnte, den er vorher beim unnützen Leiden zugeschaut hat
8- Ich empfinde keine Macht über den Fisch, denn dazu müsste ich sein tun lenken können. Der Erfolg beim Angeln liegt aber nicht in meinem Willen, sondern in dem des Fisches, denn der entscheidet, ob er an meinen Köder an beißt und nicht ich.
9- Ich verhalte mich in der Natur verantwortungsvoll, indem ich gezielt nur so viel fange, wie ich auch zu verzehren gedenke
10- "Fehlbisse" im Sinne meines Zielfisches, untermaßige Fische, sowie Fische vor der Laichzeit werden schonend relased, sofern möglich
Antworter 10:
Tja,das ist schon schwierig mit der Intelligenz...
Man vereinsamt zusehends und kann nur noch in kleinstem Kreise sinnvoll kommunizieren *seufz* (Ironie aus)
Meiner Meinung nach (rein subjektive Unterteilung) gibt es 'Intelligenzler',welche recht lebensfremd sind aber auf Ihren Spezialgebieten absolute Genie's.Die wissen Das auch,konzentrieren sich voll nur auf Ihre Gebiete. Und wenn sie mal (wenn überhaupt) eine kurze Auszeit nehmen, wollen sie nur ausspannen und versuchen nicht irgendwelche Probleme zu analysieren.
Ganz schlimm finde ich die 'intellektuellen Intelligenzler',welche meist etwas intelligenter(zumindest glauben die Das) als ihre Mitmenschen sind und versuchen Alles und Jeden zu analysieren und in imaginären Schubladen zu stecken.Das sind doch Leute,die auf einer bestimmten Lebensstufe stehengeblieben sind! - Denn solch eine Phase macht wohl irgendwie jeder(in einem gewissen Maße) durch.
Doch mit zunehmenden Lebensalter sollte eigentlich jeder auch merken,daß nicht Alles nur schwarz/weiß ist.Und nicht Alles nur mittels Intellekt begriffen werden kann.(sonst wäre uns ja jeder PC überlegen(von Windows mal abgesehen*gg*))
Für wirklich intelligent halte ich Menschen,die vielseitig interessiert sind,zuhören können,eine gewisse Herzenswärme besitzen und auch im Stande sind eigene Standpunkte neu zu überdenken,die auch so fragen (und antworten) können,ohne den Gegenüber zu verletzen(und trotzdem ihre Vorstellungen darstellen).
Vor Allem sollte man versuchen seine Gesprächspartner(oder Probleme)erst mal zu verstehen(kennen zu lernen).In der heutigen,schnellebigen Zeit kommt Das fast immer zu kurz! - Das kommt auch in so einigen Postings zur Sprache:Z.B.:Das jemand sich angegriffen fühlt und von jemand Anderem erfährt,daß der entsprechende User immer so poastet,und Das keinesfalls böse gemeint ist! Außerdem ist es anscheinend so,daß man zu jedem Thema sofort immer eine (die Richtige) Meinung haben und verkünden muß???
------------------------------------------
Aber auch noch ein paar Worte 'zum Thema'...
-Ich angle gerne
-Ich esse gerne Fisch
-Ich genieße keinen Todeskampf
-Ich töte ungerne
-----------------------------------------
Außerdem bin ich der Meinung,daß die gesamte Problematik (Angeln,Jagen,Umgang mit verschiedensten Tieren) zwar diskutiert werden kann. Aber wozu? So unterschiedlich die Menschen sind,so unterschiedlich werden die Meinungen dazu sein,die zwar jeder darstellen kann,aber von (der Mehrheit) 'Nichtinsidern' nicht verstanden wird.
Beispiele?:- C&R
- Jagd auf Singvögel in (Z.B.) Spanien
- Schächten von Tieren
- 'Rettung' von streunenden Hunden (Z.B.Import aus Mallorca duch vermögende Witwen - anstatt verhungernden Kindern zu helfen..)
- Zootierhaltung
- Haustierhaltung
Bei all diesen Themen spielen doch viel Emotionen eine Hauptrolle.Und jeder Mensch wird auch sehr stark durch Erziehung(Eltern-Schule-Umgang-Umfeld) und auch durch den Kulturkreis,in dem er aufwächst(Religion) und gemachte Lebenserfahrungen geprägt.Solche Thread's,wie dieser kann dazu beitragen andere Meinungen und auch Standpunkte Anderer kennenzulernen.
Außerdem ist es eine gute Möglichkeit Boardies besser kennenzulernen!!!
Poster 1:
ich bin sehr überrascht über die große resonanz meines betrages. und bitte um verständnis, dass ich nicht jeden tag ins internet gehen kann, weil ich noch andere verpflichtungen habe.
ich möchte aber an dieser stelle allen danken: eure beiträge haben mich in vielerlei hinsicht zum nachdenken angeregt, auch wenn manche sprüche einfach nur slapstick-niveau hatten.
ein freund hat neulich einen hecht gebracht, den er aus einem bodenseehafen gefischt hat. ich habe auch etwas von dem hecht gegessen, den er in meiner küche zubereitet hat.
Zitat:
Wieso habe ich so ein ganz komisches Gefühl bei diesem Thread, dass ich mich nicht weiter dazu äussern möchte ???
Lieber xxx: bitte mache mich nicht für deine komischen gefühle verantwortlich
Zitat:
Die unserer Vorfahren, die wahrscheinlich als erstes auf Grund mangelnden verwertbarer Pflanzennahrung zuerst Aas als tierischen Eiweiss zu sich nahmen, konnten dagegen eine andre Entwicklung nehmen. Da tierisches Eiweiss (auch das dürfte wohl unwidersprochen sein) auf Grund der näheren Ähnlichkeit zu menschlichem Eisweissen leichter verdaut werden kann. konnte sich zuerst der Magen verkleinern und damit erst die Grundlage zum Wachstum des Gehirns gelegt werden. In dieser Entwicklung war dann der nächste Schritt der, sich Werkzeuge zu beschaffen, um an Knochemark und Hirn der Tiere zu kommen, die man als Überreste von Räubern oder sonstig verendeten Tiere gefunden hat. Oder anders gesagt: Die Intelligenz konnte sich nur durch den Verzehr tierischen Eiweisses entwickeln.
Lieber xxx - ein interessanter Aspekt. Gegen tierisches Eiweiß habe ich mich nie ausgesprochen.
bis bald, ich werde euch im auge behalten
Poster 1:
Zitat von yyyy
Dann bist Du offensichtlich in der falschen Männergruppe.
ich kann allen hier anwesenden Männern nur zum Besuch einer Männergruppe raten. Mich hat das weiter gebracht in meiner Bewußtseinsentwicklung.
Zitat von www
Das glaub ich dir gerne!!! Wann macht jemand diesem Schwachsinn endlich ein Ende???
Ich glaube, tief in dir drinnen gibt es einen liebevollen, zärtlichen Menschen, der sich aber hinter einer Kruste aus Arroganz und Aggression versteckt. Ich werde für dich beten.
Antworter 11:
@ xxx
Was bitte bezweckst du nun wirklich mit diesem Thema?
Ich denke man sollte jedem sein Hobby lassen.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, das wir angler nicht irgendwie aus freude am töten oder den Wunsch nach Macht zum angeln gehen.
Es soll Erholung vom Alltagsstress sein, ich gebe gerne zu das es schwarze schafe gibt.
Diese sollte man aber nicht als Aufhänger für angelfeindliche Aktionen verwenden (was jetzt allgemein bezogen ist), da der großteil der Angler sich an die Gesetze hält.
Ich habe in meinem Freundeskreis einige Veganer (richtig geschrieben?)
Wenn wir zusammen Grillen bekommt jeder seinen Grill (damit sie sich keine Gedanken wegen Tierischen Fetten usw. machen müssen) und dann verbringen wir einen schönen abend zusammen.
Das wichtigste dabei ist, wir zwingen niemanden unsere Meinung auf, wir essen unser Tier und die halt ihre sachen (Habe mir Tofu auch mal angetan, mag es aber nicht recht).
Ich esse zum Beispiel ungern Thunfisch oder anderen gekauften Fisch, denn wenn ich sehe wie diese gefangen werden vergeht es mir.
Ich fange meinen Fisch lieber selber und weiss dann wie er getötet wurde.
Und wenn ich mal überlege was passiert wenn ein schleppnetz über den Grund gezogen wird....
Naja lange Rede kurzer Sinn, ich finde es ok wenn dir das angeln evtl. nicht liegt oder du keine freude (sitzen am wasser) daran hast.
Aber bitte denke nicht das wir alle Brutal sind und nur darauf warten einen Fisch zu töten.
Poster1:
RAL
Zitat von sss
Mich würde einfach nur mal interessieren, was dieser anscheinend so allwissende und lebenserfahrene 18jährige mit seinen Aussagen bewirken will. Anscheinend sucht er Anerkennung für seine fragwürdig-philosophischen Gedanken. Aus meiner Sicht ist jedoch das einzig überdurchschnittliche dabei sein Geltungsdrang!
RAEnde
bist du dir eigentlich darüber im klaren, dass deine aussagen von vielen mitmenschen als verletzend angesehen werden können. ich habe ausdrucke von vielen beiträgen gemacht, und werde das mit den anderen aus meiner männergruppe besprechen. jemandem, der seine meinung sagt und konstrukiv nach antworten sucht, geltungsdrang zu unterstellen ist vielleicht nicht völlig falsch, gleichzeitig: geltungsdrang ist menschlich - ich bin - also habe ich das recht zu kommunizieren.
dass ich überdurchschnittlich geltungsbedürftig bin glaube ich nicht.
und ich gehe gern das risiko ein, mir feinde zu schaffen, wenn es um den schutz der lebewesen geht, die wir menschen tiere nennen.
ja, ich bin für eine bessere welt. eine welt mit weniger gewalt. und dazu zähle ich auch gewalt gegen tiere.
also um tendenzen der unzufriedenheit über den werdegang dieses threads entgegenzukommen, teile ich euch folgendes mit: ich werde mich vorerst nicht mehr äußern, sondern erst mal mit den anderen aus meiner männerguppe besprechen, was mir hier widerfahren ist.
ich muss das loswerden, es ist wichtig dass männer nicht alles in sich hineinfressen, sondern einen offenen und fairen umgang mit anderen männern pflegen.
nichtsdestotrotz möchte auch sagen dass einige der beiträge sachlich, informativ und von zwischenmenschlichem verstehen geprägt waren. ich denke da nur an den beitrag von vvv.
ich werde aber weiter dieses board besuchen und mich beteiligen, auch wenn das einigen nicht gefallen wird. man muss im leben seinen weg gehen.
xxx wünscht allen eine weiterentwicklung zum positiven hin
* * * *
Das solls mal fürs erste gewesen sein mit den Auszügen aus dem Thread. Seine Meinung über das von Poster 1 angestossene Thema, sowie über den Stil der Diskutanten kann sich jeder sowohl aus den Auszügen hier wie auch im Forum selber beim Lesen des gesamten Threads bilden. Auf jeden Fall denke ich an den vielfältigen Antworten der Anglerboaredmitglieder zu dem Thema ist sowohl die Bereitschaft zur Diskussion wie auch zur Sachlichkeit zu ersehen. Die Beurteilung der Postings des ursprünglichen Fragestellers (hier Poster 1 genannt) überlasse ich jedem selber.
Thomas Finkbeiner
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