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Aktion "Abenteuer: Gemeinsam Angeln"
Kuttertour mit Kiddis
Umsonst ist noch zu teuer
Moin Moin ,
viele von Euch erwarten hier einen schönen Bericht mit vielen Bilder einer gelungenen Aktion, die vom 29.10.05 mit Kindern vom Hospiz. Die Aktion hat stattgefunden Dank unserer Sponsoren :
| * | Angelladen Fairplay aus Burg auf Fehmarn |
| * | Bootsverleih Gitti aus Lemkenhafen |
| * | Bootsverleih Sanner aus Burg |
| * | Hotel Wiesenhof aus Eutin |
| * | und den vielen Boardis die für diesen Tag Zeit Gerät und Arbeit investiert haben . |
Wenn Ihr nun gleich lesen werdet, was uns passiert ist, werdet Ihr feststellen, dass dieses Engagement nicht selbstverständlich ist. Um so schöner finden wir, das diese Sponsoren weiterhin für die Aktionen von uns ihre Hilfe angeboten haben.
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| | Werbung
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Wie kam es zu der Aktion mit dem Hospiz Sternenbrücke aus Hamburg sollte ich Euch vielleicht zum besseren Verständnis erst einmal erzählen.
Am Anfang (keine Angst jetzt kommt nicht die Frage wird zu erst da war das Ei oder das Huhn) der Aktion „Abenteuer: Gemeinsam Angeln“ stellte sich uns die Frage wen wir ansprechen sollten ?
Boardi „dat-geit“ ( Andreas) brachte mich dann bei einem Zanderangeln auf die Sternenbrücke. Ein bisschen gegoogelt und die Telefonnummer rausgesucht das war schnell getan . Dann habe ich allen Mut zusammengesucht und angerufen und von unserer Idee erzählt. Die Begeisterung war förmlich zu spüren am anderen Ende der Leitung und wir wollten in Kontakt bleiben.
Wie der Zufall es nun wollte kamen die Dinge zum laufen . Zum einen hatte Thomas und Thorsten vom Angelladen Fairplay in Burg ein Gespräch, bei dem Torsten sich gleich bereit erklärte ein Boot für uns zu besorgen und zum anderen rief mich Frau Oellerich von der Sternenbrücke an und fragte ob wir nicht dieses Jahr was planen könnten , sie hätte da ein paar Kinder die gerne an so was teilnehmen würden.
Wir sind übereingekommen diese Tour mit den Geschwisterkindern ( auch die sollten man nicht vergessen fanden wir ) stattfinden, da eine Kuttertour für die anderen Kinder aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage gekommen war. Wir vom Orga Team kümmerten uns um die Rahmenbedingungen und Frau Oellerich wollte sich um die Kinder kümmern.
Viele Telefonate später stand dann irgendwann die genaue Personenzahl fest und wir konnten in die heiße Phase der Planung übergehen. Leider haben wir die Rechnung ohne die Eltern gemacht, denn 3 Tage vorher sagte ein Teil ab und ein paar neue Eltern kamen dazu. So wurden aus 7 Personen auf einmal 9 Personen. Auch gut sagten wir uns , besorgen wir eben für Thomas und Martin ( Dok) mit der Hilfe von Torsten ein zweites Boot damit sie trotzdem an der Aktion teilnehmen konnten. Das alles spielte sich innerhalb von 3 Tagen ab und Torsten und ich sind noch ganz schön ins schwitzen gekommen. Was dann am 29.10 passiert ist könnt Ihr jetzt lesen .
Nun aber zum 29.10 - wir haben bewusst auf Bilder verzichtet was Ihr gleich verstehen werdet.
Angemeldet hatten sich 4 Kinder und 5 Erwachsenen Begleitpersonen für die Kuttertour. Nun gut dachten wir, ist die erste Aktion und wir würden auch nicht ohne weiteres Kinder Fremden anvertrauen, also ok, ziehen wir es durch.
Was uns aber erwartete verschlug uns den Atem. Gekommen waren 5 Erwachsene und 1 Kind, die 3 anderen Kinder waren krank, so waren also 2 Paare ohne ihre Kinder gekommen. Dem Vater aus der Schleswiger Ecke, der als Einziger mit seinem Sohn angereist war, war die Sache sichtlich sehr unangenehm. Aber er konnte ja nichts dafür
Nun muss den Organisatoren, den Sponsoren und den vielen Helfern auch die Frage erlaubt sein:
Warum nehmen Eltern an einer Aktion teil die
| 1. | für Kinder gedacht ist und nicht für Eltern und |
| 2. | wie kann ich kranke Kinder zuhause lassen und ich geh angeln? |
Ich will aus meinem Herzen keine Mördergrube machen und sage es ganz ehrlich: Ich war drauf und dran die Leute nach Hause zuschicken, solchen Wut, Trauer und Enttäuschung fühlte ich in mir.
Thomas, Martin und Torsten vom Angelladen Fairplay ging es ähnlich. Aber das Boot war bezahlt, wir hatten uns alle auf den Tag gefreut und nun so was. Torsten sagte dann etwas, was ich echt klasse fand. Er meinte, wir sollen fahren und versuchen uns einen schönen Tag zu machen. So machte ich mich mit Martin dran diesem Wunsch Taten folgen zulassen zumal ja 1 Kind da war. Ach ja gefangen haben wir wenig, aber dass gerade dieser Junge Fisch gefangen hat und die 4 Erwachsenen nicht, hat uns dann doch ein wenig gefreut. Sein Vater hat dann sogar, nachdem ich alle gebeten hatte, ein wenig Geld für unseren Schiffführer zu spenden, der übrigens auch auf seinen Lohn verzichtet hat, alleine mehr Geld gespendet als die 4 Anderen zusammen.
Das hätte gerade er, der als Einziger mit Kind gekommen war, am wenigsten nötig gehabt. Wir haben uns immer wieder abends überlegt, was diese 4 bewegt haben könnte so was zu machen, zumal ich über Handy erreichbar gewesen bin, dessen Nummer diese Leute seit Mittwoch hatten.
Eine Absage wäre möglich gewesen und bei Menschen mit Anstand auch zwingend erforderlich gewesen. Wir hätten gerne andere Kinder mitgenommen, denen wir absagen mussten, weil ja angeblich alle dabei sein wollten.
Dann als Erwachsene zu kommen und das ohne Kinder, weil es ja was umsonst gibt, sorry, dafür fehlt mir das Verständnis!
Und so was wird es mit mir auch nicht mehr geben. Die Krönung des Tages war dann noch , das Bier getrunken wurde und mein Einwand, das wir das bei einer Kinderaktion nicht wollen, einfach ignoriert wurde, obwohl ich es 2 mal gesagt habe.
Thomas, Martin und ich haben uns schon ein paar Gedanken gemacht, wie wir so was in Zukunft unterbinden können und uns sogar die Möglichkeit geben soll, solche Leute in Regress zu nehmen.
Wer in Zukunft meint er könne solche Aktionen für sich ausnutzen und unsere Regeln, die wir aufgestellt haben zum Schutz der Kinder (kein Alkohol), meint ignorieren zu müssen, der wird zur Kasse gebeten werden und das nicht zu knapp.
Muss aber erst im Orga-Team besprochen und formuliert werden , denn eins ist klar . Abschrecken und Aufgeben kommt für mich nicht in Frage!!!!!!!
Im Gegenteil , so was macht mich wütend und dann will ich zeigen , das es auch anders geht und das nicht alle so sind wie die 4 . Denn 2 Gute Dinge hat diese Sachen doch gezeigt:
| 1. | wir haben wenigsten einem Kind einen schönen Tag bereiten können und |
| 2. | wir sind in der Lage so eine Aktion durchzuführen . das die anderen sich daneben benommen haben lag nicht an uns . |
Nochmals meinen Dank an alle Boardies und Sponsoren , das sie uns weiterhin unterstützen wollen
Wir haben aber auch von dieser Aktion gelernt und unser Konzept ein bischen verändert , damit so was nicht noch mal vorkommt .
Hier die Änderungen
Verbindliche Verhaltensregeln:
Kosten:
| 1. | Unsere Aktionen sind nur für die Kinder absolut kostenlos. Alle anfallenden Ausgaben werden durch die “Aktion: Gemeinsam Angeln“, bzw. Spenden getragen. |
| 2. | Derjenige Erwachsene , der ein Kind begleitet zahlt für Verpflegung einen Unkostenbeitrag von 10 €. Sind beide Elterteile anwesend beträgt der Unkostenbeitrag bei, z.B. einer Kuttertour oder ähnliches, 25 € pro Person, da dadurch einem Kind der Platz weg genommen wird (Ausnahme: Krankenschwester/Pfleger als Betreuer bei kranken/behinderten Kindern) |
Grundsätzliches:
| 1. | Die Organisatoren sind ALLEN Teilnehmern weisungsberechtigt und die Anweisungen sind zu befolgen. (z.B. Verhalten in Gefahrensituationen u.ä.) |
| 2. | Bei Veranstaltungen mit begrenztem Platzangebot gibt es eine sog. Warteliste. Wird ein Platz frei, rückt automatisch der nächste angemeldete Teilnehmer nach und wird umgehend Informiert. |
| 3. | Jeder Teilnehmer ist verpflichtet bei Verhinderungen jeglicher Art, die Organisatoren unverzüglich zu Informieren, damit der Platz anderweitig vergeben werden kann. |
| 4. | Es gibt kein Recht auf Teilnahme. Die Vergabe der Plätze erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung |
| 5. | Sollte eine Aktion wegen höherer Gewalt abgesagt werden müssen, werden die Teilnehmer so früh wie möglich informiert. Es wird versucht die Aktion schnellstmöglich nachzuholen. |
| 6. | Aktionen werden nur durchgeführt wenn mindestens 50% der angemeldeten Teilnehmer anwesend sind. Unentschuldigt fehlenden Teilnehmer werden die dadurch entstanden Kosten in Rechnung gestellt |
| 7. | Im Interesse der Kinder wird während der Aktionen auf Alkoholkonsum verzichtet!! |
| 8. | Verbindlicher Anmeldeschluss für die Aktionen ist eine Woche vor Beginn der Aktion. |
Haftung:
| 1. | Bei Verstoß gegen oben aufgeführte Regeln, die dem Wohl der Kinder gelten, wird ein weiteres Teilnehmen an der Aktion untersagt. |
| 2. | Sollte auf Grund der Missachtung dieser Regeln ein Fortsetzen der Aktion nicht möglich sein, trägt die Verursachende Person die gesamten Kosten der Aktion. (z.B. Kuttermiete, Teichmiete u.ä.) |
| 3. | Das gleiche gilt für den Fall, dass sich Teilnehmer nicht rechtzeitig abmelden und dadurch eine Aktion nicht durchgeführt werden kann , weil die Kinder fehlen. |
Einverständniserklärung:
Ich habe die oben aufgeführten Verhaltensregeln zur Kenntnis genommen und verstanden.
Mit meiner Unterschrift erkenne ich die aufgestellten Regeln an und werde mit meinem Verhalten zum reibungslosen Ablauf der Aktionen beitragen.
Es ist mir bekannt, dass ich im Falle der Zuwiderhandlung zur Zahlung der entstandenen Kosten herangezogen werde.
Datum / Unterschrift
Wir sind uns sicher , das auch Ihr der Aktion weiter Eurer Vertrauen schenken werdet und freuen uns auf die Dinge die kommen werden .
Gruß aus Eutin
Michael Woyda
Die Aktion aus meiner Sicht
Ein lachendes, ein weinendes Auge, so könnte man es nennen. Zuerst die 800 km Richtung Norden, unterwegs, da geschickt an der Autobahn gelegen, habe ich dann noch Dok von zu Hause abgeholt.
Zum einen wollten wir natürlich die erste Aktion der Aktion „Abenteuer: Gemeinsam Angeln“ mit erleben und begleiten, zum anderen freuten wir uns darauf mit verschiedenen Boardpartnern auch einmal persönlich sprechen zu können, und zum dritten wollten wir auch – sofern es Zeit und Wetter erlauben würden – ein paar Dorsche fangen.
Das lachende Auge:
Alle an dieser Tour organisatorisch und helferisch Beteiligten hatten trotz mehrfacher Umstellungen auf Wunsch der Eltern (mal waren es so und so viel Kindern, mal mehr, mal weniger) und diverser Schwierigkeiten bei der Reservierung des Kutters deswegen alles in erstklassiger Weise organisiert.
Daher auch noch mal hier mein Dank an alle Organisatoren, Sponsoren und Helfer!
| * | Angelladen Fairplay aus Burg auf Fehmarn |
| * | Bootsverleih Gitti aus Lemkenhafen |
| * | Bootsverleih Sanner aus Burg |
| * | Hotel Wiesenhof aus Eutin |
Das hat deutlich gezeigt, dass es unter den Boardies und den Boardpartnern viele gibt, die gerne bereit – und wie man gesehen hat – auch in der Lage sind solche Events erstklassig vorzubereiten und durchzuführen. Dass dabei weder das Wetter (ziemlich windig) noch die Fische richtig mitgespielt hatten, sollte dem nicht nur keinen Abbruch tun, sondern das gehört eben auch mal zu einem Angeltag dazu.
Ein weiteres lachendes Auge ist es bei mir, dass keiner der Organisatoren oder Sponsoren oder Helfer wegen des oben von Micha schon beschriebenen Verhaltens der Eltern das „Handtuch werfen“ wollte, sondern dass alle gesagt haben „jetzt erst recht“!!!
Und damit kommen wir leider zum weinenden Auge:
Auf Gottes weiter Erde tummeln sich ja durchaus viele unterschiedliche Spezies. Man kann darüber denken wie man will, Micha hat das in meinen Augen sehr „nett und noch wohlwollend“ beschrieben was da abgelaufen ist.
Ich möchte da gerne etwas deutlicher werden:
Treffpunkt am Kutter war um halb zehn angesagt.
Wir alle standen voller Erwartung, den Kindern mit einem kleinen Abenteuer ihr schweres Los erträglicher machen zu können im, Hafen und harrten der Dinge die da kommen sollten.
Das tröpfelte dann auch nacheinander ein:
1 Vater mit seinem Kind, 2 Paare Erwachsener.
Und wir warteten und warteten, schließlich waren ja 4 Kinder angesagt.
Bis dann Micha um 10 Uhr mal einen Anruf startete, um dann zu erfahren, dass keine Kinder mehr kommen würden.
Ich weiß jetzt nicht genau, wer diese 2 Paare Erwachsener waren, ob das die Eltern der angeblich krank gewordenen Kinder waren, die dann trotzdem kommen wollten oder wer auch immer, spielt ja eigentlich auch keine Rolle.
Es werden auf Grund des Verhaltens dieser „Eltern“ bei künftigen Aktionen sicherlich Veränderungen stattfinden um solche Dinge zukünftig auszuschließen – dafür noch einen „recht herzlichen Dank“ an die Eltern, die so gehandelt haben.
Auf der anderen Seite muss ich nach Gesprächen mit Frau Nerge, der Leiterein des Hospizes, auch zugeben, dass manche der Eltern – je nach Zustand ihrer Kinder – eben wirklich anderes im Kopf haben, als sich dann z. B. telefonisch abzumelden.
Das Problem für das Hospiz war es eben auch, dass es sich hier um Eltern handelte, die zu dieser Zeit nicht direkt im Hospiz waren, so dass hier auch der direkte Kontakt nicht möglich war.
Alles in allem hat sicherlich jede Seite daraus gelernt. Micha hat ja schon die Änderungen beschrieben, die bei zukünftigen Aktionen in Kraft treten werden, um so etwas zu vermeiden.
Die Sternenbrücke wird solche Aktionen nur noch mit direkt „greifbaren“ Eltern vor Ort in angriff nehmen, da sie natürlich zuerst an die Kinder vor Ort im Hospiz denken müssen und da auch Arbeitskraft und Engagement zuerst für diese Kinder da sind und dann eben auch die Zeit fehlt, um solche organisatorisch optimal zu begleiten.
Bis zur Januarausgabe werden wir hoffentlich so weit sein, dass wir auch eine Stellungnahme vom Hospiz bringen können.
Thomas(9904) Finkbeiner
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