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Die Zandernacht ohne Zander

1. ca 20.00 Uhr: Böddiger am Angelteich. Herr A, 2. Vorsitzender des Angelvereins in B an der E, und Herr B, Nachbar von Herrn A, haben es sich unter dem Angelschirm gemütlich gemacht. Es wird diese Nacht auf Zander geangelt.

Plötzlich fährt auf der anderen Seite vom See ein Auto mit Anhänger vorbei. Es hält an und fährt rückwärts an einen der Vereinsteiche. Dieser Sache wollte Herr A und B auf den Grund gehen. Sie schlichen im Gras (nicht auf dem Weg, da hört man die Schritte) um den See.

Sie hörten auf Ihrem Weg dahin kratzende und plätschernde Geräusche. Sie sahen die Umrisse von einem Mann der mit der Schippe auf einem Anhänger stand und schnell seinen Bauschutt im Teich versenkte.

In einer gemeinsamen Aktion wurde der „Umweltsünder“ entwaffnet. Herr A sprach ihn von rechts an und Herr B nahm ihm von der anderen Seite kommend blitzschnell den Spaten aus der Hand. Der Aufforderung sich auszuweisen kam der Müllentsorger zunächst nicht nach. Erst nach einigen Nachfragen gab er die Fahrzeugpapiere raus. Sodann machte er aber, ohne daß es eines Hinweises bedurft hätte, von seinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch.
 
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Sodann rief Herr A die 110 an. Die Polizei war auch nach ca. 10 Minuten am See. Nun trafen auch unsere Gewässerwarte Herr T und Herr AM ein. Die Polizei unterhielt sich mit dem „Umweltsünder“. Der Polizei ist wohl auch nicht entgangen das er alkoholisiert war. Er durfte einmal blasen. Kommentar der Polizei, dies ist wohl etwas zu viel. Bitte schließen Sie Ihr Auto ab und steigen Sie bei uns ein.

Es wurde noch kurz mit den Gewässerwarten über den Vorfall gesprochen und Herr A und Herr B zogen sich in Ihr Angelzelt zurück, denn es sollte ja eine Zander-Nacht werden.

2. 22.31 Uhr: Der Umweltsünder ist wohl von der Polizei zurück. Herr A und B schleichen wieder um den See. Der Umweltsünder startet sein Auto und versucht sein Auto zwei mal aus der mißlichen Lage zu befreien. Leider vergebens, das Auto ist nunmehr richtig festgefahren.

Der Umweltsünder schleicht mit leisen Schritten an Herrn A und B vorbei. Bemerkt Sie aber nicht. Herr A und B warten einen Moment und fahren dann hinterher um zu schauen wo er hingeht. Er schlendert im Scheinwerferlicht in Richtung Dorf. Herr A und B kehren an den Angelplatz zurück und warten auf den ersten Zander.

3. 23.18 Uhr: Der Umweltsünder fährt mit einem Bekannten vor. Der Umweltsünder wird von der anderen Seite des Sees durch seine Stimme von Herrn A und B erkannt. Nunmehr wird mit vereinten Kräften versucht das Auto herauszuziehen. Leider erneut vergebens, der Zugwagen dreht auf dem Schotter der Straße durch. Jetzt aber! Ein genialer Gedanke! Der Anhänger wird abgekuppelt. Puh mit vereinten Kräften schaffen sie es den PKW mit dem Zugwagen herauszuziehen. Geschafft, Hurra !

Aber was ist nun los. Der Anhänger verabschiedet sich und rollt munter in den See. Was nun? Noch schnell ein Seil an den Anhänger und flink an dem Schild festgebunden, bevor er in die Tiefe rutscht.

Herr A und Herr B fahren mit Ihrem Twingo in die Richtung um sich dies anzuschauen. Der Umweltsünder und sein Bekannter denken wohl: „Ist das schon wieder die Polizei?“ Sie flüchten mit Ihren Autos über die Felder und entkommen Herrn A und B im sehr dichten Nebel. Edgar Wallace läßt grüßen!

Herr A ruft noch mal bei der Polizei an um zu melden, dass im Angelteich nun ein herrenloser Anhänger schwimmt. Dies ist mit dem Schmierfett wohl nicht so gut für das Gewässer!

Die 110 ist wieder sehr freundlich am Telefon und sagt wir kommen gleich. Sind Sie Herr A und B dann noch da. Dies wird von Herrn A verneint mit der Begründung bei dem Krach am See beist nichts mehr. Dies hat der Polizist mit einem leichten lachen bestätigt. Er sagte nur noch: „Ich wünsche Ihnen eine schöne Nacht und Sie hören dann wieder von uns, da wir Sie als Zeuge brauchen werden.“

4. Ca. 0:15 Uhr: Herr A verabschiedet sich von seinem Nachbarn. Er legt sich jetzt schlafen und träumt von einem schönen Zander von mindestens 12 Pfund.

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Dies war die Zandernacht ohne Zander!

Kai Jendrusch




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