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Döbelangeln mit Käse!



Ich glaube jeder von euch weiß, daß man mit Käse gut Barben und Döbel fangen kann. In diesem Artikel will ich euch das Angeln auf Döbel und Barben mit meiner Methode zeigen.

Diese Methode ist am besten bei relativ ruhigem Wasser, wenn die Strömung sehr stark ist und selbst 40Gramm Blei mitgezogen werden, da ist es für den Anfänger schwer, einen Biss von treibenden Stöcken oder ähnlichem zu unterscheiden


Das Gerät

Rute

Beim Angeln auf Döbel bevorzuge ich Ruten von 2,40m bis 3,30 und einem Wurfgewicht bis 40gr! Es ist darauf zu achten, das die Rute eine weiche Spitze hat, um die Bisse gut zu erkennen, aber dennoch genug Rückrat, um eine kräftige Barbe oder einen dicken Döbel zu bändigen.

Ich fische die "Eurostar Magsic Pro Tele 30" in 2,70m Länge und einem Wurfgewicht von 10-30g. Die habe ich für 10€ auf ner Messe bekommen. Das zeigt, dass es auch ne billige Rute tut (und ich weiß als Jungangler, dass ne Rute nie zu billig sein kann).

Noch ein kleiner Tip: Wenn ihr noch ne alte Telerute habt, dir ihr nicht mehr braucht oder im Angelladen ein Schnäppchen seht, aber auch dort die Spitze zu hart ist, könnt ihr billig (für unter 10€) ne neue Spitze reinlassen machen, die ihr ruhig etwas länger lassen könnt, dann wird sie noch weicher!


Rolle

Beim Angeln auf Döbel kommt eine Rolle mit 150m 0.25-28mm Schnurfassung in Frage, wenn man mit Barben rechen muß kann es auch ne 0.30 sein, falls mal ne wirklich Dicke anbeisst oder man auch mit Karpfen rechnen muß.


Schnur

Als Schnur kann man mit Geflochtener oder Monofiler angeln. Eine Geflochtene hat so gut wie null Dehnung, was die Bisserkennung leichter macht, jedoch denke ich, dass die Fische den Widerstand der Spitze mit Geflochtener mehr spüren als mit Monofiler, und wer noch nicht so Erfahrung hat mit Geflochtener dem werden auch mehr Fische abkommen.

Ich persönlich fische mit ner 25er monofilen mit mittlerer Dehnung, mit der hatte ich noch nie Probleme!


Haken

Als Haken empfehlen sich 6er - 8er Karpfen, Forellen oder Schleienhaken, am besten an einem über 100 cm langen Vorfach gebunden, aber ein 60 cm tut es auch.


Sonstiges

kleine Wirbel mit ca. 6kg-8kg Tragkraft

Sargbleie zwischen 15-40g (je nach Strömung)


Der Köder

Der Köder ist natürlich Käse, aber nicht ein fertiger Käse, wir machen uns einen leckeren Käseteig (der auch fängiger ist).


Zutaten

An Zutaten für Käseteig braucht ihr nur Parniermehl und geriebenen bzw. gemahlenen Parmesan. Den gibt es auch schon abgepackt in 40g Tütchen an der Käsetheke.

vNun vermischt man das Paniermehl und den Käse im Verhältnis 1:3, so braucht man nicht soviel Käse und der Teig bleibt trotz allem stark riechend und fängig.

Das trockene Gemisch gibt man jetzt in eine Schüssel und gibt nach und nach soviel Wasser hinzu, bis es einen schönen, nicht weichen und nicht zu harten Teig gibt. D.h. er sollte hart genug sein um ihn ohne Probleme werfen zu können und um nicht von der Strömung weggespült zu werden, aber so weich, das der Haken beim Anschlag gut ins Fischmaul eindringen kann (mit der Zeit hat man die richtige Konsistenz des Teiges raus).

Es ist gut, von dem trockenen Gemisch etwas aufzuheben, denn falls der Teig zu weich wird, kann man noch etwas davon dazutun.


Die Montage

Die Montage ist sehr simpel, man verbindet, ihr braucht nur Haken an Vorfach, Wirbel und Sargblei! Als erstes zieht man ein Sargblei auf die Hauptschnur, danach wird der Wirbel ans Ende geknotet. In den Wirbel wird das Vorfach eingehängt und das wars auch schon.



Das Angeln

So, jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil des Beitrages, nämlich zum Angeln!

Am besten, ihr habt eure Rute schon zu Hause montiert, denn dann braucht ihr nur noch Teig dran machen und es kann losgehen.

Sucht euch einen schönen Angelplatz, von dem ihr wisst, das es dort auch Döbel und Barben gibt.

Ihr solltet den Teig in einer Tupperdose mitnehmen, da hält er lange und man kann sich immer eine Kugel abmachen. Formt den Teig zu einer Kugel, die so groß ist, dass der Haken ganz reinpasst und nicht rausschaut. Wenn ihr das gemacht habt wirf ein Stücken stromab in ca. in die Mitte des Flusses oder an Stellen, die tiefer als 1.50m sind.

Nun legt ihr eure Rute in den Rutenhalter und spannt die Schnur. Schon bald werdet ihr (hoffentlich) ein Zupfen in der Rutenspitze spüren, also immer konzentriert auf die Spitze schauen. Wenn es zuckt, nur die Ruhe bewahren und nicht sofort anschlagen, sondern warten bis es noch 1-2 mal zupft. Wenn es dann richtig vibriert, schlagt ihr an. Oder aber, wenn ihr ein gutes Fingerspitzengefühl habt, nehmt ihr sofort nach dem 1 Zucken die Rute in die Hand und hebt die Schnur zwischen Zeigefinger und Daumen, ihr werdet fühlen, wenn es beisst.

Ihr habt angeschlagen, aber der Anschlag ging ins Leere, nicht so schlimm, es dauert etwas bis man das Gefühl dafür raushat, wann man anschlagen muss. Schaut euch immer genau an, wie es zuckt, bald werdet ihr auch Strömung und Biss eindeutig unterscheiden können.


Habt ihr diesmal richtig angeschlagen, wieder ruhig bleiben und die Schnur immer auf Spannung halten, aber Achtung, es könnte eine dicke Barbe oder auch ein guter Karpfen dranhängen, also die Bremse nicht zu hart einstellen.


Diese Methode ist gerade im Winter auf Döbel sehr gut, aber auch im Sommer eine fängige Methode, besser mit 0.28er Schnur statt 0.25er, da man jetzt auch viele Barben fängt!


Viel Spass und ich hoffe ihr werdet was fangen



Petri Heil

Stefan Koppenhöfer


Anglerboard-Magazin März 2003


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