Bastelanleitung für ein Brandungsdreibein
Hallo liebe Freunde, Brandungsangler und Surfer!
Heute möchte ich Euch zeigen, wie man schnell und sehr günstig ein Dreibein für das Brandungsangeln herstellen kann. Nötig dafür ist eigentlich nur eine gewisse handwerkliche Begabung, Werkzeug und ein Baumarkt in der Nähe, wo man alle nötigen "Zutaten" erwerben kann. Ich habe mir dieses Dreibein bereits vor 10 Jahren gebaut und benutze es noch heute. Durch die sehr leichten Materialien ist es auch wirklich ultraleicht und sehr gut über größere Entfernungen zu transportieren.
Abbildung 1 Und so sieht das Teil aus!
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Materialliste
- 2 Stk. teleskopierbare Pinselstiele für die Vorderbeine
- 1 Stk. Aluminium Winkelprofil (25 x 25 mm / 2 Meter)
- 1 Stk. Aluminium Flachmaterial (3 mm / 1 Meter)
- 2 Stk. Muffenstopfen vom Abflussrohr (Sanitärbedarf) (Der Durchmesser entspricht der Stärke vom Griffteilteil der Brandungsrute
- alter Fahrradschlauch und diverse Schrauben und Nieten
Abbildung 2 Das Dreibein transportfertig zerlegt
Und nun geht's los...
Aus dem Flachmaterial werden zu erst die Halterungen für die Rute (Abbildung 3) zurechtgeschnitten und die Befestigung für die Pinselstiele angefertigt.
Abbildung 3 oben: Aufnehmer für Griffteil, unten: Ablage
Dazu benötigt man eine Metallsäge, einen großen Holz oder Gummihammer und einen Schraubstock. Mit diesem Werkzeug wird das Flachmaterial so abgelängt und abgekanntet das es genau in das Winkelprofil hinein passt. Verdrehen beim angeln ist damit unmöglich. Damit das Flachmaterial beim Abkannten nicht porös wird oder gar bricht kann es nicht schaden, wenn man es vor dem Abkanten etwas mit einer offenen Flamme (Propanbrenner) erwärmt.
So, wie auf Abbildung 3 zu sehen ist fertige ich die Aufnahmen für die Angelruten an. Hier sind natürlich der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe es so gemacht wie es hier zu sehen ist. Unten die Muffenstopfen vom Abflussrohr (bei mir reicht ein Durchmesser von 40 Millimeter) und für die obere Ablage der Brandungsruten habe ich alten Fahrradschlauch (Sportrad) über die Enden gezogen damit die wertvollen Angelruten auch ja nicht zerkratzt werden wenn sie im Wind schaukeln.
In die Muffenstopfen (auch genannt Endkappen) habe ich ein kleines Loch gebohrt, damit sich darin ansammelndes Regenwasser ablaufen kann und die Ruten nicht im Wasser stehen.
Abbildung 4 Befestigung der Standbeine und des oberen Halters
Abbildung 5 Befestigung des unteren Aufnehmers
Für die Befestigung der Aufnehmer am Dreibein verwende ich 6er Schrauben mit Hakenmuttern um, wenn nötig, einen Beutel mit Steinen anzuhängen. Diesen sollte man bei starkem Wind nie vergessen, denn der Rutenhalter kann auch sehr schnell umfallen. Die Befestigung für die Standbeine (Malerstiele) wird ebenfalls so abgekantet wie die Aufnehmer für die Ruten.
Abbildung 6 Befestigung der Halterungen von vorne gesehen / Messlatte
Diese Befestigung wird mit Alunieten am Winkelprofil angebracht. Dort hinein werden Löcher gebohrt und so auch in die Vorderbeine. Mittels 6er Schrauben wird das ganze nun so miteinander verbunden das es trotz alledem beweglich bleibt damit man die Vorderbeine auch anklappen kann. So wie es auf dem ersten Bild ganz oben zu sehen ist. Das Winkelprofil sollte vor der Montage auf die gewünschte Transportlänge zugeschnitten werden. Zwei Meter sind natürlich zu lang aber weniger als 1,5 Meter sollten es auch nicht sein.
Auf dem Winkelprofil habe ich zusätzlich eine provisorische Messlatte aufgemahlt. So kann ich speziell die frischgefangenen, untermaßverdächtigen Fische sofort nachmessen ob sie in ihr nasses Element, die Ostsee freigelassen werden oder ob die Fische abgeschlagen und ausgenommen in meinem Fischbeutel verschwinden dürfen.
Und so sieht der Brandungsrutenhalter beim Sonnenuntergang in Aktion aus. Wie schon einmal erwähnt, fische ich mit diesem Dreibein seit bereits 10 Jahren und hatte eigentlich nie richtige Probleme mit der Haltbarkeit oder dem Material. Als einzige Investition musste ich vor zwei Jahren neue Vorderbeine kaufen und austauschen. Die Pinselstiele sind aus einfachem Eisen und fangen daher an, mit der Zeit zu rosten. Aber wie gesagt erst nach acht Jahren und das ist in meinen Augen lächerlich.
So, wer nun Spaß oder Interesse hat sich solch ein Teil zu bauen dem wünsche ich viel Spaß und Erfolg. Sollten noch irgendwelche Fragen offen sein so reicht eine Mail an mich und ich werde gerne mit weiteren Infos helfen.
Jörg Schneider
www.meeresangler-schwerin.de
Anglerboard-Magazin 2003
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