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Vorbereitung auf die neue Saison


vorbereitung_01.jpg Jetzt, da es draußen bitterkalt ist und außerdem die Raubfische vielerorts geschont sind, sehen viele einen Grund, nicht mehr ans Gewässer zu fahren. Jetzt also ist genau die richtige Zeit, sich auf die kommenden anglerischen Aufgaben vorzubereiten. Die Lektüre von Fachzeitschriften und den Artikeln auf unserer Homepage sowie das Verfolgen der TV-Sendungen stellt den theoretischen Teil dieser Vorbereitungen dar. Aber es stehen auch noch einige praktische Geschichten an.

Wir haben Euch hier eine Checkliste angefertigt, die Ihr vor dem ersten Angeltag der neuen Saison dringend abarbeiten solltet, damit Eure Ausrüstung fit für die erhofften Begegnungen mit großen Fischen ist und auch alles reibungslos funktioniert, wenn der lang ersehnte Traumfisch an der Angel hängt.


Die Checkliste:

vorbereitung_02.jpg 1. Raubfischangler investieren oft jede Menge Geld in ihre Köder. Nachdem die Saison aber zu Ende ist, stellen sie die Tackle-Boxen einfach in die Abstellkammer, um sie dann zum Auftakt der neuen Saison wieder hervorzukramen und ans Wasser zu nehmen. Doch Vorsicht: die Drillinge und Sprengringe könnten inzwischen angerostet sein! Deshalb kontrolliert Ihr Eure Imitate am besten vor dem ersten Gang ans Fischwasser und wechselt die defekten Drillinge und Ringe aus. Das gelingt am besten mit einer speziellen Sprengringzange. Außerdem können auch optisch tadellos erhaltene Haken stumpf sein. Anstatt diese Haken dann wegzuwerfen, lohnt es sich, sie mit der Hakenfeile wieder "scharf zu machen". Dabei feilt Ihr nur die äußere Seite, denn so werden die Teile wieder richtig spitz und durchdringen das härteste Räubermaul.


vorbereitung_03.jpg 2. Gummifische werden oft richtig steif, wenn sie zulange an der Luft sind. Hier hilft ein Bad in richtig heißem Wasser. Manche Modelle sind nach den vielen Attacken jedoch schon so hinüber, dass Ihr sie am besten gegen ein anderes, weiches und unangetastetes Modell austauscht. Mit einem Feuerzeug oder Lötkolben könnt Ihr Teile (Schwanzschaufeln) der Gummis mit anderen Resten (Körpern) verschmelzen. So erhaltet Ihr zweifarbige Gummis, die sonst keiner fischt.


3. Pilker oxidieren nach einer Weile und schimmern dann nicht mehr so verführerisch unter Wasser. Diesem Fakt begegnet Ihr am besten mit Stahlwolle. Mit der poliert Ihr die Salzwasserköder wieder auf und macht sie klar für die nächsten Dorsche und anderen Meeresräuber. Bei Modellen, an denen der Lack abplatzt, hilft Euch ein Döschen mit frischer Farbe oder eine Reflexfolie, die Ihr einfach aufklebt, weiter. Gerade bei den Pilkern ist es besonders wichtig, die Drillinge auf Rostschäden zu überprüfen, da das Salzwasser besonders aggressiv ist.

4. Wobbler sehen nach vielen Attacken auch manchmal etwas zerschrammelt aus. Um sie wieder auf Vordermann zu bringen, könnt Ihr sie entweder mit Farbe bemalen und danach lackieren, oder aber auch einfach mit speziellen Malstiften bearbeiten.

vorbereitung_04.jpg 5. Ob Raubfischangler, Stipper oder Karpfenfreund - auf die Kontrolle der Schnüre sollte keiner verzichten. Denn wer blind auf die altbewährte Schnur vertraut, ist vor bösen Überraschungen nicht gefeit. Im Gegenteil. Die Wahrscheinlichkeit von Schnurbrüchen und Perücken steigt mit dem Alter der Schnur. Solltet Ihr also aufgeraute oder gar brüchige Stellen feststellen, tut Euch den Gefallen und spult eine neue Leine auf. Damit haltet Ihr dann auch die großen Fische, die Ihr ja schließlich alle lieber fangen wollt, als die kleinen, die die auch eine kaputte Schnur noch zu Euch bringt.


vorbereitung_05.jpg 6. Besonders das Herzstück unserer Ausrüstung, die Rolle, bedarf einer gewissen Pflege. So sollte sie nach jedem Ausflug ans Salzwasser mit klarem Wasser ausgespült werden, um sie gegen das aggressive Salz zu schützen. Außerdem ist es wichtig, dass man seine "Kurbel" einer gelegentlichen Ölung unterzieht. Ansonsten tritt zuviel Reibung auf. Dadurch bilden sich dann feine Metallspäne, die den ruhigen Lauf ganz massiv behindern. Fettet alle Teile ein, die sich bewegen. So wird keine Trockenreibung entstehen.


vorbereitung_06.jpg 7. Natürlich sind die Ruten genauso wichtig wie die Rollen. Zerfurchte Keramikeinlagen in den Rutenringen z.B. sorgen für Schnurverschleiß. Wenn Ihr also kaputte Ringe entdeckt, solltet Ihr diese sofort auswechseln, um Ärgernisse zu vermeiden. Andere Fehlerquellen sind korrodierte (angerostete) Stege und lose Ringeinlagen. Wenn Ihr am Meer geangelt habt, und Eure Ruten danach nicht direkt ausgespült (Schraubverschluss öffnen und Duschstrahl durchblasen) habt, solltet Ihr das tun, bevor Ihr sie voll ausfahrt. Denn die kleinen Sandkörner beschädigen den Blank oft ganz erheblich.


vorbereitung_07.jpg 8. Alle, die immer noch den Schutzbezug des Korkgriffes drauf haben, sollten diesen so schnell wie möglich entfernen. Denn der Bezug ist nicht dafür gedacht, dass man damit angelt. Am Wasser setzt sich selbiges nämlich unter dem Bezug fest, und dann fängt der Kork langsam aber sicher an, zu schimmeln. Wer Bedenken hat, dass die Rute bald hässlich und verranzt aussieht, kann seine diese zur Seite schieben. Mit einem Spülschwämmchen und klarem Wasser bekommt Ihr auch den schmutzigsten Korkgriff wieder sauber.


vorbereitung_08.jpg 9. Damit verblichene Posen wieder auf weite Distanzen sichtbar werden, bemalt Ihr zumindest die Spitzen mit Posenmalfarbe. Das geht ganz schnell, verschafft Euch aber die Gewissheit, dass Ihr auch jeden Biss mitbekommt. Schäden am Posenkörper, die z.B. entstehen, wenn man eine Balsaholzpose im Kasten einklemmt, könnt Ihr ebenfalls reparieren. Mit Klar- bzw. Nagellack versiegelt Ihr die offenen Stellen und sorgt so dafür, dass sich die Posen nicht mit Wasser voll saugen und ihre Tragfähigkeit mit der Zeit verlieren.


Andere Brennpunkte sind Madendosen, aus denen der Inhalt nach dem letzten Angeltag der Saison nicht entnommen wurde; nicht mehr leuchtende Knicklichter (auch diese verfallen irgendwann); leere Batterien z.B. bei Leuchtposen, verrostete Arterienklemmen mit denen man so keinen Haken mehr lösen kann (weil sie gar nicht mehr aufgehen); Vorfachspender, die keine 30 cm mehr spenden usw. Ihr seht, es gibt viel zu tun. Also packt's an!



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