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Murmeln - Oder, der Einstieg ins Boilieangeln
Vorwort
Ich möchte mit diesem Artikel all denen einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, die mit dem Gedanken spielen mit dem Boilieangeln zu beginnen. Ich werde versuchen hier den Einstieg einfach zu erläutern, wohlwissend das ich hier einiges an Wissen unterschlage und das man einiges auch anders machen könnte. Ich selber habe auch mein Angeln im laufe der Zeit stark verändert, bin aber der Meinung das ein Einsteiger nicht all das nachvollziehen möchte oder kann was für die Karpfenangler die Feinheiten bedeuten, sondern so einfach wie möglich seinen vielleicht ersten Karpfen fangen will. Sollte jemand die Faszination am Karpfenangeln für sich entdecken, kommt auch das Interesse an den Feinheiten von ganz allein. Ich bitte daher die alten Hasen um Nachsicht beim lesen des Artikels, aber schließlich haben alle einmal angefangen.
Einstieg
Das moderne Karpfenangeln erfreut sich auch heute noch wachsender großer Beliebtheit, obwohl gerade die Boilieangelei an immer mehr Gewässern nicht mehr erlaubt ist. Schuld daran sind mancherorts nicht zuletzt die Karpfenangler selbst, denn es gibt immer wieder Angler die es gerade mit den Futtermengen, maßlos übertreiben. Auffällig ist dabei aber, dass es oft Einsteiger in diese Art des Karpfenangelns sind die sich zu solchen Übertreibungen hinreisen lassen. Die Gründe hierfür sehen die meisten nicht zuletzt an den oftmals zu überzogenen Vorstellungen der Einsteiger, welche nicht selten durch recht oberflächliche Artikel gefördert werden. So gehen viele mit der Erwartung auf ihren ersten Boilietrip das man schon fast automatisch mit Boilies die über 20 pfündigen Karpfen an den Haken bekommt wenn man nur genügend Boilies ins Wasser wirft.
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| [Ansitz am Abend] |
Eine ähnlich falsche Vorstellung von dem garantierten einfachen Erfolg gibt es wohl nur noch über das Angeln in Norwegen. Aber auch in Norwegen springen einem die 20 Pfünder nicht freiwillig ins Boot.
Wenn man einen Boilieneuling fragt warum er sich zu solchen Futterorgien hinreisen lässt, bekommt man oftmals diese zwei Antworten zu hören: "Ich habe so oft gelesen wie Herr XY in nur 3 Tagen fünf 20 Pfünder..... und das muß doch jetzt klappen...." oder " Jetzt habe ich so viel Geld für meine Ausrüstung ausgegeben und will jetzt auch .... egal wie.....".
Gerade Einsteiger gehen nicht selten mit den falschen Vorstellungen an das Karpfenangeln heran. Zum einen unterliegen sie oft dem Glauben schnell und leicht zu ihrem Traumfisch zu kommen und zum anderen, dass sie unbedingt treures Angelgerät benötigen um Erfolg zu haben.
Beides trifft jedoch so nicht zu!
Das Gerät
Es muß natürlich nicht die Spezialkarpfenrute der Firma XY sein um mit dem Karpfenangeln beginnen zu können. Der Kult, der gerade um das Gerät gemacht wird, liegt wohl eher darin begründet, dass man sich wie bei jeder anderen Angelart auch die man favorisiert irgendwann die Rosinen aus dem Kuchen picken will. Die Vorliebe für das Spezialgerät gehört da dann einfach dazu. Nötig ist das jedoch gerade, wenn man nur einmal in diese Art des Angelns hinein schnuppern will nicht. Man muß sich nur einmal vor Augen halten das auch unsere Großeltern ohne dieses Spezialgerät Ihre Karpfen gefangen haben.
Eine Rute zum Karpfenfang sollte weich, aber dennoch mit stabilem Rückrad sein. Weich deswegen, damit die Rute die Schläge eines Karpfen gut abfangen kann. In der Regel ist man mit 2,0 - 2,5 lbs Ruten in den längen von 3,60m - 4,20m gut beraten. Bei den Rollen sollte man allerdings die geringsten Kompromisse eingehen. Denn die Belastung bei einen eventuell doch kapitalen Fisch ist beachtlich. Freilaufrollen haben sich beim Karpfenangeln besonders gewährt (dazu später mehr), sind jedoch kein Muß. Die Schnurrstärke sollte bei monofiler Schnur zwischen 30-35er liegen, die Schnurfassung der Rolle je nach Gewässergröße von 100m an aufwärts.
Stets sollte man sich aber bewusst machen, dass Krapfen zu den stärksten Fischen im Süßwasser gehören. Und wie bei allem bildet auch die Zusammenstellung des Angelgeräts eine Kette die nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied. Es macht keinen Sinn einzelne Teile seines Gerätes über zu dominieren. Das Gerät solle vielmehr eine aufeinander abgestimmt Einheit bilden. Man sollte es auf jeden Fall vermeiden am falschen ende zu sparen und bei Wirbel, Hacken und Vorfach lieber ein paar Cent mehr ausgeben.
Der Kescher sollte ausreichend groß sein, gerade wenn man Nachts den Karpfen nachstellen will. Es ist immer wieder erstaunlich wie klein selbst ein vermeintlicher "Angeberkescher" in dunkler Nacht werden kann.
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| [Großer Kescher ganz klein] |
Ein Rod-Pod ist zwar sehr praktisch, aber nicht unbedingt notwendig. Hier tun es auch herkömmliche Rutenhalter. Wer jedoch das Karpfenangeln für sich entdeckt, sollte ein Rod-Pod gleich nach dem großen Karpfenkescher auf seine Liste setzten.
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| [Einfaches Rod-Pod] |
Die Montage
Die Montage kann recht einfach gewählt werden, ein "Karpfen"- oder auch Sargblei ab 60 g, je nach Gewässer und Entfernung der Montage mit einem Boilievorfach aus dem Handel sind hier für den Anfang ausreichend.
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| [Einfache Montage] |
Für die Feinheiten wird man sich wie Eingang erwähnt, früher oder später von selbst interessieren und dann auch einfacher deren Sinn oder Unsinn nachvollziehen können.
Bei aller Einfachheit sollte jedoch immer auf eine Haarmontage zurückgriffen werden, egal welcher Köder zum Einsatz kommt. Man sieht gerade beim Angeln mit der guten alten Kartoffel immer wieder Angler die hier zu einen kleinen Drilling greifen. Für mich nicht nachvollziehbar, wenn man die Tatsache bedenkt das wohl die meisten Karpfen wieder in die Freiheit entlassen werden sollen. Schon aus diesem Grund sollte man auf die Haarmontage zurückgreifen, denn hierbei werden die Fische immer weit vorne gehakt und können leicht wieder vom Haken befreit werden.
Unter einer Haarmontage versteht man das angeln mit komplett (Köder)freiem Haken. Der Köder (Boilie, Mais, Tigernüsse usw.) wird auf ein kurzes Stück Schnur neben oder an dem Haken aufgezogen und baumelt praktisch frei neben dem Haken.
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| [Einfache Haarmontage] |
Karpfen saugen mit ihrem Rüsselmaul den Köder samt dem Haken ein und spucken diesen meist schnell wieder aus. Dabei hackt sich der Haken in das Karpfenmaul.
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| [Der Vorteil der Haarmontage, ganz vorne gehakt] |
Ist dieser Schritt geschafft geht es darum den Anschlag zu setzten. Hier hat sich die Selbsthakmethode gerade auch für einsteiger bewährt. Bei dieser Montage wird mit einem der schon erwähnten Bleie, also mit einem Laufblei gefischt vor das in ein wenig abstand ein Schnurstopper geschaltet wird. Zieht der Karpfen ab, wird durch das auftreffen des Bleis auf den Schnurstopper ein Ruck ausgelöst und der Karpfen so gehakt.
Die Gewässerwahl
Zu Beginn sollte man sich nicht unbedingt die schweren Gewässer wie die ganz großen Stauseen oder anderen als Top-Gewässer gepriesenen aussuchen. Diese Gewässer beherbergen zwar mit Sicherheit auch ein paar ganz Große, sind aber meist schwer zu beangeln. Außerdem sind die vielen kleinen Gewässer, gerade auch die Vereinsgewässer nicht zu unterschätzen.
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| [Gewässereindrücke] |
Denn oft gibt es in diesen zwar einen Karpfenbestand, welcher aber von vielen Anglern nicht geschätzt und daher nicht so stark der gar nicht befischt wird. Für einen Einsteiger genau das Richtige um erste Erfahrungen in Ansitz und Drill zu sammeln.
Das Anfüttern
Als Futterplatz sollte man sich eine Stelle auswählen die nicht ständig befischt wird. Hier gilt es lieber mal ein paar Meter mehr laufen. Der Angelplatz sollte frei von Hindernissen sein, in die die Karpfen ziehen können. Es ist auch bestimmt kein Fehler den Platz einmal mit einem Spinner abzufischen um eventuelle Hindernisse zu finden und gegebenenfalls auch zu beseitigen. Karpfen haben ein Talent dafür solche Hindernisse im Drill gezielt anzusteuern und für sich zu nutzen.
Ist der Platz ausgewählt und vorbereitet kann mit dem Anfüttern begonnen werden. Ich bevorzuge die Methode nicht nur mit Boilies, sondern vor allem Partikel zu Futtern.
Ich habe lange überlegt was ich an dieser Stelle über die Futtermengen sage. Leider ist das nicht ganz einfach, denn es gibt auch hier keine Patentlösung da sich die Futtermenge natürlich nach dem Fischbestand richtet. Füttert man zu viel (gerade bei Boilies) besteht die Gefahr das dass Futter auf dem Grund verdirbt und sich nachteilig auf Fische und das Gewässer auswirkt. Leider wird gerade dieser Fehler all zu häufig begangen was zu den Eingangs beschriebenen Verboten führt. Aus diesem Grund füttere ich Hauptsächlich mit Partikeln und nur wenige Boilies zu, da Partikelköder nicht nur von den Karpfen gefressen werden und so die Gefahr das diese liegen bleiben nicht ganz so groß ist.
Hartmais oder auch Taubenfutter sind ein sehr gutes Grundfutter und noch dazu günstig im Futtermittelhandel zu bekommen. Den Mais übergieße ich am Abend vor dem Füttern mit kochendem Wasser und lasse ihn über Nacht quellen. Man kann dem Mais durchaus noch etwas Aroma oder Honig beigeben.
Den Partikeln füttere ich meist so 10-30 Boilies (je nach meinen Erfahrungen in dem jeweiligem Gewässer) zu.
Das ganze sollte man mindestens 3 Tage tun, bevor man den ersten Ansitz wagen sollte. Ob man nun zwei Ruten mit Boilies oder eine mit Boilie und eine mit Hartmais auslegt ist Geschmackssache. Mit beiden Ködern hat man die Chance auf einen guten Fisch.
Optimal wäre ein nun rund um die Uhr zu fischen, denn nicht selten haben Karpfen ihre festen Fresszeiten. Und so könnte man theoretisch Wochenlang ohne Biss sitzen, obwohl die Karpfen die Futterstelle angenommen haben. Da nur wenige die Zeit haben rund um die Uhr zu fischen, empfiehlt es sich die Stelle zu unterschiedlichen Zeiten zu befischen bis man weis wann die Fische hier zu finden sind. Diese Zeiten können sich jedoch ändern, das soll aber nicht heißen, dass man in der übrigen Zeit gar keinen Fisch fangen wird. Von der alten Methode einfach einen Hackenköder mit einem Korken auszulegen um dadurch zu sehen ob die Futterstelle angenommen wurde, möchte ich doch dringend abraten! Wenn Angler zu solchen Methoden greifen muß man sich nicht wundern wenn man nicht gerne gesehen wird. Ganz nebenbei weiß man dann auch immer noch nicht zu welcher Zeit die Fische an diesem Platz zu finden sind.
Bei der Frage nachdem wir lange man nun Füttern sollte oder kann gehen die Meinungen weit auseinander. Wird eine Stelle stark befischt werden die Erfolge früher oder später wieder nachlassen, da die Fische mit den Ködern und dieser Futterstelle schlechte Erfahrungen verbinden. Man kann dieser Entwicklung anfangs noch mit einem Wechsel der Köder und des Futters entgegen wirken, aber irgendwann macht es keinen Sinn mehr. Stellen die nur gefüttert und nicht beangelt werden schaffen vertrauen. Es ist daher kein Fehler sich mehrere Futterstellen anzulegen um den Befischungsdruck auf die einzelne Stellen geringer zu halten, da man unter den einzelnen Stellen wechseln kann.
Äußere Umstände
Man hört immer wieder, dass auch die äußeren Bedienungen Einfluss auf das Beißverhalten haben. Hierüber kann man denken was man will für mich steht fest, das an diesem Glauben mehr ist als das einige wahrhaben wollen. Jedoch gibt es hier in meinen Augen keine Patentaussagen. Jedes Gewässer scheint auch hier, wie in vielen Dingen seine Eigenarten zu haben. Es ist daher mit Sicherheit kein Fehler sich ein paar Wetterdaten zu seinen Angeldaten zu notieren und das gilt nicht nur beim Karpfenangeln!
Ich notiere mir neben dem Beiss- und Fangerfolgen: Luftdruck, Luft- und Wassertemperatur, Luftfeuchtigkeit, sowie Windrichtung und Geschwindigkeit.
Aufgrund dieser Beobachtungen lässt sich für mein Angelgewässer folgendes bezüglich der Karpfen sagen: Das Wasser sollte über 8°C liegen und der Luftdruck sollte mindestens 3 Tage konstant sein. Hierbei spielt es keine Rolle ob der Luftdruck niedrig oder hoch ist. Darüber hinaus scheint steigender Luftdruck besser zu sein als fallender. Ob das auch in anderen Gewässern zutrifft kann ich jedoch nicht beurteilen.
Der Ansitz
Bei einem Karpfenansitz sollte man sich ruhig verhalten und das Gewässer beobachten, nicht selten kann man auf diese Weise seine neue Futterstelle ausmachen.
Die Ruten sollten waagerecht zum Wasser stehen und die Schüre Spannung haben. Bei den Bissanzeigern kann oder muß man ein wenig seine Phantasie spielen lassen, wenn man nicht auf elektronische Bissanzeiger, Swinger oder Affenkletterer zurückgreifen will. Die altbekannten Methoden (Zweig in die Schnur hängen, einen Stein auf die Schnur legen oder ein Schnurklipp benutzen) funktionieren durchaus. Ich konnte auch schon beobachten das einfach nur darauf gewartet wird, bis Schnur von der Rolle gezogen wird. All das mag für einen ersten Versuch tauglich sein, jedoch wird man bei den meisten der Methoden Fallbisse (Karpfen schwimmt auf die Rute zu) nicht oder recht Spät erkennen. Daher favorisiere ich gerade beim Karpfenangeln elektronische Bissanzeige im Zusammenspiel mit einem Buzzer oder Swinger.
Auch wenn das folgende immer für alle Angler gelten sollte, sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, das man seine Ruten nicht aus den Augen lassen sollte. Denn ein Karpfenbiss kommt meist schnell und gewaltig. Und wenn es sein muß wird da auch mal eine Rute ins Wasser gezogen.
Wie lange man auf den ersten Biss warten muß ist sehr verschieden.
Da ist von 5min bis zu tagelangen Warten alles drin. Und nicht immer kommen dann auch die ersehnten die "Großen".
Ich persönlich finde es ohnehin mehr als Schade, dass in den Köpfen und Redaktionen die Meinung herrscht, dass ein Karpfen unter 20 Pfd. kein nennenswerter Fisch sei. Jeder der seinen ersten 10 oder 15Pfd. gefangen hat wird das in diesem Augenblick nicht verstehen können.
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| [Der Autor mit einem schönen Spiegelkarpfen] |
Ob ein Fisch für einen selbst etwas besonderes ist kann uns zum Glück keiner diktieren, jeder muß das für sich selbst entscheiden. Aber nichts wird einem das Gefühl das man bei einem gerade gefangenen Fisch hat verstärken oder gar konservieren, auch nicht ein Eintrag in fragwürdige Hitparaden!
Biss und Drill
Der Biss eines Karpfens kommt oft plötzlich und gewaltig. Wie aus dem nichts heult der Bissanzeiger auf und Schnur wird von der Rolle gerissen. Aus diesem Grund haben sich Freilaufrollen beim Karpfenangeln immer mehr durchgesetzt. Der Vorteil dieser Rollen liegt darin begründet, dass diese Rollen praktisch über zwei Schnurbremsen verfügen. Der Freilauf wird so eingestellt das der Karpfen die Schnur von der Rolle ziehen kann ohne diese sofort ins Wasser zu ziehen. Die eigentliche Bremse wird für den Drill eingestellt. Nimmt nun ein Fisch nach dem Biss Schnur, braucht man nach aufnehmen der Rute nur den Hebel der Freilaufrolle betätigen um vom Freilauf auf "Drill" umzuschalten. Schnell wird man diese Funktion zu schätzen wissen.
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| [Autor beim Drill] |
Die andere Art der häufigsten Karpfenbisse, sind die sogenannten "Fallbisse". Hierbei schwimmt der Karpfen auf die Rute zu, anstatt davon weg. So das keine Schnur von der Rolle genommen wird. Diese Bisse lassen sich am besten mit einem Elektronischen Bissanzeiger anzeigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Schnur unter Spannung zu halten, hier kommen Affenkletterer, Swinger oder Buzzer zum Einsatz. Alle diese Geräte haben wir den Zweck die Schnur so gespannt zu halten das im Falle eines Fallbisses die Schnur durch den Bissanzeiger bewegt und dieser ausgelöst wird.
Hat man den Karpfen erst einmal am Haken und den Drill aufgenommen, heißt es den Karpfen davon abzuhalten in Hindernisse, wie Büsche, Äste, Seerosenfelder, Schilf oder ähnliches zu ziehen. Hier kann es helfen wenn man schon vor dem Angeln ein paar Steine in seine Reichweite legt, die man bei bedarf in die Richtung werfen kann, in die der Karpfen schwimmen will aber nicht sollte. Oft lassen sich die Fische durch einen solchen geworfenen Stein dazu veranlassen die Richtung zu ändern. Sollte es aber dennoch einmal zu dem Fall kommen das ein Fisch scheinbar fest sitzt, heißt es bloß nicht die nerven verlieren (auch wenn das meist einfacherer gesagt als getan ist). Hier kann es helfen die Spannung von der Schnur zu nehmen und abzuwarten. Auch kann hier ein Steinwurf Wunder wirken. Eine Garantie den Fisch wieder Frei zu bekommen ist das sicherlich nicht, aber immer einen Versuch Wert.
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| [Da kommt er] |
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| [Fast geschafft] |
Hat man den schließlich Fisch an seinem Platz, ist es wichtig diesen nicht noch unnötig mehr zu erschrecken um ihn nicht wieder einen Grund für eine erneute Flucht zu geben. Man sollte den Kescher im Wasser haben bevor der Fisch am Ufer ist und den Karpfen darüber ziehen. Auf keinen Fall sollte man versuchen den Fisch mit dem Kescher zu "angeln". Ich glaube nicht das man noch erwähnen muß das man nicht versuchen sollte einen Karpfen mit dem Kescher zu heben, sondern den Kescher an sich heranziehen muß.
Schlusswort
Ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen mit diesem Artikel ein paar Tips an die Hand geben und vielleicht auch bei dem ein oder anderen das Interesse an dieser Angelmethode wecken.
Wie alle Artikel kann auch dieser keine Patentaussagen treffen. Jeder Gewässer ist anders und hat seine Eigenarten. Diese zu erkennen, sind die eigentliche Herausforderung des Angelns. Jeder wird immer seine eigenen Methoden und Tricks entwickeln und anwenden. Jedoch können solche Artikel dem Einsteiger ein Wegweiser und dem Profis Nährboden für neue Ideen sein.
In diesem Sinne viel Erfolg und
Petri Heil!
Martin Lahme
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