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Angelferien in Brasilien einmal anders:

Abseits der Zivilisation, in Wildnis und intakter Natur!

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Bisher konnte vor allem Alaska diesem Wunsche - Abenteuer zu erleben und grossartig kämpfende Fische zu fangen – entsprechen. Die US-Amerikaner und Kanadier selber haben jedoch andere Destinationen zum Mass aller Dinge erkoren: Den Amazonas und den Pantanal in Brasilien!

Auf den Flughäfen von Manaus und Corumbá sieht man zur Hauptsaison jederzeit Gruppen von Anglern mit den typischen Schirmmützen und khakifarbenen Anglerwesten bekleidet, mit geschulterten Ruten-Futteralen und schweren Utensilienkästen in der Hand. Vor allem sind es nordamerikanische, aber auch japanische Petri-Jünger, die es Jahr für Jahr in Scharen zum Angeln an die Ufer der unzähligen Seen und Flüsse in Amazonien zieht. Der Angel-Tourismus boomt – nicht zuletzt der äusserst preisgünstig gewordenen Flugpreise wegen!

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Die Angebote für den Angeltouristen sind breitgefächert und reichen vom "Abenteuer-Angeln" mit Unterkunft in einfachen Pousados bis zum "Luxus-Fishing" auf Hotelschiffen mit jeglichem Komfort. Auf einen ortskundigen und im Angelsport bewanderten Führer und auf ein entsprechend ausgerüstetes Motorboot sollten Sie aber in keinem Falle verzichten! Angeln "auf eigene Faust" kann ich wirklich nicht empfehlen!

Der Rio Manacapuru

Rund 80km östlich von Manaus liegt die Stadt Manacapurú. Als Besonderheit sei hier der "schwimmende Stadtteil" dieses viertgrössten Ortes im Staate Paraná erwähnt. Es ist eine Ansammlung von Hausflößen auf dem Flusse vor der Stadt. Diese "Cidade Flutuante" (schwimmende Stadt) bestimmt den Hafen, fungiert aber auch als Marktplatz und Vergnügungsviertel. Und von hier aus starten wir auch zu unserem Angel-Abenteuer.
 
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Die "Cidade Flutuante" von Manacapurú

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Übersicht Manaus – Manacapurú

Angeln am Rio Manacapuru

Unsere Fischgründe liegen alle im ausgedehnten Deltabereich des Zusammentreffens von Rio Manacapuru und Rio Solimões. Mit dem Flussboot "Leãozinho" (das Löwchen) schleppen wir unsere Angel-Kanus bis zu den flussaufwärts gelegenen, fangträchtigen Stellen. Grundsätzlich erwarten uns zwei Angelfahrten pro Tag, eine bei Tagesbeginn, die andere am späten Nachmittag. Die heißen Mittagsstunden bleiben für die landesübliche Siesta reserviert!

Grundsätzlich wird vom Kanu aus geangelt. Die einzige Ausnahme ist beim Ansitzen auf eine spezielle, brasilianische Welsart gegeben, den Piraíba. Jeder Sportangler bildet mit seinem zugewiesenen Führer (Guia) ein Zweier-Team. Zum Angeln paddeln wir motorlos durch den Auenwald. Man sucht aktiv den Fisch, der sich häufig unter Bäumen aufhält und nach den ins Wasser fallenden Früchten schnappt. Ein Köder, an irgendeiner Stelle lediglich ins Wasser getunkt, würde kaum Beachtung finden - "aktives Angeln" ist gefragt: Ständiges Suchen nach den Fischen! Selten bleibt man deshalb auch längere Zeit am gleichen Fangplatz. Man gleitet von Baum zu Baum und kommt dabei immer tiefer in die "grüne Lunge" Brasiliens - sprich den Amazonas-Regenwald.

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Mit dem einheimischen Guia unterwegs

Die Fische

Unsere amerikanischen Freunde besuchen Amazonien, um mindestens einmal in ihrem "Fischerleben" auf die Spezie ihrer Träume angeln zu können: Den Weltmeister in Sachen Kraft und Tücke – mit dem indianischen Namen Tucunaré oder der englischen Bezeichnung Peacock Bass!

In Amazonien findet man weit über zehn verschiedene Arten von Tucunarés. Alle tragen das charakteristische Merkmal dieser Buntbarschfamilie auf der Schwanzwurzel: Ein grosses, gut erkennbares, Pfauenauge. Der buntleuchtende "Tucunaré-Amarelo" und der ins Bläuliche gefärbte "Tucunaré-Azúl" erreichen Maximalgewichte von 10-15 kg!

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Biss, Drill und Landung eines Tucunarés

Den "Pfauenaug-Fischen" werden Oberflächen-Kunstköder, vorwiegend in den Farbkombinationen rot/weiss angeboten. Der Anbiss erfolgt mit einer derartigen Heftigkeit, dass der dadurch überraschte Angler oft den richtigen Zeitpunkt für einen Anschlag verpasst!

Beindruckend sind dann die wilden und weiten Fluchten des gehakten Stachelritters. Die Bremse der Rolle "kreischt" und die Rutespitze wird vehement gegen und in die Wasseroberfläche gezogen!

Wenn der etwas unerfahrenere Angler nicht darauf vorbereitet ist und falsch reagiert, wird ihm von einem grossen Tucunaré-Azúl selbst eine 80lbs Leine zerschlissen, oder der für teures Geld erstandene, neue Wobbler kommt arg deformiert, wenn nicht gar mitten durchgebissen(!) zu seinem Eigentümer zurück!

Spinnfischen (heute vor allem Jerkbait-Angeln) auf die wilden Kämpfer des Amazonas ist ein phantastisches Erlebnis, aber kein Sport für schwache Herzen!!!

Ich wünsche jedem europäischen Angler, dass er wenigstens einmal einen solchen Drill erleben kann! Diese Augenblicke werden für ihn unvergesslich bleiben!

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Ausrüstung für den Fang von Tucunarés

Piranhas

Die ersten Exemplare, die den Köder nehmen und an der Angel zappeln, sind meist noch willkommen. Nach einiger Zeit jedoch, werden diese unersättlichen "Fressmonster" zu einer Plage. Immer wieder zerfetzen sie den liebevoll aufgezogenen Natur-Köder und geben anderen Fischen keine Chance, auch nur in die Nähe des dargebotenen Leckerbissen zu kommen!

Da Piranhas in grossen Schwärmen organisiert sind besteht jedoch die Chance, an einem anderen Fangplatz für einige Zeit unbehelligt zu bleiben.

Die meisten der einheimischen Fischer haben schon Bekanntschaft mit den messerscharfen Zähnen der Piranhas gemacht und jeder kann Narben vorzeigen und die dazugehörende "Entstehungs-Geschichte" erzählen.

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Wer hat die schöneren Zähne?

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Piranha aus dem Rio Solimões

Der Tambaqui (Colossoma macropomum)

Für das Fischen auf die grossen Tambaquim’s und Pirapitinga’s haben sich 3 bis 4 m lange Pilk-, Strand- und Karpfenruten mit Wurfgwichten von 100-200gr bewährt. Dabei dürfen diese Gerten nicht allzu schwer sein, da sie vorwiegend einhändig zumEinsatz kommen.

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Der Tambaqui

Der Tambaqui ist der König der Auen. Er ist der begehrteste Speisefisch Amazoniens. Wegen seiner Körperform und der ernormen Größe hat Alexander von Humboldt ihm den deutschen Namen Mühlsteinsalmler gegeben. Exemplare von 30kg und mehr sind jedoch eher selten geworden, das Durchschnittsgewicht der Fänge liegt bei uns denn auch bei 3 bis 4 kg. Doch vor Überraschungen kann man nie sicher sein – es gibt sie noch, die Riesen unter den Tambaquis.

Die Welse

Unter dieser Allgemein-Bezeichnung existieren mehrere spezifizierte Arten in Amazonien.

Genau genommen sind es 14! Darunter Kolosse von bis zu 300 kg Gewicht! Mit kräftiger Ausrüstung einen Nacht-Ansitz auf diese Spezies zu erleben, gehört unbedingt mit in die Planung der abenteuerlichen Angelreise an die Amazonas-Flüsse! Kleine Exemplare werden kaum gefangen! Mehrheitlich kommt der Zeiger der Federwaage oberhalb der 20 kg-Marke zum Stehen!

Unser Zielfisch ist der Piraíba. Mit einer 80 lb -Ausrüstung und einem 100gr Grundblei wird er vorwiegend in der Nacht gefangen. Seine Gegenwehr beschränkt sich allerdings nur auf einen stetigen, starken Gegenzug, so wie viele Angler aus Europa dies vom Waller her gewohnt sind. "Kapriolen", wie z.B. beim Tucunaré sind kaum zu erwarten.

Trotzdem: Ein grosser Piraíba gehört auch in die Fangliste eines Amazonas-Anglers!

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Ein prächtiger Piraíba

Informationen über Kosten, Anreise, Gesundheitsvorsorge, Unterkunft, das mehrtägige Angelprogramm und den Touristik-Anbieter sind über folgende E-Mail-Anschrift abrufbar: René Sehringer , Belo Horizonte MG, Brasilien rs.fishing@uol.com.br



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