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Pulverbeschichten von Pilkern

Nachdem wir uns in den ersten beiden Teilen die Gussformen gebaut und die Pilker gegossen haben, geht es jetzt daran, Farbe auf die Teile zu bekommen.

Anfangs habe ich meine Pilker immer mit Spray-Farben lackiert, war aber dabei mit der Haltbarkeit nie so recht zufrieden.

Darum bin ich vor längerem auf das Beschichten mit Pulverfarben umgestiegen.

Im Gegensatz zu Lacken, die durch Verdunsten eines Lösungsmittels aushärten, handelt es sich beim Pulvern um eine Methode, bei der pulverförmiges Kunststoffmaterial auf den Pilker auf geschmolzen wird.

Diese aufgeschmolzenen Kunststoff-Schichten sind deutlich dicker als eine Lackschicht und halten wesentlich mehr aus. Bei lackierten Pilkern habe ich auch festgestellt, dass der Lack vom Salzwasser relativ schnell unterwandert wird, sobald die Farbe auch nur an einer kleinen Stelle abgeplatzt ist – der Lack lässt sich dann relativ leicht abziehen.

Bei einer Pulverbeschichtung tritt dieser Effekt fast nicht auf.

Obwohl die Pulverfarbe an sich relativ teuer ist, kommt das Ganze nach meiner Ansicht günstiger als eine Lackierung mit Spraydosen, da die Farbe, die am Pilker vorbei geht weiter verwendet werden kann.

Der einzige Nachteil beim Pulverbeschichten ist nach meiner Ansicht die Tatsache, dass man keine so feinen Übergänge zwischen zwei Farben hinbekommt – die Fische haben sich daran aber bislang noch nicht gestört.

Nun aber zur Sache:

Materialliste:

Pulverfarben in den gewünschten Farbtönen – gibt es bei Hakuma zu kaufen, ab und zu findet man sie auch einmal bei ebay – oder einfach googeln. Ich hab mittlerweile auch eine Bezugsquelle bei einer Firma, die das Zeug industriell verarbeiten. Gebinde von 1 Kilo kommen einfach günstiger als die kleinen Döschen für den Hobbybedarf.
Lackfarben zum Aufmalen der Augen – alternativ Klebeaugen

Werkzeug:

Eine Gripzange zum Hantieren der heißen Pilker (das sind die Zangen, die im geschlossenen Zustand zu bleiben und erst durch einen Druck auf einen kleinen Hebel wieder auf machen)
Teesiebe zum Aufstreuen der Farbe
Eine alte Zeitung zum Unterlegen
Ein alter Backofen
S-förmig gebogene Drahtstückchen
Selbst-Gebastelte Vorrichtung zum Aufhängen der heißen Pilker (Ist die Dachlatte, die oben auf dem Ofen liegt)

 
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0206_pilker_01.jpg

Sicherheitshinweise:

Ich hab zwar noch bei keiner Pulverfarbe, die ich bislang einen Warnhinweis mit Totenkopf gefunden – gesundheitsförderlich dürfte das Pulver aber nicht gerade sein. Es sollten daher die folgenden Sicherheits-Ratschläge berücksichtigt werden:

Nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien arbeiten
Beim Umgang mit dem Pulver nicht Essen, Trinken oder Rauchen

Der Backofen, der für das Erwärmen der Pilker und für das Tempern verwendet wird, sollte hinterher nicht mehr für die Küche Verwendung finden.

Der prinzipielle Arbeitsablauf beim Pulvern ist:

-Aufheizen der Pilker
-Pulver aufstreuen
-Auskühlen
-Tempern

Aufheizen der Pilker

Damit die Pulverfarbe auf dem Pilker aufschmelzen kann, müssen die Teile auf ca. 200°C aufgeheizt werden. Dazu den Backofen auf 200°C einstellen und die Pilker auf den Rost legen. Ca. 15 Minuten im Backofen lassen.

Ich lege die Pilker immer gleich so in den Ofen, dass ich sie später mit der Gripzange gut greifen kann – d.h. die Ösen nach vorne.

Eine Anmerkung zur Temperatur – die Anzeige auf den Reglern der meisten Backöfen ist nicht mehr als ein Schätzeisen – es kann also durchaus sein, dass nach der ersten "Probe-Pulverung" noch nachgeregelt werden muss.

0206_pilker_02.jpg

Aufstreuen des Pulvers

Das Pulver wird mit Hilfe eines Teesiebes auf den Pilker aufgestreut. Das heißt, man greift einen Pilker mit der Gripzange an einer Öse, hält ihn über ein Blatt Zeitungspapier und streut mit dem Teesieb das Pulver rundum auf den Pilker.

Das Streuen geht am Besten indem man das Sieb über den Pilker hält und mit einem Finger leicht an das Teesieb klopft und den Pilker dabei einmal um die Längsachse dreht.

0206_pilker_03.jpg

Dabei landet natürlich nicht alles Pulver auf dem Pilker, eine ganze Menge rieselt am Pilker vorbei auf die Zeitungs-Unterlage und kann selbstverständlich wieder verwendet werden. (Wenn sich genügend auf dem Blatt Zeitungspapier angesammelt hat, einfach wieder zurück in die Dose)

Bei zwei- oder dreifarbigen Lackierungen bereitet man sich Unterlage und Sieb zwei- oder eben dreifach vor und bringt dann eine Farbe nach der anderen auf.

0206_pilker_04.jpg

Bei mehrfarbigen Lackierungen soll natürlich alles außer der "Grundfarbe" nur auf bestimmten Bereichen des Pilkers landen.

Dazu muss der Pilker beim Aufstreuen des Pulvers so positioniert werden, dass das Pulver auch nur da hinkommt, wo es hin soll.

Um wie auf dem Foto beispielsweise einen roten Rücken auf einen Pilker mit gelber Grundfarbe zu bekommen, halte ich den Pilker senkrecht bis leicht schräg.

0206_pilker_05.jpg

Damit das Pulver sauber auf dem Pilker aufschmilzt , darf der Pilker nicht zu stark auskühlen.

Man muss hier also zügig arbeiten, Grundvoraussetzung ist eine gute Vorbereitung des Arbeitsplatzes. Es sollte also immer alles griffbereit liegen und die Teesiebe mit Pulver gefüllt sein. Am besten und rationellsten geht es natürlich, wenn man zu zweit arbeitet – einer hantiert mit den Pilkern und der zweite Mann streut das Pulver auf.

Sinnvoll ist es auch, sich vor dem Arbeitsbeginn zu überlegen, welche Pilker welche Farben bekommen sollen. Ich sortiere die Teile immer nach Farbzusammenstellungen und arbeite immer eine Farbkombination in einem Rutsch durch. Es macht nur unnötig Arbeit, wenn man nach jedem Pilker die Farben in den Sieben austauscht.

Beim Aufstreuen des Pulvers merkt man auch sofort, ob die Temperatur des Pilkers passt.

Wenn das Pulver schnell aufschmilzt und eine glänzende Oberfläche bekommt, ist alles i.O.

Bei einer matten Oberfläche ist der Pilker zu kalt, fängt das Ganze zu rauchen an, ist es zu heiß.

Die Menge Pulver, die man auftragen muss, kann man leider nur durch Übung herausfinden.

Bringt man zu wenig Pulver auf, bekommt man Löcher oder eine körnige Oberfläche, ist es zuviel, verläuft die Farbe oder bildet Nasen (spätestens beim Tempern)

Am Anfang also am Besten nicht zu viele Teile auf einmal Beschichten (zumindest nicht solange man den "Dreh" heraus hat)

Nachdem alle gewünschten Farben aufgebracht sind, muss der Pilker noch soweit auskühlen, bis die geschmolzene Pulverfarbe fest wird. Dazu kann man natürlich den Pilker ein paar Minuten in der Gripzange halten, das wäre aber ziemlich umständlich und zeitraubend.

Ich hab mir dafür ein Stück Dachlatte mit einigen Haken aus dem Baumarkt bestückt, in die ich die Pilker zum Auskühlen einhänge. Die Latte lege ich dabei einfach über 2 Stuhllehnen.

(Danke an Kämml für den einfachen, aber genialen Trick)

0206_pilker_06.jpg

Tempern

Mit dem Auftragen der Farbe sind wir jetzt eigentlich schon fertig. Im jetzigem Zustand ist das aufgeschmolzene Pulver allerdings noch sehr spröde und würde leicht abplatzen.

Um dies zu verhindern, müssen die Teile noch einmal aufgeheizt, d.h. getempert werden.

Dazu kommen die Pilker noch mal in den Ofen und werden auf 190°C aufgeheizt. Da die Farbe dabei wieder weich wird, können wir die Pilker nicht einfach auf den Rost legen.

Daher setzte ich zum Tempern den Gitterrost auf die oberste Stufe des Backofens und hänge die Pilker mit Hilfe der S-förmig gebogenen Drahtstückchen im Gitterrost ein.

Die Pilker müssen solange im Ofen bleiben, bis die Pilker komplett durchgewärmt sind. Ich lasse sie ca. 15 Minuten im Ofen.

Nachdem die Teile anschließend abgekühlt sind, sind wir mit dem eigentlichen Pulverbeschichten fertig.

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Besondere Techniken und Effekte

Eigentlich ist die Beschichtung des Pilkers jetzt schon fertig – allerdings sieht das Teil noch etwas langweilig aus. Zur weiteren Verfeinerung kann man verschiedene Techniken einsetzen.

Augen

Unser Pilker soll ja einen kleinen Köderfisch imitieren, er sollte also zumindest Augen haben.

Am wenigsten Arbeitsaufwand und Kosten bereitet es, die Augen einfach aufzumalen.

Ich habe mir dazu einfach weiße und schwarze Lackfarbe besorgt und male in einen größeren weißen Punkt noch einen kleineren schwarzen Punkt auf.

Die aufgemalten Augen sind natürlich nicht so robust wie die Pulverlackierung darunter, d.h. nach längerem Einsatz platzt die Farbe der Augen ab.

Hier einmal das Ergebnis – Pilker gepulvert und Augen aufgemalt:

0206_pilker_08.jpg

Alternativ können auch die fertigen Augen zum Aufkleben aus dem Zubehörhandel zum Einsatz kommen. Leider sind diese relativ teuer und die Klebeschicht löst sich auch nach einer Weile ab.

Wenn man es absolut perfekt machen will, muss über die Augen noch eine Schutzschicht transparente Farbe drauf.

Extra für diesen Artikel habe ich es versucht, die aufgeklebten Augen mit transparenter Pulverfarbe zu beschichten. Dazu wird der Pilker nach dem Aufkleben der Augen noch einmal auf 200°C aufgeheizt und dann eine Schicht transparenter Pulverfarbe aufgebracht.

Durch die hohe Schichtstärke der Pulverfarbe sind die Augen dann sehr gut gegen Ablösen geschützt.

Das Ganze Verfahren ist aber relativ aufwendig, da die Pilker bei diesem zweiten Aufheizen nicht einfach auf den Rost gelegt werden können (Die bereits aufgebrachte "Grundlackierung" wird ja wieder weich) Die Pilker müssen also wie beim Tempern mit den S-förmigen Haken im Gitterrost eingehängt werden und können dann auch schlechter mit der Gripzange gegriffen werden. Ein Tempern zwischen Grundlackierung und Klarlack ist allerdings nicht notwendig, getempert wird immer nach der letzten Schicht Pulverfarbe.

Damit diese Methode zum Einsatz kommen kann, müssen die Augen natürlich die Hitze abkönnen – bringt ja nichts, wenn die aufgeklebten Augen beim Aufheizen schmelzen. Da die Temperaturbeständigkeit bei solchen "Pilker-Anbauteilen" nie angegeben ist, hilft nur ausprobieren (also erst mal ein Muster machen, bevor man einen Berg Pilker vorbereitet)

Bei meinen ersten Versuchen mit dieser Technik habe ich anscheinend ein wenig mit der Schichtstärke der transparenten Farbe übertrieben – sie blieb relativ trüb.

Hier aber trotzdem das Ergebnis:

0206_pilker_09.jpg
(war noch der beste)

Leuchtfarben

Speziell wenn es mit schweren Pilkern in Norwegen in die Tiefe gehen soll, kann etwas Licht nie schaden. Speziell hierfür gibt es auch leuchtende Pulverfarben. Diese speichern das Licht und geben es dann in der Tiefe wieder ab.

Diese Leuchtfarben werden genau so wie die normalen verarbeitet.

Der einzige Punkt, den man beachten muss, ist die Tatsache, dass Leuchtfarben weiß vorgrundiert werden müssen (die Leuchtfarben decken sonst nicht)

Grundierung und Leuchtfarbe können in einem Arbeitsdurchgang aufgebracht werden, die Leuchtfarbe kann also direkt nach auf die noch heiße Grundierung aufgestreut werden.

Die mit Hausmitteln aufgepulverte Leuchtfarbe sieht bei Tageslicht nicht so schön aus, wie bei käuflich erworbenen Teilen – es sieht teilweise recht fleckig und "schmutzig" aus – aber, wie schon mal erwähnt, die Fische hat es bislang nicht gestört ?

Im Zubehörhandel gibt es auch noch so genannte Leuchtpigmente. Wenn diese der Leuchtfarbe beigemischt werden, verstärkt sich der Leuchteffekt noch.

Hier ein Bild von einem Leuchtblei bei Tageslicht und im Dunklen.

0206_pilker_10.jpg
Für das Foto hab ich einen gekauften Jigkopf beschichtet, den hatte gerade zur Hand.

Glitzereffekte

Als zusätzlichen Lockeffekt für die Fische bietet es sich an, etwas Glitzereffekte an die Pilker zu bringen. Am einfachsten geht dies mit dem so genannten Glitter aus dem Zubehörhandel (z.B. Hakuma) Dabei handelt es sich um sehr kleine glitzernde Partikel. Diese werden einfach in die Pulverfarbe eingemischt und beim Beschichten mit aufgebracht. Ein Teil der Glitzerteile wird natürlich von der geschmolzenen Pulverfarbe überdeckt – es reicht aber.

So sieht das Ganze dann aus:

0206_pilker_11.jpg

Wenn man am Ende noch eine Schicht Klarlack aufbringen will, kann der Glitter natürlich auch dort eingemischt werden. Dann wird nichts von der Farbe verdeckt (entsprechend weniger Glitter beimischen)

Folien

Zum Verfeinern von Pilkern sind auch Klebefolien mit Schuppenmustern, Holografieeffekten und ähnlichem verfügbar. Diese Folien können, sofern sie die Temperaturen beim Pulverbeschichten aushalten (ausprobieren) auch in Kombination mit Pulverfarben verwendet werden.

Die Arbeitsschritte für das Beispiel im nächsten Foto waren:

-Pilker pulverbeschichten (Bauch leuchtfarben, Kehle rot, Flanken silber) auskühlen lassen
-Folien zuschneiden und seitlich aufkleben
-Pilker nochmals vorwärmen und auf dem Rücken blaue Farbe aufbringen
-Augen aufkleben, transparente Farbe pulvern

0206_pilker_12.jpg

Auch diese Methode habe ich erstmals für diesen Artikel getestet.

Wie man auf dem Foto sieht, hat die Folie die nötigen Temperaturen nicht recht ausgehalten.

Sie ist stark geschrumpft und hat Blasen geworfen. Falls jemand mal Folie findet, die die Temperaturen aushält ...

Muster

Wer unbedingt Muster auf seinen Pilker bringen will, kann dies mit Hilfe von Schablonen verwirklichen. Dazu schneidet man das gewünschte Muster in ein Stück Karton oder dickeres Papier und hält diese Schablone beim Aufstreuen des Farbpulvers relativ knapp über den Pilker. Diese Technik funktioniert aber nur, wenn man einen 2. Mann hat – schließlich braucht man 3 Hände – Pilker halten, Schablone drüber halten, Pulver aufstreuen.

Es lassen sich zwar nur relativ grobe Muster, z.B. Streifen oder Punkte realisieren, aber immerhin.

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Tauchen

Sollen kleine Teile, wie Jigköpfe, kleine Bleie oder Pilker nur einfarbig lackiert werden, kann der Aufwand mit dem Aufstreuen per Sieb eingespart werden.

Es reicht dann, das aufgeheizte Teil kurz in die Dose mit dem Pulver einzutauchen.

Die Schichtstärke der Pulverlackierung wird dabei durch die Zeitdauer des Eintauchens festgelegt. Das Pulver sollte nur vor dem Eintauchen umgerührt werden, damit es schon locker in der Dose liegt.

Hier ein Beispiel eines Jigkopfes mit Leuchtfarbe

(wird erst kurz in weiß, dann in Leuchtfarbe getaucht)

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Mischtechnik – Pulver und Lack

Nachteile des Pulverbeschichten sind eindeutig die im Vergleich zu Airbrush unsauberen Übergänge zwischen 2 Farben; die Tatsache, dass feine Muster nicht oder nur schwer realisiert werden können sowie der Umstand, dass hohe Temperaturen für die Verarbeitung nötig sind (siehe Probleme mit aufgeklebten Folien)

Legt Ihr auf diese Punkte Wert, könnt Ihr auch die Pulverbeschichtung nur als Grundierung auftragen. Die Pulvergrundierung bietet die sehr gute Haftung auf dem Blei-Untergrund.

Auf die Pulvergrundierung können dann Lackfarben mit einer Airbrush aufgetragen werden.

Die Haftung der Lackfarben auf dem Pulver ist nach meiner Erfahrung zwar nicht so gut wie die des Pulvers selbst, allerdings deutlich besser als eine Lackierung direkt auf das Blei.

Für das Abdecken von aufgeklebten Teilen wie Folien oder Augen bietet es sich auch an, den fertigen Pilker in Lack zu tauchen.

Prinzipiell muss man aber bei solchen Misch-Verfahren aufpassen, ob sich die unterschiedlichen Chemikalien auch vertragen. Es könnte sein, dass die am Schluss aufgetragene Lackschicht die darunter liegende Schicht Pulverfarbe angreift und diese Blasen wirft. Also erst einmal an einer kleinen Menge die Verträglichkeit testen

Tips:

Hier noch ein paar Tips am Rande, die mir während des Schreibens eingefallen sind:

-Um eine optimale Haftung der Farbe sicherzustellen, müssen die Pilker sauber und fettfrei sein. Daher vor Arbeitsbeginn reinigen. Ich wische sie immer mit einem mit Verdünnung getränktem Tuch ab.
-Wenn ihr die Temperatur des Ofens nachregeln müsst, macht es in kleinen Schritten. Es passiert schnell, dass es zu heiß wird. Wenn dann auch noch die Bleilegierung einen hohen Zinnanteil (und damit einen niedrigen Schmelzpunkt) hat, wird das Blei des Pilkers teigig und er plumpst in Teilen durch den Gitterrost (nicht lachen, ist mir schon passiert)
-Nach dem Tempern hat man oft Farbe auch auf den Ösen des Pilkers. Wenn die Farbe beim Tempern verlaufen ist, kann das auch relativ dick sein. In diesen Fällen die Farbe an den Ösen mit einem kleinem Seitenschneider vorsichtig abknipsen.
-Wenn Ihr Glitter in die Pulverfarbe mischt – vorsichtig dosieren, das Zeug ist sehr ergiebig. Lieber erst einmal ein Muster beschichten und dann ggf. nachdosieren. Wenn es zu viel wird und übertrieben wirkt bekommt man den Glitter nicht mehr aus dem Pulver raus.
-Als Alternative zum Glitter aus dem Angel-Bastel-Zubehör kann man sich auch mal in normalen Bastelläden nach Alternativen umsehen, da gibt es teilweise auch interessante Sachen. (das Zeug muss ja nur durch das Teesieb durchgehen)
-Macht das Ganze in einer windstillen Ecke – ansonsten verweht es Euch nur die Pulverfarbe

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Nun aber viel Spaß beim Pilker bauen.

Euer



Robert




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