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Gummi in der Ostsee

Ob vom Kutter, Belly - Boat, vom eigenen oder vom Mietboot: Auf der Ostsee ist zuerst einmal der Pilker Trumpf. Wenn Gummi, dann meist Twister als Beifänger eingesetzt.

Immer Pilker?

Oft wird zu wenig experimentiert: Ein paar Dorsche fängt man immer mit den bewährten Pilkern, daher bleibt man dabei. Obwohl man in vielen Situationen sicher mit anderen Ködern und Methoden vielleicht erfoglreicher sein könnte. Selbst die hartgesottenen Pilkerangler auf der Ostsee sind schon dahintergekommen, daß man mit Twistern am hakenlosen Pilker, vielleicht noch einer als "Nachläufer" am Pilker montiert, gute Erfolge haben kann.

Warum sich diese Angler die Mühe machen und komplizierte Vorfächer knoten, die sich zudem schlecht werfen lassen anstatt gleich schwere Jigköpfe mit den entsprechenden Weichplastikködern zu benutzen weiß ich nicht. Daß diese Art zu angeln sehr erfolgreich sein kann, weiß ich sehr wohl.

Immer am Grund lang

Dorsche ernähren sich ja nicht nur von Fischen, wie sie von Pilkern imitiert werden. Krebse, Muscheln und Würmer stehen gerade in den flacheren Bereichen bei den Dorschen auf dem Speiseplan. Wenn die Dorsche nicht aktiv rauben, schlägt die Stunde der Gummiangler. Da dies meist in geringeren Tiefen zwischen 3 und 10m der Fall ist, genügen normalerweise Jigköpfe in Gewichten zwischen 10und 50 Gramm. Beködern kann man die sowohl mit Shads wie mit Twistern, auch Dopelschwänze sind da sehr zu empfehlen. Wichtig ist, daß man von der beim Pilken üblichen Pilken üblichen Führung wegkommt.


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Immer mit der Ruhe

Denn kein Wurm, keine Muschel oder Schnecke wird in mehr oder weniger großen Sprüngen über den Meeresgrund hüpfen. Also muß die Führung angepaßt werden. Auf der Andriftseite den Jig so weit wie möglich auswerfen und absinken lassen. Sobald er auf dem Grund angekommen ist, die Schnur straffen und mit nach unten gerichteter Rutenspitze den Köder Richtung Boot ziehen. Dann mit nach vorne gehen der Rutenspitze wieder Schnur aufkurbeln. Dabei muß man darauf achten, daß die Schnur immer gespannt ist. Denn die Bisse sind im Gegensatz zum Pilken hier sehr sanft. Oft denkt man, daß nur etwas kurz die Schnur berührt hat und nicht an einen Biß. Wer jetzt nicht anschlägt, hat einen Dorsch weniger in der Kiste.

In der Abdrift nehme ich einfach etwas schwerere Jigköpfe und lasse sie am Boot hinab. Nun braucht man die Rute nur noch ruhig in der Hand zu halten. Die Strömung besorgt das Köderspiel, und gerade daß der Köder keine großen Sprünge vollführt, scheint auf die im Flachwasser fressenden Dorsche eine große Anziehung aus zu üben.

Immer Gummi?

Das heißt jetzt aber nicht, daß man seine Pilker einmotten sollte!!! Der erfolgreiche Angler wird beides zur Hand haben: Pilker und Jigs! So kann man je nach Revier, flach oder tief, und je nach Laune der Dorsche, die jeweils beste Methode wählen. Denn wenn die Fische am rauben sind, nützt die oben beschriebene Methode natürlich weniger. Es kommt also wie immer beim Angeln nicht nur auf den Köder an, sondern darauf, daß sich der Angler auf die jeweilige Gewässersituation einstellen kann.

Immer erfolgreich??

Wer oben geschriebenes beherzigt wird auch nicht imemr erfolgreich sein, da viele Faktoren den Fangerfolg bestimmen.

Aber immer öfter!!



Thomas Finkbeiner

Anglerboard-Magazin 2003


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