Und hat er alles eingepackt, kommt Proviantbeschaffung dran, weil man sich auf das Anglerglück, nicht immer so verlassen kann. Die dicken, langen Unterhosen, noch vorsorglich bereit gelegt. Weil an den Flüssen, früh am Morgen, der Rauhreif in den Wiesen steht.
Damit nun nichts mehr schiefgeh'n kann, wird noch die Uhr auf vier gestellt. Die Ehefrau bekommt den Auftrag: "Du weckst mich wenn der Wecker schellt!"
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Endlich am Treffpunkt angekommen, da wartet schon die ganze Meute. Vor Müdigkeit ganz kleine Augen, und große Eimer für die Beute. Nach kurzer Strategiebesprechung, wird nach den Plätzen ausgeschaut. Bevor's dann losgeht, wird noch schnell das Basislager aufgebaut.
Thermosflaschen, Regenschirme, ein Iglu-Zelt ist auch dabei. Und auf einem Campingkocher da brutzelt schon das Frühstücksei.
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Dann endlich sitzen sie am Wasser. Die eine Angel fest im Griff, die zweite steckt im Rutenhalter, damit die Fangchance größer ist. So sitzen sie bewegungslos. Trotz Hexenschuß und Ischias! Die Kälte frißt sich langsam durch, doch Angler ignorieren das. Denn Angeln soll ja so gesund sein, das wissen sie schon ziemlich lange. Und Montag's an der Fango-Wanne, steh'n alle wieder in der Schlange.
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So sitzen sie bei jedem Wetter, in Reih' und Glied am Fluß entlang. Und nur die Stille unterscheidet, sie von den Hühnern auf der Stang'. An einem Tag, es war sehr luftig,
und Regenwolken zogen auf. Ein Windstoß riß den Angelschirm mit Schwung aus seinem Halter raus. Und als der Schirm im Wasser trieb, wollte ein Angelfreund beherzt,
noch retten was zu retten blieb. Doch er hat sich wohl verschätzt. Grad als er danach greifen wollte, warf ihn ein starker Windstoß um. Er fiel Kopfüber in die Fluten, die andern standen drum herum. Der Retter hat auch nicht geahnt, wie tief das Wasser wirklich war.
So fing er gleich zu schwimmen an, in heller Panik, ist ja klar. Er kämpfte um das nackte Leben, die andern feuerten ihn an. Er ruderte und schluckte Wasser, war fast schon am ertrinken dann. Bis schließlich einer Mitleid hatte, legt die Angel weg und rief:
"Hör' auf zu paddeln, stell dich hin, das Wasser ist doch nur knietief."
In warme Decken eingewickelt, so wurde er nach Haus' gebracht. Hat sich dann nicht mehr blicken lassen. Wer wird schon gerne ausgelacht!
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Ich hatte mich auch mal gemeldet, zur Angelprüfung, ganz geheim. Bin schon im Vorfeld ausgeschieden, meine Arme wären etwas klein. Der Prüfer sagte mir es käme,
auf die Spannweite d'rauf an. "Wie willst du so zwölf Bierflaschen tragen, und wie beschreibst du deinen Fang?" Doch einmal hab' ich auch geangelt, und dabei alles falsch gemacht. Hab' mich geekelt vor den Maden! Den Haken nicht ins Lot gebracht.
Ein schlapper Wurm, die falsche Technik, die Schnur verfing sich im Gebüsch.
Jedoch der größte Fehler war: Ich fing dann trotzdem einen Fisch! Wenn ich jetzt übertrieben habe, dann sage ich euch auch warum: Sonst hätt' sich vieles nicht gereimt.
Drum nehmt es mir nicht allzu krumm. Ein Angler der die Ruhe liebt, ist auch im Leben sehr besonnen. Ist meistens friedlich und verträglich, mit ihm wird man schwer Streit bekommen.
Für Artenschutz in den Gewässern, setzt sich der echte Angler ein. Natürlich gibt's auch schwarze Schafe, das wird auch überall so sein. Ich bin mit dem Latein am Ende, das bei den Anglern wohlbekannt. Vieles ist wahr, manches erfunden, und Namen wurden nicht genannt.
Für zufällige Ähnlichkeiten, bei Geschichten und Personen, wird im Interesse von dem Autor, auch keine Haftung übernommen.
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