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Mein erster Norwegenurlaub
So, ich hatte vom 31.10.04 – 06.011.04 meine Norwegenpremiere am Flekkefjord in Südnorwegen. Ich musste das Erlebte erst mal ein paar Tage ruhen lassen, bis ich mich heute an den Bericht gemacht habe..
Wir waren eine Gruppe von neun Mann, von denen ich fast alle vorher nur flüchtig gekannt habe. Vor der Buchung habe ich angefragt, ob angeln oder saufen im Vordergrund der Reise steht. Geplantes Motto: „Morgens raus zum angeln und abends ein paar Bier“. damit kann ich gut leben, dachte ich..
Am 30. sind wir gegen 16.00 Uhr von Cuxhaven aufgebrochen. Mit 14 Kisten Bier und unbekannter Menge Schnaps. Am ersten Rastplatz nach der dänischen Grenze waren die ersten zwei Mitfahrer so besoffen, dass sie sich eben noch auf den Beinen halten konnten. Nach etlichen Pinkelpausen sind wir dann gegen 23.00 Uhr an der Fähre in Hanstholm angekommen. Dort standen etwa 60 Pkw unterschiedlichster Herkunft. Die Besoffenen raus aus dem Auto, Bier am hals, Rumgegröle, über den Platz getorkelt, etc.. toll! Macht echt nen guten Eindruck. Die blöden Deutschen halt, so nährt man vorurteile.
Auf der Fähre hab ich mich auf Ohr gehauen. was der Grossteil der anderen in den 5 Stunden der Überfahrt gemacht hat, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen.
Kristiansand gegen 06.00 Uhr, zwei Stunden Fahrt bis Flekkefjord. Dort haben wir zwei unserer Boote übernommen, beladen und sind zu unserer Insel rübergefahren.
Da war ich also am Ziel und hatte nur angeln im Kopf. Leider nur ich… gemütlich auspacken und Saufen war angesagt
31.10.04
Am frühen Nachmittag sind wir dann doch noch aufs Wasser raus. Hier und da rumgeschippert, ein maßiger Köhler war meine bescheidene Beute. Hatte ich vorher noch nie gefangen, also ein kleiner Erfolg. Das Abendprogramm meiner meisten „Mitangler“, saufen und Blödsinn labern
01.11.04
Als die Sonne am Himmel stand sind wir mit dem einen Dieselboot raus. Ich hatte 1 Köhler, 3 Lengs ( einen von 63cm auf Naturköder) , 1 Makrele und 1 kleinen roten Knurrhahn. Für meinen Geschmack sind wir wieder zu spät raus und zu früh wieder rein gefahren.
02.11.04
In den viel zu kurzen 5 Stunden Angelzeit, die wir heute auf dem Wasser verbrachten, konnte ich 1 Köhler, 2 Lengs, 7 Makrelen, 1 Knurrhahn und 2 Wittlinge fangen. Ich hatte eigentlich vor mal längere Strecken mit Naturködern abzufischen, kaum war ich mal 5 Minuten am Grund, musste es wieder ne neue Stelle sein. Oder zwischendurch noch schnell eine Langleine austüdeln, bestücken, versenken und nach einer stunde wieder holen ( nix dran); hatte ich mir alles anders vorgestellt
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03.11.04
Nachdem die anderen denn morgens die ausgelegten Netze mit den vertüdelten Taschenkrebsen und den verreckten mini Köhlern mit dem Boot wiedergeholt und entwirrt hatten, war es dann zehn Uhr als wir endlich zum angeln kamen. Auf zu den Lachsfarmen und 2 Köhler, 2 mini Rotbarsche, 3 Pollaks und 20 Makrelen gefangen.
04.11.04
An diesem Tag war der Wind fast komplett eingeschlafen und wir sind zu zweit gegen halb acht mit einem kleinen Boot mit 9,9ps AB raus. Am 5. Tag bin ich dann endlich mal entspannt zum Natuköderangeln gekommen und hatte meinen Spaß!! 1 guten Köhler, 1 guten Schellfisch, 2 Makrelen und 4 maßige Leng bis 78 cm. Kurios war hier: Irgendwas Schweres hing an meiner Montage und hat aber kein Lebenszeichen von sich gegeben. Beim hochkurbeln aus ca. 90 Metern ein Schlag in der Rute und verhaltene Gegenwehr. Ergebnis war der Köhler am oberen Fluo Oktopuss und ein Taschenkrebs, welcher sich mit einer schere am Wirbel festhielt sich mit der anderen, noch im boot, das Makrelenfilet ins maul stopfte.
05.11.04
Diesmal ging es mit dem kleinen Boot und gleicher Besatzung noch im Dunkeln los. Die Fluo Oktopusse mit der Kopflampe scharfgemacht und ein stück Makrele dran: auf 85 Meter biss, Leng von 87 cm!! Super! Danach noch ein heftiger Angriff eines 59 cm Pollaks auf meinen Köder, danach ging erst mal nichts mehr. An der Lachsfarm konnte ich dann noch 1 Pollak, 4 Köhler und einen Lippfisch fangen.
06.11.04
Letzter Tag. Da wir nachmittags noch packen mussten haben wir gegen 13.00 Uhr eingepackt. Bis dahin konnte ich noch 13 Köhler, 2 Pollaks 1 Leng und den einzigen (mini)Dorsch meiner Angelwoche fangen.
FAZIT
Schöne Landschaft, 14 Fischarten gefangen, viele das erste mal. OK! Das nächste mal Norwegen kommt bestimmt, aber in einer kleineren Gruppe. Mit Menschen die sich benehmen können und die motiviert zum Angeln gehen. Denen es wichtig ist schnell aufs Wasser zu kommen um den ganzen Tag zu angeln und sich entsprechend vorbereitet haben. Mit richtigen Anglern halt….
Anbei noch ein paar Sachen, Sprüche etc.:
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Warum ziehst du eine Schwimmweste an, hast du Angst? | |
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Müll wird über Bord geworfen, das Meer ist ja groß | |
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Warum hast du denn deine Bremse eingestellt, mach ich nie und hab noch jeden fisch gefangen | |
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für die Rute, was willst denn damit | |
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Was schleppst du denn alles mit, wozu das ganze Blei | |
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Untermaßige Fische mitnehmen | |
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Promille, „ jetzt saufen wir noch einen und dann los zum angeln“ ( gesagt und getan ) | |
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Echolot, brauchen wir nicht, haben auch ohne immer gut gefangen | |
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Seekarte mitnehmen ( lag im Haus ) wozu | |
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(dies ist (leider) keine abschließende Aufzählung) | |
Robert Hesch
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