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Langeland 22.10. – 29.10.2005 - Gummifischspaß in Oesterskov

Nach langem hin und her haben mein langjähriger Angelkumpane Uwe und ich einen Termin gefunden an dem wir mal wieder eine Woche zusammen Fischen können.

Da wir den Wetterbericht am Vortage verfolgten und Starkwind angesagt war, schliefen wir ein wenig länger, und fuhren um 10.30 h in HH ab – Ankunft in Oesterskov 2000 am Sonnabend, am frühen Nachmittag. An ein Rausfahren mit dem Boot wollten wir an diesem Tag nicht mehr denken und wir bereiteten unser Gerät für den nächsten Tag vor. Stefan wollte mit uns im flachen Wasser vom Boot aus angeln, mit Gummifischen!

Am Sonntag gegen 13.00 Uhr knallten wir mit drei Mann in dem Dingi, mit unseren Spinnruten bis 50 und 60 Gramm Wurfgewicht bewaffnet, Richtung Norden. Mit den gängigen Größen und Farben der Gufis und Jigs haben wir uns noch kurz in Stefans Shop eingedeckt. Der erste Stop war aber nicht zufriedenstellend und so ging es mit AK wieder Richtung Süden. Wir fischten in 5 bis 8 Meter Wassertiefe unter Land. Die Jigköpfe hatten ein Gewicht von 18-20 Gramm. Es bissen sofort schöne Dorsche und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte auch ich den Bogen raus. Die Dorsche lieferten schöne Drills im Flachen an den Spinnruten.

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Die Fische waren auf Taschenkrabbenjagd und die Gufis und Jigs passten richtig geführt hundertprozentig in das Beuteschema.

 
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Ein kleiner Kutter näherte sich bis auf 200 Meter und wir waren uns nicht sicher ob es ein Angelkutter oder ein Fischer war. Nach einem Knall und dem Streuen der Schrotladung auf dem Wasser war uns klar, dass die Männer dort keine Dorsche schießen. Die geschossene Ente wurde mit dem Kescher an Bord geholt. Der Lärm der Schüsse der Jagd auf Zugvögel und Fasane sollte und noch die ganze Woche begleiten.

Wir strahlten über beide Ohren bei den herrlichen Drills bis ca .17.00 Uhr. Wir beendeten das Fischen mit einer sagenhaften Strecke mit Dorschen von über 50 cm.

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Keiner von den Großen aber immerhin beim aktiven Angeln Zeit für ein Bild gefunden.

Das Filetieren und Versorgen der herrlichen Fische dauerte noch ein wenig länger und wir waren uns einig, einen mehr als fabelhaften Tag erlebt zu haben. Nochmals Danke an Stefan, der uns nicht nur mit Rat zur Seite stand, sondern auch mit Tat.

Am Montag nach dem Frühstück noch Seeringelwürmer besorgt und raus Richtung Norden, ein paar Platten ärgern. Wir fischten in Tiefen von 10-4 Metern und konnten bei landiger Drift nur untermaßige Platten und ein paar kleinere Dorsche überlisten. Ein 80er Dorsch ging mir durch den Bruch der Mundschnur an der Oberfläche verloren. Der Wind drehte auf Ost und es war schlagartig vorbei mit Fisch. Wir fuhren Richtung Heimat da sich eine Welle aufbaute. Gegen Mittag waren wir wieder ohne Fisch im Apartment.

Wir brannten noch auf Fisch und wir fuhren mit dem PKW auf die Ostseite der Insel Langeland, um unser Glück auf Meerforelle, bis in die Dämmerung hinein, zu versuchen. Leider stand auch dort eine starke Welle und das Wasser war stark angetrübt. Ich hatte auf Wobbler keinen Kontakt, Uwe auf Spiro mit Fliege einen, den er aber nicht verwerten konnte. In langsamer Fahrt ging in der Dunkelheit mit dem Kombi Richtung Oesterskov. Die Rehe die mir fast vor das Auto liefen konnten mich nicht überraschen, ich hatte mit Wildwechsel gerechnet.

Dienstag mussten wir bis Mittag warten, bis sich der Ostwind und die Dünung gelegt hatten. Mit unseren Spinnruten und Gufis / Jigs bewaffnet ging es mit dem Dingi wieder Richtung Süden des Belts. Das Fischen gestaltete sich durch die Trübung im flachen Wasser schwierig, aber wir konnten, wenn zwar auch kleinere als am Sonntag, eine Strecke von über 20 Fischen fangen. Wir angelten teilweise in Brandungsrutenreichweite. Die anwesenden Brandungsangler fingen nichts und mussten uns auf dem Boot bei den Drills zugucken. So läuft es manchmal. Das Fischen mit den 18 Gramm Köpfen und Jigs in dem 3-9 Meter tiefen Wasser machte uns wieder richtig Spaß. Auf kleine Pilker waren keine Bisse zu bekommen. Die Jigs waren bei dem Strom besser zu führen als die Gummifische, so zogen wir die großen Jigs den Gufis vor. Die Dorsche waren wieder mit Taschenkrabben gefüllt, so das sogar noch lebendige Krabben von den Fischen ausgespuckt wurden.

Mittwoch Starkwind später Sturm – für uns kein Angeln möglich.

Donnerstag ein letztes Mal mit dem Boot raus, für Freitag war Starkwind aus Ost angesagt. Wir wieder mit dem Boot in südlicher Richtung, südlicher Wind. Mit Gummifischen / Jigs lief es nicht doll, wir konnten aber ein paar kleinere Dorsche überlisten, die aber alle wieder zurück in ihr Element durften. Die Drift läuft parallel zur Küste, also keine Möglichkeit sich über die Tiefenlinien treiben zu lassen. Jetzt ist Suchen angesagt. Mit Stops bis zum Fahrwasser verholt und alles versucht. Auf Pilker und Beifänger bissen im Tiefen 5 untermassige Dorsche. Das war für die Katz. Wat nu? Jetzt wieder ins Flache aber schnell. Noch etwas südlicher, als unsere letzte Drift im Flachen, fuhr ich fast bis auf den Strand. Gufis und Jigs mit 18 Gramm Köpfen wieder ran und Richtung Strand geworfen. Geschätzte Tiefe 1,50 Meter. Biss! Ein schöner Dorsch ging an dem leichten Gerät richtig zur Sache. Uwe hatte einen noch besseren am Haken. Die Fische setzten mehrmals zu Fluchten an und selbst am Boot tauchten sie immer wieder ab. Es war eine wahre Freude in Uwes grinsendes Gesicht zu gucken. Wir hatten Sie gefunden. Die Dorsche spuckten sofort lebende Dwaslöper aus. Der Wind drehte auf S-O und die Fische gingen auf Nahrungssuche. Wir konnten im flachen Wasser so wie auch in 3-5 Meter tiefen Wasser 31 gute Dorsche überlisten die einen wahren Kampf an den Spinnruten lieferten.

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Die langsam am Boden gezupften Gufis / Jigs brachten den erhofften Erfolg.

 
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Leider schliefen der Wind und Strom ganz ein und der angenehme Spuk war vorbei. Wir brachen ab und waren uns einig, wieder einen fabelhaften, unseren letzten Tag, mit dem Boot erlebt zu haben.

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Hier Uwes "nicht Szene-Eimer"

Freitag, wie von Stefan prophezeit, Starkwind aus Ost und sehr starke Brandung. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für das Watangeln auf Meerforelle hat es uns bis in den Norden der Insel getrieben. Dort war bis auf einen kleinen Korridor alles mit Netzen zugestellt. Nach zwei Stunden stellte mir ein Kleinfischer diesen Korridor auch noch mit Netzen zu. Tolle Ecke zum Watangeln wenn die Netze nicht wären.

Fazit, ein Toller Urlaub mit vielen Drills und viel Fisch, wenn auch kein Silber. Gufis und Jigs in den gängigen Größen und Farben gibt es in der Gummitanke.

Ich komme wieder, evtl. noch dieses Jahr.



Gruß

Hardi




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