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Ein gelungener Tag auf der Ostsee
Auch Dank des Anglerboards
oder
2 Freunde auf See
Endlich war es wieder so weit, ich und einer meiner besten Kumpels wollten wieder mal zusammen etwas unternehmen. Da mein Kumpel zwar Angler ist, aber aus beruflichen Gründen kaum zum Angeln kommt, nutzen wir diese Treffen sehr gerne zum gemeinsamen Fischen. Die Planung lag diesmal bei mir. Zitat meines Kumpels: "Du angelst sowieso andauernd und wenn du mal nichts weißt gibt es doch noch dein Internet Angelding".
Da hat man die Verantwortung für einen der zwei Angeltage im Jahr und zerbricht sich den Kopf, soll ja auch ne Klasse Sache werden. O.K., Herausforderung angenommen und beschlossen, dass es auf die Ostsee gehen soll. Nun war ich zwar schon einige Male auf der Ostsee, aber meistens als Leichtmatrose und nicht als Kapitän, aber was soll’s, das Ding werden wir schon schaukeln.
In den Tagen vor der Tour schwirrten mir ohne Unterbrechung folgende Dinge im Kopf umher: Wo kann es hingehen? Welcher Fisch soll Zielfisch Nr. 1 sein? Bei welchen Windverhältnissen welcher Abschnitt? Wo kann man gut slippen? Und hier kommt dann das Internet Angelding ins Spiel. Alle Antworten auf meine Fragen hab ich letztendlich übers Anglerboard bekommen, manches aus Beiträgen, doch vieles per PN von mir zum Teil persönlich unbekannten Bordies. Euch allen, ob "bekannt" oder "unbekannt" vielen Dank, denn dies alles ist noch lange nicht für jeden selbstverständlich.
So nun aber zur eigentlichen Tour.
Ich entschied mich hauptsächlich aufgrund der Windverhältnisse für eine Stelle wo man eigentlich alles Querbeet (Platte, Mefo, Dorsch) fangen kann. Aber sicher war ich mir nicht wirklich, geht das wirklich bei dem Wind? Ist die Slippe wirklich gut? Und zu guter letzt beißen die Fische? Egal am Vorabend das Boot und alles was dazu gehört für die große Tour vorbereitet und vor Vorfreude (oder war es die Angst alles richtig machen zu müssen) kaum in den Schlaf gekommen, schaffte ich es trotz 4 Std. schlaf morgens pünktlich um 6.30 am verabredeten Treffpunkt zu sein. Also ab auf die Piste Richtung Ostsee ,kurzer Zwischenstopp auf der Strecke und Wattwürmer außerhalb der Geschäftszeiten bei einem Händler privat geholt (auch dies ein Tipp eines Bordies) er war zwar nicht da, aber Würmer lagen wie am Vortag telefonisch besprochen vor der Tür für uns bereit- das Geld einfach in den Briefkasten geschmissen und gut ist (das es so was heut noch gibt, toll). Nun aber ab an die Ostsee. Um ca. 8.15 waren wir am Ziel, nun kurz den Schlüssel für die Slippanlage geholt und ab ans Wasser. Wetter, Windrichtung und Slippanlage perfekt, also alles Gedöns ins Boot. Während wir alles einluden kam ein "Einheimischer" Opa vorbei und fragte na worauf wollt ihr denn los. Eigentlich egal Platte, Dorsch Hauptsache irgendwie Fisch. Auf unsere Frage was denn so zurzeit läuft sagte er nur: "Irgendwas beißt immer", tja durch diese sehr präzise Antwort jetzt erst recht hochmotiviert machten wir ernst, Boot ins Wasser und ab dafür.
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Wir entschieden uns erst mal ein wenig zu schleppen um den Fisch zu suchen, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt war. Nach dem Geschleppe verlagerten wir uns auf das angeln mit Wattwürmern. Um es vorweg zu nehmen war dies heute die beste Wahl, bis auf ein, zwei Ausnahmen aber dazu gleich mehr. Kaum zu glauben wie schnell es dann manchmal geht, kaum 3 min die Wattwürmer über Bord, kamen die ersten Platten an Bord (Gott sei Dank dachte ich wenigstens schon mal kein Schneider, der Druck der Verantwortung lies etwas nach).
Nach einer schönen Drift mit einigen Platten und nun auch Dorschen entschieden wir uns dieselbe Drift von vorn zu beginnen.
Man, wie weit man doch abdriftet ohne dies richtig mitzubekommen (in dem Moment war ich froh ein GPS zu haben) der Rückweg zum Ausgangspunkt dauerte etwas über 30min.
Also die Drift erneut gestartet, ich entschied mich nun doch mit einer meiner beiden Ruten aktiv zu fischen, als erstes fiel die Wahl auf einen Weiß/Blauen Gufi der auch gleich kurz über Grund einen schönen Dorsch zu Tage brachte, aber wie so oft war`s das dann auch auf diesen Köder. Also einen Pilker Silber/Blau montiert und auch hier kam ein Dorsch zum Vorschein, aber eben wieder nur dieser eine auf Pilker erneuter Köderwechsel und dies war dann die richtige Wahl.
Nein, nicht das der Snaps Draget in Blau/Weiß unmengen von Fisch brachte, aber lest selbst. Also den Snaps ordentlich rausgefeuert (jeder der die Dinger kennt weiß wie weit 30gr fliegen können) einmal kurz auf den Grund sacken lassen und dann relativ langsam mit gelegentlich kurzen rucken eingeholt, ungefähr Pi mal Auge 40 Meter vom Boot auf einmal ein heftiger Schlag in der Rute und sofort starker Widerstand .Oh der scheint besser zu sein, schnell Bremse nachgestellt und ran ans pumpen .Der Fisch lieferte einen wirklich harten Drill in dem er mir mehrmals richtig Schnur abnahm (die geschätzten 40 Meter kamen mir mittlerweile wie 400 m vor) und sich zum Schluss hin unter dem Boot immer wieder Richtung Grund festsetzte. Die Rutenspitze musste öfter den Weg ins feuchte nass gehen um dem Fisch nachzugeben, aber dann endlich ließen die Kräfte dieses tollen Fisches nach und er zeigte sich um dann sicher gelandet zu werden. Boah, was für ein Brocken, Dorsch 84 cm (mein bisher größter Ostseefisch)!
Jetzt war der Tag endgültig gerettet und auch meinen Kollegen gelang es noch den ein oder anderen schönen Dorsch sowie einige Platten zu verhaften, wobei eine Platte ganz besonders erwähnt sei. Als mein Kumpel wieder einen Biss auf Wattwurm hatte und zu drillen begann sagte er gleich : "Ist ein kleiner Dorsch oder ne kleine Platte", tja aber als der Fisch praktisch schon am Boot war knallte ihm fast die Rute aus der Hand so gab der Fisch auf einmal Gas die Rute schlug am Bootsrand auf und im Gesicht meines Freundes sah ich einen Moment etwas wie Panik aufblitzen in der Angst, dass die Rute dem Druck nicht standhalten würde. Er reagierte jedoch schnell und stellte die Bremse ein wenig nach ,so dass der Fisch nun Schnur nehmen konnte. Nach 2-3 kurzen heftigen Fluchten konnte er dann eine wirklich sehr schöne Platte von ca. 50 cm landen (selten eine Platte so kämpfen gesehen). Nun war der Tag endgültig perfekt und da heute das gemeinsame Fischen im Vordergrund stand und nicht die Menge, durfte so mancher Fisch der nicht unserem persönlichen Mindestmaß entsprach wieder in sein Element zurück.
Den entnommen Fang, entschied ich als Kapitän, durfte mein Kumpel komplett für sich mitnehmen, denn ich war auch so mehr als glücklich. Endlich wieder mal mit meinem Kumpel los, dann das Glück zu haben das Wind, Wetter und Fische mitspielen "Herz was willst du mehr?"
Ein toller Tag auch dank des Internet Angeldingens und seiner Bordies, hier noch mal Dank an euch.
Gruß und Petri Heil
Patrick (Der Glücklose)
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