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Erfolgreicher Welsansitz - Es müssen nicht immer Zentnerfische sein.
Kleine Vorbemerkung von mir zu Robs Artikel:
Es freut mich besonders, dass man in diesem Artikel die Freude am Angeln selber, am erarbeiten des Fisches erkennt, die unabhängig von Rekordgrössen ist. An dem Bericht von Rob sieht man wieder einmal klar, dass der Erfolg beim Angeln der Spass dabei ist und nicht einen Rekordfisch gefangen zu haben. Herzlichen Glückwunsch auch von mir zu Deinem Wels Rob
Thomas Finkbeiner
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Nach insgesamt 2 Wochenenden, also 5 Nächten und 6 Tagen hat es endlich Krach gemacht und ich hab einen schönen Wels aus der Donau fangen können.
War mit Werner (Posengucker ) gemeinsam unterwegs. In dieser Zeit hatten wir 2 heftige Bisse auf die Boje, die wir leider nicht verwerten konnten. Einige kleinere Welse haben wir auf Wurm in einer Rinne direkt vor uns gefangen.
Die Stelle ist allgemein als Welsspot bekannt. Hier mündet die Krems in den Donaualtarm und hat am Boden tiefe Rinnen und Löcher ausgespühlt, die bis zu 13 Meter tief liegen.Die Rinnen bilden auf Grund einer Kehrströmung einen überdimensionalen Kreis am Gewässergrund.Wobei die tiefsten Stellen auf der gegenüberliegenden Seite von uns liegen. Leider ist dort das Nachtangeln verboten,deswegen mussten wir eine Möglichkeit finden unsere Köder auf diese Entfernung,die um die 300 Meter war,genau am Spot zu präsentieren.Eine normale Bojenmontage ,d.h. mit einer fest verankerten Boje wäre aus Platzmangel nicht möglich gewesen.So haben wir uns entschlossen die Reißleine einfach am anderen Ufer zu befestigen.Wenn du über diese Spots mit dem Echolot drüber fährst, siehst du nur mehr große Sicheln am Boden,das alleine ist schon Spannung pur.

Unsere Stelle...
Ich habe öfter mit Aalfreak gesprochen, der uns laufend gute Tips und nette Anekdoten gab.
Wir sind alle aus dem selben ‚Ansitzerholz' geschnitzt und er hat schon sehr viel Erfahrung mit Bojenmontagen sammeln können.Robert, besten Dank dafür!! Ich widme den Wels auch dir!!!

Unser Camp...
Wir haben also eine einfache Bojenmontage gebastelt und gezielt ein Loch mit 12 und eines mit 7 Meter befischt. Köder waren anfänglich Aitel (Döbel) mit einer Größe bis zu 1,5 Kilo. Von dem sind wir dann weg und haben es mit kleineren Häppchen versucht. Am Start waren Köderfische, Tauwurm, stinkende Tintingers, Leber und Hühnerherzen.

Unser Boot...
Zur Boje, wir haben eine normale Posenmontage gebaut mit einer 200g Pose und auf die Hauptschnur über der Pose noch einen Wirbel mit eingebunden.
Zuerst kommt das Vorfach mit Einzelhaken bei Wurm bzw. Tintenfisch und bei Köderfisch mit einem Einzelhaken und 2 Drillingen.Wobei zuerst der Einzelhaken über der Rückenflosse und die Drillinge vorne und hinten eingehängt werden.
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Als Vorfachmaterial verwende ich Kevlar mit 54 Kilo Tragkraft und binde dieses ca. 1 Meter lang.
Dann kommt ein Karabiner(ich spreche hier immer von Welsgrößen bei Haken,Karabiner und Co.)an die Hauptschnur,auf die eine große Gummiperle als Knotenschutz und dann das 100 g Blei.
Jetzt die Pose in etwa 1,5 Meter vom Karabiner weg fixieren.20 cm über der Pose wird die Hauptschnur unterbrochen und ein großer Wirbel eingebunden.An dem oberen Öhr des Wirbels wird später die Reißleine eingebunden. Die Ködertiefe war ca. 2,5 Meter.
Als Rute verwende ich an der Donau eine 5 lbs mit einer großen US baitrunner 6500. Schnur kommt eine 0,60er Geflochten bis zum Wirbel an dem die Reißleine sitzt ,wegen des starken Abriebes an der Rinnenkante,danach eine 0,32 Geflochtene.
Jetzt werden die Ruten in das Highpod oder einen Brandungsrutenhalter gestellt und der Rollenbügel geöffnet.
Die Köder kommen auf die Haken und die fertige Montage wird ins Boot gelegt , genau über den Spots abgelassen und mit einer 22 Mono Reissleine, die vorher schon eingebunden worden ist, am anderen Ufer in ihrer Länge so fixiert ,das wenn die Montage auf Spannung ist der Köder auch wirklich über dem Spot steht.
Zuerst verwendeten wir eine 0,11 Mono Reißleine,der Nachteil dabei ist das der Wels beim Biss die Leine sofort sprengt und abzieht. Jetzt musst du den Anschlag auf diese Entfernung durchbringen.was sehr schwer ist und viele Fehlbisse zu folge hat. Die stärkeren Leinen(am Po bis zu 0.35er) reißen beim Biss nicht, der Wels hakt sich schon mal selbst und erst durch den Anschlag kommt die Montage voll auf Spannung und bricht danach.
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Durch diese Kraft macht die Pose einen Satz in deine Richtung und dem Fisch wird der Haken über weite Entfernungen ins Maul getrieben.
Zurück zur Rute, Rolle zu und langsam den von der Strömung gebildeten Schnurbogen einholen und je nach Reißleinenstärke spannen.
Schon schwimmen die Bojen genau über unserem Platz und die Köder zucken in der Strömung hin und her.
Die Situation bei uns war dann das die eine Rute an die 200 Meter Hauptschnur im Wasser hatte und die andere ca. 300 Meter. Dann kommt noch die Reißleine dazu. Wir haben sozusagen den Altarm abgesperrt. Sehr zum Ärger eines Schleppfischers der tatsächlich bis zur Mündung wollte. Aber wir haben uns zusammengeredet und er hat uns die Montage nicht abgerissen.
Die ersten Attacken auf die Boje haben wir verschlagen auf Grund der Größe des Köfis und der enormen Entfernung. Mit kleineren Ködern und stärkerer Reißleine ,die mehr gespannt, lief es dann.
Bisse kamen auf die Köderfische und den Wurm. Am Ende sind wir draufgekommen, daß ein Tauwurmbündel an dieser Stelle im Freiwasser von den anderen Fischen ignoriert wird... Super.. Denn dem Tauwurm vertrau ich am meisten. Hat halt den Nachteil das du ihn nicht auf Grund legen kannst da dir die Kleinfischis alles wegfressen.
Gefangen hab ich den Wels dann auf ein großes Wurmbündel am Einzelhaken. Mit 2 anderen Ruten haben wir die Rinne, welche 5 Meter tief ist, gleich vor uns auf Grund mit Upose befischt.
Die haben wir so eingestellt das der Köder ca. 1 Meter über dem Grund schwebt.
Hier wurden die verschiedenen Köder getestet.
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So zum Fang: Wir liegen also in unserem Zelt und schnarchen den Schlaf der Gerechten als plötzlich ein kurzes "Piep" mich aus dem Träumen reißt. Ich dachte das mir ein Baum wieder in die Schnur getrieben ist und bin ganz langsam aus dem Zelt. Zuerst auf die Bojen geguckt aber nichts gesehen, da ein Hauch von Nebel am Wasser lag. Wie ich danach meinen Blick auf das Pod wende hat es mich gerissen. Meine Rute lag daneben am Boden...Schock.. Schnell hin angeschlagen, die Reißleine zerrissen und Widerstand gespürt. So ein Glück. War die Batterie meines Bissanzeigers leer und bin nur wach geworden von dem kurzen Piep vom anderen Bissanzeiger wie die Rute aus dem Pod flog. Der Werner ist sofort ins Boot und ich bin zu ihm gesprungen. Ohne Boot hast du eigentlich kaum Chancen den Fisch zum Ufer zu bekommen. Der zieht nach dem Biss sofort in die Rinne und stellt sich dort ruhig am Boden. Die Schnur läuft jetzt im Knick über die Scharkante zur Rute und du bekommst null Druck auf den Fisch. So verlieren eigentlich die meisten Angler dort ihre Welse.
Ich denke ich hätte meinen auch nie ohne Boot raus bekommen. Also da stehen wir beide im Boot ,die Herzen klopfen und Adrenalin zieht durch den ganzen Körper. Ein Traumbild. Die Sonne ist gerade als roter Ball über dem Altarm aufgegangen, ein leichter Morgennebel lag auf dem Wasser und schlich aufdringlich um unser Boot, die Tiere feuerten uns mit lautem Gekreische aus dem Wald an. Einfach genial!! Als wir dann über der Rinne waren hab ich ihn hochgepumpt. Da kam er raus zum erstenmal und Freude stieg in uns auf...Endlich wir haben es uns wirklich erarbeitet. Der hat ordentlich Druck gemacht und mir Schnur von der fast geschlossenen Rolle gezogen. Manchmal ist er einfach wieder ganz langsam runter gezogen und die Rute neigt sich bis zum Wasser.
Wie er dann müde war und einige Male unter unserem Boot durch ist hat ihn Werner dann das erstemal einen Klaps auf dem Kopf gegeben. Das macht man um den Fisch an die Berührung zu gewöhnen. Hat immer eine Flucht zu Folge. Beim nächsten mal wieder das selbe Spiel, klapp und weg war er. Beim drittenmal ist er dann geblieben und Werner hat ihn, mit Handschuhen geschützt ,mit dem Welsgriff ins Boot gehoben. Ein Freudenschrei zog sich durch die Au, denke da haben wir den einen oder anderen Hunter geweckt.
Der Bursche war 1,20 Meter lang und 13 Kilo schwer. Eigentlich ein Kleiner, aber Spass hat es allemal gemacht. Eins weis ich genau: Heuer hol ich mir mit dem Pogu nach der Schonzeit noch einen Größeren. Da muss ich nicht weit weg fahren wenn das gute so nah liegt.
An dieser Stelle noch einmal danke Werner für die gekonnte Landung!!
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Fisch und Fänger...
Freue mich sehr das noch vor dem Laichen ein schöner gelandet wurde. Auf Grund der momentanen Wassertemperatur (13,4°) wird er heuer bei uns erst laichen wenn die Schonzeit wieder vorüber ist. Der Wels baut ja erst ab 17° Laich auf.Da wird dann weniger gehen. Aber ab August sind wir wieder dort auf Ansitz intensiv!
Die besten Grüße aus Wien Euch allen,
Robert "rob" Elsbacher
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