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Dschungel in der Stadt
Manche Angler haben das Glück an unseren schönen Küsten zu wohnen, abends beim Brandungsangeln die Sonne unter-, oder morgens beim Spinnfischen aufgehen zu sehen. Andere sind in den Voralpen zu Hause, können sich am Rauschen von Forellenbächen „berauschen“ oder den frühmorgendlichen Nebel übreinem Voralpensee genießen. Und wieder andere haben die tollen Landschaften und Gewässer der Mecklenburger Seenplatte, der fränkischen Schweiz oder andere landschaftlich reizvolle Gebiete als ihr Zuhause und ihre Stammgewässer.
Viele andere Angler leben in oder in der Umgebung größerer Städte, die Gewässer oft größere Flüsse oder Kanäle, teilweise mit Industrieanlagen, teilweise auch mitten in der Stadt. Da ist nix mit der „anglerischen“ Grundstimmung wie bei „Der alte Mann und das Meer“, da sieht man Lastkähne, Schlepper, Kräne und viel Verkehr, statt gemütlichen Wellengeplätscher vorbeifahrende Autos und den allgemeinen Geräuschpegel einer Stadt.
Dennoch, wenn man selber sicher auch oft das Angeln an der Küste, an einem schönen Forellenbach oder naturbelassenen Fluss vorziehen würde, kann man mit etwas suchen – und natürlich auch abhängig vom jeweiligen Wohnort und Gewässer – auch in der Stadt Flecken finden, die zwar sicher nicht mehr „naturbelassen“ sind, aber doch einen Eindruck freier Natur vermitteln können. Man muss dann aber auch bereit sind, sich an Kleinigkeiten zu freuen.
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Mit gerade so um die 100.000 Einwohner ist Heilbronn sicher keine Großstadt im eigentlichen Sinne, aber schon industriell geprägt, zu viele Autos, zu viele Menschen – also ungefähr so, wie wohl die Mehrzahl von uns wohnt.
Die nachfolgenden Fotos wurden alle mitten in der Stadt aufgenommen, am vom Kanal abzweigenden Altneckararm der zum Salzhafen führt. Ich hoffe damit einen Eindruck vermitteln zu können, was man alles sehen kann – auch mitten in einer Stadt – sofern man offenen Auges durch die „Landschaft“ streicht.
Thomas Finkbeiner
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