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Flexibel am Fluss

Ausgesuchtes Gerät bester Qualität, optimal abgestimmt auf Zielfisch und Angelmethode – so macht das Angeln doch Spaß. Dann noch die Erfahrung und Gewässerkenntnis um zur richtigen Zeit am richtigen Gewässer zu sein – der kapitale Fang ist damit zwar nicht vorprogrammiert aber zumindest wahrscheinlicher als beim „Feld-, Wald- und Wiesenangler der nur seinen Wurm badet oder mit Teig, Kartoffel oder Brot angelt und der Dinge harrt, die da vielleicht kommen mögen.

Viele Angler wollen aber nicht nur „Zielfische“ in möglichst kapitaler Größe fangen, sondern freuen sich einfach, wenn sie mal wieder angeln gehen können. Und nicht jeder hat ja auch Gewässer zur Verfügung, in denen kapitale Exemplare der gewünschten Art in ausreichender Zahl für erfolgreiche Versuche rumschwimmen. Gerade an Flüssen, vor allem an den kleineren und mittleren – nicht gerade an Strömen wie dem Rhein – hat man dafür meist einen sehr abwechslungsreichen Fischbestand – und durchaus die Chance auch mal einen Kapitalen zu erwischen.

Will man aber nun für alle Gegebenheiten gerüstet sein mit „Spezialistengerät müsste man ja schon einen Transporter haben, um alles mit ans Wasser nehmen zu können um für alle Gegebenheiten gerüstet zu sein. Denn als „Spezialist“ braucht man ja inzwischen für fast jede Fischart und Angelmethode speziell zusammen gestelltes Gerät um mitreden zu können und fangen zu „dürfen“. Denn für die Spezialsten zählt ja der Fisch vom „Amateur“, der auf Wurm mit einer alten Teleskoprute gefangen wurde eigentlich nicht – das war ja Zufall und nicht erarbeitet.

Auch ich bin gerne auf einige Fischarten gezielt mit entsprechendem Gerät unterwegs und versuche da gezielt die Großen zu fangen. Genauso gerne lasse ich aber mal „die Seele baumeln“ um nur mal wieder ans Wasser zu kommen – ohne den Stress ein möglichst kapitales Exemplar einer bestimmten Art fangen zu wollen. Zugegebenermaßen bin ich auch über das Stadium der „alten Teleruten“ hinaus. Dennoch braucht es gerade an den von mir gerne befischten kleineren und mittleren Flüssen nicht das perfekt zusammen gestellte Spezialistengerät. Vernünftiges Gerät mit dem flexibel auf die verschiedensten Situationen reagieren kann ist hier angebracht.

Je nach Gewässer und damit Tiefe und Strömung sowie der vorkommenden Fischarten kommt man im Prinzip mit Ruten in zwei Gewichtsklassen in fast allen Fällen aus. Dazu noch ein bisschen „Kleinkram“ und verschiedene Köder, schon kann man mit relativ geringem Gepäck herrliche Angeltage erleben. Wenn man sich nicht auf eine Angelmethode und/oder Fischart festlegt sondern praktisch vor Ort entscheidet auf was man nun eigentlich an diesem Tage am besten angelt.

Das Beste wenn man flexibel ist: Man kann schnell reagieren. Wenn ich mit Käse auf Grund Barben fangen will, dann aber sehe dass unter den Büschen die Döbel am fressen sind, brauche ich Gerät und Montagen die ich schnell umstellen kann um die Döbel zu erwischen – vor allem dann wenn sich bis dahin die Barben „beißfaul“ gezeigt haben. Wenn ich mit der Pose und Wurm oder Fetzen am Barsche zupfen und nix geht, lege ich auch gerne mal statt dieser aktiven Angelei dann einfach einen Köfi oder Fetzen auf Grund, um den einen oder anderen Zander zu erwischen.
 
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Oder ich bin am pickern mit Brot, sehe aber in der Bucht auf einmal Fische rauben. Nun muss ich schnell und unkompliziert ein paar Köfis fangen können, um einen Versuch auf die Räuber starten zu können. Oder umgekehrt, ich bin am Posenangeln und sehe plötzlich Schlammwolken vom Grundaufsteigen – am Neckar ein sicheres Zeichen für fressende Karpfen die dann gerne Brotkrustenköder vom Grund aufnehmen.

Also brauche ich Gerät und Zubehör, mit dem ich schnell und flexibel auf die genannten und viele weitere hier nicht beschriebene Situationen eingehen kann. So kann man dann schnell vor ort auf das Geschehen reagieren und wird in fast jedem Falle auch mit entsprechenden Fängen belohnt – vielleicht nicht mit dem ursprünglich gewünschten Fisch – aber auf jeden Fall besser wie wenn man dann als Schneider nach Hause gehen würde weil man nicht flexibel genug war.

Das Gerät

Prinzipiell muss man für 3 Situationen gerüstet sein: Das Angeln auf Grund, das Angeln mit Posen und das Fischen mit freier Leine. Und das sowohl auf Fische in Köfiformat bis hin zu 15 – Kilo Karpfen, oder vom 200 Gramm – Barsch bis zum Meterhecht. Um dafür gerüstet zu sein, brauche ich nur zwei verschiedene Ruten mit entsprechender Montage und dem passenden Zubehör. Diese will ich hier nun beschreiben.

Die erste Rute ist eine 3 Meter lange Pickerrute, mit der man bis zu 20 Gramm werfen kann. Die Rolle dazu ist mit monofiler 4 Kilo – Schnur gefüllt.

Die zweite Rute ist eine 3,30 Meter lange Grundrute mit einem Wurfgewicht von 20 – 50 Gramm, hier ist die Rolle mit 7 – Kilo Schnur, ebenfalls monofil, bespult.

Als Zubehör habe ich (Vorfachhaken) in den verschiedenen Größen von 16 bis 1, dazu noch ein paar lose Haken zum Raubfischangeln, deswegen auch ein paar Stahlvorfächer. Dann noch Karabinerwirbel in verschiedenen Größen und – sehr wichtig! – kleine Doppelwirbel. Verschiedene Wasserkugeln sowie ein paar Stopperperlen und Grundbleie von 5 – 50 Gramm vervollständigen meine „Flexiausrüstung“. Als zusätzlicher Bissanzeiger beim Grundangeln genügen mir je nach Gewässer am Ufer gefundene Äste, eine Pose oder auch eine Coladose.

Die Montage:

Diese ist bei beiden Ruten gleich, da ich mit dieser flexiblen Montage sowohl auf Grund wie mit Posen angeln kann, ohne die gesamte Montage umbauen zu müssen. Eine Stopperperle wird auf die Hauptschnur gefädelt, dann ein passender Karabinerwirbel zur Aufnahme des Vorfaches angeknotet. Hinter der Stopperperle kommt dann einer der kleinen Doppelwirbel. In diesen kann ich dann je nach Bedarf entweder ein Grundblei oder eine Pose/Wasserkugel einhängen und bis so für fast alle Situationen gerüstet.

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So einfach ist die Grundmontage



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Nicht schwieriger die Montage mit Pose/Wasserkugel



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Der Coladosenbissanzeiger für stärkere Strömung



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Beköderte Grundmontage, hier mit Fetzen



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Und so schön „steht“ die Pose im Wasser





Thomas Finkbeiner




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