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Tragkraft der Angelschnur – zwischen Märchen und Wahrheit
Jeder Angler weiss, wie wichtig die Schnur ist, die man verwendet. Wer hat nicht schon seine Erfahrungen gemacht mit verlorenen Fischen. Oft ist da die Schnur gerissen, sei es weil sie hinsichtlich der Tragkraft nicht den Anforderungen gewachsen, sei es weil sie nicht abriebfest genug war, und so den vielfältigen möglichen Beschädigungen nicht standhielt.
Wie in jeder Branche gibt es auch bei Angelschnur immer wieder was Neues. So kamen vor einigen Jahren die geflochtenen Schnüre auf den Markt, die heute die meisten Spinn- und Meeresangler, aber auch viele "Friedfischer" auf ihren Rollen haben. Gerade im Anglerboard wird auch immer wieder gefragt, welche geflochtene nun denn wirklich gut wäre.
Denn leider scheinen gerade bei geflochtenen Schnüren sowohl der tatsächliche Durchmesser wie auch die Tragkraft in der Praxis oft von den versprochenen Werten auf der Packung oder in der Werbung abzuweichen. Werbung
Sind die Angler da vielleicht auch ein bisschen selber schuld?? Glaubt man zu leicht den Versprechungen und stellt dann erst am Wasser fest, dass auch die "neue Wunderschnur" nicht alles hält, was vom Marketing geschrieben wurdet?? Und obwohl in der Praxis schon tausendfach widerlegt, scheinen immer noch viele Angler die Tragkraft einer Schnur für das wichtigste Kriterium zu halten.
Aber die Tragkraft wird eigentlich erst dann wirklich für den Angler wichtig, wenn man einen Hänger hat. Dort können dann auch die geflochtenen Schnüre, vernünftiger Knoten vorausgesetzt, ihre Tragkraftstärke ausspielen. Beim Werfen und beim Angeln selber, wie auch beim Drill, spielt aber die Tragkraft keine so wichtige Rolle. Denn die Kräfte, die auch ein schwerer Fisch, der sich heftig wehrt, entwickeln kann, sind viel geringer als man denkt. Und im Zusammenspiel mit der Rutenaktion und der Bremse der Rolle kann man auch mit Schnüren, die eine relativ geringere Tragkraft haben, sehr grosse Fische erfolgreich landen.
Wichtiger als die Tragkraft ist zum Beispiel der Durchmesser, die Abriebfestigkeit oder die Geschmeidigkeit einer Schnur. Der Durchmesser deswegen, weil von einer dünnen Schnur natürlich mehr auf die Rolle geht. Mehr Schnur auf der Rolle bedeutet zum einen mehr Wurfweite, zum anderen mehr Sicherheit im Drill bei grossen Fischen.
Die Abriebfestigkeit ist deswegen wichtig, weil die Angelschnur zwangsläufig im Wasser mit allen möglichen Dinggen in Kontakt kommt, welche die Schnur beschädigen oder aufrauhen können. Und schon ist es mit der hohen Tragkraft vorbei. Denn keine Schnur kann ihre Tragkraft behalten, wenn sie beschädigt ist, sei es durch Muscheln, Steinkanten, oder was sonst die Schnur unter Wasser beschädigen kann.
Und eine gewisse Geschmeidigkeit braucht man, um auf gute Wurfweiten zu kommen. Was nützt mir als Angler in der Praxis die höchste Tragkraft, wenn die Schnur so steif ist, dass ich gar so weit werfen kann um die Fische zu erreichen. Oder, was oft bei nicht eng geflochtenen Schnüren passiert: Die Schnur ist durch die grobe Flechtung zu weich und es bilden sich ständig Zöpfchen und Perücken.
Der grosse Vorteil geflochtener Schnüre liegt also weder in der hohen Tragkraft, noch an der meist schlechteren Abriebfestigkeit als bei monofilen Schnüren, und meist auch nicht in einer vernünftigen Geschmeidigkeit. Sondern in der bei geflochtenen Schnüren kaum vorhandenen Dehnung. Die Aspekte wie höhere Tragkraft bei gleichem Durchmesser muss man äusserst kritisch betrachten. Legt man Schnüre ungefähr gleicher Tragkraft und angegebener gleicher Schnurstärke nebeneinander, wird man sich nämlich wundern, wie sehr da die Durchmesser variieren.
Daher haben wir verschiedenen Firmen, die Angelschnüre vertreiben, untenstehende Mail geschickt, mit der Bitte um Beantwortung der Fragen. Und wir haben sehr interessante Antworten erhalten, die jeder Angler mal lesen sollte, bevor er wieder einfach den Angaben der Werbestrategen vertraut.
Interessanterweise haben wir sehr wenige schriftliche Antworten bekommen, aber dafür einige Mails und Telefonate, mit der Bitte, den Absender vertraulich zu behandeln. Dort wurde zugegeben, dass gerade bei der Schnur das für den Angler oft kaufentscheidende Moment die Tragkraft ist. Und dass deswegen die lineare Tragkraft angegeben wird, da die höher als die Knotenfestigkeit ist. Und dass sowohl bei Durchmessern wie auch bei den Tragkraftangaben es durchaus nicht immer sehr genau genommen wird.
Dafür sind die eingegangenen Antworten sehr ausführlich ausgefallen, wofür wir uns herzlich bedanken. Denn diese Antworten sind doch sehr interessant. Da werden vielleicht ausser mir noch einige weitere Angler ihre Einstellung und Meinung zu den bisher favorisierten Schnüren überdenken.
Die Mail an die Firmen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
viele Angler ärgern sich immer wieder über Durchmesserangaben und die angegebenen Tragkraftwerte gerade bei geflochtenen Schnüren.
Legt man 10 Schnüre "gleichen" Durchmessers von unterschiedlichen Herstellern nebeneinander, hat man trotz der gleichen Angabe auch 10 unterschiedliche tatsächliche Durchmesser, mit zum Teil sichtbaren riesigen Abweichungen.
Umgekehrt ist es genauso: Legt man Schnüre gleicher Tragkraft nebeneinander, sind die tatsächlichen Unterschiede beim Durchmesser teilweise noch gravierender.
Dies kommt wohl, wenn unsere Informationen stimmen, von den verschiedenen Arten der Durchmesserberechnung. Da wird zum einen rechnerisch aus der Summe der verflochtenen Einzelfäden ein Durchmesser errechnet, zum anderen werden wohl auch mittels "Lehren" die Durchmesser gemessen, was dann durch eine mögliche Quetschung gerade bei locker geflochtenen Schnüren auch zu Verfälschungen führen könnte.
Zudem gibt es keinen uns bekannten Hersteller oder Vertreiber, der angibt, aus wie vielen Einzelfasern und mit welcher Zahl der Flechtungen pro Zentimeter eine Schur geflochten wird. Aber nur daraus kann man doch letztlich eine "objektive" Qualität beurteilen, also wie rund und wie eng eine Schnur wirklich geflochten ist.
Statt dessen heisst es einfach "rund und eng geflochten". Und rund und eng geflochten sind ja laut Werbung so gut wie alle Schnüre, so dass dies keine verlässliche Aussage für einen Kaufinteressenten darstellt.
Ebensowenig trägt die Tragkraftangabe zur objektiven Information bei, da hier zum Teil mit linearer Tragkraft, zum Teil mit Knotentragkraft bei verschiedensten Knoten geworben wird.
Dazu kommen dann noch die ganzen modernen "Fusionschnüre" oder ummantelte Schnüre, die ein "Wurfverhalten" und eine "Abriebfestigkeit" wie bei monofiler Schnur bei Tragkräften wie bei geflochtener Schnur versprechen.
Wir würden uns daher freuen, wenn Sie unseren Lesern zum besseren Verständnis folgende Fragen zum Thema "geflochtene Schnüre" beantworten könnten:
1. Wie wird bei den geflochtenen Schnüren von Ihrer Firma vertrieben Schnüren der Durchmesser gemessen??
2. Wie wird die Tragkraft ermittelt, und welche Werte (Linear, Knoten, welcher?) werden angegeben??
3. Warum gibt Ihre Firma nicht die Zahl der Flechtungen pro Zentimeter und die Zahl der Einzelfasern, aus denen die Schnur geflochten wird, an, als objektive Vergleichsdaten an?
Antwort Monofil – Technik GmbH (Platil):
Der ständig angewachsene Marktdruck durch zunehmende Konkurrenz, verfallende Preise, ständig schrumpfende Märkte, zurückgehende Anwenderzahlen (sprich Angler) und, und, und..treibt ihre Blüten in Richtung "Lug und Betrug am Konsumenten"...
Als Beispiel sei hier der monofile ø 0,20mm genannt; schon früher (vor 15 oder 20 Jahren) hat es die sogenannte bewußte Überkalibrierung gegeben, also das bewusste Überschreiten des Nenndurchmessers. "Übertreibungen" von 0,02mm waren wohl schon immer "Gang und Gebe".
Über die technisch bedingten Produktionstoleranzen von ca. 0,01mm oder aber die leichte ø-Erhöhung durch Feuchtigkeitsaufnahme (aus der Umgebungsluftfeuchtigkeit) brauchen wir also nicht zu sprechen.
Wird beim ø geschummelt sind leicht einige 100gr. bei der linearen Tragkraft gewonnen.
Leider findet man zunehmend Schnüre, die aber weit weg sind von einer 20er, die, wenn man sie nachmißt dann plötzlich 0,24/0,25mm oder sogar darüber messen. Da dies (fast immer) bewußt geschieht, wird der Angler ganz gezielt getäuscht. Ähnliches geschieht bei der Tragkraft selbst. Mit heutiger auf dem Weltmarkt verfügbarer Maschinentechnologie ist auch mit den allerbesten und teuersten Rohstoffen kein besserer Wert, als ca. 4kg Tragkraft bei einer monofilen 20er zu erzielen. Besonders italienische (aber auch andere) Firmen (vornehmlich Umspulbetriebe) geben bei einer monofilen Polyamid (Nylon) 20er eine lineare Tragkraft von 8kg und mehr an.
Dies kann man dann wohl schon als Betrug bezeichnen.
Bzgl. Errechnung des Schnurdurchmessers können wir am Beispiel von monofilen Schnüren aufzeigen, wie man dies seriös ermitteln kann:
Es wird eine kleine Schlaufe gemacht, die man mit Daumen und Zeigefinger fixiert; mittels einer Handmessuhr (funktioniert im einfachsten Sinne wie eine Lehre; Vorspannung über eine Feder) kann man nun den Faden von 2 Seiten messen, ohne dass er sich bewegt. Da monofile Fäden fast immer ganz leicht oval sind, kann man nun aus dem Durchschnittswert von Messung 1+2 den tatsächl. ø bestimmen.
Des weiteren schneidet man ganz genau 1mtr. der zu ermittelnden Schnur ab, legt diese dann auf eine Laborwaage und kann über das Gewicht des 1mtr.-Faden dann den durchschnittlichen ø errechnen.
Über die Seriösität der Anbieter/Hersteller von den verschiedensten geflochtene Schnüren möchten wir uns lieber nicht auslassen, denn tatsächliche 25er Schnüre dann auf dem Etikett als 10er oder 12er zu bezeichnen, braucht wohl kaum kommentiert zu werden.
Antwort Lozetex – Zwirne (Raptor)
Raptor ist rund nicht flach, hat keinerlei Beschichtung und bietet aufgrund des patentierten Herstellungsverfahrens eine ganze Reihe von Vorteilen.
Zunächst entsteht durch das Kreuzzwirnen von Dyneema um einen Dyneemafaser-Kern eine runde und absolut zwirnstabilisierte Angelschnur. Anschließend werden die Fasern durch einen "Thermofusion"-Prozeß miteinander verschweißt, ohne der Schnur ihre Weichheit und Flexibilität zu nehmen. Die Schnur bleibt dadurch hochflexibel, ist rund und extrem feinfühlig.
Durch die runde Struktur (mit einem Dyneema-Faser-Kern) ist auch der Durchmesser sehr exakt zu bestimmen. Wir messen diesen mit einem Lasersystem und haben aufgrund unserer Medizinzwirne zusätzlich Möglichkeiten ohne Druck auf die Schnur (denken Sie nur mal daran, wie flach man eine geflochtene Schnur pressen kann um den gewünschten Durchmesser zu erreichen) einen exakten und ehrlichen Durchmesser zu messen.
Hinzu kommt, dass es von Dyneema nur 6 Rohmaterialen gibt. Ein dtex 55, dtex 110, dtex 220, dtex 440, dtex 880 und ein dtex 1670. Verwendet werden nur 4 Stuck, da das ganz dünne Dyneema (dtex 55) ca. 2000 Euro pro kg kostet und das ganz dicke Dyneema (dtex 1670) schon wieder viel zu dick ist um eine homogene Schnur herzustellen.
Will man nun ein gutes Geflecht herstellen kann man nur die gleiche Stärke verwenden. Wenn ich dann höre, dass manche Anbieter eine Schnur mit 0,08 mm, 0,10 mm, 0,12 mm, 0,15 mm etc. etc. anbieten kann ich nur lachen. Diese Abstufen sind aufgrund des Rohmaterials gar nicht möglich – nicht einmal im entfertesten !!!!
Sie kennen sich bestimmt auch ganz gut aus und ich erzähle Ihnen hier nichts Neues. Genauso verhält es sich mit der linearen Tragkraft oder dann der Knotentragkraft etc.
Was macht Raptor:
Wir haben einen ehrlichen Durchmesser basierend auf der runden Struktur und den lediglich 6 echten Durchmesserabstufungen.
Die Tragkraft wird linear mit einem nach DIN geprüften und zertifizierten Reißprüfgerät gemessen.
Hier noch weitere Infos:
Eine runde Dyneema-Schnur läßt sich wesentlich besser aufspulen und schneidet unter Belastung nicht so stark in die Rolle ein. Zudem hat eine runde Schnur bedeutend bessere Wurfeigenschaften, als eine geflochtene, flache Angelschnur.
Durch die "Kabelkonstruktion" von Raptor erreichen Sie eine Knotentragkraft, welche um bis zu 40% höher ist, als bei geflochtenen Super-Faser-Angelschnüren. Bei Verwendung des Raptor-Knotens können Sie eine Knotentragkraft von nahezu 100% erreichen. Bitte beachten Sie jedoch beim Knoten, daß die Schleifen nicht übereinander gelegt werden, da sonst nicht die maximale Tragkraft erreicht wird. Bei allen Angelschnüren aus den Superfasern ist es besonders wichtig, daß ein sauberer Knoten gemacht wird, da das Rohmaterial sehr empfindlich auf Knicke der Fasern reagiert. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Schnur beim Knoten doppelt zu nehmen. Außerdem empfehlen wir für unsere Schnur noch den "Duncan Loop Knot" sowie den "Improved Clinch Knot".
Wenn Sie das erste mal mit einer Schnur aus den neuen Superfasern fischen, wird es nur kurze Zeit dauern, bis Sie sich an die Feinfühligkeit und die geringe Dehnung gewöhnt haben. Raptor hat lediglich eine Dehnung von 2-3% und Sie benötigen deshalb einen viel geringeren Kraftaufwand als bisher, um einen perfekten Anhieb zu setzen. Raptor läßt Sie somit fühlen, was am Ende Ihrer Schnur geschieht.
Die Farbe von Raptor ist nicht durchgehend grün oder grau. Wir haben uns hier an der Natur orientiert und unserer Schnur einen Camouflage-Effekt gegeben. Natürlich können Sie Raptor auch für Ihren individuellen Einsatz mit einem Edding-Stift einfärben.
Als Neuheit im Superfaser-Bereich bieten wir Ihnen eine "Hi-Vis Angelschnur" in den Farben Gelb und Orange. Dieses Schnur ist besonders gut sichtbar und eignet sich auch hervorragend als Vorfach zum Fliegenfischen.
Raptor steht Ihnen in verschiedenen Aufmachungen verfügbar. Im Einzelkarton auf Spulen mit 115 oder 230 Meter, auf Großspulen mit 1000 Meter. Die Großspulen bietet dem Einzelhändler einen besseren Preis pro Meter und er kann Raptor direkt auf die Angelrolle spulen.
Abschließend gibt es hier zu sagen, daß wir nicht nur eine Angelschnur verkaufen wollen, sondern wir wollen dem Kunden im Umgang mit Raptor helfen und generell dazu beizutragen, den mittlerweile schlechten Ruf dieser Schnüre wieder zu verbessern, da sich speziell auf diesem Gebiet viele billige und qualitativ schlechte Produkte auf dem Markt befinden. In der Broschüre (Product guide), welche jeder Spule beiliegt, erhält der Kunde Informationen, welche Ihm im Umgang mit Raptor unterstützen soll. So zum Beispiel eine Vergleichstabelle, um die richtige Einstellung und Stärke zu finden, wenn eine Monofilametschnur durch Raptor ersetzt wird.
| Dyneema-Schnur "Thermofused" | = | Extrem dünne, starke und geschmeidige Angelschnur. Geeignet für fast alle Arten der Fischerei. Spezielle Stärken für Big Game Fishing verfügbar. |
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| Kabel-Konstruktion und "Torque Balanced" | = | Rundes Profil. Dadurch bessere Spuleigenschaften und außergewöhnliches Schnurhandling (hervorragende Wurfeigenschaften). |
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| Geringe Dehnung (max. 2-3%) | = | Direkter Kontakt zum Fisch, dadurch hervorragender Anhieb mit geringstem Kraftaufwand. |
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| Beständig gegen Säuren und UV-Bestrahlung | = | Längere Lebensdauer und höchste Belastbarkeit. |
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| Extrem dünn und superstark | = | Beste Wurfeigenschaften, mehr Spulenkapazität und weniger Verlust beim Drill mit dünnsten Schnurdurchmessern und extremen Reißkräften. |
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| Hervorragende Knoteneigenschaften | = | Vergleichbare Knotentragkraft wie bei Monofilamenten. Nahezu 40% höhere Knotentragkraft als bei geflochtenen Schnüren unter Verwendung des Raptor-Knotens. |
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| Weich und geschmeidig | = | Keine bleibende Spulenkrümmung der Schnur und somit optimale Wurfeigenschaften bei bestem Handling. |
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| Geprüfte Qualität | = | Jede hergestellte Schnur wird nach DIN auf Reißkraft geprüft. Alle Stärken wurden von der IGFA getestet. Eigenes Labor. |
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| Ausserdem | = | Raptor kann bei entsprechendem Bedarf in fast jedem gewünschten Durchmesser und jeder gewünschten Länge hergestellt werden. |
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| Das Wort "Thermofused" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Thermisch verschweißt". Der Trick hierbei ist, die Fasern in Ihrer Position so zu fixieren, daß Sie nicht starr verklebt sind, sondern daß die überragende Weichheit, Flexibilität und die glänzenden Wurfeigenschaften von Raptor erhalten bleiben. |
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| Zunächst ist zu sagen, daß die Herstellung einer geflochtenen Angelschnur aufgrund des Produktionsverfahrens extrem langsam und dadurch teuer ist. Aber noch wichtiger, eine geflochtene Angelschnur ist flach und zudem hohl in der Mitte, was sich auf das Handling auswirkt. Zudem haben geflochtene Angelschnüre eine schlechte Knotentragkraft. Bei Raptor werden Dyneema Fasern um einen Dyneema-Kern herumgezwirnt und dann Thermisch verschweißt. Es entsteht eine runde, solide Angelschnur (Kabel-Konstruktion). Dieses Verfahren verbessert die Handhabung enorm und bietet zudem eine um ca. 40% verbesserte Knotentragkraft gegenüber den geflochtenen Schnüren. |
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| Durch das Produktionsverfahren des Kreuzzwirns wird der Kern von links und rechts mit Dyneema Fasern umzwirnt. Egal in welche Richtung Sie nun versuchen die Schnur aufzudrehen, Raptor wird immer wieder in die Ausgangsposition zurückkehren. |
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| Aufgrund der Oberfläche können Sie fast jeden beliebigen Anglerknoten verwenden. Raptor ist weder gewachst noch beschichtet, Raptor ist rund und solide, worauf die guten Knotentragkräfte zurückzuführen sind. Die besten Ergebnisse erzielen Sie jedoch mit unserem Raptor-Knoten. Generell empfiehlt es sich, die Schnur beim Knoten doppelt zu nehmen. |
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| Aufgrund der Beschaffenheit von Raptor ergeben sich folgende Stärken: |
- Runde, solide Schnur (nicht flach und hohl);
- Extremes Feingefühl im Umgang mit Raptor, da max. 2-3% Dehnung. Dadurch exakter Anhieb bei geringstem Kraftaufwand.
- Sehr hohe Knotentragkraft bei patentiertem Produktionsverfahren unter Verwendung des Raptor-Knotens.
- Unterstützung des Angelers durch entsprechende Informations-Broschüre.
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Noch Fragen ???
Vergleich von Raptor gegenüber anderen Angelschnüren aus Dyneema:
Grundsätzlich wird bei Raptor das gleiche Rohmaterial verwendet, jedoch entsteht hier durch das patentierten Produktionsverfahren eine runden und soliden Angelschnur (Kabel-Konstruktion). Dieses Produktionsverfahren bringt Raptor die Vorteile wie: Rund nicht flach, kein Reel-Memory, durch Raptor-Knoten und Kabel-Konstruktion höhere Knotentragkraft etc.. Raptor hat gegenüber anderen Angelschnüren keinerlei Beschichtung und ist auch nicht gewachst. Somit behält Raptor seinen Camouflage-Effekt dauerhaft und kann problemlos mit einem Edding-Stift zusätzlich markiert werden.
Außerdem empfehlen wir immer die Angelausrüstung entsprechend der vergleichbaren Monofilamentschnur einzustellen. Das heißt, wenn bisher eine Monofilamentschnur von 3-4 kg verwendet wurde und diese mit einer Raptor-Schnur von 9,0 kg ersetzt wird, ist trotzdem die Einstellung für das Monofilament beizubehalten. Somit ist gewährleistet, daß die Angelausrüstung und die extrem dünne und starke Raptor-Schnur hervorragend harmonieren. Zudem wird dadurch die extreme Feinfühligkeit der Raptor-Schnur voll ausgenutzt.
Viele Kunden sind der Meinung, daß sich Raptor wie eine Monofilament-Schnur fischt. Das ist absolut falsch und wir versuchen hier im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern mehr Aufklärung zu betreiben. Der Hauptunterschied zu monofiler Schnur ist die vergleichsweise geringe Dehnung (max. 2-3%) und die im Verhältnis zum Durchmesser hohe Tragkraft. Es wird nur kurze Zeit dauern, bis man sich an die geringe Dehnung und die extreme Feinfühligkeit von Raptor gewöhnt hat. Hat man jedoch einmal gespürt wie exakt man mit Raptor fischen kann und wie genau man fühlt, was am Ende der Schnur geschieht, wird Raptor einen festen Platz auf der Angelrolle haben. Denn wer möchte nicht mit geringstem Kraftaufwand einen perfekten Anhieb setzen und den Fisch sicher landen ?.
Viele Grüsse
Marc W. Lorch
Geschäftsführer
Antwort Shimano
Sehr geehrter Herr Finkbeiner,
wir haben Ihre Anfrage mit unserem europäischen Produktmanager besprochen und können folgende Stellungnahme abgeben.
Zu Frage 1:
Zuerst einmal möchten wir darauf hinweisen, daß es viele verschiedene Arten von geflochtenen Schnüren gibt. Häufig wird von der Verständlichkeit her der Begriff "geflochtene Schnur" mit "Dyneema" gleichgesetzt. Dies ist nicht korrekt, da bei der Herstellung von geflochtenen Schnüren viele unterschiedliche Materialien verwendet werden können. Der Begriff "Geflochten" bezeichnet eine Herstellungstechnik und nicht die Schnur selbst. Die Shimano Schnüre werden unter Verwendung von 100% Dyneema-Material hergestellt, eines der stärksten, aber auch teuersten Rohmaterialien für die Herstellung von Schnüren. Bei unserer geflochtenen Schnur ANTARES wird der Durchmesser berechnet, nicht gemessen. Für die Flechtungen benötigen Sie mindestens 3 Fäden. Die dünnsten Dyneema-Fäden, die erhältlich sind, haben einen Durchmesser von 0,024 mm. Somit beträgt der kleinstmögliche Durchmesser einer geflochtenen Dyneema-Schnur 0,072 mm. Aufgrund der Tatsache, daß wir den Durchmesser unserer geflochtenen Schnüre errechnen, sind die Angaben immer korrekt. Den exakten Durchmesser einer geflochtenen Schnur zu messen, ist äußerst schwierig, da bei Verwendung eines Mikrometers die Schnur zusammengedrückt wird, was bei der Messung den Durchmesser dünner werden läßt.
Frage 2:
Die Tragkräfte aller Shimano-Schnüre werden mit einer Zwick-Testmaschine ermittelt und von der Firma DSM in den Niederlanden kontrolliert. (DSM ist der Hersteller von Dyneema). Alle Tragkräfte werden linear ermittelt.
Frage 3:
Schlagen Sie bitte den Shimano Katalog 2003 auf Seite 89 auf. Dort finden Sie in den Beschreibungen der geflochtenen ANTARES Schnüre die Angaben zu den Flechtungen pro cm. Bei der ANTARES Special Sinking handelt es sich um 12 Flechtungen pro cm und bei der ANTARES Special Dyneema um 8 Flechtungen pro cm. Wir bitten um Verständnis, daß wir weitere technische Details zum Fertigungshergang nicht veröffentlichen.
Mit freundlichen Gruessen
Petra Krichel
Shimano Europe GmbH
Antworten von Waku (Stroft)
Zur Frage 1:
Per Mikrotaster. Der Durchmesser wird nicht angegeben sondern ist aus der Artikelnummer ersichtlich.
Zur Frage 2:
Linear, 20 Grad Celsius, 70 % Luftfeuchtigkeit, Tragkraftmessung nach DIN.
Zur Frage 3:
Sinnvoll und als Vergleich wertvoll wäre dies nur, wenn diese Angaben denn auch wahrheitsgetreu angegeben würden. Hier hätte ich meine Zweifel, weil dies ja auch weder bei Durchmesser noch bei Tragkraftwerten der Fall ist. Im übrigen ist dieses Kriterium (Rundheit und Flechtdichte) vielleicht doch einfacher durch "Befühlen" und "Beschauen" zu beurteilen.
Dipl. Ing. Walter Kummerow, Waku
Text aus einem Händlerbrief der Firma WAKU GmbH (Stroft Schnüre) von 2002, freigegeben zur Veröffentlichung im Anglerboard/Angeltreff - Magazin www.Anglerpraxis.de
Vorsicht Betrug - Falsche Tragkraftangabe Reinfeld, Dezember 2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus gegebenem Anlass möchten wir heute u.a. auf "besondere Angelschnüre" aufmerksam machen, die Ihnen vielleicht auch schon aufgefallen sind. Auf dem deutschen Markt gibt es zur Zeit mehrere monofile Angelschnüre, die laut Etikett unglaublich hohe Tragkräfte besitzen. Beispiel: So soll z. B. eine monofile Angelschnur bei einem 0,20mm Durchmesser 5,80 kg tragen,. Auf der ANSPO haben wir bei verschiedenen Ausstellern insgesamt 6 Schnurprodukte mit ähnlichem und auch noch weitaus höheren Tragkraftangaben gefunden, und viele unsere Messebesucher haben uns gefragt, was denn davon zu halten sei. Die Antwort ist ganz einfach: Es handelt sich um Betrug. Sicher, auch diese Produkte werden, wie in der Vergangenheit auch schon, schnell wieder vom Markt verschwinden, zumal jetzt schon auf europäischer Ebene anwaltlich und gerichtlich gegen diese Betrügereien vorgegangen werden soll. Aber zuvor sind häufig viele gutgläubige Angler und auch Fachhändler getäuscht und geschädigt worden.
Wie können Sie sich selbst und auch Ihre Kunden schützen? Beachten Sie ganz einfach folgende Tatsache! Es gibt zur Zeit weltweit kein Material und auch keine Technologie zur Herstellung von monofilen Angelschnüren, womit höhere Werte als die nachfolgend aufgeführten erreicht werden können:
| Durchmesser (mm): | 0,10 | 0,14 | 0,16 | 0,18 | 0,20 | 0,25 | 0,30 | 0,35 | 0,40 | 0,50 |
| Tragkraft (kg): | 1,40 | 2,20 | 3,00 | 3,60 | 4,20 | 6,40 | 8,00 | 11,00 | 14,50 | 22,00 |
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