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Neue Sterne am Rollenhimmel - AVET Multirollen
Die Astronomen und Astrophysiker machen es vor - hin und wieder finden sie einen "neuen" Himmelskörper oder errechnen dessen Existenz anhand für uns kaum nachvollziehbaren Formeln.
Weniger aufwendig, aber dennoch für viele überraschend, hat sich auch ein neuer Anbieter von hochwertigen Multirollen auf dem Markt jenseits des "großen Teiches" platziert, und beginnt nun auch bei uns aus dem Schatten der Un-bekanntheit herauszutreten.
Mit seiner kompletten Produktreihe von Meeres Multis bietet AVET Industries eine echte Alternative zu den Produkten bekannterer Herstellern und bedient gleichzeitig Anforderungen, die vom Mitbewerb nicht in Gänze erfüllt werden.
Die Herstellung von Multis stellt für AVET einen relativ neuen Geschäftszweig dar. Als Hersteller hochpräziser Bauteile für die medizinische Industrie und Kommunikationsbranche sind sowohl ausreichend CNC Maschinen als auch Know-How vorhanden. In Verbindung mit der Angelleidenschaft der beiden Firmen-inhaber war es nur ein kleiner Schritt, zu versuchen hochwertigste Rollen herzustellen.
Geboren aus den Anforderungen des Big Game Fishings lassen die Ergebnisse jeden andächtig erstaunen, der diese Meisterwerke zum ersten mal in die Hand nimmt. Optisch auffällig sind sofort die großzügig dimensionierten Kurbelgriffe. Spielt man ein wenig mit der Bremse, erkennt man recht schnell den Grund - bei den möglichen Bremsleistungen ist es sinnvoll etwas "in der Hand zu haben", um die Kraft sinnvoll auf die Spule zu bringen.
Kernziel bei der Entwicklung war eine ausgereifte Funktionalität, hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, einfache Wartbarkeit und hohe Bremsleistung, bei gleichzeitigem Verzicht auf unnötigen Schnick-Schnack.
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Alle Rollen werden aus strangezogenem Flugzeug-Aluminium Vollmaterial gefertigt, um höchste Festigkeit und Verwindungssteifheit zu gewährleisten. Der Körper der kleinen Rollen (bis zur Größe LX) besteht aus zwei Teilen, ab der Größe EX4 kommt eine dreiteilige Bauweise zum Einsatz.
Plastikteile sucht man bei diesen Rollen ver-gebens! Dasselbe gilt für Nieten. Alle Bauteile sind aus nicht korrodierenden Werkstoffen und verschraubt. Lediglich bei der Dichtung der Lager habe ich Kunststoff erkennen können.
Alle AVETs weisen einige gemeinsame Kennzeichen auf, die den Anspruch auf hohe Qualität unterstützen.
Jeweils 6 gekapselte Edelstahl Kugellager sorgen für unglaubliche Ruhe und Freilaufeigenschaften. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn eine leere Spule nach leichtem Anstoßen mit dem Finger über 90 Sekunden braucht, um wieder zum Stillstand zu kommen.
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AVETs werden ausschließlich mit Schiebebremse hergestellt. Die Bremse kann (wie bei Rollen diesen Typs üblich) auf die gewünschte Bremskraft voreingestellt werden, geht in ihrem Funktionsumfang jedoch etwas weiter.
Neben Freilauf-, Strike- und Voll-Stellung ist ein Bereich Cast Controll integriert, der ein Überdrehen der Spule beim Wurf minimiert.
Die hohe bis sehr hohe Bremsleistung (14 lbs aufwärts) der Rollen wird mittels großflächiger Edelstahl/Carbon bzw. Titan/Carbon Bremseinheiten, die je nach Rolle einfach, doppelt oder vierfach vorhanden sind, erreicht. Selbst bei voller Leistung der Bremse, hat diese keinen Einfluß auf die Freilaufeigenschaften.
Die Produktpalette umfasst insgesamt sechs Modellreihen, die vom leichten Meeresangeln bis zum Big Game Fishing reichen. Alle Rollen sind auch als Linkshandmodell lieferbar.
Die kleinste Rolle, die SX, nimmt eine Ausnahmestellung - es die einzige Rolle, die nur in einer Variante gebaut wird. Alle anderen Modelle sind mit bis zu drei verschieden Übersetzungen oder als 1-Gang/2-Gang Modell erhältlich.
Unter den kleineren Modellen nehmen z.B. die JX/LX mit einer wahlweisen Übersetzung von 8.0:1 eine Sonderstellung ein. Diese rasante Übersetzung liefert einen Schnureinzug von ca. 1,5m pro Kurbeldrehung und ist für die Angelei auf Räuber ausgelegt, die eine schnelle Köderführung schätzen. Im Drill größerer Fische ist bei dieser Übersetzung allerdings gekonntes Pumpen gefordert.
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Ein wenig moderater, und im Gebrauch praktischer präsentiert sich die kleine 2-Gang Rolle MX 6/4. Immer noch flott genug für eine schnelle Präsentation des Köders kommt der kleinere Gang im Drill sehr gelegen.
Sind die Rollen bis zur LX noch als moderat zu bezeichnen, wechselt man ab der EX4/0 in die Klasse der Boliden. Die EX4/0, EX50 sind jeweils als 1-Gang oder 2-Gang Version verfügbar, während die TR-X nur noch als 2-Gang gefertigt wird. Rollen diesen Typs sind als Standard Version oder als "Wide" mit höherer Schnur-kapazität verfügbar. Die Brems-leistung dieser Rollen reicht von 20/35 lbs (Strike/Full bei der EX4/0) über 50/57 lbs (Strike/Full bei der EX50) bis zu 100/116 lbs bei der TR-X. Letztere Rolle wird von den Besitzern gerne als T-REX bezeichnet - es ist unschwer zu erkennen warum! Diese Kraft muss man als Angler erst einmal aufbringen. "Bitte Anschnallen" heißt hier die Devise!
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Sicherlich braucht nicht jeder Angler solche Leistung, aber diese Rollen haben durchaus ihren Einsatzbereich. SX, MX, JX und LX sind Maschinchen, die jederzeit sinnvoll bis zum mittelschweren Pilken, Trolling auf Lachs oder bis zum mittleren Natürköderangeln eingesetzt werden können. Mit der zu Verfügung stehenden Schnurfassung ist jedes dieser Modelle absolut Norwegen tauglich, wenn man mit Geflochtener angelt.
Verweilt man in den so geliebten nördlichen Gefilden, stellt die EX4/02 in der schmalen Form das Maximum des sinnvoll Vertretbaren dar. Ziemlich üppige Bremskraft, Schnurfassung und Gurtösen bieten alles, was ein Tiefsee(naturköder)fetischist oder Heilbuttträumer braucht. Seien wir ehrlich - alles Andere wäre Overkill.
EX50 und TR-X seien denen vorbehalten, die die reele Chance haben, diese Rollen auch voll auszureizen - auf die Berichte warte ich selber noch!
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Da ich gerne weis, was Innen liegt, hab ich eine EX4/0 mal aufgeschraubt. Nach lösen der acht Gehäuseschrauben lässt sich der Deckel leicht abziehen. Nach herausnehmen der Spule präsentiert sich der starke Rahmen in schlichter Schönheit. Angst vor umherfliegenden Teilen, die dann auf Nimmerwiedersehen irgendwo verschwinden braucht der "Bastler" hierbei nicht zu haben - alles ist verschraubt oder spannungsfrei eingebaut.
Die Bremseinheit an der linken Seite der Spule kann man nur als MASSIV be-schreiben. Die Sperrklinken der Rücklaufsperre rasten alle 8,6 Grad in die Sperrscheibe ein, ohne Last auf dem Getriebe zu erzeugen. Die große Titanbremsscheibe ist schwimmend gelagert und wird beidseitig von Carbon Bremsbelägen flankiert. Auf der Scheibe befinden sich zusätzlich am äußeren Rand kleine Vertiefungen, in die ggf. der Klicker eingreift. Die erkennbaren Nasen an der Bremsscheibe dienen sowohl zum Abschalten des Klickers beim Einkurbeln aber auch als Widerlager für den Voll-Stop Stift.
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Im Deckel selbst befinden sich die doppelten Sperrklinken, der Klicker und der Knopf für den Voll-Stop.Der Zusammen-bau ist ebenfalls trivial. Lediglich die Sperrklinken müssen mit einer Nadel oder ähnlichem Gegenstand angedrückt werden, damit Sie wieder in die Sperrscheibe einrasten können. Da dies bei nahezu aufgelegtem Deckel passieren muss erfordert es etwas Fingerspitzengefühl, die Rasten mit der Nadel zu ertasten. Alles in allem hat mich dieser kurze Blick in das Innenleben 5 Minuten gekostet, aber meine hohe Meinung über die Bauweise der AVETs bestärkt. |
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Für mich steht inzwischen fest, in welche Rollen ich in Zukunft mein Vertrauen investiere. Wenn mein persönlicher Traumfisch kommt, dann werde ich ihm mit einer AVET gegenübertreten - und wenn er nicht kommt, dann werde ich einfach viel Spaß mit diesen Rollen haben.
Nick Baehr aka Jetblack
www.avet-rollen.de
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