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Die Geschichte eines kleinen Teiches

Teil 2 – Das Abfischen

Am 16.10.2004 war es endlich soweit, das Abfischen konnte beginnen. Da wir, bevor wir den Teich leerten, erst einmal Möglichkeiten überdacht hatten, wie wir den Schlamm, welcher sich angesammelt hatte aus dem Teich bekommen, hat sich der Zeitpunkt vom Fischsterben bis zum Abfischen leider etwas länger hingezogen. Uns war zwar allen klar das etwas passieren muss, nur was wusste keiner so recht. Zur Diskussion stand ein Abpumpen des Schlamms mit einer Schlammpumpe, ein Ausbaggern mit einem Schreitbagger, sogar die Möglichkeit einen Baukran aufzustellen wurde in Betracht gezogen. Nach reichlichem überlegen und dem Einholen von Informationen kamen wir durch Zufall an ein Baggerunternehmen, welches uns versicherte das es kein Problem währe mit einem Bagger in den Teich zu fahren und ihn aus zu baggern. Da sich besagter Baggerunternehmer auch bereit erklärte unsere Fische zwischen zu lagern, stand dem Abfischen nun nichts mehr im Wege.

Einige Tage vor dem geplanten Termin wurde der Teich auf ein Minimum abgelassen, so das wir am Tag des Abfischens nur noch das Restwasser ablassen mussten um an die Fische zu kommen. Während dies geschah, wurden schon einmal die Transportbehälter für die Fische mit Frischwasser aus dem Bach, welcher normalerweise den Teich speist, gefüllt.

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Während des Ablassens kam noch eine Kuriosität, welche man nicht unbedingt jeden Tag zu sehen bekommt zu Tage – eine von Schwarzanglern aus einem Papierkorb gebaute Reuse.

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Nachdem das Wasser auf ein Minimum abgelassen wurde, begann das Herauskeschern der Fische. Dies stelle sich jedoch als schwieriger heraus als zuerst angenommen. Durch den Schlamm, welcher sich vor dem Mönch angesammelt hatte, war es fast unmöglich an die Fische zu kommen. So wurden, um einigermaßen stehen zu können, zuerst Speissfässer, später ein Brett genutzt.

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Nachdem man nun im Schlammigen Bereich stehen konnte, wurden die Fische herausgekeschert und in die Transportbehälter, zum Abtransport in den Teich des Baggerunternehmens, umgelsetzt. Durch das Wasser-Schlamm-Gemisch, in dem die Fische nunmehr herumschwammen, konnten einige von ihnen leider nur total verschlammt gekeschert werden und mussten hinterher vom Schlamm befreit werden.

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Durch den Schlamm und den Stress, welchem die Fische ausgesetzt waren hatten leider nicht alle Fische überlebt. So konnte der größte Teil des, wie sich bei dem Abfischen herausstellte, total verbutteten Weißfisch-Bestandes nur noch tot aus dem Schlamm herausgekeschert werden. Eine spätere Schätzung des Bestandes an Weißfischen ergab mehrere hundert Kilo Weissfische, von denen kaum einer das Maß von 10 cm überschritt.

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Eine letztendliche Zählung des Fischbestandes nach dem Abfischen ergab einiger hundert Kilo Weißfisch, zwei Schleien, ein Barsch, zwei Zander, 10 Aale und 10 große Karpfen. Da der Teich zuvor einiges mehr an Fischen beheimatete, vermuten wir, das viele der Fische beim Fischsterben verendeten. So wurden im Sommer 2004 ein Schwarm junger Barsche von mehreren Vereinsmitgliedern gesichtet. Die Zahl der Barsche wurde auf um die 300 geschätzt. Von diesen war beim Abfischen nicht die geringste Spur zu finden. Viele Aale erlitten leider ein ähnliches Schicksal, zwar starben diese nicht durch das Fischsterben, leider konnten sie aber beim Abfischen nicht erwischt werden und so fanden wir innerhalb der nächsten Tage nach dem Abfischen mehrere tote Aale auf dem Schlamm liegend. Auch überstanden die zwei Zander, welche abgefischt wurden die Strapazen des Transportes nicht, so konnten diese leider nur tot aus den Transportbehältern geborgen werden.

Glücklicherweise konnte ich während und nach dem Abfischen über 100 Teichmuscheln retten und in dem Teich des Baggerunternehmens hältern bzw. die Muscheln, die nach dem Abfischen gefunden wurden in dem Teich eines Bekannten unterbringen, so das zumindest einige Muscheln für den Neubesatz des Teiches übrig blieben. Durch das Fischsterben wurde allerdings der Bestand der Muscheln, welche wir zuvor auf mehrere hundert schätzten sehr stark dezimiert.

Alles in allem sind wir aber froh, dass wir den Teich überhaupt leer bekommen und vor allen Dingen die übrig gebliebenen Fische und Muscheln unterbringen konnten.



... to be continued ...

Karsten Kallweit
 
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