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Fliege des Monats

Jig-Fly


maerz2004_fdm.jpg


Dieses Jahr geht es wieder nach Norwegen zum Romsdalfjord. Dort wollen wir diesmal etwas extremer mit der Fliege fischen - und das kam so : vor einigen Jahren hat dort Hans Steinfurt ( Buch und Zeitschriftenautor ) mit der Fliege und kleinen Jigfliegen recht erfolgreich auf Pollack gefischt. Diese Bilder gingen mir einfach nicht aus dem Kopf - obwohl ich mich mit Jigfliegen noch nicht so recht anfreunden kann...

Das Gerät besteht aus einer Salzwasser Einhandrute von Penn in der Klasse 12 und einer Rolle System2 in der Größe 12 / 13. Als Schnur habe ich eine 11er intermediate, eine 12er Sinkschnur ( Sinkrate 10-12 cm / sec ) und ein 12er Deep Crescent ebenfalls in Klasse 9-13 ( 525 grains, Sinkrate 23cm / sec ).

Dieses schwere Gerät ist recht schwierig zu werfen ( und auch anstrengend ), aber man muss tief runter. Die Stellen die ich befischen will sind zwischen 2 Inseln und bis 30 m tief. Fisch war dort immer zu finden, meistens so in 10 m Tiefe.

Hierfür hab ich mir diese Jigfliegen gebunden :

Materialliste

Hakengröße : 6/0 - 2 ( Salzwasser Jighaken ) 
Garnfarbe : schwarz 
Körper: grell-gelbes Floss oder Wolle, Rippung ist Bindegarn 
Schwanz: Spectra Flash oder anderes Glitzermaterial in Gelb und Weis 
Rücken: gelber Zonkerstrip ( bis zur doppelte Körperlänge ) 
Flügel: Spectra Flash oder anderes Glitzermaterial in Lagen : weis, hellblau und Dunkelblau ( verschiedene Grüntöne geht auch ) 
Bart: Spectra Flash oder anderes Glitzermaterial in Gelb und Weis 


Bindeschritte

1.  Das Bindegarn festlegen und von vorne nach hinten führen (Unterwicklung) 
2.  hinten den Schwanz einbinden 
3.  das Floss ( Körpermaterial ) und den Rippungsfaden einbinden 
4.  den Zonkerstripe festlegen ( 50% nach hinten zeigend ) und mit etwas Sekundenkleber fixieren 
5.  den Bindefaden nach vorne führen 
6.  das Körpermaterial nach vorne winden und abbinden 
7.  das nach vorne zeigenden Zonkerstripeende auf den Körper halten und vorne mit dem Bindegarn fixieren 
8.  nun wird der Rippungsfaden stramm von hinten in groben Schlägen um den Hakenschenkel nach vorne geführt. Dabei durch die Haare des Zonkerstripes damit dieser auch festsitzt. Man kann auch die Haare mit einer Nadel teilen, damit der Faden besser liegt. ( Matuka Stile ) 
9.  Nun wird der Rippungsfaden vorne abgebunden und auch der Zonkerstripe noch richtig abgebunden - überstehendes Material wegschneiden. 
10.  Jetzt den Bart ( Spectre oder Glitzer ) in Schichten einbinden (am Besten auf die Verdickung des Jighakens) 
11.  Dann die Schwinge ebenfalls in mehreren Lagen aufbauen 
12.  das Material in Kopfnähe ordentlich überwickeln und Kopfknoten binden. 
13.  Als letztes wird noch das grell-gelbe Floss über die Kopfbewicklung gewunden und mit einem Kopfknoten befestigt. 
14.  Den Kopf mit Kleber bestreichen 


Fertig !!

Ach ja: der Jighaken muss etwas bearbeitet werden - der "Festhalter" für die Gummijigs muß weg!

Eigentlich bin ich ein Freund von wohl proportionierten Fliegen, aber bei dieser hier kann man richtig "füllig" binden.

Ebenso kann man über den Jighaken trefflich streiten, allerdings werden Fliegen ja auch mit Bleiunterwicklungen oder aber Kettenaugen gebunden.

Wenn es gar nicht mit der Fliegenrute klappt, kann man das Teil ja auch als Jig an der leichten Spinnrute nutzen ( eventuell zuhause auf Zander ....? )



Martin Hanusch
www.xxl-fishing.de



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