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25 Tipps für schöne Angelfotos
Anmerkung
Als ich die Idee zum Anglerpraxis-Fotowettbewerb hatte, stand für mich schon
der nächste, hier vorliegende Artikel fürs Anglerboard-Magazin fest:
Wenn ich durch den Fotowettbewerb schon Angler ermuntere, auf ihren
Angelurlaubsreisen, Wochenendtouren oder zuhause nach Feierabend und in der
Freizeit Bilder rund um ihr liebstes Hobby zu schießen, ist es für manchen
vielleicht auch hilfreich, ein paar Tipps für das Gelingen schöner
Erinnerungsfotos zu erhalten.
Die nachfolgenden Empfehlungen sollen keine Aufreihung professioneller
Fotografier-Richtlinien versierter Profifotografen sein, sondern stellen
ganz subjektiv nur gutgemeinte Vorschläge eines
"Durchschnittshobbyfotoanglers" an Interessierte dar, die dem ein oder
anderen evtl. zu ein paar gelungenen Angelfotos verhelfen.
Grundsätzliches zum aktiven Fotografieren während des Angelns
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Immer einen (betriebsbereiten) Fotoapparat mit zum Angeln nehmen!
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Viele Fotos! Mehrere Bilder von demselben Motiv schießen, um später das
gelungenste und schönste aussuchen zu können. Falsche Sparsamkeit mit
Filmmaterial oder Speicherplatz ärgern einen hinterher womöglich ewig, wenn
man es bei schönen Motiven versäumt hat, ausreichend "Rohmaterial in den
Kasten" zu bekommen!
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Alles muss "geladen" sein: Auf volle Batterien, genügend leeren Film oder
(bei Digitalfotokameras) genügend freien Speicherplatz auf dem Speicherchip
achten! - Ersatzbatterien, Ersatzfilm und leeren Ersatzspeicherchip für die
DigiCam mitnehmen.
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Die Fotoausrüstung (Kamera und Zubehör) gut gegen Regen/Feuchtigkeit und
Staub, Schmutz, Kälte, Hitze bzw. direkte Sonneneinstrahlung schützen,
möglichst in separater Tasche!
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Ein trockenes Tuch für die Hände griffbereit halten! Nach dem ersten
Versorgen eines frisch gefangenen Fisches scheitert das Schießen vieler
Fotos daran, dass niemand mit sauberen Händen da ist, der die Kamera gerade
mal eben zur Hand nehmen und abdrücken kann.
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Die Objektiv-Linse der Fotokamera muss sauber sein! Nichts ist ärgerlicher,
wenn eine große Fluse, Schmutz- oder Fettfleck auf der Linse eine ganze
Serie schönster Fotos unbemerkt unbrauchbar gemacht hat.
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Nicht bequem, ängstlich oder scheu beim Fotografieren sein! Nicht aus
Faulheit, Angst vor dem Fotografierspott der Mitangler oder aus Scham vor
anderen unbeteiligten Mitmenschen auf das Fotografieren herrlicher Motive
verzichten!
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Das bedeutet natürlich nicht, in Paparazzi-Manier aufdringlich und
"unhöflich" beim knipsen zu Werke zu gehen oder Dinge und fremde Personen
ungefragt abzulichten, wo "es sich nicht gehört"!
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Licht, Licht, Licht! (im Idealfall: Sonne, Sonne, Sonne!) - Je heller und
sonniger das Umgebungslicht, um so brillanter, kontrastreicher, schärfer und
farbenfroher werden die Aufnahmen. Notfalls bringt auch das Verwenden eines
Aufhellblitzes bessere Ergebnisse. - Natürlich gibt es auch Sonderfälle, in
denen gerade Schatten und dunkle Bildbereiche zur künstlerischen Gestaltung
besonders gewünscht sind.
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Nicht gegen die Sonne, sondern mit der Sonne im Rücken fotografieren! Das zu
fotografierende Objekt sollte nach Möglichkeit "in die Sonne schauen".
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Fangfotos
Die "richtigen" Angelbilder! Zu dieser Gruppe zählen die am weitaus
häufigsten fotografierten Motive rund ums Angeln. Wer ist nicht stolz, einen
schönen oder großen Fisch gefangen zu haben und freut sich nicht darüber,
diesen prächtigen Fang auch dauerhaft mit dem Fotoapparat festhalten und ein
gelungenes Foto davon für sich und seine Mitmenschen machen zu
können?
Oberstes Prinzip: Nah ran! Das Bild eines Anglers mit seinem Fisch ist viel
wirkungsvoller, wenn der Fisch bildfüllend oder wenigstens als
Hauptbestandteil des Fotos erkennbar ist. Dabei reicht es in extremen Fällen
manchmal sogar, wenn vom Angler nur das nötigste (Gesicht, Hände) erkennbar
sind. Andere Dinge, wie abgeschnittene Beine, werden bei Fangfotos gerne
verziehen!
Steht ein Angler auf einem Foto mit zusätzlich allzu viel landschaftlicher
Umgebung und mit nur etwas schwer erkennbarem Silbrigem in der Hand, ist der
Zweck als Fangfoto verfehlt.
A propos Hände
Den alten Anglertrick, weit herausgestreckte Arme vom Körper weg hin zur
Kamera mit einem kleinen Fisch, der durch diesen "Schwindel" manchmal riesig
wirkt, sollte man nicht bis ins Äußerste ausreizen! Dies fällt mehr auf, als
dass es den kleinen Fisch größer erscheinen lässt und hinterlässt beim
Betrachter möglicherweise nur einen negativen Beigeschmack oder ein leichtes
Lächeln.
Auf dem Boot: Bei stärkerem "wackeligen" Seegang möglichst wenig oder gar
nicht zoomen, also nicht näher an das Motiv heranfahren! Durch die
unkontrollierten Bewegungen des Bootes werden diese Bilder zu oft unscharf.
Besser ist es, die Objektiveinstellung unverändert auf "Weitwinkel" stehen
zu lassen und mit der Kamera stattdessen lieber möglichst nah ran an Fisch
und Fänger zu gehen.
Fotografier-Zeitpunkt
Am besten den Fisch immer möglichst sofort gleich dort fotografieren, wo er
gefangen wurde! Also am Fluss, See oder am/auf dem Meer (Boot). Dann hat der
Fisch noch einigermaßen seine natürliche Farbgebung, keine Druckstellen und
Farbveränderungen von der Lagerung in Kisten oder ist bereits von der Sonne
angetrocknet und hat noch keine unnatürlich verkrümmte, steife
Haltung.
Ist man ganz allein am Wasser, kann man sich bei Ausnahmefischen ruhig die
Mühe machen, einmal die Selbstauslöserfunktion der Kamera auszuprobieren,
wenn diese eine solche Einstellung hat.
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Hintergrund
(abgesehen vom extrem vollformatigen Ablichten eines Anglers mit seinem
Fisch ohne jeglichen Hintergrund)
Der schönste Hintergrund ist i. d. R. am einfachsten zu finden, wenn der
Fisch, wie zuvor genannt, sofort nach dem Fang an Ort und Stelle
fotografiert werden kann. Ideal ist es dann, wenn hinter dem Fisch und dem
glücklichen Fänger noch etwas von dem Gewässer zu sehen ist. Geht dies
nicht, sollte man bei einem etwas später nachgeholten Fototermin zumindest
einen natürlichen Hintergrund wählen wie z. B. einen Baum, Strauch, Busch,
Felsen oder Berg. - Vielleicht weniger empfehlenswert sind hier
blutgetränkte Filetiertische, eine geöffnete Autogarage, die halbfertige
Ziegelwand einer Baustelle oder eine unaufgeräumte Küche.
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Den Fisch im Urzustand ablichten! Nicht erst nach dem Ausnehmen mit
eingefallener Bauchhöhle.
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Das Fisch- "Model" vor dem Foto etwas schick machen! Blutende Stellen vor
dem Fotografieren abwischen und den Fisch von evtl. anhaftenden Blättern,
Staub oder Schmutz säubern.
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Wenn die Angelrute (zumindest teilweise, evtl. auch mit Rolle) und
vielleicht sogar der Köder, z. B. ein Pilker oder eine Fliege, ebenfalls auf
dem Foto sind, umso besser.
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Wie soll der Fänger "gucken"? Ein regelmäßig und viel diskutiertes Thema in
den Angelzeitschriften! Ganz einfach: Möglichst natürlich! Eigentlich ist es
egal, ob der Angler direkt in die Kamera strahlt oder dezent-nachdenklich
seinen Blick versonnen auf den Fischkörper richtet. Hauptsache, der Fänger
verstellt sich nicht und man sieht ihm seine ehrliche Freude über seinen
Fang an!
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Landschaftsaufnahmen
Grundsätzlich gilt
Weit weg! Reizvolle Effekte lassen sich aber auch durch Kombination eines
nahen Motivs mit weit zurückliegendem Landschaftshintergrund erreichen.
Halbtotale Landschaftsaufnahmen erreichen oft nicht die gewollte
Wirkung.
Möglichst keine gleichförmige geometrische/symetrische Ausfüllung des
Bildbereichs! Dies wirkt manchmal recht langweilig. Asymetrische Schrägen,
Diagonalen oder 1/3 zu 2/3 Verhältnisaufteilung des Bildes erzeugen oft
Spannung und Abwechslung.
Abwechslungsreiche Farbgestaltung! Grüne Wälder, quer durchzogen von einem
blauen Fluss mit ein paar bunten Sommerblumen im Vordergrund aufgenommen bei
kräftigem Tageslicht wirken ungleich schöner auf einem Foto als ein Motiv
mit einer ausschließlichen Wald- oder Bergfotografie. Das geht natürlich
auch nur dort, wo entsprechend "schöne" und abwechslungsreiche Motive
vorhanden sind. - Aber auch bei einer abwechslungsreichen und farbenfrohen,
sonst stimmenden Komposition geht vieles verloren im halbdunklen
Dämmerungslicht, bei dem alles eintönig in dunkelgraugrün getaucht
liegt.
Fehlen markante Landmarken als "Fotobeigabe" wie z. B. in einer etwas
eintönigen norwegischen Fjell-Landschaft, tut es auch hier ein einzelner
knorriger Ast, Baum oder ein besonders großer Stein, Felsen oder
Busch.
Die Kamera immer bereit halten! Auch bei Autofahrten zum/vom Urlaubsort oder
bloßen Besorgungsfahrten. Unvorhergesehen auftauchende Motive wie
Landformationen, Wasserfälle, Flüsse oder plötzliche Tierbegegnungen können
so zu den schönsten Urlaubsfotos werden!
Infobilder
Manchmal möchte man z. B. die Unterkunft seines Angelurlaubsaufenthalts mit
allen seinen Vorzügen (und evtl. auch Nachteilen) für sich und andere
Angler, Freunde oder Familienmitglieder festhalten. Interessant sind
Ausstattungsmerkmale, vorhandene Boote, Kinderspielplatzeinrichtungen,
Zimmereinrichtungen, Gemeinschaftsräume, Fischreinigungsplätze und vieles
mehr. Aber auch kleine Details wie lädierte Sitzplätze, schimmelnde Duschen,
tropfende Heizkörper, aufmerksam vom Vermieter hingestellte frische
Schnittblumen, Süßigkeiten auf dem Bett, ein schöner Salatteller oder
dergleichen besitzen manchmal hohen Informationswert!
Dabei kommt es beim Fotografieren dieser Dinge dann weniger auf ihre
möglichst ästhetische Darstellung, sondern auf die reine und
unmissverständliche Aussagekraft der Motive an. Also mitten drauf halten und
möglichst scharfe und gut ausgeleuchtete/helle Fotos (in Innenräumen evtl.
mit Aufhellblitz) machen! - Gerade auch hier gilt: Viele Fotos, und nachher
das beste auswählen.
Fazit
Man sollte sich diese Tipps zwar ruhig durchlesen und vielleicht das ein
oder andere für sich übernehmen; aber beim Fotografieren sollte man auch
nicht zu sehr ins Überlegen und Grübeln kommen! Einfach mal drauf halten und
möglichst oft mit der Kamera aus verschiedenen Blickwinkeln "schießen" ist
die beste Fotoschule. Wenn man nach und nach, auch nach dem Betrachten der
neuesten eigenen Bilder, einfach nur ein wenig überlegt wie gut oder doch
verbesserungswürdig das ein oder andere Foto geworden ist, ist man ganz
bestimmt auf dem richtigen Weg!
Nun bleibt zu hoffen, dass die nächsten Fotos einfach klasse werden!
Petri Klick,
Euer
Norbert Wiercimok
E-Mail: laksos@anglerboard.de
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