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Messe "JAGD & HUND 2005": AB-Film-Hollywood in Dortmund!

Ein Erlebnis der besonderen Art

6. Internationales Filmfestival "Tier, Jagd, Angeln und Natur" zur Messe

"JAGD & HUND 2005" in Dortmund

Die Arbeitsgemeinschaft "AG Wettbewerb Tier- und Naturfilme" veranstaltete zum 6. Mal gemeinsam mit der Messegesellschaft "JAGD & HUND" in Dortmund das Internationale Filmfestival. Zum Wettbewerb wurden Hersteller, Agenturen, Produzenten, Amateure und TV-Anstalten zum kreativen Vergleich aufgefordert. Er wurde unterstützt durch die Video- und Multimedia-Produktion KJS Media, der Messe "JAGD & HUND" und dem Landesjagdverband (LJV) Nordrhein-Westfalen. Schirmherr war der persönlich anwesende Baron Freiherr von Heereman.

Die Jury war unabhängig und setzte sich aus Experten der Fachbereiche, Filmproduzenten und Verbandsvertretern zusammen. Die Entscheidung der Jury und Auswertung erfolgte durch eine Findungskommission unter Vorsitz von Herrn Jürgen A. Schulz, Produzent und Journalist, und wurde während der Preisverleihung im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich der "JAGD & HUND" verkündet. Bei diesem Internationalen Filmfestival, zu dem 113 Filme aus 6 Nationen eingereicht wurden, kamen davon 32 Filme in den abschließenden Filmwettbewerb.

Alles fing ganz klein an. Eines meiner liebsten Steckenpferde ist die Videofilmerei. Besonders Angelfilme haben es mir dabei angetan. Um einmal zu sehen, wie man im "sportlichen" Vergleich mit anderen Angelfilmern und besonders "Profis" eigentlich dasteht und aus purer Neugier hatte ich daher 2 meiner Filme, "Go Smöla" und "Go Bornholm", zu dem Filmfestival eingereicht.

Nach einiger Zeit erhielten wir abends einen Anruf einer freundlichen Dame, die uns mitteilte, dass beide(!) Filme zum abschließenden Internationalen Filmwettbewerb angenommen wurden. Was für eine Riesenfreude - mit so einem großartigen Erfolg hatte ich ehrlich gesagt bei der ganzen hochkarätigen Konkurrenz gar nicht gerechnet!

Etwas später erhielt ich dann Ehrenkarten für die JAGD & HUND. Wir waren wahnsinnig gespannt, wie es denn nun weiter ging, aber eine besondere Benachrichtigung oder Informationen über das Abschneiden und die Beurteilung der Filme bekam ich jedoch nicht. Schade. Aber das hatte ich schon so eingeschätzt, dass es das war und wir uns aber auch so über den tollen Erfolg, von 113 Filmen mit unseren beiden Beiträgen in der Endausscheidung bei den letzten 32 Filmen dabei gewesen sein zu dürfen, wahnsinnig freuen durften!

Dann kam die Messe. Natürlich wollte ich als Zaungast dabei sein und sehen, wer denn mit welchen Filmen bei dem Filmfestival prämiert wurde! Da die Festveranstaltung während der Woche an einem Donnerstag war, nahm ich mir einen Tag frei und fuhr mit Monika (Laksine), Schwiegereltern und Jürgen (Heringsbändiger) nach Dortmund zur Messe. Es war ein ungemütlicher Tag, und die letzten Kilometer fing es auch noch an zu schneien. Das war für die Autofahrt sehr unangenehm. Triste, kalte und graue Einstimmung, aber wir freuten uns schon auf die Messe und waren ganz neugierig, was es dort alles zu sehen geben würde.

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Bild 1: Jürgen (li.) im Fachgespräch mit dem Angelexperten Klaus Hagedorn (re.)

Es war noch etwas Zeit, so schlenderten wir durch die Halle mit den Angelgeräten. Dort trafen wir am Stand von Uli Beyer (Ussat Angelsport) den bekannten Raub- und Friedfischexperten Klaus Hagedorn und fachsimpelten ein wenig. Wir bekamen gar nicht mit, wie die Zeit verrann, und schon wurde es höchste Eisenbahn! Es war kurz vor 11.00 Uhr, und um Punkt 11 sollte in einem bestimmten Saal der Messe/Westfalenhalle die Festveranstaltung beginnen. Wir beeilten uns sehr, noch rechtzeitig hinzukommen, mussten aber erst einmal diesen Raum suchen! Das war gar nicht so einfach, aber ein paar freundliche Eisverkäuferinnen und Köche lotsten uns dann zielstrebig zum Hintereingang dieses Saales, so dass wir es doch noch pünktlich schafften, da zu sein.

Oups, doch falsch! Dachten wir - weil eine Jägerblaskapelle ebenfalls vor dieser Tür anscheinend auf ihren großen Auftritt wartete. Unsicher zwängten wir uns durch die Grünröcke mit ihren Instrumenten, die allesamt sehr freundlich waren. Im Raum angekommen, ging die Ratlosigkeit weiter. Ob wir hier wohl richtig waren? Der Raum wurde beherrscht von einer großen Leinwand, einem Beamer, Lautsprechern und einigen weiteren Gerätschaften. Wir nahmen erst mal unsere Plätze ein und warteten ab, was nun weiter passierte. Eine freundliche Messehostess überreichte jedem Anwesenden ein Messe/Dortmund-Info-Set und ein kleines Geschenk.

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Bild 2: feierliche Eröffnung durch den Jagdbläser-Chor

Es ließ mir dann doch keine Ruhe, und auf meine Nachfrage bei einem der anwesenden Offiziellen wurde mir endlich bestätigt, dass wir hier richtig "für den Filmwettbewerb" waren! Und schon ging es los: Die Jagdbläserkapelle marschierte ein und spielte einige wirklich sehr schöne Stücke zur festlichen Eröffnung. Zur Begrüßung wurden hochrangige Juroren, Vertreter der Messe und der Stadt Dortmund sowie u. a. auch der Schirmherr Baron Freiherr von Heereman begrüßt.

Anschließend wurde die Veranstaltung eröffnet durch den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Herrn Jürgen A. Schulz. Es folgten Reden und Grußworte weiterer Vertreter der Jägerschaft, der Messegesellschaft und der Stadt Dortmund. Alles in allem war es doch mehr eine Veranstaltung für die Jäger (wir waren wohl auch die einzigen anwesenden Anglervertreter), wenngleich wir freudig feststellten, dass die Angler immer wieder wohlwollend und freundlich erwähnt wurden und keineswegs als unliebsam, sondern im Gegenteil statt dessen als willkommene Bereicherung der JAGD & HUND angesehen wurden! Viele Aspekte der aktuellen Probleme der Jäger wurden angesprochen, was aber auch für uns sehr interessant war und positiv zeigte, dass diese hochrangigen Vertreter der deutschen Jäger durchaus fortschrittlich, rege, aktiv, wirklich Interessen vertreten wollend, pragmatisch und anstrengungsbereit sich den anstehenden Problemen stellten - alle Achtung!

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Bild 3: Begrüßungsrede durch Herrn Jürgen A. Schulz, Produzent u. Journalist

Nach den Reden wurde es nun endlich für die Filmer konkret und richtig interessant. Herr Jürgen A. Schulz erläuterte die Arbeit der Juroren und gab Informationen zu den verschiedenen Bewertungsrichtlinien. Für den nächsten Wettbewerb wurde schon ein neues Jurymitglied angekündigt: Der stellvertretende Chefredakteur von Spiegel-TV. Er bedauerte, dass wegen des schlechten Wetters oder laufenden Filmproduktionen leider einige eingeladene Preisträger gerade von weit her nicht persönlich anwesend sein konnten. Diesen würden die Preise zugesandt.

Schließlich wurden die ersten Preisträger im Bereich "JAGD" geehrt. Teilweise waren zu aller Überraschung dann doch auch weit angereiste Gewinner im Raum, wie z. B. ein Filmemacher aus der italienischen Schweiz. Des weiteren gehörten zu den glücklichen Siegern auch 2 Vertreter des Verlages Paul Parey. Ein Teil der prämierten Filme wurde vor kurzem bereits von verschiedenen Fernsehanstalten ausgestrahlt.

Wir lehnten uns bei dieser wirklich sehr interessanten Veranstaltung bequem zurück und erfreuten uns an den vorgestellten Preisträgern und den hervorragenden beschriebenen Filmarbeiten, die allesamt abgeliefert wurden. Leider wurde als Filmvortrag nur ein kleiner Ausschnitt eines englischsprachigen Naturfilms gezeigt, der uns aber allen beim Anblick der Bilder das Blut in den Adern gefrieren ließ!

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Bild 4: Szene aus einem der Siegerfilme Bereich JAGD

Die Szene: Ein Kameramann steht mit seiner Kamera und Stativ in einem Lachsfluss. Eine 2. Kamera fängt die Szene von etwas weiter weg ein. Im Lachsfluss fischen aber auch einige Grisslybären. Plötzlich nähert sich ein riesiger Grissly dem Kameramann im Fluss! Er kommt mit seinem riesigen, massigen Körper auf den Kameramann zu und bleibt erst ca. 1-2 Meter vor ihm hin- und her schwankend stehen. Der Kameramann hat keine Chance mehr zu fliehen. Er muss ruhig stehen bleiben, was bleibt ihm anderes übrig! Also filmt er weiter. Erst sieht man die Aufnahmen der weiter entfernten Kamera am Ufer, die diese Szene einfängt. Da hat man Angst um das Leben des Mannes im Fluss. Anschließend sieht man die gleiche Szene, die der Kameramann hautnah vor dem Bären gedreht hat. Wahnsinn! Es waren fantastische Aufnahmen! Dieser Film hatte ohne Frage einen 1. Preis im Bereich "JAGD" verdient.

Nun ging es um die Angelfilme. Bedauerlicherweise musste Herr Jürgen A. Schulz mitteilen, dass im Jahr 2005 kein Angelfilm, auch keine professionelle Produktion, die strengen Beurteilungskriterien für einen 1. Platz erfüllt hatte. Es wurden von den eingereichten 113 Filmen und den daraus für den abschließenden Wettbewerb ausgewählten 32 Filmen daher lediglich 2 Angelfilme prämiert, ein 3. und ein 2. Platz. Schließlich fragte der Kommissionsvorsitzende in den Saal: "Ist denn unter den Anwesenden eigentlich ein Herr Norbert Wiercimok? Der Angelfilm "Go Bornholm" wird nämlich mit dem 3. Platz ausgezeichnet und erhält den Sonderpreis Jagd, Natur und Angeln - Sonderwertung - ! Der eingereichte Beitrag wurde als beispielhaft für das gewählte Thema gewertet!"

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Bild 5: Preisverleihung an Norbert Wiercimok, Anglerboardmitglied LAKSOS

Ich dachte, ich hörte nicht recht! Er hatte meinen Namen genannt! Also meldete ich mich: "Ja, der ist hier! Ich habe aber keine Einladung als Preisträger bekommen und bin nur zufällig als Gast und Besucher der Veranstaltung hier!"

"Um so besser! Dann kommen Sie bitte nach vorne zur Ehrung, damit Sie sich Ihren Preis abholen können!"

Ich war völlig überrascht, da ich überhaupt nichts gewusst und auch gar nichts geahnt hatte. Das Gefühl, was ich danach hatte, war unbeschreiblich. Die Ehrung war richtig klasse. Vor allem, dass anschließend einem Angler außer von den anderen Gratulanten auch noch begeistert von der versammelten Jägerschaft applaudiert wurde! ;-)

Die Preisträger erhielten Urkunden, Ehrenplaketten in Holz und Bronze sowie einige Pokale. Anschließend versammelten sich alle zu einem gemeinsamen Pressefoto.

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Bild 6: Alle anw. Preisträger, einige Organisatoren und Unterstützer

2. von links: Schirmherr Baron Freiherr von Heereman (Foto (c): N.Wiercimok)




Kurz darauf wurde die Festveranstaltung beendet und alle Anwesenden gemeinsam mit den hochrangigen Offiziellen und dem Baron Freiherr von Heereman in den "Backstage"- Bereich zu einem kleinen Imbiss mit erlauchten Speisen und Getränken gebeten. - Es war für uns alle ein Riesenerlebnis!

Im späteren Tagesverlauf, als wir durch eine der Messehallen schlenderten, kamen 2 Jäger auf mich zu, klopften mir auf die Schulter und entgegneten wohlwollend: "Das hat man aber gesehen, dass Sie sich sehr über diesen Preis gefreut haben und dass das alles sehr überraschend für Sie kam!"

Zum Ausklang des Besuchs auf der JAGD & HUND sahen wir uns noch einige praktische Köder-Vorführungen von dem Raubfischexperten Uli Beyer und dem Niederländer Bertus Rozemeijer an, verfolgten einen Vortrag des bekannten Anglers und Fotografen Olivier Portrat über den Fang riesiger Nilbarsche, sahen uns Fliegenwerferdarbietungen an einem künstlichen See an und bestaunten einen Filetiervortrag.

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Bild 7: Olivier Portrat bei seinem VortragBild 8: Praktische Fliegenwurfvorführungen



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Bild 9: FiletiervorführungBild 10: Bertus Rozemeijer u. Uli Beyer bei Köderdemonstration



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Am Stand von FISCH & FANG holte ich mir natürlich noch die Abonnentengabe in Form eines Sonderheftes beim stellvertretenden Chefredakteur Joachim Eilts ab.

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Bild 12: FISCH & FANG-StandBild 13: PROFI BLINKER-Stand



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Die übrigen Angel- und Ausrüsterstände wie"PROFI BLINKER", "Schnur-Bar", "Globetrotter" usw. sahen wir uns ebenfalls mit Interesse an.

Alles in Allem ein runder und gelungener Messebesuch, der aber vor allem mir selbst wohl immer und ewig in bester Erinnerung bleiben wird! Solche Überraschungen spornen natürlich für die Zukunft an; so wird in diesem Sommer unser 2. Norwegenfilm gedreht. - A propos Norwegenfilm: Unser 2. eingereichter Film "Go Smöla" kam ebenfalls noch unter die letzten 32 Filme in den abschließenden Wettbewerb.

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Bild 16 / Bild 17: beide zeigen das Messekino der JAGD & HUND

Die Preisträger-Filme wie "Go Bornholm" wurden im Messekino in Halle 7 auf der JAGD & HUND vorgeführt.

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Norbert Wiercimok


Fragen zum Thema an: laksos@anglerboard.de





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