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Karnevalsangeln am Kleinen Belt
Donnerstag 03.02.2005
Da ich am Donnerstag noch arbeiten musste, wollte ich Bad Zwischenahn um spätestens 22:00 Uhr verlassen. Aber wie es immer so ist, es kommt etwas dazwischen. Es ist doch zum verrückt werden. In diesem Fall waren es 2 Damen die unbedingt noch ne Pulle Rotwein bei uns an der Bar trinken wollten. Mensch, was habe ich innerlich geflucht. Aber, was sein muß, muß sein.
Also habe ich Langelandsklaus angerufen um ihm mitzuteilen, daß ich nicht wie erwartet zwischen 01:00 und 02:00 uhr aufschlagen werde, sondern erst zum Frühstück dort eintreffen werde.
Die Damen blieben dann bis um 01:00 Uhr an der Bbar sitzen. Daraus resultierte dann auch, daß ich keinen Schlaf mehr bekommen sollte. Also, ab in die Badewanne und den müden Glieder ein wenig entspannen gönnen.!
Freitag 04.02.2005
Gegen 02:00 war es dann so weit. Auto mit einem riesen Topf voll mit lecker Grünkohl, Würstchen, Kassler und Backfrischen Brötchen beladen und ab auf die Bahn. Hinter Bremen ging dann schon fast gar nichts mehr, da es suuuuuper nebelig wurde. Sichtweite unter 50 m. Naja, also halber Blindflug.
Unterwegs ging mir immer durch den Kopf: hast du alles eingepackt???? Wie werden sie sein, die AB'ler??? Komme ich mit denen klar??? Das sind doch fast "Fremde". Und mit denen sollst du nun ein paar Tage auf engstem Raume leben??? Hoffentlich geht das gut.
In DK angekommen habe ich natürlich auch gleich die richtige Ausfahrt verpaßt. Gott sei dank meldete sich LL-klaus über Handy, wo ich denn stecken würde!! Schnell konnte er mir die wichtigen Hinweise geben, wie ich zu fahren hatte. Danke Klaus! Ohne diese Info's würde ich sicherlich heute noch Gr. Albo suchen.
Gegen 06:30 fand ich dann endlich den Campingplatz (obwohl ich das eine oder andere mal sehr daran gezweifelt habe, wirklich richtig zu sein). alle anderen Teilnehmer waren schon aus den Federn (und wieder nichts mit schlafen). Also, alle begrüßt und dann schnell Frühstück machen. Mit Brötchen konnten wir dann aber jeden Bäcker neidisch machen, da Jelle auch noch satt Brötchen mitbrachte.
Nach dem Frühstück ging es nun zu den Booten. Ich durfte bei Olaf mitfahren, der ein wenig in seiner Bewegung eingeschränkt war mit seinem Knie. Dieses hat ihn aber nicht abgehalten wie ein Wiesel in der Gegend herumzuhumpeln. Lieber Olaf, eventuell solltest du noch einmal mit deinem Arzt reden, was er unter geringer Belastung versteht.
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Hier ein Teil der Bootsflotte.
Langelandsklaus
Quicksilver540
Hayabusa
Nachdem die Boote dann endlich aufgerödelt waren, brauste auch schon jeder los. jeder in sein Fanggebiet. Wir fingen bei der ersten Stelle rein gar nichts und machten uns schnell auf den Weg zu einer anderen Stelle, die Olaf sich auf der Karte angesehen hatte. dort fingen wir zumindest ein paar Babydorsche und 2 Seeskorpione (glaube, so heißen die Dinger, oder???)
Seeskorpion 1
Seeskorpion 2
Ebenfalls konnten wir an dieser Stelle auch noch den einen oder anderen kapitalen Seestern verhaften. Da dieses aber nicht unser Ziel war machten wir uns auf die Suche nach den anderen Mitstreitern und wurden schnell fündig. Hier seht ihr Angelloenne und Thomas in voller Aktion.
Nachdem wir dann auch noch Quicksilver540 treffen konnten, bekamen wir noch einen Hinweis, wo eventuell noch ein paar bessere Dorsche zu finden sein sollten. gesagt getan, Motor an und ab ging es zu einer weiteren stelle. Dort angekommen fingen wir bei fast jedem Wurf einen Dorsch. es waren keine Riesen, aber der ein oder andere war dabei, den man mitnehmen konnte.
Bei der 3. oder 4. Drift knalle es dann in meiner Rute und sie war krumm. Mensch, das war ein geiles Gefühl. ein kurzer blick auf das Echolot sagte mir, daß er auf 65 m gebissen hatte. Nun war pumpen an sehr leichtem Gerät gefordert. aber wenn eine Rute soooo krumm ist, ist das schon ein geiles Gefühl.
Ich habe wirklich keine Ahnung, wie lange es dauerte, bis wir endlich einen flüchtigen Blick auf den fisch werfen konnten. mir kam es auf jeden fall ewig lange vor.
Er kommt.
Nicht, daß ihr denkt, daß der gerissen ist. Das orange ist der Beifänger. Der Dorsch war sauber mit dem Pilker in der Lippe gehakt. Das war mein bis daher größter Dorsch, was man ja auch an dem leidlich strahlendem Gesicht deutlich erkennen kann.
Der stolze Fänger
Also, diese Drift hatte es wirklich in sich, denn kurz nach diesem Bild (ich rauchte gerade meine "Zigarette danach") war auch die Rute von Olaf in voller Aktion. Eebenfalls kam dort ein sehr schöner Dorsch zum vorschein.
Olaf mit Dorsch
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Dieses blieben dann aber an diesem Tag leider die einzigen richtig guten Dorsche. Nachdem wir die Fische versorgt hatten, ging es zum Aufwärmen in die Hütte. So nach und nach kamen dann die anderen vom Wasser zurück und es wurde eine Menge über die Ergebnisse gefachsimpelt. Da ich den anderen hier nichts vorweg nehmen möchte, werde ich mich auf unsere Erlebnisse beschränken.
Nachdem alle wieder im "Hafen" angekommen waren wurde lecker gegrillt. Es war schon sehr erstaunlich, wie unterschiedlich geschafft unsere Mitstreiter nach dem essen waren.
LL-klaus (fit?)
und Quicksilver540 (doch ein wenig müde, oder?)
Nach dem Essen fielen mir dann auch die Augen zu. Mittlerweile war ich ja nun auch schon 38 std. auf den Beinen. Also ab in die Falle.
Samstag 05.02.2005
Gegen 07:00 hätte ich alle umbringen können. Da klingelte doch schon wieder ein Wecker. Ich hätte wirklich noch stundenlang schlafen können. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es wieder auf die Boote. Selbstverständlich fuhren Olaf und ich wieder zu "unserer Stelle"! Dort fischten wir bis ca. 15:00 mit durchschnittlichem Erfolg. Ss kamen zwar verwertbare Dorsche an Deck, aber es waren leider nicht mehr so schöne wie einen Tag zuvor. Naja, aber es war ein suuuuper Angeltag.
um 15:30 setzte ich den grünkohl auf. ich hatte ja schon damit gerechnet, daß dieses unterfangen (für 15 hungrige mäuler kohl kochen) auf einem "normalen" herd etwas länger dauert, aber ich hätte nie gedacht, daß ich erst um 19:30 zum essen rufen konnte. nach dem essen plauderte man noch sehr ausgelassen in größerer runde. wer nun denkt, daß dort nur alkohol getrunken wurde, der schaue sich doch bitte folgendes bild an.
Thomas (ob das schmeckt???)
Sonntag 06.02.2005
Über Nacht änderte sich das Wetter. Es war saukalt und der Wind war recht frisch. Aus diesem Grunde wurde das Frühstück ein wenig verlängert und gegen 09:00 bestiegen wir die Boote. Wir konnten sehr schlecht an "unserer Stelle" fischen, da der Wind dort voll draufstand und die Drift doch ein wenig zu schnell war für unsere Ausrüstung. Also ging es zur Eisenbahnbrücke. Dort fischten wir ca. 2 Std. ohne nennenswerten Erfolg. Da der Wind nach einiger Zeit deutlich abgenommen hatte wollten wir es nochmals an "unserer Stelle" probieren. die Drift war immer noch recht stark, aber wir konnten noch 2 vernünftige Dorsche verhaften. Ich bekam langsam kalte Füße und wir brachen das Fischen zeitig ab. Nach kurzer pause auf den Hütten wurden die Boote in Kolding aus dem Wasser geholt, so daß jeder am Montag zeitig losfahren konnte.
Am Abend bekochten Toddy und seine Mannen uns noch sehr reichhaltig und lecker. Mir fielen aber an diesem Abend ebenfalls schon recht früh die Augen zu, so daß ich mich gegen 20:30 verabschiedete und mich in die Falle gehauen habe.
Montag 04.02.2005
Nach leckeren Aufbackbrötchen (danke dir Olaf) wurden die Sachen verstaut und bezahlt. Das Wasser sah mal wieder traumhaft aus, und ich glaube, jeder von uns wäre gerne noch einmal für ein Stündchen aufs Wasser gefahren. Auf der Bahn verabschiedeten wir uns noch mit einem kleinen Winke-Winke.
Ich kann nur sagen: es war toll. Jeder der nicht konnte, bzw. wollte hat etwas verpaßt. Ich für meinen Teil freue mich schon riesig auf das Treffen im März, wenn ich (fast) alle wieder treffe. Und, ich bin schon gespannt wie Bolle auf die anderen.
In diesem sinne möchte ich mich bei allen bedanken, daß ihr mich so freundlich in eurer Runde aufgenommen habt. Ebenfalls möchte ich mich bei allen bedanken, die sich für das leibliche Wohl aufgeopfert haben. Vielen, vielen dank.
Eure
Lotte
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