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Das Norwegentreffen 2005: Rückblick

Angeln, ja nee is klar.

Ein Hobby, das „ Männer unter sich“ abmachen. Wahrscheinlich bei vielen Frauen ein weit verbreitetes (Vor - ) Urteil. So auch bei mir.

Sei vielen Jahren mit einem begeisterten Angler verheiratet, nutzte ich die Zeit der männlichen Abwesenheit gern damit dem üblichen Zeitvertreib (Vorurteil 2) aller Frauen und ging Schoppen ( Schuhe braucht man immer), Klönen oder ging sonst meiner Wege. Auf das „halbherzige“ Angebot: “Nu fahr doch mal mit Angeln“ bin ich einmal zum Hochseeangeln eingegangen.

SEEKRANK!!!!!! Na ja, auch ne Art die Fische anzufüttern.

Mit Leuchtfeuer abgefüllt, „Mädel das hilft gegen Seekrankheit immer“, erreichte ich mit müh und Not den Heimathafen. NIE WIEDER!

So war der Stand der Dinge, als mein Mann im Sommer 2004 vom PC aufblickte und sagte: “ Schatz, ich muss im Februar nach Berlin!“ Nu ja – Berlin! Gib bestimmt schlechtere Ziele. Begeistert hörte ich zu, doch was dann kam glich einem Alptraum. „ Du, da ist ein Norwegentreffen (NORWEGEN???!!!) vom Anglerboard, („was issen eigentlich ein das Anglerboard?), da kommen alles nur Angler hin, da sind die ganzen Aussteller für Angelzubehör, Reiseveranstalter und alle die sich für Angeln in Norwegen interessieren,.... das wird Super!!!

JA SUPER!!. Anglertreffen – Norwegen – Angelzubehör. Mich riss es echt vom Hocker. Da fahr mal schön allein. ----------- Aber Berlin!!!??? Na ja, oder doch noch mal überlegen?

Nach einigem hin und her buchten wir uns also gemeinsam im Abacus Hotel ein.

Das Wochenende der Wahrheit rückte näher.

Nach einer ca. 5 stündigen Fahrtzeit rückten wir also im Tierpark Hotel ein. Direkt im Foyer saßen schon einige Herren, stürmten auf uns zu um uns zu begrüßen. „Hallo ich bin der...., wer seit ihr denn? Ach ja, dich kenn ich doch vom Board. Du bist doch Börde-Pilker . Na das is ja toll.“ Und eh ich mich versah, war mein Mann in die schönste Unterhaltung vertieft.

Aber, oh Wunder. Die war’ n ja total nett. Wer ist den die Dame? (DAME?) an deiner Seite?

Ich wurde vorgestellt und ins Gespräch mit einbezogen. Da sag noch einer Angler hätten keine Manieren!!!!! Doch dann ab aufs Zimmer, Koffer weg bringen. Wau!!! Super Hotel!!! Klasse Zimmer!!

Mein Mann, der aber jetzt unruhig wurde, trieb uns nach unten. „ Mal sehn wer so da ist!!!“ So trieben wir mit der Menge in den Wintergarten des Hotels.
 
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Ich trau es mich kaum zu sagen – ich amüsierte mich prächtig. Wozu das hervorragende Büfett der Hotelküche sicherlich einiges beitrug. Auch die Gesellschaft einiger Angelboardmitglieder, (Pfiffie 79 und Atair)die sich als Verfechter des Angelsports mit viel Humor auf die Skepsis einer Frau einließen, ließen mich das angeln mit anderen Augen sehen. Wir verbrachten gemütliche Stunden mit den Themen: Oh guck mal, dass ist doch ..., na wenn das nicht......und da hinten sitzt .... mit Frau. So lernte ich nach und nach viele Gesichter mit „ Nick – Namen“ zu verbinden. Das Orga –Team gehörte allen voran mit dazu.

Ein gelungener Abend. Mein Kompliment den Veranstaltern.

Am nächsten Morgen. Frühstücksbüfett im Wintergarten. Ja haben die denn kein Mitleid? Wie soll man denn hier den Überblick behalten bei der Auswahl.

5 Sterne für die Hotelküche. Der Tag fing gut an. Gegen 10.00Uhr füllte sich plötzlich das Hotel auf geheimnisvolle Weise. Durch alle Türen kamen von den Zimmern, aus dem Wintergarten und von draußen Menschen die in den Ausstellungsbereich in der 1. Etage drängten. 2 Schlangen bildeten sich auf der Eingangstreppe.“Macht nichts, wir haben ja die Buttons schon“, sagte mein Mann und lotste mich in den Saal... Hut ab Orga Team, ihr habt das Super vorbereitet. Da stand ich nun mit 2 Losen in der Hand.

Während des ganzen Tages wechselten sich nun Informationsveranstaltungen, Vorträge und einfach nur Zeiten ab, an denen man die Stände der Aussteller anschauen konnte. Da die Öffnungszeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr reichlich bemessen war, kam jeder zu seinem Recht.

Auch ich, die es „ Zwischendurch“ noch schaffte, 3 von den 8 Stunden ( andere wollen hier auch mal was sehn, Schatz)mit Mann eine Stadtrundfahrt durch Berlin zu machen und pünktlich zur Verlosung der sagenhaften Tombolapreise wieder da zu sein.

Das wir dann nicht gewonnen haben, konnte die Begeisterung über den Tag eigentlich gar nicht schmälern. Die Freude der anderen, z.b. über gewonnenes Angelzubehör oder Reisen riss uns andere mit. So langsam fühlte ich mich richtig wohl dort. Mein Mann erklärte mir an den Ständen begeistert die Anwendung oder Verwendung der Gerätschaften und drückte mir auch „Zufällig“ einen Katalog: Norwegenreisen mit der ganzen Familie“ in die Hand.

So langsam kam ich seinem Hobby näher.

Inzwischen schon fest integriert im Kreis einiger anderer Boardmitglieder ging es nach der Veranstaltung dann weder zum „ Büfett“. Mein Gott. Wenn ich erst wieder selbst kochen muss, - wie werd ich das vermissen. Der Service und die Freundlichkeit des Personals waren wirklich erstklassig. Beim Essen lernten wir ein weiteres nettes Ehepaar Marke „ Angler mit nicht angelnder Ehefrau kennen“. Palometta und Frau.

So wurden die ersten Verabredungen für den Abend getroffen. Frauen, die nicht angeln setzten sich auch gern mal zusammen. Atair versprach mir, dass er seine Frau auch noch zu diesem Team besteuern würde.

Um 20.00 Uhr dann also Treffen im großen Saal oben. Nette Runde: Atair und Frau, Palometta und Frau, Börde-Pilker und Frau, Pfiffie79 und neu dazu kam noch Pasa. Mit Getränken versehen und enormen Austauschbedarf (Frauen unter sich) ließen wir die Männer vor der Großleinwand bei entsprechenden Filmsequenzen ihrem Hobby frönen.

Leider, und das ist auch mein einziger Kritikpunkt, war der Abend vom Programm her ausschließlich aufs Angeln fixiert und ließ nicht mal das kleinste Tänzchen oder ähnliches zu.

(oder hätte ich es versuchen sollen?) In den frühen Morgenstunden (und nicht ausgeschlafen, so gegen 10.00 Uhr) trennte man sich dann nach dem Frühstück mit dem Versprechen:

Bis nächstes Jahr. Norwegentreffen 11.02.2006 in Berlin

Ist euch was aufgefallen?

Ja, nervte nicht dieses „und Frau“!!!!!!

Deshalb, das erste was ich am Sonntagabend zu Hause gemacht habe war: PC an, rein ins Board und angemeldet. Und Frau ....., wo gib‚s denn so was!!!!!

Nächstes Jahr hab ich auch nen Nicknamenbutton, seh euch vielleicht alle in Berlin.

Bis dahin lern ich auch schon ein paar online kennen.

Es grüßt euch das neue Boardmitglied

Regina


P.S. Vielleicht erzähl ich euch dann schon was vom Angeln.

* * * * *

Ein Wochenende in Norwegen

(Oder: Das Geheimnis der grünen Flasche)

Tatsachenbericht eines Augenzeugen vom II. Berliner Norwegenevent

Freitag, 11.02.2005, 14.30 Zulutime, Berlin/Hauptstadt der BRD: Ankunft im Abacus Tierparkhotel

Keine besonderen Vorkommnisse.

Nette Begrüßung meiner Gattin Ursel und meiner Person, durch weibliches Hotelpersonal am Checkpoint.

Nach Erreichen des Zimmers diagnostiziere ich bei mir Verdacht auf Muskelfaserriss im Latissimus/rechts, so wie Symptome eines leichten Bandscheibenvorfalls im Lendenbereich.

Folge des Transports unseres „gemeinsamen“ Gepäcks? (Vermerk: file/no.-treff./berlin/06_confidential_my eyes only: Gepäckkontrolle vor Abreise unbedingt erforderlich!)

Nach kurzer Akklimatisierung suchen wir die Räumlichkeiten des bevorstehenden Treffens auf.

Vernehmen Stimmengemurmel. Im Saal ist ein Atmosphärengemisch, bestehend aus Spannung, Konzentration und einer leichten Note von aggressiv/innovativer Spontaneität, um nicht zu sagen Kreativität, festzustellen.

Prüfung der Raumluft mittels Riechorgan ergibt:

*Guter, ehrlicher Männerschweiß
*Bier
*Tabak
*Ozon (von den verhalten summenden Beschallungskomponenten einer, im Gigawatt-Bereich arbeitenden, Audiohardware stammend.)

Begrüßen aktenkundige Jirko alias „jirko“ (beidhändige Gestik, anweisend), Karsten alias „Karsten_Berlin“(kritisch beobachtend), Peter alias „pete“ (Glyphen in den zentralen Großrechner eingebend) so wie einen Frank alias „Mozart“ (Strippen ziehend, Stöpsel steckend).

Weitere Mitglieder der Org-Crew tauchen auf. Identifikation durch leuchtend rote Poloshirts.

Verdächtige Person auf 03.00! Identifiziere einen gewissen „Dorsch1“, gefolgt von einem weiteren, weiblichen Crewmitglied, allg. geführt als „bine“. Ein äußerst erfreulicher Kontrast. (Objektiver Eindruck)

Bemerke weiteres, hochverdächtiges Individuum. Es handelt sich um einen gewissen W. D. B. (Deckname?) alias „wodibo“.

Co-Administrator (Codename „Franky“) eines, hier nicht näher bezeichneten, kleinen Internetforums betritt den Raum.

Völlige Ignoranz meiner Person von seiner Seite. Vermute posttraumatisches Stresssyndrom.

Betreten Raum II

Stand des „ATS“ in der Aufbauphase. Leichte, aber kontrollierte Hektik. (Empfehle Anordnung der Helmpflicht gem. UVV)

Bekanntmachung mit verantwortlicher Person/Bauleitung, hier bezeichnet als „Holger,“ so wie eines gewissen Björn alias „Leguan.“

Nehmen noch einen Kaffee im Gastrobereich des Hotels ein, und suchen dann das Zimmer zwecks Ruhepause auf.

Abacus Tierparkhotel, 11. 02. 05, früher Abend.

Bewegen uns auf die Hotelbar zu. Mehrere unbekannte, männliche Personen.

Kleidung, Gestik, Lautstärke der kommunikativen Interaktion und vor allem die hastige Einnahme diverser Alkoholika, lassen nur einen Schluss zu: Event -Teilnehmer.

Nähere mich, bewusst teilnahmslos, der Gruppe.

Mich auf gleicher Höhe befindend, schnappe ich Wortfetzen wie – „Bremskraft“ – und – „Harnessösen“- auf.

Verdacht bestätigt sich und nach kurzer Nachfrage identifiziere ich mich.

Es handelt sich, u. a., um einen gewissen Holger alias „holk“, einen gewissen Tino alias „Tinsen“ so wie um eine Person namens Nick alias „Jetblack“.

Letztgenanntes Individuum ist (lt. eigener Aussage) angeblich Teilnehmer einer Norwegenreise an der auch meine Person beteiligt ist.

(Vermerk: file/missiontroms05/halibut/spottedseacat/giantseabass_confidential_my eyes only: Überprüfung pers. Daten von “Nick” alias “Jetblack” alias ??”Avet”??)

Wir beschränken uns auf Smalltalk und suchen die Eventräume auf.

Halte den Begriff „Bienenstock“ hier für zutreffend.

Begrüßung eines aktenkundigen Meeresangler-Ehepaares, wohnhaft in Schwerin, eines gewissen „Knurrhahns“ (Org-Crew/Security), durch eine Petra alias „Fischmäulchen“ nebst Partner, genannt Robert alias „Nick_A“ und durch eine Tanja alias „Tanja_Berlin“ (Org-Crew) sowie Paddy alias „Paddy“ (Canis domesticus/Fischapporteur/Bodyguard) und diverser weiterer Personen.

Bierkonsum steigend.

Bemerke männliches Individuum mit Physiologie jenseits der Standards. Vermute Abstammung aus alter, bajuwarischer Blutlinie.

Vermutung bestätigt sich bei Kontaktaufnahme. Es handelt sich um aktenkundige Person, geführt als Franzl alias „Franz_16“.

Bierkonsum steigend.

Einzelpersonen und Kleingruppen suchen den Gastrobereich, zwecks Nahrungsaufnahme, auf. Schließen uns an.

Nach Abschluss des Abendessens, verwende hier bewusst den Begriff „opulent“, kurzer aber heftiger Anfall durch postlukullische Depression.

Unterliege temporär einem gesteigerten Ruhebedürfnis. Therapiere mit hochprozentigem Alkohol.

Befürchtungen, dass meine Gattin einem Anfall von Völlerei, vermeide bewusst den Begriff Fressanfall, unterliegt, scheinen sich leider zu bestätigen.

Bierkonsum steigend.

Nehme an Gesprächsrunden teil. Täusche Interesse und/oder Sachkunde bei Begutachtungen diversen, vmtl. eingeschleusten, Angelgerätes vor.

Bierkonsum steigend.

Kann das Aufdrängen hochprozentigen, britischen (vmtl. illegalen) Gerstenbranntweins durch gewissen Karsten alias „Karsten_Berlin“, so wie fotografische Aufnahme meiner Person nicht verhindern.

Beschließe taktischen Rückzug.

01.45 Zulu, Bettruhe.

Abacus Hotel, 12. 02. 05, morgens.

D-Day

Nach Einnahme eines Frühstücks, bin gezwungen hier nochmals den Begriff „opulent“ zu verwenden, und einer Intensivtherapie mittels Kaffeebohnen-Aufguss (leichtes, alkoholisches Posttrauma in Verbindung mit Schlafmangel) versuchen wir Zugang zu den Eventräumen zu erlangen.

Offensichtliche Zusammenrottung zahlenmäßig überlegener Personengruppen beiderlei Geschlechts, am Eingang. Beherrschtes aber entschiedenes Auftreten meiner Person, verschafft uns störungsfreien Zutritt.

Passieren Security-Bereich ohne weiteren Aufenthalt.

Erste Eindrücke:

Offenkundig handelt es sich tatsächlich um das konspirative Treffen einer Personengruppe, die sowohl persönliche als auch geschäftliche Interessen mit der, zu Skandinavien gehörenden, demokratischen Monarchie Norwegen verbindet.

Stelle die Anwesenheit von Mitgliedern des norwegischen Konsularkorps fest.

Hier scheint die (verbreitete?) Freizeitbeschäftigung „Angeln“ (s. Sportfischen, Fischen), aber auch die Seefahrt und Navigation im Vordergrund zu stehen.

Es werden nicht nur hochwertige Fischfanggeräte zur Schau gestellt, bzw. zum Kauf angeboten, sondern auch, wie ich feststellen kann, modernste Sonar, - u. Navigationstechnik in Verbindung mit Global Positioning Systemen und innovativster, elektronischer Hardware.

Ein Handel mit Exportbeschränkungen/verboten belegter Technik, wie Radardoppler, passives Sonar oder submarine Zielerfassungssysteme kann nicht, ich betone nicht festgestellt werden.

Obwohl ich, als objektiv/unbeteiligter Beobachter, den Eindruck habe, dass besonders für feinmechanische Erzeugnisse der Angelgeräteindustrie, Preise erhoben werden die teilweise der Anschaffung eines asiatischen Kleinwagens gleichkommen, kann ich Gesprächen folgen die ich auszugsweise zitiere:

„Alter! Voll biiiillich!“

„Kuckma! Da hinten abgegriffen! Is das ´n Schnapp, oder was??“

etc., etc.

Besonders die aktenkundige Person „holk“ fällt durch manisches Kaufverhalten auf. Leider sind neurotische Kaufzwänge in Verbindung mit Angelgerät, wenn nicht sogar eine unbekannte Form des Fetischismus zu vermuten.

Allerdings gelingt es auch mir am ATS - Stand praktikables Zubehör, in Form eines Reise – Rutenkoffers, zu einem äußerst moderaten Preis zu erstehen. Natürlich rein geschäftlicher, zweckgebundener Kauf, da kurz, mittel u. langfristig, Flugreisen nicht zu vermeiden sein werden.

Geiles Teil!! (Bitte um Entschuldigung; Der Stress.)

Zu Tarnungszwecken erstehe ich, am Stand eines gewissen Klaus alias „Langelandklaus“, ein Basecap und lasse es an einem Hochleistungs-Textilroboter mit der Bezeichnung eines kleinen, hier nicht näher bezeichneten Internetforums, so wie einem erfundenen „Alias“ versehen.

Um Beobachtungen und Eindrücke verarbeiten, bzw. notieren zu können, ziehe ich mich in den Servicebereich zurück.

Treffe hier auf aktenkundige Person, geführt als Bernd alias „Kunze“ und werde von ihm und mehreren anderen Personen, u.a. Thomas alias „ThomasL“ (vermutete Herkunft: Schweiz) in sog. „Fachsimpeleien“ verwickelt.

Halte es für opportun, auch hier Interesse und/oder Sachkunde vorzutäuschen.

Bierkonsum steigend.

Aktenkundige Person, geführt als Thomas alias „Thomas 9904“ hantiert mit mehreren toten, kommerziell hochwertigen Meeresfischen. (Bezeichnung: „Filetiervorführung“)

Meine Proteste, die Verwendung und das Führen langer u., lt. Aussage o.g. Person, „scharfer“ Hieb, - u. Stichwaffen in der Öffentlichkeit betreffend (vgl. Waff.G. § ff.) verhallen ungehört aufgrund des chaotischen Andrangs.

Vermutlich ist es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine Verletzten, einschl. des Vorführenden, zu beklagen sind.

Teilnahme an mehreren Vorträgen.

Sogenannte „Guides“ (s. Führer, Angelführer, Stalker, Ghillies) so wie Mitarbeiter von Agenturen und Fachzeitschriften berichten, vor großer Projektionswand, über Fischfang und andere Vorkommnisse in Norwegen.

Die Resonanz des Publikums lässt den unbeteiligten Beobachter durchaus auf Sachkunde und Kompetenz schließen.

Kann nicht umhin, einem gewissen Jürgen alias „Jürgen“ meinen Respekt für seinen, mit berechtigter Kritik versehenden, Beitrag mit dem Thema - „Sicherheit auf See, Umgang mit Wasserfahrzeugen u. Verhalten als Gast in Norwegen“ - persönlich auszusprechen.

Mein Eindruck scheint mit dem der anwesenden Menge konform zu gehen.

Bierkonsum steigend.

Plötzlich aufkommende Hektik lässt das Ende der Veranstaltung vermuten. Es folgt eine Verlosung von Sachpreisen, Reisegutscheinen u. kompletten Reisen.

Die langwierige Unternehmung gipfelt darin, dass eine aktenkundige, männliche Person, Physiologie jenseits der Standards, geführt als Alex alias „Axel“ alias „Sockeye“ oder auch Axel alias „Alex“ alias „Sockeye“ (Vermerk: Sockeye = pazifische Lachsart. Nicht etwa Sockenauge!) die Bühne betritt und den Hauptpreis (Reise in das polare Norwegen für 60 Personen) entgegennimmt.

Verspüre starkes Ruhebedürfnis, allerdings ruft auch weiterhin die Pflicht.

Abacus Hotel, 12. 02. 05, früher Abend.

Versammlung einer erheblichen Anzahl Event - Teilnehmer, mit dem Ziel der Nahrungsaufnahme. Es folgt ein orgiastisches Essgelage, mit teilweise chaotischen Szenen bei der Vergabe von gegrilltem Seeteufel und Heilbutt.

Randnotiz: Werde Zeuge eines Phänomens.

Verfasser und der bereits erwähnte Robert alias „Nick_A“ erleben eine, nach wissenschaftlichen Maßstäben nicht zu erklärende, mehrstündige Nahrungsaufnahme unserer Partnerinnen. Insbesondere sind hier Süßspeisen in jeglicher Form zu erwähnen.

Es würde durchaus dem Volumen eines hoch dotieren Forschungsauftrags entsprechen, um eruieren zu können, wie zwei weibliche Personen, deren Lebendgewichte im Vergleich zu ihren Körpergrößen durchaus dem Begriff „ideal“ nahe kommen, in der Lage sind ihrem Stoffwechselkreislauf Nahrungsmittel zuzuführen, die (nach Menge und Protein/Kaloriengehalt) durchaus der Tagesration eines Zuges Marineinfanterie entsprechen.

Randnotiz: Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde..........

Bierkonsum steigend.

Branntweinkonsum steigend.

Wir werden von gewissem Jirko alias „jirko“ aus dem Gastrobereich des Hotels komplimentiert, um einen größeren Raum, der offensichtlich für einen gesellschaftlichen Anlass vorbereitet wurde, aufzusuchen. (Vermerk: Gattin und gewisse Petra alias „Fischmäulchen“ geben Laute von sich, die wahrscheinlich mit Treppensteigen in Verbindung mit exzessiver Kalorienzufuhr zusammenhängen.)

Mischen uns unauffällig unter die Anwesenden und nehmen an einem der großen Rundtische Platz.

Teilnahme an unverfänglicher Konversation und vorgetäuschtes Interesse an, objektiv betrachtet, unglaubwürdigen Berichten aus Skandinavien und Übersee.

Bierkonsum steigend.

Treffe die Feststellung, dass ein nicht unerheblicher Teil meiner Tischnachbarn aus dem Süden der BRD stammt. Gewisse „bine“ erscheint mit großer PET-Flasche und platziert sie präzise in der Tischmitte. Der Begriff „Grüne Flasche“ fällt, was mich in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit versetzt.

Erklärung: Die „Grüne Flasche“ ist keinesfalls grün, sondern so klar wie ihr Inhalt. Nach Öffnung des Behältnisses, verströmt sie ein sehr starkes, fruchtiges „Marillenaroma“. (?)

Wenn auch zögernd, nehme ich das Angebot einer, bzw. mehrerer Kostproben an. Nach kleinstmöglicher Aufnahme einer Testmenge bestätigt sich mein Verdacht. Mehrfache gebranntes Destillat auf Fruchtbasis, mit einem Gehalt an Volumenprozenten im Extrembereich.

Das Geheimnis der grünen Buddel – korrigiere - Flasche ist keines mehr. Zeitgleich zur Einnahme des Flascheninhalts werden mir von aktenkundiger Person „wodibo“ geräucherte Schlachtteile (interne Bezeichnung: „Wammerl“) eines Tieres der Gattung Sus domesticus bajuwaris angeboten.

Um keinen Verdacht zu erregen willige ich ein.

Bierkonsum steigend.

Branntweinkonsum s.o.

Lärmpegel im Raum nimmt bedrohliche Ausmaße an.

Verfolge Filmbeiträge und Vorträge einer Organisation mit dem Decknamen „BGFC“. Es handelt sich hauptsächlich um den Fang von großwüchsigen Fischen in südlichen Regionen. Wiederum vorgetäuschtes Interesse von meiner Seite.

Werde von gewissen „jirko“, „Karsten_Berlin“ und Nick alias „Jetblack“ (alias ??„Avet“??) an ein Notebook genötigt, um digitales Seekartenmaterial in Augenschein zu nehmen.

Grund: Unbekannt.

Gewisser „kossiossi“ bietet hochprozentigen Schwarzbrand an. Um keinen Verdacht zu erregen........

Bierkonsum steigend.

Branntweinkonsum s.o.

Lärmpegel an der Schmerzgrenze.

Meine zotige Trinklieder zu vernehmen.

Abacus Hotel, 13. 02. 05, 04.20 Zulu.

Saal leert sich zunehmend. Mische mich unauffällig in eine Restgruppe und werde von einem gewissen Volker (interner Deckname: „Tiefseevolker“) in ein Gespräch verwickelt.

In einem unbeobachteten Moment (leichtes Konzentrationsdefizit durch Erschöpfung) verabreicht mir o.g. Person einen Kampfstoffcocktail auf biochemischer Basis, mit der Codebezeichnung „Mampe Halb&Halb“.

Sofort nach Einnahme sind ffffollgnde Sümmmtoohme fffesssuschtelln...... hähääää!!!!..... wo is´n der........

Hier endet der Bericht plötzlich. Weitere Dokumente und Beweismittel, die zur Aufklärung der Vorkommnisse dienen könnten, die sich in den frühen Morgenstunden des 13. Feb. 2005 im Abacus Hotels zugetragen haben, sind nicht existent.

Was bleibt ist ein präziser Augenzeugenbericht…

... über ein endgeiles Wochenende, Leude!!

Hab ´nen Haufen Vollsymphaten/innen kennengelernt, viel gelacht, noch mehr gegessen, noch viel mehr Input erhalten und nur sehr verhalten und in Massen, neee......ääääh...... Maßen getrunken.

Habe hier, mit Sicherheit, n´ Haufen Leute vergessen, die mir vor die Füße gelaufen sind.

Nich böse sein! Is datt Alter.

Ich bin außerdem immer so aufgeregt, wenn ich so weit von zu Hause wech bin.

Sage noch mal ganz artig, und selbstredend auch im Namen von Ursel, DANNGESCHÖN!

Und zwar an ALLE die zum Gelingen dieser denkwürdigen Veranstaltung beigetragen haben.

Hervorzuheben ist hier das Servicepersonal des Abacus, besonders die Crew am Abend der kleinen Feier, die doch, zum Ende hin, leicht erschöpft wirkte.......

That´s all folks!

havkat




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