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Rutenbau in 8 Schritten

Kurzanleitung von fishmanschorsch

Die einzelnen Schritte zur Fertigstellung einer Steckrute

Um eine Angelrute zu bauen sind nur wenige Schritte erforderlich. Man muss nur den Griff montieren, die Ringe anbinden und lackieren. Es sind nur einfache, leicht erhältliche Teile und Werkzeuge erforderlich.

Die einzelnen Schritte sind:

1.Die Art der zu bauenden Rute festlegen.
2.Besorgen der Einzelteile, des Zubehörs und der Werkzeuge.
3.Lokalisieren und Festlegen des Rückrades (engl. spine) des Blanks.
4.Griffmontage.
5.Montage des Spitzenringes.
6.Anwickeln der Ringe.
7.Ausrichten der Ringe und der Wicklungen.
8.Lackierung der Wicklungen.

 
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Wenn Sie in dieser Reihenfolge arbeiten, werden Sie feststellen, dass es gar nicht so schwierig ist, eine Angelrute selbst zu bauen. Es braucht nur Zeit und etwas Geschick. Wenn Sie zum ersten Mal eine Angelrute bauen wollen, ist es von Vorteil das Anwickeln der Ringe an einem alten Blank zu üben, bevor Sie mit dem Bauen Ihrer neuen Rute beginnen.

1 Festlegen der Rutenart

Die einzelnen Rutenarten weichen zum Teil stark von einander ab. Überlegen Sie sich welche Rute Sie bauen wollen um Fehlkäufe und Enttäuschungen zu vermeiden. Dabei sind Ihre persönlichen Vorlieben ein wichtiger Faktor: Länge, Farbe, Wurfgewicht des Blanks, Kork- oder Duplongriff, Länge des Griffes (abhängig von Ihrer Armlänge), Aluminium- oder Kunststoffrollenhalter, Ringmaterial, Ringform, Farbe der Wicklungen.

2 Besorgen der benötigten Komponenten, Zubehörteile und Werkzeuge

Alle benötigten Teile und Werkzeuge sind im Fachhandel und Baumarkt erhältlich. Sollte Ihr bevorzugter Händler kein Rutenbaumaterial im Angebot führen, der Versandhandel hilft weiter. Suchen Sie im Internet nach „Rutenbau“.

Für die Angelrute brauchen Sie:

1.Ruten – Blank
2.Griff (Griffmaterial, Rollenhalter, Endkappe, Windingcheck)
3.Ringe und Spitzenring

Um mehr über die benötigten Teile zu erfahren untersuchen Sie bestehende Angelruten und suchen Sie das Gespräch mit anderen Rutenbauern oder Fachhändlern.

Benötigtes Rutenzubehör:

1.glattes Papier-Klebeband zur evtl. Unterfütterung von Griff, Rollenhalter und Endkappe.
2.Klebstoffe für Griff, Rollenhalter, Endkappe, Windingcheck, Spitzenring.
3.Bindegarn.
4.Epoxy – Wicklungslack.

Weiteres Zubehör:

1.Schleifpapier (grob - Körnung 50-80, mittel – Körnung 100 – 150, fein – Körnung 220-320)
2.Mischbecher und Mischstäbe aus Kunststoff oder Metall (kein Holz!) für Epoxylack.
3.Lösemittel: Aceton und Alkohol zur Reinigung.
4.Küchenpapierrolle.
5.gute Pinsel für Epoxylack, billige Pinsel oder Minispachtel für Klebstoffe.
6.Abdeckpapier um den Arbeitstisch vor Klebstoff und Lack zu schützen.

Werkzeuge:

*diverse Feilen (rund, halbrund, flach)
*Klemmvorrichtung für die Griffmontage (Selbstbau)
*Zollstock oder Bandmaß, Schieblehre.
*Feuerzeug für Schmelzkleber
*Skalpell
*scharfe, kleine Schere
*kleine Säge mit feiner Zahnung
*Spitzzange
*Filzstift und China Marker weiß
*Burnishingtool

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*Wickelhilfe (Selbstbau, kann zur Not ein Schuhkarton mit 2 V-förmigen Ausschnitten sein)

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*Motor-Trockner (Selbstbau, es geht aber auch von Hand)

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*Alkoholbrenner

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Wenn Sie alles zusammen haben, wird es Zeit mit dem Bauen zu beginnen!

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3 Lokalisieren und Festlegen des Rückrades

Fast alle industriell gefertigten Blanks sind röhrenförmig und hohl. Diese Blanks haben eine härtere Seite, das „Rückrad“ (engl. spine) die lokalisiert werden muss um die Ringe und den Rollenhalter darauf zu befestigen.

Um das Rückrad zu finden stellen Sie den Blank mit dem unteren Ende im Winkel von ca. 45° auf eine glatte, feste Unterlage, unterstützen Sie ihn am oberen Ende mit einer Hand, biegen Sie ihn mit der anderen Hand nach unten durch und drehen den Blank dabei. Bei dieser Drehung wird der Blank in einer ausgeprägten Biegung „einrasten“. Die Innenseite dieser Biegung ist das Rückrad. Markieren Sie den spine mit China Marker auf dem Blank. Wiederholen Sie den Vorgang bei allen Teilen des Blanks. Auf dieser markierten Linie werden die Ringe und der Rollenhalter montiert.

4 Griffmontage

Rutengriffe können aus Holz, Kork, Duplon, Leder und vielen anderen Materialien hergestellt werden.

In dieser Anleitung werde ich nur auf die gebräuchlichen Materialien eingehen. Die Länge des Griffes hängt von der Art der Rute, Ihrer Armlänge und Ihrer persönlichen Vorliebe ab. Sie sind frei in der Entscheidung. Eine gute Hilfe bei der Festlegung der Grifflänge ist Folgende: montieren sie die Rolle, mit der Sie später bevorzugt fischen werden an den Rollenhalter, schieben Sie diese Rolle - Rollenhalter-Kombination auf den zusammengesteckten Blank, probieren Sie den für Sie komfortabelsten Abstand Rollenhalter – Blankende aus und markieren Sie die Position auf dem Blank.

4.1 Montageanleitung für Korkgriff

Sie können Ihren Korkgriff sowohl als Fertigteil kaufen als auch aus Korkringen selbstbauen.

1.Um einen Griff aus Korkringen zu bauen, beginnen Sie damit die Ringe einzeln mit einer Rundfeile auf den benötigten Durchmesser des Blanks aufzufeilen, bedenken Sie dabei, dass der Blank konisch ist, der Innendurchmesser der einzelnen Korkringe wird mit zunehmendem Abstand vom Rutenende immer geringer, denken Sie auch daran den Rollenhalter in die Messung mit einzubeziehen.
2.Wenn Sie alle benötigten Ringe für den Haupt- und den Vorgriff fertig gefeilt haben können Sie mit der Montage des Hauptgriffes beginnen. Benutzen Sie dafür einen 2-Komponenten Kleber wie z.B. UHU Endfest. Montieren Sie jeden Ring einzeln und bestreichen Sie die Schnittfläche zum nächsten Ring dünn mit Klebstoff. (nicht zuviel, ausgetretener Kleber lässt sich nur schwer entfernen) Nach der Anbringung aller Korkringe des Hauptgriffes pressen Sie den Griff mittels einer Korkklammer bis der Kleber gehärtet ist.

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3.Entfernen Sie die Klammer um den Rollenhalter und den Vorgriff zu montieren. Kleben Sie die später sichtbaren Oberflächen (unbedingt das Gewinde) des Rollenhalters und des Hauptgriffes mit Klebeband ab um die Oberflächen vor austretendem Kleber zu schützen. Für eine evtl. nötige Unterfütterung des Rollenhalters benutzen Sie Papierklebeband.

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 Wickeln Sie immer in eine Richtung. Lassen Sie zwischen den einzelne Wicklungen Platz für den Klebstoff. Nicht das Klebeband, sondern der Kleber hält den Rollenhalter auf dem Blank! Wichtig!: Bestreichen Sie sowohl den sichtbaren Teil des Blanks als auch die offenen, seitlichen Wicklungen des Klebebandes mit Klebstoff um eine starke Verbindung von Blank und Rollenhalter sicherzustellen. Ein losgerissener Rollenhalter lässt sich ohne Zerstörung des Vorgriffes nicht wieder befestigen. Jetzt montieren Sie den Rollenhalter mit einer drehenden Bewegung und den Vorgriff in der gleichen Art wie schon den Hauptgriff (in die gleiche Richtung drehen wie Sie auch das Klebeband gewickelt haben) um das Ganze dann wieder mit der Korkklammer zu pressen. Achten Sie bei der Montage des Rollenhalters auf den spine, damit Rolle und Ringe später in einer Flucht liegen.
4.Nach Aushärtung des Klebers schützen Sie Blank und Rollenhalter mit Klebeband vor Beschädigung und bringen den Griff mit Schleifpapier in die gewünschte Form. (Staubmaske tragen!)
5.Bei Benutzung von Fertiggriffen schneiden Sie die Griffteile mit einer feinen Säge auf die benötigte Länge und gehen vor wie bei der Montage des Rollenhalters, mit Unterfütterung, da die meisten fertiggebohrten Griffe einen größeren Innendurchmesser haben als benötigt. Für die Montage von Fertiggriffen mit Unterfütterung sollten Sie vorzugsweise einen leicht aufschäumenden Klebstoff auf Polyurethan Basis verwenden um die verbleibenden Zwischenräume sicher aufzufüllen.
6.Zum Abschluss der Griffmontage passen Sie den Griff an die Endkappe an und verkleben sowohl die Endkappe wie auch den Windingcheck mit Griff und Blank.

4.2 Montageanleitung für Duplongriff

Duplongriffe werden in vielen verschiedenen Farben und Formen im Handel angeboten. Von schwarz über pink bis zu camouflage ist alles möglich.

Die Voraussetzungen für die Montage von Duplongriffen sind Hitze und Gleitmittel.

Legen Sie die Griffteile für 3 – 5 Minuten in heißes Wasser. Dabei dürfen die Teile nicht geknickt oder verdreht werden.

Als Gleitmittel dient 2-Komponenten Klebstoff, bei Duplon keinen aufschäumenden Kleber verwenden.

Bestreichen Sie den Blank mit Klebstoff, schieben Sie den erhitzten Hauptgriff auf den Blank und entfernen Sie überschüssigen Kleber mit Alkohol oder Aceton.

Jetzt montieren Sie den Rollenhalter wie unter Korkgriffmontage beschrieben. Anschließend bringen sie den Vorgriff in der gleichen Weise wie den Hauptgriff an. Nun folgt noch die Montage der Endkappe und des Windingchecks.

5 Installation des Spitzenringes

Zur Befestigung des Spitzenringes benutzen Sie Schmelzkleber um den evtl. Austausch zu erleichtern.

Spitzenring – Befestigung

1.Schleifen Sie vorsichtig den Lack der Rutenspitze in der Länge des Spitzenringes ab, um eine sichere Verbindung zu gewährleisten.
2.Erhitzen Sie den Schmelzkleber und bestreichen Sie die Rutenspitze mit dem geschmolzenen Kleber.
3.Plazieren Sie ein kleines Stück des Klebers in das Rohr des Spitzeringes.
4.Jetzt erhitzen Sie sowohl den Kleber im Spitzenring als auch auf der Rutenspitze ohne den Blank zu überhitzen.
5.Schieben Sie den Spitzenring auf die Rutenspitze und richten Sie ihn in einer Flucht mit dem spine und dem Rollenhalter aus. Um später einen beschädigten Spitzenring auszutauschen genügt einfaches Erhitzen um den Ring wieder zu entfernen.

6 Anwickeln der Ringe

6.1 Ringabstände

Die einfachste Art die Abstände der Rutenringe festzulegen ist, die Maße von einer gleichlangen Rute zu übernehmen.

Eine sehr gute Möglichkeit die Ringabstände festzulegen ist die Excel-Tabelle (Link zu: http://www.flyfishingcracks.de/Rutenbau/Rutenbauberechnung.xls) von Stefan Dagmayr, die sich nicht nur zum Bau von Fliegenruten eignet.

1.Montieren Sie nicht zu viele oder zu wenige Ringe.
2.Zu viele Ringe können die Wurfweite reduzieren.
3.Zu wenige Ringe dagegen übertragen die auftretenden Kräfte zu ungleichmäßig auf den Blank.

6.2 Provisorische Ringmontage

Bevor Sie neue Ringe an den Blank montieren können sollten Sie die Ringfüße flach schleifen oder feilen, um nicht eine „Stufe“ hoch wickeln zu müssen. Einige Hersteller nehmen Ihnen diese Arbeit schon ab und liefern fertiggeschliffene Ringe.

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1.Wenn Sie die Ringabstände vorläufig festgelegt haben fixieren Sie die Ringe provisorisch mit schmalen Klebebandstreifen auf dem spine am Blank. Legen Sie dazu die Rute mit dem spine nach oben auf Ihre Wickelhilfe.
2.Rüsten Sie die Rute mit einer Rolle und Schnur aus, befestigen Sie die Schnur an einem schweren Gegenstand auf dem Boden und bringen Sie die Schnur auf Spannung, indem Sie vorsichtig einen Drill simulieren.

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  Nehmen Sie nun eine Sichtkontrolle vor, ob die Ringabstände ein gutes Bild auf der Rute ergeben.
3.Entfernen Sie anschließend Rolle und Schnur wieder. Dann versetzen Sie die Angelrute in Schwingungen, einer der Ringe muss sich jetzt im Ruhepunkt der Rute befinden, ansonsten muss eine erneute Berechnung mit geänderten Werten erfolgen.

6.3 Entgültige Ringmontage

6.3.1 Das Rutenbindegarn

Rutenbindegarn besteht üblicherweise aus Nylon, Baumwolle ist aufgrund der relativ rauen Oberfläche nicht geeignet. Bindegarn wird von mehreren Herstellern angeboten und ist im Rutenbauhandel erhältlich. Leider sind die Preise dafür relativ hoch. Eine preisgünstige Alternative ist das Maschinenstickgarn „Polyneon“ der Firma Madeira, das in duzenden verschiedener Farben und Metallic in Stickereifachgeschäften erhältlich ist. Achten Sie unbedingt darauf, Polyneon zu verwenden, da Rayon ungeeignet ist.

Rutenbindegarn wird in verschiedenen Stärken von „A“ (das dünnste) bis „EE“ (das dickste) angeboten, wobei die Stärke A für den allgemeinen Gebrauch, wie Ringwicklungen und Unterwicklungen am besten geeignet ist. Die stärkeren Qualitäten werden u.a. für schwere Bootsruten mit Rollerringen und Zierwicklungen verwendet.

6.3.2 Anwickeln der Rutenringe

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten die Ringe an den Blank zu binden. Für die einfachste und preiswerteste Art benötigen Sie folgende Gegenstände: 1 Kaffeebecher als Garnspulenhalter, 1 Telefonbuch um die nötige Schnurspannung zu erzeugen, 1 flachen Karton mit zwei V-förmigen Ausschnitten auf gegenüberliegenden Seiten als Rutenauflage.

Das Zubehör für ein professionelleres Arbeiten sehen Sie auf meinen Rutenbaubildern. Es lässt sich mit ein wenig Geschick leicht selbstbauen. Wenn Sie nicht aufs Geld achten müssen und Profiwerkzeuge haben möchten, auch das ist möglich. Suchen Sie im Internet nach „Rodbuilding“, da die meisten Hersteller in den USA zu finden sind.

Für die Schnurspannung gibt es keine gültigen Regeln, da hilft nur Ausprobieren. Üben Sie erst mal an einem alten Blank, wenn sich die Ringe nach dem Wickeln mit etwas Kraftaufwand auf dem Blank ausrichten lassen, stimmt die Schnurspannung.

Bevor Sie mit dem Anbinden der Ringe beginnen, sollten Sie sich überlegen ob Sie eine Unterwicklung der Ringfüße wünschen, es handelt sich dabei einfach um eine Garnwicklung direkt auf dem Blank, in etwas mehr als der Breite des Ringfußabstandes. Diese Wicklung kann in einer anderen Farbe als die eigentliche Ringwicklung oder auch mit Metallicgarn ausgeführt werden, was interessante Farbeffekte zulässt. Benutzen Sie aber kein Metallicgarn für die eigentliche Ringwicklung, da die Festigkeit dieser Garne zu gering ist. Ansonsten sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt, mehrfarbige Wicklungen, Breite der Wicklungen usw., wie es Ihnen gefällt.

1.Beginnen sie die Wicklung damit, das Garn einige Millimeter vom, mit Klebeband fixierten Ringfuß entfernt um den Blank zu legen und drücken Sie das Garn an den Blank um die Spannung aufrecht zu erhalten
2.Legen Sie das Garn über den Schnuranfang
3.Drehen Sie nun den Blank und wickeln Sie in Richtung des Ringfußes. Achten Sie darauf, dass die einzelnen Windungen dicht neben einander liegen, damit sich ein schönes Wickelbild ergibt.
4.Nach ca. 6 Umdrehungen schneiden Sie das überstehende Ende des überwickelten Garnanfangs ab
5.Wickeln Sie weiter auf den Ringfuß hinauf. Beim Übergang vom Blank zum Ringfuß unbedingt darauf achten, nicht übereinander zu wickeln. Wenn der Ring vom Garn gehalten wird, entfernen Sie das Klebeband mit dem der Ring provisorisch fixiert wurde
6.Wickeln Sie weiter über den Ringfuß. Ca. 6-8 Windungen vor dem Ende der Wicklung legen Sie eine Schlaufe aus 25er Monofil so an die bis jetzt bestehende Wicklung an, dass die Schlaufe in die Richtung weist in die Sie wickeln. Jetzt wickeln Sie die Schlaufe mit an den Blank.
7.Wickeln Sie weiter bis zu dem Punkt, an dem die Wicklung endet, drücken Sie das Garn fest an den Blank um die Spannung aufrecht zu erhalten und schneiden das Garn ab.
8.Stecken Sie das lose Ende des Garnes durch die Monofil-Schlaufe. Halten Sie dabei unbedingt die Spannung der Wicklung!
9.Ziehen Sie die Schlaufe unter der Wicklung heraus, so dass das Garnende mit unter die Wicklung gezogen wird.
10.Ziehen Sie an dem, jetzt aus der Wicklung herausstehenden, Ende des Garns um eine kleine Öffnung in der Wicklung zu schaffen
11.Legen Sie nun ein Skalpell, Rasierklinge o.ä. auf die Wicklung an das untere Ende des herausstehenden Garnes und ziehen Sie das Garn gegen die Klinge um es abzuschneiden. Um die Wicklung nicht zu beschädigen dürfen Sie nicht wie mit einem Messer schneiden.
12.Schieben Sie die entstandene Öffnung in der Wicklung zusammen um so das abgeschnittene Garnende zu verstecken.
13.Wickeln Sie alle Ringe in der beschriebenen Art an den Blank, achten Sie dabei darauf dass bei 2-füßigen Ringen beide Wicklungen eines Ringes gleich breit sind. Je mehr Sie sich beim Anwickeln der Ringe der Rutenspitze nähern, um so kleiner werden die Ringe und um so schmaler sollten auch die Wicklungen werden.

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1.2.

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3.4.



7 Ausrichten der Ringe und Wicklungen

Nachdem Sie alle Ringe angewickelt haben, stecken Sie die Rutenteile erneut zusammen und prüfen Sie ob der Rollenhalter, die Ringe und der Spitzenring in einer Flucht auf dem spine liegen. Korrigieren Sie evtl. vorsichtig die Ringlage.

Benutzen sie jetzt ein sog. „Burnishingtool“ (Glättwerkzeug) um die Oberfläche der Wicklung zusammen zu schieben und zu glätten. Ein Burnishingtool kann vieles sein, der Griff eines Nagelknipsers, eine große Sattlernadel und, und, und. Die Hauptsache ist, dass es eine gerundete, glatte, polierte Oberfläche hat. Jeder nimmt dazu, was am ihm besten geeignet erscheint. Ich persönlich bevorzuge eine Art Reißnadel. Reiben Sie dazu mit dem von Ihnen gewählten Werkzeug von Außen nach Innen über die Wicklungen, dadurch schließen sich eventuell vorhandene Öffnungen in der Wicklung.

8 Lackierung der Wicklungen

Im letzten Arbeitsschritt versiegeln Sie die Wicklungen mit einer dauerhaften, klaren Schutzschicht. Benutzen Sie dazu unbedingt einen guten 2-Komponenten-Epoxy-Lack, der flexibel und haltbar genug ist, die empfindlichen Wicklungen über lange Zeit zu schützen. Meine Empfehlung: Flex Coat High Build Polymer Rod Wrapping Finish. Durch die Lackierung werden die Farben der verwendeten Garne stark nachdunkeln. Um das zu verhindern können Sie die Wicklungen mit im Handel erhältlichen Color Preserver behandeln, oder bereits vorbehandelte Garne benutzen. Diese Behandlung hat aber den Nachteil, dass die Wicklung den eigentlichen Lack nicht oder nur schlecht aufsaugt, was dazu führt, dass die Stabilität der Ringwicklung herabgesetzt wird.

1.Stellen Sie sicher, daß die beiden Lackkomponenten eine Mindesttemperatur von 25°C haben, höhere Temperaturen schaden nicht, der Lack wird dadurch dünnflüssiger.
2.Messen Sie von Harz und Härter jeweils die gleiche Menge ab. Sie können die benötigten Mengen sehr gut mit den kleinen Messlöffeln abmessen, die mit Stabilit Express Klebstoff ausgeliefert werden. Je 1 solcher Messlöffel der Komponenten vermischt reicht gut um einen Ring zu lackieren. Achten Sie darauf die beiden Komponenten bis zur Mischung streng getrennt zu halten. Besorgen Sie sich z.B. 2 Messlöffel die Sie mit A+B beschriften, um immer 1 Löffel für die gleiche Komponente zu benutzen.

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  Sauberes Arbeiten ist wichtig, damit die Lackkomponenten in den den Flaschen nicht aushärten.
3.Geben Sie beide Komponenten in einen Mischbecher (ein Eierbecher tut hier gute Dienste)
4.Mischen Sie beide Komponenten gründlich 2 Minuten lang mit ruhigen Bewegungen durch, um möglichst keine Luftblasen unter zu mischen. Benutzen Sie dazu ein Kunststoff oder Metallstäbchen, da durch die Verwendung von Holz Luftbläschen entstehen.
5.Nun lackieren Sie, unter Drehung der Rute, mit einem guten, nichthaarenden, kleinen Pinsel die Wicklungen. Verteilen Sie den Lack möglichst gleichmäßig in einer dicken Schicht (die Wicklung saugt einiges an Lack auf) bis ca. 1 mm über die Wicklungen hinaus. Wenn Sie keine ruhige Hand haben, können Sie den Blank auch vorher abkleben, um einen gleichmäßigen Abschluß zu erhalten. Entfernen Sie das Abdeckband bevor der Lack getrocknet ist. Eventuelle Lufteinschlüsse in der Lackierung können jetzt durch vorsichtiges Erhitzen mit einem Alkoholbrenner entfernt werden.
6.Um eine schöne, gleichmäßige Oberfläche zu erhalten und ein „absacken“ des Lackes zu verhindern müssen Sie die Rute nach dem Lackieren abhängig von der Dicke der Lackierung und der Raumtemperatur über eine Zeit von 30 Min. bis 1,5 Std. immer wieder eine viertel Umdrehung weiter drehen. Eine „Drying engine“ mit Getriebemotor (10-30 U/min.) ist hier sehr hilfreich. Nach ca. 6-8 Stunden müsste der Lack trocken sein. Wiederholen Sie die Lackierung bis zu drei mal, wobei die aufgetragene Lackmenge jedes Mal geringer wird.
7.Lassen Sie die Rute noch einige Tage ruhen, bis alle Klebstoffe und Lacke vollständig durchgetrocknet sind.
8.Gehen Sie Angeln!

0505_rutenbau_16.jpg Immer einen dicken Fisch an Ihrer neuen Rute wünscht

fishmanschorsch





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