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Verwirrter Twister
Nachdem ich nach langer Winterpause zum ersten mal wieder die Angelrute schwang wurde ich schnell enttäuscht. Nach 2 Stunden am Inn-Salzach Gebiet mit der Spinnrute und Minitwister unterwegs und nur ein müder Barschzupfer. Obwohl es eigentlich ein erfolgversprechender Tag war. Schönes Wetter und eigentlich nur kurz vor dem Hungertod umher schwimmende Salmoniden.
Zum Glück landete mein Blick um mich herum auch nur auf enttäuschte Gesichter. Nachdem mir eigentlich die Spinnangelei auf die Nerven ging, dachte ich mir „probier es mal mit Schwimmer“ und suchte mir ein schönes Plätzchen an einer Art Buhne.
Tja, leider habe ich im ganzen Eifer vergessen, mir neue Stopper zuzulegen. Als ich verzweifelt nach einem Gummistopper suchte, sah ich im Augenwinkel die Strömungskante. Bingo, Strömung erzeugt Auftrieb. Ich band einen 8er Haken an die Hauptschnur(22er Monofil) einen Meter vor dem Haken, und zwickte ein 2 Gramm Blei an.
Da das Wasser relativ klar ist, entschied ich mich für einen schwarzen Mini Twister. Ich warf den Köder ca. 4m raus mitten in die Strömungskante, stellte die Rute in den Rutenhalter und drehte die Bremse ein bisschen auf.
Der Köder hatte durch die Strömung einen Aktionsradius von einem Meter und einen Auftrieb, dass er ca. 1 Meter über dem Grund schwebte. Da der Köder in der Strömung hin und her getrieben wird, simuliert man sehr real einen Wurm oder einen verirrten Köderfisch. Schon nach zwei Minuten knarrte die Bremse und die Rute bog sich. Nach kurzem Drill lag eine 2,6 Pfund schwere Regenbogenforelle im Netz.
Das nächste Mal warf ich vor einem im Wasser liegenden Baum. Die Zigarette war gerade fertig geraucht, schon wieder kreischte die Rolle auf, diesmal konnte eine sehr schöne Bachforelle mit 2,8 Pfund dem Twister nicht wiederstehen.
Kurz darauf folgte der dritte Streich, eine 3,9 Pfund schwere Regenbogenforelle schnappte sich den Twister. Tja, leider habe ich mein Limit erreicht. Jedoch gab ich den Tipp weiter und es folgten innerhalb einer Stunde 12 weitere Salmoniden von anderen Anglern, darunter auch einige Bachsaiblinge. Ich freu mich schon, wenn die Hechte und Zander wieder frei sind.
Also dann, Petri Heil
Andreas Münichsdorfner
Und das kam ein paar Tage nach dem Bericht per Mail noch hinterher:
Hallo Thomas,
habe heute es mal wieder probiert diesmal mit Lauben, Tauwürmern, Mais, Maden, Wobblern. Hatte viel zu tun, da sehr viele Barsche nach den Ködern schnappten. Auch 3 Salmoniden waren wieder dabei, darunter 2 maßige Bachforellen und diese Regenbogenforelle mit 5,6 Pfund. Vielleicht könntest du noch die Köder und das Bild hinzufügen die Forelle war 59cm lang. Dieses Exemplar ist die Obergrenze die mein Gebiet hergibt.
Vielen Dank und frohe Ostern,
Mfg
Andreas
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