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Dem Gestreiften auf der Spur

Barsche kommen in vielen Gewässern sehr häufig vor, aber dennoch zeigen sie sich nicht immer beißwillig. Die gestreiften Räuber sind gerne in großen Schwärmen unterwegs und wechseln ihre Fressplätze teilweise von Tag zu Tag, so dass sie erst gefunden werden müssen. Hat man jedoch einen solchen Schwarm abgepasst, dann sind unter Umständen Massenfänge möglich.

An bestimmten Stellen sollte man jedoch die Barschsuche besonders intensiv durchführen, damit nicht erst das gesamte Gewässer abgefischt werden muss, um den ersten Barsch zu fangen. In Fließgewässern halten sich Barsche besonders gerne an Bacheinmündungen und unterhalb von Wehren auf. Auch tiefe Gumpen, Brücken und vor allem Schleusenkanäle sind beliebte Standplätze. An stehenden Gewässern sind die besten Barschplätze dagegen nicht so leicht zu finden. Hier sind die Räuber meist hinter den Kleinfischschwärmen her. Wer weiß, wo diese sich aufhalten, der wird dort in der Regel auch Barsche fangen. Viele Barsche habe ich an Seen auch schon im Flachwasser an Schilfkanten oder Bäumen und Büschen, die ins Wasser hängen, gefangen.

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nov_veit_2.jpg Doch selbst wenn man die Barsche gefunden hat, heißt das nicht automatisch, dass man einen nach dem anderen fängt. Die Fische können an manchen Tagen ausgesprochen launisch sein und man muss zunächst herausfinden mit welchem Köder es am besten läuft.

Zunächst sollte man sein Glück stets mit der Spinnrute versuchen. Damit kann man einen großen Gewässerbereich abfischen. Dabei reicht es aus, wenn man einige bewährte Ködermodelle dabei hat. Dies sind beispielsweise silberne oder kupferne Spinner in den Größen 1 bis 3. Manchmal fangen auch Spinner, deren Blatt mit roten Punkten oder Streifen geschmückt ist, sehr gut. Ebenfalls fängig sind kleine Wobbler, die Weißfische oder Jungbarsche imitieren. Natürlich lohnt sich auch ein Versuch mit kleinen Twistern und Gummifischen. Die Köderführung sollte man variabel gestalten. Spinner holt man in unterschiedlicher Geschwindigkeit und in verschiedenen Tiefen ein. Bei der Führung eines Wobblers lassen sich Einholstopps durchführen, aber es kann auch erfolgreich sein ihn einmal sehr schnell zu führen. Gummiköder sollte kann man besonders gut mit kleinen Sprüngen über den Grund hüpfen lassen. Dies funktioniert besonders gut bei stärkerer Strömung, weil der Twisterschwanz dann stets arbeitet ohne dass man stetig Schnur einkurbeln muss. Die Leine zum Barschspinnen sollte ein Stärke von etwa 0,16 mm haben. Auf Stahlvorfächer sollte man verzichten, da sie die Laufeigenschaften vor allem bei kleinen Wobblern zu stark beeinträchtigen. Es kann dennoch ab und zu vorkommen, dass sich ein Hecht den Köder schnappt. Wenn die Rollenbremse gut eingestellt ist und der Haken vorne in dem zahnträchtigen Maul sitzt, hat man gute Chancen den unerwarteten Beifang zu landen. Hat man häufig Nachläufer, dann sollte der Köder besser langsamer als schneller geführt werden.
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Falls man weiterhin viele Fehlbisse erhält, ist es sehr ratsam einen Versuch mit Naturködern zu unternehmen. Ich selbst konnte an Angelstellen, wo zuvor mit den unterschiedlichsten Spinnköder keine Barsche zu fangen waren, mit Naturködern doch noch zum Erfolg kommen. Am besten fischt man dabei mit einer leichten Posenmontage. Empfehlenswert sind dafür schlanke Posen mit Tragkräften bis maximal 4 g Tragkraft. Wenn eine große Wurfweite erforderlich ist, kann man auf vorbebleite Waggler zurückgreifen. Zum Austarieren des Schwimmers sind Schrotbleie gut geeignet, da sie auf der Schnur verteilt angebracht werden können. Wenn dann der Köder - sei es nun ein kleiner Köderfisch, ein Wurm oder ein großes Madenbündel - gezupft wird, sinkt er sehr natürlich ab, weil es nicht von einem einzelnen schweren Tropfenblei in die Tiefe gezogen wird. Um zu verhindern, dass kleine Barsche den Köder tief schlucken sind relativ große Haken angebracht. Ich angle mit dünndrähtigen Greifern in den Größen 2 bis 6. Die Schnur kann man jedoch recht dünn wählen. 0,18er Hauptschnur und 0,16er Vorfach sind vollkommen ausreichend. Bleiben die Bisse aus, kommt neben dem Wechsel der Angelstelle auch eine Veränderung der Angeltiefe in Frage.


Veit Wilde



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