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British Columbia - einmal quer durch

Die Organisation dieser Reise begann für mich bereits im Oktober 2002. Ich rate jedem, der ähnliches vorhat, dringend zu dieser Handlungsweise. Wer später kommt, bekommt was übrigbleibt! Es sollte eine 3teilige Reise werden: Heilbutt, Skeena Region und die Fraser-River-Fishing Lodge. So waren die Vorgaben meiner Mitreisenden - alles erfahrene B.C. Profis. Es kam so zu einem Ablauf mit 2 Tagen Heilbuttangeln, 3 Tage in der Nicolas Dean Lodge und 9 Tagen ( ein freier Tag und 7 Angeltage ) in der Fraser-River-Fishing-Lodge. Für die Teile 1 bis 3 schlossen sich Ulli aus Schleiz, Peter aus Stuttgart und Christoph aus Hildesheim an. Für den 3. Teil kamen später Manfred, Wolfgang und Helmut aus Salzgitter und Martin aus Augsburg hinzu.

Heilbutt

Nachdem ich also meine ersten drei Mitreisenden in Frankfurt versammelt hatte, gings mit LH über den großen Teich nach Vancouver. Dort verkürzten wir die Wartezeit zum Flieger nach Terrace mit einigen Bierchen. In Terrace hatten wir dann alle etwa 22 Reisestunden in den Knochen und freuten uns aufs Bett. Am nächsten Morgen wurden wir dann nach Prince Rupert gefahren und schifften uns auf Ernies "Webbside One" ein.

Auf diesem Schiff wollten wir zwei Tage auf Heilbutt fischen und auch übernachten - incl. Vollverpflegung. Naja, mein erster Eindruck zum Schiff war: Anglerisch überaus brauchbar - aber beim pennen hatte ich so meine Bedenken, denn 2 meiner Mitfischer hatten die 60 schon überschritten. Was solls. Die Stimmung war von Anfang an gut. Ernie zeigte sich als lustiger und aufgeschlossener Skipper und Einheimische bestätigten:".....wenn Ernie nichts fängt, fängt keiner...." Das Gerät, ausschließlich Penn 340 GTI mit geflochtener Schnur und Nevercrackruten war ebenfalls in Ordnung und so gings los.

Nach etwa 1 Stunde gingen die Köder - ganze Heringe - an jeweils 2 Haken der Größe 6/0 mit Nirodrahtauslegern und ca. 250 Gramm Blei über Bord. Bei 60m kamen sie an, wurden leicht auf Zug gebracht und in die Rutenhalter gesteckt. Es dauerte nicht lange, da begann es bei Peter zu zucken - Anschlag - níx. Bei nächsten mal saß der Anschlag und in gespannter Erwartung sahen wir einen etwa 1m langen Dornhai nach oben kommen. So gings dann lustig weiter und Peters Angelecke wurde in "Sharks-Corner" umgetauft. Als es bei Christoph dann zuckte, war der Widerstand nach dem Anschlag doch etwas anders und unter großem Hallo kam der erste Wunschfisch mit ca. 10 Pfund an Bord.

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Nach obligatorischem Foto ging er in die Fischkiste. An diesem Platz fing dann noch jeder der Gruppe einige Haie und seinen jeweils ersten Heilbutt des Lebens. Die Fische hatten alle eine Einheitsgröße von etwa 10 bis 12 Pfund. Ernie verlegte nun das Schiff um sandige oder kiesige Bereiche unmittelbar oberhalb von Steilabfällen aufzusuchen. Es waren natürlich immer alle voll bei der Sache. Bilder der letzten Zeit mit Heilbutt von 130 Pfund, Lingcod von 47 Pfund oder Red Snappern von 44 Pfund ließen auch keinen Spannungsabfall zu. Trotztdem nahmen die Fänge weiter ab und es wurden noch zwei Heilbutts gefangen. Mir brachte mein zweiter Fisch den besten Heili der Tour mit 25 Pfund ein.

bc_03.jpg Die Nacht verbrachten wir dann in einem traumhaft ruhigen Fjord. Da wir vorher Körbe für Dungeness Taschenkrebse ausgelegt hatten, leerten wir diese nun und Ernie zauberte ein super Abendessen aus Krebsen, Heilbuttfilets und diversen Beilagen. Nicht einmal der Nachtisch fehlte! Nachdem sich nun alle richtig gesättigt hatten, bereitete man sich auf die Nacht vor. Als Organisator wurde mir dann aber doch Angst und Bange: Eine klitzekleine Vorderkajüte im Bug ohne große Belüftung sollte zwei Angler aufnehmen und die umgebaute Sitzgruppe weitere 2. Ernie wollte davor auf dem Gang pennen. Die schön überheizte Kajüte ließ meinen Entschluß reifen, draußen zu pennen. Ich zog meinen Überlebensanzug an, den ich bis jetzt wegen des traumhaften Wetters nicht benötigt hatte, legte meinen Schädel auf die Reistasche und mich auf den blanken Schiffsboden des Angeldecks. Der Wind und die Geräusche des Waldes versuchten mich in den Schlaf zu singen: Wolfs-/Kojotengeheule, Wildgänse und urinierende Mitangler, knarrende Rollenbremsen (Holz oder riesige Seesterne) verhinderten einen zu ausgedehnten Schlaf. Gegen 2 Uhr stürzte dann Peter vor Schmerzen schreiend auf Deck. Durch die notgedrungen angezogenen Beine bekam er Krämpfe auf beiden Seiten und litt starke Schmerzen.

Am dann irgendwann endlich beginnenden zweiten Tag versuchten wir weitere Plätze um auch noch an größere Exemplare des Heilis zu gelangen. Es blieb aber bei weiteres 2 Fischen der bekannten Größe. Um hier nicht falsch verstanden zu werden: Es ging uns nur um den Fang der Großen. In der Gruppe bestand Einvernehmen, dass jeder Fisch über 50 Pfund wieder über Bord gegangen wäre. Wir halten das Töten von großen Heilbutts für eine Schande. Ein Foto genügt. Eine große tote weiße Tischplatte erzeugt bei mir nur Ekel und keine Bewunderung. Die Verwertung dieser Exemplare ist sowieso fraglich. Die Bedeutung für die Population hingegen steht ausser Zweifel. Am Abend gings dann zurück nach Prince Rupert. Ernie filetierte die Butts mit großer Kunst. Es ging ratz fatz und Karkasse auf Karkasse flog zurück ins Wasser. Der große Müllsack enthielt fast 20 kg feinster Filets, die wir untereinander aufteilten.


Fazit dieses ersten Reiseteils: Skipper und Boot zum angeln bestens. Verpflegung und Versorgung an Bord ( sauberes WC!!!) kann nicht besser sein. Die Übernachtung an Bord nie wieder. Es brachte angeltechnisch keine Vorteile. Die Anfahrt von Hafen zu den Angelstellen ist genauso lang, wie die aus dem Fjord. Ein Bed- and Breakfast in Hafennähe wäre besser und urlaubsgerechter gewesen. Ein Wermutstropfen, der noch einzufügen wäre und den ich bei einer erneuten Buchung bereits im Vorfeld verhindern würde: Jeder Dornhai ging lebend mit Bauchschnitt vom Skipper zurück ins Wasser. Eine Unart, die offensichtlich dort weit verbreitet ist. Ich wolle keine Klimaverschlechterung auf dem engen Boot verursachen und schaute weg, da ich ja für die Gruppe Rücksicht nehmen mußte. Hinterher zeigte sich aber, dass alle der gleichen Meinung waren und das nicht wieder sehen wollen. Ernie ließe sich mit vielen Unternehmungen in B.C. kombinieren. Wer Interesse hat, bitte PN.

Skeena

Nach den zwei Tagen auf See wurden wir pünktlich von einem Mitarbeiter der Nicolas Dean Lodge abgeholt und nach Terrace gefahren. In der Lodge angekommen, trafen wir auf 6 Amerikaner. Diese hatten in den letzten 8 Tagen die Skeena - Area befischt ( es hatte viel geregnet ) und in der gesamten Zeit mit 6 Mann 2 Fische gefangen!!! Dazu kam, dass der Koch der Lodge sehr stark erkältet war und sich offensichtlich nicht traute, das Essen richtig warm zu machen. An zwei Tagen kein richtiges Frühstück - und das für 375 US $ am Tag! Aber wir hatten noch Glück. Der Skeena klärte sich und die Bedingungen wurden besser. Für jeweils 2 Mann hatten wir ein Jetboot mit Guide und Gerät zur Verfügung. Wir suchten einen Bereich des unteren Skeena ( classified water ) auf und fischten dort mit einer leichten Spin-O-Glow Montage. Die Guides richteten ein kleines Lager her.

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Es dauerte nicht lang, da rüttelte es Ulli Rute schön durch, Anhieb, Widerstand und ein schöner Silberlachs tobte durchs Wasser. Er ging dann bald wieder verloren. Es gab aber keinen Grund die Flinten ins Korn zu werfen. An diesem Tage fingen wir 12 Cohos bis 16 Pfund und Peter dazu noch drei Steelheads von 5, 8 und 10 Pfund. Steelheads gerade dieser Größe sind wahre Berserker. Unvorstellbar, das eine 5 Pfündige Steelhead dem Angler mehr abfordert als ein 15 Pfündiger Coho! Zwei Cohos von 14 und 16 Pfund gingen mit zur Truhe. Es waren in diesem Jahr zwei Cohos aus dem Skeena System und 2 Cohos aus dem Kitimat als Entnahme erlaubt. Wenn mann dann bedenkt, das die Jahreslizenz knapp 90 Dollar, der Salmon-Tag 30 Dollar und die classified waters täglich nochmals 21 Dollar kosten.........

Die Angelmethode der Guides war ausgeklügelt und sehr erfolgreich. Dieses Zusammenspiel von Platzwahl, Rutenposition, unterschiedlichen Wurfweiten für jede Rute und die Montagen ließen viel an Qualität erkennen und letztendlich den hohen Tagespreis rechtfertigen. Ich gehe daher auch nicht so genau auf diese Einzelheiten ein, da diese Leute davon leben und viel Zeit für Ihre Vorbereitungen aufwenden. Wir konnten uns über die Unterschiede gut informieren: An einem der Tage tauchte eine Gruppe von 9 bis 10 Leuten von einer dortigen deutschen Lodge auf. Dabei ein einziger "Guide" - wohl mehr jemand, der nur sicherstellen sollte, dass nicht zu viel entnommen wurde. Offensichtlich waren die Kollegen völlig allein gelassen. Sie standen (!) hüfttief im Wasser ( genau dort, wo die Cohos laufen ) und feuerten ihre Blinker gen Flußmitte. Ich habe im Fernglas nicht einen Fisch gesehen. Lieber zahle ich pro Tag etwas mehr, fahre kürzer und fange.

Nach diesem ersten ( sehr warmen ) Tag stand dann am Abend die Frage an: Was Morgen?? Ich, der ich schon das dritte mal hier war und das erste mal überhaupt den Skeena in fischbarer Verfassung vorfand, wollte weiter den Skeena fischen - insbesondere, da mein Lieblingsfluß, der Kasiks, so wenig Wasser hatte, dass die Fahrt mit dem Boot nicht möglich war. Ulli und Christoph wollten dem Kalum einen Besuch abstatten. Der Angeltag von mir und Peter - gleiche Stelle, gleiche Methode - brachte Fisch auf Fisch. Wir fingen Cohos bis 16 Pfund, Steelheads bis 20 Pfund, Cutthroatforellen, Dolly Varden Saiblinge und Bulltrouts. Am Abend konnte Peter sich über 7 Cohos bis 16 Pfund und 5 Steelheads bis 10 Pfund und ich über 4 Cohos bis 17 Pfund und 6 Steelheads bis 20 Pfund freuen.

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Ulli und Christoph berichteten am Abend dann über einige frühe Cohos am Kalum. Am Nachmittag ging dann dort aber nichts mehr. Dafür hatten sie das Vergnügen mit Bär und Elch.

Der dritte Tage sah mich und Peter wieder am Skeena. Ulli kam auch mit und Christoph erhielt dadurch die Chance, allein mit einem Guide mit dem Driftboot den gesamten Kitimat zu machen. Auch dieser Tag brachte am Skeena wieder große Fänge. Nachdem wir bereits am Vortag von Guide einen "Shorelunch" - also ein Fischessen am Lagerfeuer herrichten ließen, mußte das heute mit Ulli natürlich auch nochmal sein. Der Guide bereitete jedesmal einen schönen Coho zu ( auf seine Quote angerechnet!). Einfach ein Gedicht. Eine schöne Skeenakalte Flasche Rose rundete das Mahl perfekt ab.

 
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Auch die Fänge waren wieder großartig. Peter hatte 5 Cohos bis 14 Pfund und 2 Steelheads bis 7 Pfund, Ulli 6 Cohos bis 17 Pfund und 3 Steelheads 7 Pfund, ich hatte 5 Cohos bis 12 Pfund bis ich einen Fisch anschlug, der sich völlig anders als alle anderen verhielt: Er stand im brusttiefen Wasser wie eine Mauer. In den ersten 5 Minuten ließ er sich höchstens mal einen Meter zurückfallen oder pendelte etwas. Nicht zu bewegen! Ich ging dann etwas Flußaufwärts und versuchte ihn mit dem Kopf aus dem Gleichgewicht zu bringen und die leichte Atmung im Strom zu verhindern. Der nahm mich garnicht ernst! Dann aber ging es los! Er rauschte wie die Feuerwehr ab in die Flußmitte sprang - und oooohhh. Was für ein Coho. Dustin sagte mir im Scherz: Wenn du den verlierst, kick ich dich ins Wasser. Es war ein zähes Ringen. Unser Angelplatz war Flußabwärts nach 150m durch einen querliegenden Baum blockiert. Nach einer halben Stunde und unter Nutzung aller Reserven gelang es Dustin den Fisch bis zur Brust im Skeena stehend (!!!) unmittelbar vor dem Baum zu keschern. Der wunderschöne Silberlachs wog knapp 21 Pfund, war 88cm lang und hatte 51cm Umfang. Ein feister Milchner mit typischer Nase. Er wurde von mir aus der Decke geschlagen und wartet jetzt auf den Päparator.

bc_08.jpg Nach diesem Fisch stellte ich das Angeln ein. Es konnte nichts Besseres mehr geschehen. So sah ich lieber meinen Freunden zu, wie diese ihre weiteren Fische landeten. Christoph berichtete am Abend von einem schönen Tag und einer 25 km Drift auf dem Kitimat. Jeder Pool brachte ihm beim ersten Wurf einen Coho - danach war aber meisten Weiterreise angesagt. Die Kitimat-Cohos waren schon weiter in der Farbe und Christoph verzichtete auf weitere Entnahmen. So hatte nach diesen 3 Tagen jeder seine 4 Cohofilets in der Truhe. Mehr wäre nur Fleischmacherei gewesen.


Wir reisten nun wieder weiter und flogen zurück nach Vancouver, wo uns bereits Frank Staiger von der Fraser-River-Fishing-Lodge erwartete. Der Aufenthalt in der Nicolas-Dean-Lodge war anglerisch sehr gut - leider ließ das Essen zu wünschen übrig. Die (Einzel-) Unterbringung war o.K. Für den Tagespreis von 375 US$ aber auch zu erwarten.

Fraser - was kann jetzt noch kommen?

Nachdem wir nun einen Zwischentag mit Flug verbrachten, kam eine unangenehme Überraschung. Die vier Freunde, die nur diesen dritten Teil mitmachen wollten, kamen nicht an. Es stellte sich heraus, das ihr Zubringerflug von Hannover ausfiel und nur Martin aus Augsburg war angekommen - der allerdings ohne Gepäck ( für 3 Tage!!). Ich nahm mir daher einen weiteren freien Tag und überließ meinen Bootsplatz Martin. Man wollte auf Stör gehen, an diesem ersten Tag. Die Fraserregion dürstete nach Wasser. Ich habe diesen mächtigen Fluß noch nie so niedrig gesehen - und 70 bis 100 Millionen Buckellachse stiegen bzw. steigen noch immer auf. Ich erwartete daher im Augenblick nur ein zähes Störangeln - die Fische liegen ja quasi im Futter. So war es dann auch. Einer der ganz seltenen totalen Schneidertage auf Stör. Ich hatte nichts verpasst!

Am nächsten Tag sollten zunächst erst einmal alle richtig Fisch sehen und fangen. Wir fuhren daher in den Harrison. Dieser wunderbare blau-grüne Klarwasserfluß führte einigermassen Wasser und alle fingen erst einmal reichlich Buckel- und Hundslachs. Einige Cohos waren auch dabei. Diese mußten aber freigesetzt werden, da in dieser Region nur die Entnahmen von "Hatchery-Cohos" erlaubt ist. Diese sind leicht durch die abgetrennte Fettflosse von den wilden und geschonten Fischen zu unterscheiden. Bisher hatte ich nun also Cohos, Buckellachse und Hundlachse gefangen.

Alle wollten aber Kings sehen. Das bedeutete aber: Ran an den Vedder. Der Vedder war allerdings auch nur ein Rinnsal - ganz ungewöhnlich in dieser Zeit. Im letzten Jahr wurde in dieser Zeit pro Person und Tag 10 Kings und mehr gedrillt - und nun kein Wasser. Was solls - Versuch!

Der erste Tag brachte an einem kleinen länglichen Pool 2 Kings von 25 und 28 Pfund.

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Hier der 25 Pfünder.
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Dazu kamen viele Buckellachse und wenige Cohos. War eigentlich gar nicht so schlecht. Es sollte ja auch regnen - und die Nacht brachte soviel Regen, dass die Freunde dem Vedder lieber einen Tag Regen gönnen wollten und auf Stör gingen. Auf unserem Boot losten wir aus. Ich hatte Glück und bekam den ersten Biß zugelost. Wir waren im Harrison an einer mir gut bekannten Topstelle. Am Ufer sorgte ein Fliegenfischer für Unterhaltung, wenn er Buckellachse drillte - und plötzlich fing meine Rute richtig an zu nicken. Der Anhieb saß und zunächst hatte ich zwar starken Widerstand, schätze den Fisch aber auf max. 80 Pfund. Ich nahm ihn hart ran. Die TLD 20 mit der 100 Pfund geflochtenen Schnur sang auf der Störrute und dann kam der Fisch etwa 40 Meter hinter dem Boot wie eine Rakete aus dem Wasser. Er war doch etwas besser - mindestens 2 Meter! Der Drill war richtig hart und der Brocken hing senkrecht hinter dem Boot im Wasser. Keine Chance ihn ins Boot auf ein Foto zu bitten, wir mußten mit ihm an den Strand. Motor an, langsam losgefahren, Stör legt sich flach aufs Wasser, Wasser kommt in Kiemen und ab geht die Kiste! Das drei oder viermal. Immer noch ne Drillzulage, auch wenn die Knie zittern. Irgendwann habe ich den Acipenser Transmontanus dann doch am Ufer. Messen - 2,20 Meter - fett und vollgefressen, mindestens 100 kg. Wie das dann aussieht, wenn man so etwas stemmen will, sieht man auf dem Foto. John und ich, wir wiegen beiden gute 100 kg und hatten unsere Mühe!

Dieser Tag brachte uns dann noch weitere Störe. Martin fing einen 150 Pfünder, Peter einen von ca. 160 Pfund und Helmut einen von ca. 50 Pfund. Kein schlechter, aber auch kein guter Störtag. Was wichtig ist: Die Guides haben gearbeitet, Plätze gewechselt, Köder probiert und alles getan, um den Erfolg zu zwingen. Darauf kommt es an. Keiner kann gegen die Natur, aber ein guter Guide muß sich immer und immer wieder bemühen. Wir ließen den Tag dann in der Mündung des Harrison ausklingen. Einige Hunds- und viel Buckellachse gaben noch schöne Drills im klaren Wasser her. bc_11.jpg


Der nächste Tag: Wieder am Vedder. Neue Stelle. Vedder bedeutet: Viele Fische aber auch viele Leute, da der Fluß mit dem Auto machbar ist. Also wurde um 4.00 Uhr aufgestanden und nach bestem Frühstück um 4.45 abgefahren. Viele Einzelheiten zu diesem Tag will ich mir sparen.
bc_12.jpg Wir landeten 7 Kings zwischen 4 und 35 Pfund. Ein Fisch von 17 Pfund kam mit, der Rest wurde released. Mir gelang es an diesem Tag noch einen schon leicht geröteten Rotlachs (Sockeye) zu fangen. Mit dem heute releasten 18 Pfünder King hatte ich nun in einem B.C. Urlaub alle pazifischen Lachse, Steelhead, Cutthroatforelle, Dolly-Varden Saibling, Bulltrout ,Stör und Heilbutt gefangen. Hat irgend jemand Fragen, wie ich mich fühlte???

Auch der nächste Tag brachte am Vedder wieder Fisch für alle. 5 Kings zwischen 25 und 40 Pfund, 2 King Jacks und 4 Cohos zwischen 3 und 12 Pfund sorgten für Freude.

Es wurden 2 Kings von 25 und 30 Pfund, 2 King-Jacks und die vier Cohos entnommen.

Weitere Kings wurde gehakt, gingen jedoch verloren. So langsam kommt der Vedder in Schwung!

Unser letzter Angeltag brachte uns dann noch einmal 7 Kings an den Haken. 2 Fische gingen im Drill verloren, 2 Fische wurden released und drei Freunde, die ihren King noch nicht entnommen hatten, schlugen heute zu. Das Ergebnis zeigte das letzte Foto.


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Könige von 22, 30 und 42 Pfund!


Ein wunderbarer Angelurlaub hatte sich vollendet. Alle Freunde waren happy und der größte Teil hat schon heute, knapp eine Woche später, ihren nächsten Trip zur Fraser-River-Fishing-Lodge geordert. Es gab immer nur Steigerungen. Eigentlich mußte man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Zuerst die Heilis mit der harten Nacht. Dann die Dean Lodge mit der tollen angelei aber dem schlechten Essen. Zum Schluß die Fraser-River-Fishing-Lodge mit super Zimmern, bestem Früstück, Lunchpacketen und 4-Gang Abendessen. Eins der beiden Lodgehäuser schöner als das andere. Eines mit Sauna und Whirlpool, das zweite nur Whirlpool. In den Whirlpools saßen wir nach den anstrengenden Fischen. Mit einem schönen Bierchen bei 20 km Fernsicht im heißen Wasser wurden die Nackenmuskeln wieder weich für den nächsten Tag. Alles etwas zu viel Luxus? Warum soll es nicht rundherum schön sein, wenn es kaum mehr kostet? Wir waren noch auf dem Rückflug am träumen.........


"Dolfin"



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