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It's Piketime
Zwei Hessen zu Besuch in Potsdam
Als ich am Freitag von der Arbeit nach Hause kam stand Lahnfischer (Thomas), der es ebenso wie ich kaum erwarten konnte, die Reise nach Potsdam anzutreten, schon ungeduldig vor meiner Tür. In Windeseile beluden wir mein Auto mit meinem Boot und unseren Jerkausrüstungen und ab ging es auf die Autobahn. Dort standen wir schon nach ca. 1 Stunde Fahrt das erste Mal - Stau. Nach ca. vier nervenaufreibenden weiteren Staus kamen wir endlich in voller Erwartung zur Potsdamer Autobahnabfahrt. Hier holte uns Marc Mihan ab und geleitete uns zu unserer Unterkunft. Als die Zimmer bezogen waren, ließen wir den Abend in einer kleinen, gemütlichen Runde bei einem Bier ausklingen. Für den nächsten Tag verabredeten wir uns zum gemeinsamen Angeln an einem der vielen Seen rund um Potsdam.
Am nächsten Morgen trafen wir uns, wie vereinbart, mit Marc. Wir fuhren aber erst einmal zu Marcs Laden in der Potsdamer Innenstadt, wo wir uns mit einigen neuen Ködern eindecken wollten. Die handgearbeiteten Buffalos von Marc Mihan, Jürgen Haese und Roy Polinski stachen mir sofort ins Auge. Ich konnte nicht widerstehen mir sogleich ein Paar dieser fantastischen Köder zuzulegen.
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(Bild Buffalos - Quelle: Marc Mihan - www.jerkbait-fishing.de)
Nach ausgiebigem Stöbern in Marcs paradiesischem Sortiment, welches wohl jedes Anglerherz höher schlagen lässt, ging es dann endlich in Richtung eines der wundervollen Potsdamer Seen. Schnell wurden unsere Boote zu Wasser gelassen. Unsere Buffalos und Crappies glitten durch das kristallklare Wasser des teilweise bis zur Oberfläche Verkrauteten Sees - es roch förmlich nach Hecht.
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| | (Bild Crappies - Quelle: Marc Mihan - www.jerkbais-fishing.de)
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Nach einigen ersten Würfen mit den neu erstandenen Buffalos war mir schnell klar, dass diese zwar relativ einfach zu führen waren, jedoch um das ganze Potential der Buffalos auszuschöpfen bedurfte es einiger Übung meinerseits. Nach einigen Versuchen gelang es mir dem Buffalo ein Laufverhalten zu entlocken, welches jeden Hecht mindestens genauso faszinieren dürfte wie den Betrachter des Köderspiels. Ein kurzer Walk-The-Dog und einen etwas kräftigeren Zug, dann schießt der Buffalo mit einer Drehung um die eigene Achse nach unten in die Tiefe, um beim nächsten gefühlvollen aber bestimmten Zug wieder wie ein kleiner flüchtender Fisch mit einer weiteren Drehung um die eigene Achse die Wasseroberfläche zu durchbrechen und einen kleinen Hüpfer zu vollführen.
Als erstes ging es zu zwei kleinen Inseln in der Mitte des Sees an welchen Marc nach einigen Würfen eine Fehlattacke eines Hechtes bekam. Bevor es weiter zu einem paradiesisch aussehenden Krautfeld ging, welches wir, zu meinem Erstaunen über die geringe Wassertiefe und den laut Marc zu erwartenden Hechten unsere Köder gefühlvoll gleiten ließen, zeigte mir Marc was man alles so mit einem Zalt an der Jerkrute anstellen kann, so das ich fast vom Glauben abbrach. Mit kleinsten Rutenzupfern ist es möglich diesen so zu führen, dass er sich Walk-The-Dog durchs Wasser schlängelt und ebenso wie auf den Betrachter auch auf jeden Hecht sehr verführerisch wirkt. Auf dem Weg zu dem Krautfeld unterhielten Thomas und ich uns ganz begeistert über die neu erstandenen Buffalos. Als wir diese vergleichen wollten und Thomas seine Ködertasche hinter sich hervorzog muss wohl seine Quantum Hypercast mit Shimano Calcutta und Crappie I floating bestückt unbemerkt ins Wasser geflutscht sein. So gab es für ihn erst einmal ein böses Erwachen als wir an dem Krautfeld ankamen. Der Arme war fast leichenblass als er bemerkte dass seine Rute fort war. Wir versuchten noch nach zu vollziehen wo die Rute ins Wasser gefallen sein könnte, um sie zu bergen. Doch schnell wurde uns klar dass eine Suche bei einer Wassertiefe von ca. 8 Metern und den dichten Krautbänken am Grund ein sinnloses Unterfangen darstellte. Doch schreckte uns dies nicht ab den Hechten weiter auf die Schuppen rücken zu wollen und er bekam vorerst eine Ersatzrute von Marc gestellt. Auch hier wollten die Hechte nicht so wie wir, obwohl wir unsere Köder noch verführerischer präsentierten als zuvor. Da alles nichts half ging es weiter zu einem Krautfeld, das nur stellen weise Krautbewuchs bis zur Oberfläche aufwies. Hier konnten wir unsere Köder in den krautfreien Stellen präsentieren. Einige Meter weiter, hinter dem Krautfeld, gab es dann die sehnlichst erwartete Attacke auf einen Crappie von Thomas. Doch leider hing der Hecht nicht und verschwand kurz darauf wieder in den Tiefen. Darauf fuhren wir nochmals einige Meter weiter zu einer Schilfkante. Nach einigen Würfen mit einem Crappie in sinking das gleiche Spiel. Eine kurze Attacke und fort war der Hecht.
So ging es noch einmal zurück zu den beiden Inseln in der Seemitte. Mittlerweile hatte sich Marc von uns getrennt und shipperte zu dem Krautfeld an welchem wir ganz zu Anfang unserer Tour schon unser Glück versuchten. Während ich eine kurze Pause einlegte befischte Thomas eine der Inseln mit einem Crappie in Floating. Während eines Wurfs stoppte die Schnur plötzlich dummerweise abrupt ab und der Crappie flog und flog bis er in den Fluten verschwand. Als wir ihn mit dem Boot zu suchen begannen (es war ja ein Floater) stellte sich dann heraus, dass der Crappie doch nicht so sehr floating war, denn er war in den Fluten verschwunden.
Wir befischten danach mit gedrückter Stimmung noch ein wenig die andere Insel doch auch hier konnten wir den Fluten leider keinen Fisch entlocken. Als Marc nach einer Weile zu uns stieß konnte dieser zumindest von zwei Hechten, welche er auf einen grünen 5er Buffalo fing, und einigen Fehlattacken berichten, was unsere Stimmung wieder steigen ließ. Da es mittlerweile schon etwas später geworden war und wir noch vor der Dunkelheit die Boote verladen wollten, beschlossen wir uns langsam wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück zu fischen.
An einer schönen Schilfkante mit einem kleinen Krautfeld davor hielten wir an. Wir ließen unsere Crappies durchs Wasser gleiten. Da war es endlich soweit. Thomas bekam eine Attacke auf einen Crappie in sinking und zack, Hecht. Zum Vorschein kam ein kleiner Gierschlund, der kaum größer als der Köder war.
Nach dem erfolgten Biss waren wir beide natürlich wieder frohen Mutes und so ging es einige Meter weiter zur nächsten hechtverdächtigen Stelle. Die Crappies wurden dieses Mal im Eiltempo zu Wasser gelassen. Einige Würfe später spürte ich einen Wiederstand in meiner Rute. Nach einem kurzen aber heftigem Drill, welcher von einigen Fluchten begleitet wurde, kam ein ca. 50er Hecht zum Vorschein, der meinem Crappie II in Floating nicht wiederstehen konnte.
Da es langsam dunkel wurde, beendeten wir das Fischen. Wir fuhren zurück an unseren Ausgangspunkt und die Boote wurden wieder in die Autos geladen. Nun besorgten wir erst noch in Marcs Laden Ersatz für die verloren gegangene Rute, welcher Thomas, verständlicher weise, noch sehr nachtrauerte. Danach ging es wieder zurück in unsere Unterkunft. Endlich kamen wir dazu uns die Bäuche mit einem leckeren Schnitzel zu füllen, zumal mein Magen schon fast den ganzen Tag auf etwas Essbares aus war.
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Am nächsten Morgen, nach einem herzhaften Frühstück, brachen Thomas und ich erst einmal auf, um für einige Stunden das Gewässer, das direkt an unserer Unterkunft lag, unsicher zu machen.
Während wir mein Boot zu Wasser ließen, bemerkten wir das schon einige Angler das Gewässer bevölkerten. Wie wir später erfuhren, veranstalteten sie an diesem Morgen ein Hegefischen. Wir fuhren eine ruhigere Bucht an. Kurz nachdem ich die ersten Würfe mit meinem Crappie II in floating machte kam auch schon der erste Biss. Der Crappie klatschte mit einem riesigen Rums vor einen im Wasser liegenden Ast. In diesem Moment schnappte ihn sich ein kleiner ca. 35er Hecht.
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Wir machten nach erfolgreicher Landung des Hechtes noch einige Würfe in dieser Bucht. Sie war wunderschön anzusehen - doch leider ließ sich kein Hecht mehr von unseren Ködern verführen. Darum fuhren wir durch einen kleinen Kanal zu einem größeren Pool, durch dessen Mitte sich ein Seerosenfeld zog.
Hier roch es wieder förmlich nach Hecht. Wir ankerten quer zum Seerosenfeld, welches sich auf einer Erhebung befand die bis fast zur Gewässeroberfläche reichte.
Wir zogen unsere Köder in langsamen gleitenden Bahnen an dem Seerosenfeld vorbei. Nachdem sich einige Zeit nichts tat drehte ich mich um und nahm mir mit meinem Köder das gegenüberliegende Ufer vor. Hier befanden sich einige umgestürzte Bäume im Wasser. Ich zog ganz verträumt und langsam meinen Jerk durchs Wasser als ich hinter mir ein lautes Platschen hörte. Ich drehte mich herum und sah noch wie Thomas gerade den Anhieb setzte und rief: "Ich hab Einen" doch leider war die Euphorie im nächsten Moment schon vorbei, da der Hecht es sich wohl anders überlegte. Vom Platschen und der im ersten Moment gekrümmten Rute sah es auf jeden Fall nach etwas sehr Großem aus. Nachdem wir noch ein wenig die Ränder des Pools abfischten, an denen an jeder Seite alte Bäume im Wasser lagen, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir verstauten das Boot wieder im Auto und aßen erst einmal zu Mittag.
Gegen 13:00 Uhr trafen wir uns wie am Vortag vereinbart, wieder mit Marc, der uns diesmal zu einem noch schöneren Gewässer führte als er es schon am Samstag tat. Es handelte sich hier um mehrere Seen die alle durch kleine Kanäle und Einbuchtungen verbunden waren. Jeder See war schöner als der Andere. Ein wahres Traumgewässer für jeden Angler. Nachdem wir wieder unsere Boote zu Wasser gelassen hatten ging es sogleich auf den ersten Pool. Nach einigen Würfen im flachen Wasser warf ich meinen Crappie unter einen über dem Wasser hängenden Busch und hatte sogleich die erste Attacke. Doch leider überlegte es sich der Hecht anders und es blieb bei dieser. Wir fuhren zwischen einigen Karpfenanglern hindurch zur anderen Seite des Pools. Hier befand sich ein sehr vielversprechendes Seerosenfeld vor einem kleinen Durchbruch. Wir ankerten dort und Thomas konnte nach einigen Würfen unter den verwunderten Blicken der Karpfenangler welche zuvor schon unsere "ungewöhnliche" Ausrüstung bestaunten, einen kleinen ca. 35er Hecht landen der sich den Crappie von Thomas schmecken lassen wollte.
Ein paar Würfe später gab es noch einmal einen Ruck in der Rute von Thomas - leider entpuppte er sich als Fehlbiss. Etwas später war Marc schon auf dem nächsten Pool. Er rief uns zu sich herüber. Wir fuhren unter einer kleinen Brücke hindurch zur nächsten vielversprechenden Stelle. Nach einigen Runden auf dem Pool entschlossen wir uns auf einen weiteren Pool zu wechseln. Dieser Pool sah noch schöner aus, da sich große Seerosenfelder darin befanden. Dazu mussten wir die Boote ein kleines Stück über Land tragen. Thomas half gerade Marcs Boot über zu setzen und er ging mit dem Boot rückwärts in Richtung Wasser als plötzlich um Einiges weniger von ihm zu sehen war. Neugierig geworden stieg ich aus meinem Boot als Thomas, der die Böschung hinunter gerutscht war und bis zum Bauch im Wasser stand, gerade wieder das Land erreichte. Als er plötzlich anfing zu lachen, konnten Marc und ich uns das Lachen auch nicht mehr verkneifen. Zum Glück waren weder seine Papiere noch das Handy nass geworden.
Glücklicherweise hatte Marc noch einen Thermo-Anzug im Auto. Deshalb gingen er und Thomas über Land zurück zum Auto um die nassen Sachen zu wechseln. Während dessen machte ich von Land aus, noch einige Würfe in Richtung eines Seerosenfeldes auf der anderen Seite. Als die beiden kurze Zeit später wiederkamen, war Thomas schon wieder völlig durchnässt. Diesmal allerdings nicht vom Wasser, sondern schweißgebadet durch den Thermoanzug.
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Nun ging es erst einmal weiter zu einem Seerosenfeld, welches noch vielversprechender aussah als das Vorherige. Doch auch hier wollten die Hechte leider nicht obwohl wir all unsere Köder durchtesteten.
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Also fuhren wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und wechselten von dort aus auf einen weiteren Pool, in dem sich ein noch größeres Seerosenfeld befand.
Kaum waren wir dort angekommen und hatten geankert meldete sich auch schon der erste Hecht bei Marc. Doch leider entpuppte sich dieser auch als Fehlbiss. Einige Würfe später setzte bei mir mal wieder ein halber Herzinfarkt ein. Mein Crappie II zeigte mir mal wieder wie schön er ohne Schnur fliegen konnte. Doch zum Glück war es ein Schwimmender und wir konnten ihn ohne Probleme wieder einsammeln. Nach kurzer Pause und dem Krimpen eines neuen Stahlvorfachs ging es dann weiter auf den nächsten Pool auf dem sich vor einer Schilfkante ein wunderschön an zusehendes Seerosenfeld befand. Nachdem wir einige Zeit unsere Köder durchs Wasser gleiten ließen hörte ich hinter mir ein lautes Platschen und sah, als ich mich umdrehte, wie die Rute von Thomas schon richtig krumm gebogen war. Auch Marc hatte dies vernommen und kam sofort zu uns rübergefahren. Nach einem heftigen Drill, welcher von mehreren heftigen Fluchten begleitet wurde, konnte ich dann einen schönen 92er Hecht für Thomas keschern.
Und weiter ging es auf den nächsten Pool mit einer idyllischen Insel aus Kraut und umgestürzten Bäumen in der Mitte, welchen wir jeweils von beiden Seiten in Angriff nahmen und uns einmal um die Insel herumfischten. Doch bis auf einen kleinen Minihecht der sich todesmutig auf den Köder von Thomas stürzte wollte sich leider keiner mehr zum Anbiss verleiten lassen.
Da es mittlerweile schon recht spät geworden war, fischten wir noch ein anderes Seerosenfeld des vorherigen Pools ab, um uns danach wieder auf den Rückweg zu begeben. In unserer Unterkunft ließen wir den Abend mit einer ordentlichen Mahlzeit und einem Bier ausklingen.
Am nächsten Tag ging es dann noch einmal auf den See direkt an unserer Unterkunft. Diesmal leider ohne Marc, der sich um seinen Laden kümmern musste. Da Thomas, nachdem wir mein Boot aus dem Auto geladen hatten, einen Hecht bei den anderen Booten die am Rande des Sees verankert waren, beim Rauben ausmachte, nahmen wir uns diese Stelle als erstes vor. Mussten dann aber leider feststellen, das sich der Hecht wohl schon satt gefressen hatte und sich weder für unsere Crappies in sinkend, noch für die in schwimmend interessierte.
Zu allem Unheil musste ich feststellen, das ich wohl am Vortag beim einladen unserer Boote meinen Rutenhalter, welcher gleichzeitig noch als Befestigung des Gebers meines Echolotes diente irgendwie übersehen haben musste, da es schon etwas dunkel war als wir einpackten. Deshalb waren wir nun ohne Echolot auf dem See unterwegs.
Wir steuerten als nächstes eine der vielen Inseln an auf denen jeweils einige Ferienhäuser standen und arbeiteten uns dann so langsam um diese Insel herum. Auf der Rückseite der Insel befand sich ein sehr vielversprechendes Seerosenfeld, das zwischen Ufer und der Insel lag. Am Ufer des Sees wiederum waren einige über dem Wasser hängende Bäume mit einem Seerosenfeld. Wir ankerten genau in der Mitte zwischen Insel und Ufer, so dass wir beide Stellen anwerfen konnten. Thomas warf einige Male in Richtung Ufer als wir in dem Seerosenfeld direkt am Ufer einen Hecht beim Rauben beobachten konnten. Sogleich wurden die Crappies von uns beiden an genau diese Stelle geworfen und es dauerte nicht lang, da konnte ein ca. 40er Hecht dem Crappie in Sinking von Thomas nicht wiederstehen. Der Bursche hatte den Braten aber anscheinend gerochen und versuchte, als er schon landungsbereit vor unserem Boot lag, noch einmal einen letzten Fluchtversuch. Der gelang ihm auch und er verschwand. auf nimmer Wiedersehen in den Fluten.
Wir fuhren einige Meter weiter in eine kleine Bucht. Dort wusste man gar nicht welche Stelle man als erstes anwerfen sollte, so suchte ich mir einfach eine schöne Ecke aus, die ich mehrere Male anwarf. Beim Hereinholen des Köders gab es plötzlich einen Ruck in meiner Rute und ein ca. 45er Hecht kam zum Vorschein.
Nun arbeiteten wir uns von hinten um die Insel herum. Plötzlich standen zwei Angler am Ufer und sahen uns ganz verwundert beim Fischen zu. Auf die Frage ob wir denn schon etwas gefangen hätten, antworteten wir wahrheitsgemäß einen Hecht und einen Aussteiger. Woraufhin diese noch verwunderter schauten und das Spiel der Köder mit großem Interesse beobachteten.
Einige Meter weiter, in einer kleinen Bucht, welche wir intensiver in Angriff nahmen, konnte Thomas noch einen kleinen Hecht landen. Dieser bekam nach dem Abhaken ein kleines Küsschen und wurde sofort wieder schonend in sein Element entlassen.
Kurz darauf hatte ich noch einen Biss, den ich aber leider nicht verwerten konnte. So fuhren wir noch ein wenig über den See und fischten verschiedene hechtverdächtige Ecken ab, von denen eine besser aussah als die andere. Wir konnten uns kaum entscheiden, wo wir unsere Köder als erstes baden sollten. Da der Wind ebenso wie das Knurren unserer Mägen immer stärker wurde, beendeten wir unser Fischen gegen ca. 14:00 Uhr und fuhren zurück in unsere Unterkunft. Wir nahmen noch eine herzhafte, wohlschmeckende Mahlzeit zu uns. Dann mussten wir leider auch schon unsere Sachen packen und uns auf den Heimweg begeben. Diesmal kamen wir ohne Stau zügig voran.
Dass dieser Besuch nicht unser Letzter in Potsdam gewesen sein sollte, waren Thomas und ich uns einig. Wir freuten uns schon bei unserer Abreise auf ein Wiedersehen mit Marc und den Potsdamer Hechten.
Karsten Kalweit
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