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Irland vom 14.05.2005 bis 21.05.2005
Unsere Crew:
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| Captein „GARFIELD“ |
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| Offizier „HAPE“ |
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| Matrose „WOLFI“ |
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| Smutje „GÜNTHER“ |
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| Smutje „WALKI“ |
14.05.2005, Killinure Point bis Athlone (1. Tag)
Endlich war es wieder soweit. Nach etwas längerer Planungs- und Vorbereitungszeit (September – Anfang November 2004)und noch längerer Wartezeit stand ich am 14.05.2005 schon ganz aufgeregt mit meinem Reisegepäck um 06.30 Uhr vor meiner Haustüre. Wie ausgemacht, pünktlich um 07.00 Uhr, kam dann der bestellte private Flughafentransfer daher – endlich. Nach und nach wurden die weiteren Crewmitglieder aufgesammelt. Um 07.45 waren dann endlich alle Schäflein an Bord und wir konnten uns auf den Weg in Richtung Flughafen Stuttgart machen. Während der Fahrt (als allererstes musste natürlich für jedermann ein Bierchen her – nein der Fahrer bekam nichts) wurden schon die abenteuerlichsten Versprechungen gemacht, wie: Smutje Walki, ich fange den ersten und größten Fisch, etc. Als ausgemacht wurde, dass derjenige der den ersten Fisch (egal welcher und wie groß) fängt, dies am Abend im Pub mit einer Runde Guinness und Whiskey zu bezahlen hätte, wurde die Diskussion plötzlich ruhiger. Doch nicht lange, denn der Weg nach Stuttgart war mit ca. 2 Stunden angesetzt. Nach zwei Rauchpausen kamen wir dann gegen 10.00 Uhr am Flughafen an. Gepäck ausgeladen, 2 Wagen organisiert, nach dem Terminal 3 geschaut und los ging’s.
Zuerst in Richtung Check-In. Dort angekommen, ich glaubte meinen Augen nicht, ein Schalter war geöffnet, dahinter in einer langen, langen Schnecke (von Außen nach Innen) mussten wir uns ganz hinten anstellen.
Kurz in der Luft landeten wir gegen 13.10 Uhr in Dublin. Irland empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Schnell das Gepäck aufgeladen, den Busfahrer gesucht und schon ging’s zum Bus. Es war ein kleiner Bus für ca. 15 – 20 Personen. Nebst unserer 5-köpfigen Crew war nur noch eine 6-köpfige Männerriege aus der Steiermark dabei, die ebenfalls ihren Irlandurlaub bei Waveline gebucht hatten.
Endlich in der Marina angekommen durften wir nach einer ausführlichen Einweisung unser Boot übernehmen.
Endlich auf See, die Sonne wollte uns nicht mehr von der Seite weichen, schipperten wir ge-mächlich in Richtung Athlone.
Dort angekommen fuhren wir noch durch die Schleuse und legten dann am unteren Anleger an. Nach einem gemütlichen Bier und Whiskey machten wir uns auf den Weg zum Einkaufs-zentrum um Vorräte zu bunkern. Nach einigen erfolglosen Fangversuchen wurden wir dann noch von einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.
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Wir waren dann alle zu müde um noch auf ein Guinness ins Pub zu gehen. So vergnügten wir uns noch eine Weile lang auf unserem Boot bis sich jeder spät nachts so nach und nach in seine Koje verdrückte.
15.05.2005, Athlone bis Shannonbridge (2. Tag)
Heute wurden wir durch ein wunderschönes Wetter geweckt. Strahlend blauer Himmel, keine Wolke zu sehen. Also, alles raus aus den Federn (es war zw. 7.00 und 7.30 Uhr) als sich alle beim Frühstück eingefunden hatten. Um 08.30 hielt uns dann nichts mehr auf dem Boot. Wir enterten unsere Dinghis (Hape mit Walki u. Wolfi mit Captein) um unterhalb des Wehres zu fischen. Unser Petrijünger Smutje Walki, der das erste mal eine Angel zum richtig Fischen in der Hand hielt, bekam eine kurze Einweisung von Hape und los ging’s. Immer wieder blieb Walki mit dem Köder am krautigen Untergrund leicht hängen. Es war aber aufgrund unserer Köderwahl kein Problem, den Köder wieder loszukriegen. Plötzlich ein Aufschrei von Walki, Zitat: Was ist denn jetzt los!. Er hatte noch gar nicht begriffen, dass er der erste war, der einen Hecht aus den dunklen Fluten des Shannons ins gleißende Sonnenlicht hervorhob.
Also war klar, wer abends eine Runde Guinness und Whiskey zu bezahlen hatte.
Es sollte allerdings auch der einzige Hecht um diese Zeit sein. Also beschlossen wir Alle, den Weg in Richtung Süden in Angriff zu nehmen.
Bei Long-Island machten wir halt. Wolfi war schon mit seiner Rute auf der Insel, um den Kanal zu befischen. Der erste Wurf und schon ein Trophäengeheul. Auch Wolfi hatte nun seinen ersten Irland-Pike an der Angel. Ganz stolz zeigte er uns seinen Fang.
Captein, Günther und Walki setzten sich ins große Dinghi und versuchten rund um die Insel einen oder auch mehrere Hechte zu fischen. Doch leider nichts, kein Biss, null, nothing!
Aus lauter Frust fuhren wir dann wieder zum Boot zurück und genossen unser erstes Mittag-essen an Bord.Da ich nicht glauben konnte, dass um Long-Island kein Hecht (zumindest ein großer) gebissen hatte, schwang ich mich nochmals (diesmal alleine) ins große Dinghi und versuchte nochmals mein Glück. Nach einer halben Stunde intensiven Fischens dann endlich ein Biss, es war leider auch keiner der gewünschten Größe, doch immerhin mit ca. 60 cm ein Hecht.
Da keiner dabei war um ein Foto von mir und meinem Hechtelein zu machen und auch keiner gesehen hatte, dass ich einen gefangen hatte, machte ich mir einen Spaß. Als ich zurückkam
erzählte ich im größten Fischerlatein, dass ich soeben einen Hecht mit ca. 1m Länge gefangen hätte. Alle hörten gespannt mit großen Augen zu und beschimpften mich mit einem Namen eines früheren Crewmitglieds, der jetzt hier aber nicht erwähnt wird.
Am Schluss nach der Auflösung der Geschichte lachten wir alle recht herzlich.
Wir beschlossen die Reise in Richtung Shannonbridge fortzusetzen und vom großen Boot aus gemütlich gen Süden an Clonmacnoise vorbei zu schleppen. Doch auf der ganzen Fahrt bis nach Shannonbridge kein einziger Biss. Es war jetzt auch schon dementsprechend spät, jedem knurrte der Magen und wir beschlossen am neuen Anleger in Shannonbridge festzumachen. Während des Abendessens, es gab den erwähnten Hecht mit geviertelten Kartoffeln und jede Menge gemischten Salat wurde über den bevorstehenden nächsten Fischertag diskutiert.
Abends gings dann noch ins Pub auf ein paar Guinness. Gegen 0.00 Uhr begaben wir uns dann wieder aufs Boot und sackten langsam in unsere Kojen. Unser Günther begann kurz nach dem Einschlafen mit einem Schnarchkonzert seinesgleichen in den dann auch andere miteinstimmten. (Das Schnarchen gilt ja als Maßnahme um seine Crewmitglieder vor Störenfrieden zu beschützen )
16.05.2005, Shannonbridge – River Suck bis Ballinasloe (3. Tag)
Um 7.30 Uhr drang unwiderstehlicher Kaffeegeruch in meine Koje. Jetzt konnte ich nicht mehr schlafen. Kurze Katzenwäsche und schon saß ich mit den anderen am reichlich gedeckten Frühstückstisch.
In der irischen Luft schmeckt das Frühstück besonders gut. Das Wetter war leider nicht mehr so gut, wechselnd leicht bis stark bewölkt, aber ohne Regen.
Gegen 8.30 Uhr verließen wir Shannonbridge. Wir wollten wieder Schleppangeln und fuhren bis zur Powerstation, bis wir entschieden hatten in den River Suck zu fahren. Auch hier wurde geschleppt und geschleppt. Wieder nichts. 400 Meter nach der Railway Bridge legten wir an Land an, begaben uns in die Beiboote und versuchten erneut unser Glück.
Wir waren also beim Fischen und immer hatte sich noch nichts getan, bis plötzlich Hape einen Biss hatte, war aber auch bloß ein Mini-Pike. Doch dann, unser Petrijünger hatte mal wieder zugeschlagen, schaut doch bloß was der jetzt aus dem River gezogen hatte:
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| Walki und seine Muschel |
Eine Muschel, ganz Stolz wurde diese präsentiert und schon war der Gedanke da, dass er jetzt statt Fische lieber auf Muschelfang gehen wollte. Doch dieser Gedanke wurde gleich wieder verworfen.
Wir waren schon ziemlich weit vom Boot entfernt, 11.00 Uhr war es auch schon, da fing endlich unser Wolfi noch einen 50 cm Hecht. Auch dieser wurde wieder schonend in seine Heimatfluten entlassen.
Gegen späteren Nachmittag schipperten wir in Richtung Ballinasloe. Es war schon ein Abenteuer die Strecke bis zur Pollboy-Lock zu befahren. Immer wieder Engpässe, dann wieder etwas breiter usw. Doch kein Problem, denn es kam uns kein einziges Boot entgegen. Kurz vor der Schleuse roch es förmlich nach Forelle. Da kein Anleger zu sehen war, fuhren wir noch durch die Schleuse und machten oberhalb am Anleger fest. Von hier wollten wir auf die andere Seite um zu fischen.
Hier verweilten wir uns einige Zeit, bis endlich doch die erste Browntrout anbiss. Hape und Günther wollten noch mal mit dem Dinghi los, kamen aber kurze Zeit später unverrichteter Dinge wieder retour.
17.05.2005, Ballinasloe bis Banagher (4. Tag)
Strahlender Sonnenschein weckte uns an diesem Morgen. Wie immer hatte einer der Crewmitglieder das Frühstück gerichtet. Kaffeeduft lag in der Luft. Wirklich ein wunderschöner Tag sollte uns erwarten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir durch die schon geöffnete Schleuse, durch die Engpässe bis der River wieder breiter wurde. Dort stiegen Günther und Hape wieder ins Dinghi und versuchten wieder mal ihr Glück. Doch leider wieder nichts. Also beschlossen wir vom Boot aus zu schleppen. Plötzlich zerrte es an meiner Angel, war es ein Hänger oder doch ein Biss. Ein kurzer Ruf – Maschinen STOP – und dann merkte ich, es war ein Biss. Nach kurzem Drill hatte ich einen 70 cm Pike gelandet, welcher von Hape, der immer noch im Dinghi saß, gleich gelöst und wieder zurückgesetzt wurde.
Nach kurzer Fahrt plötzlich wieder dasselbe und wieder ein Biss. Auch diesen diesmal kleineren Hecht, konnte ich nach kurzem Drill landen. Wieder löste Hape den Haken und schenkte auch diesem Hechtchen (60 cm) wieder die Freiheit.
Wieder nach kurzer Fahrt ein Schrei von mir – Maschinen STOP – doch diesmal erwies sich das Erhoffte leider als einen Hänger. So hatte ich meinen erfolgreichsten Wobbler im River zurücklassen müssen (heul). Na ja was soll’s. Ab jetzt ging nichts mehr und wir beschlossen in Richtung Banagher weiterzufahren. Zuvor aber wollten wir noch an unserer fangreichsten Stelle der vergangenen Jahre unser Glück versuchen. Wir ankerten zwischen Powerstation und River Blackwater (die genaue Stelle verrate ich hier sicher nicht ), stiegen in die Dinghis ein und fischten wie die wilden. Petrijünger Walki zog auch hier den ersten Pike aus dem Guinnessfarbigem Wasser (ca. 65 cm). Leider gibt’s hier zu wenig Fotos, da wir die Kameras auf dem Boot ließen. Auch Günther konnte hier endlich wieder einen Erfolg ver-buchen.
Für Hape und Captein lief es nicht sehr gut, kein einziger Biss, na ja egal, obwohl in diesem Bereich bisher immer Kaliber von 1 – 1,2 Meter gefangen wurden. Doch diesmal sollte es einfach nicht so sein.
Als überhaupt nichts mehr ging, hieß es „Anker hoch“ und weiter ging die Fahrt nach Banagher. Abends erlebten wir in einem Pub mit Live-Musik noch einen gelungenen Ausklang für unseren 4. Tag.
18.05.2005, Banagher bis Shannonbridge (5.Tag)
Heute war es stark bewölkt, noch ohne Regen. Wieder auf dem „offenen“ Shannon ließen wir wieder unsere Köder im Shannon baumeln. Gegen die Strömung ist viel besser zum Schleppen. Plötzlich rupfte es an der Angel von Hape, aber ganz gewaltig. BISS – Maschine STOP! Hape brauchte fast 20 min. um den kapitalen Hecht zu drillen und dann auch noch sicher zu landen.
Das Tier war einen ganzen Meter lang, extrem schwer und dick. Auch dieses Exemplar wurde nach dessen Ablichtung wieder schonend in die schwarz-braune Shannontiefe entlassen.
Jetzt war jeder darauf aus auch so ein Tier zu fangen, doch bis zu unserer fängigsten Stelle sollte sich heute nichts mehr tun. Dort angekommen ankerten wir mal wieder.
Walki war wieder mal der erste der einen Hecht von stattlicher Größe fing ( 75 cm). Günther folgte sofort als gutes Beispiel. Er übertraf heute alle. Immer wieder fing er einen Hecht nach dem anderen. Hape und ich hatten weniger Erfolg. So zog es uns ins Dinghi, um am gegenüberliegenden Ufer zu schleppen. Und alsbald wurde ich mit Erfolg belohnt. 2 Hechte mit einer Größe von 65 und 80 cm konnte ich landen. Dann war aber der Ofen schon wieder aus. Den 65 cm Hecht hatten wir fürs Abendessen notgeschlachtet, weil dieser den Köder zu tief geschluckt hatte. Später zurück an Bord erfuhren wir, dass auch Wolfi einen 75 cm Hecht gefangen hatte.
Wieder zurück an Bord, es hatte kurz vorher angefangen zu regnen, trockneten wir uns in der noch warmen Luft der vergangenen Tage, die noch im Inneren des Bootes gefangen war. Immer wieder hörten wir Günther lachen. Er war als einziger draußen beim Fischen. Er hatte schon den 7. Biss und hatte immer noch nicht genug. Auch wir gingen wieder raus und ver-suchten nochmals unser Glück. Leider nichts, Günther war der einzige der immer noch fing, warum wusste keiner. Als Günther einen Hänger hatte und diesen vom großen Boot nicht losbekam, setzte er sich ins kleine Dinghi, fuhr dorthin wo der Hänger war und bekam diesen los. Jetzt blieb er allein im Dinghi und fischte und fischte und fischte. Wir schauten ihm alle durchs Fenster zu. Immer wieder hörte man sein fast schon hämisches Lachen (galt wohl eher den Hechten). Dann passierte die glaube ich wohl lustigste Geschichte in dieser Woche. Bei seinem 11. Biss - das war sein 7. gelandeter Hecht (ca. 50 cm lang) – dann die Aktion:
TAns
<- 99 z 20 l 79 l>
Günther löste den Haken aus dem Maul des Hechtes, stand auf, verlor das
Gleichgewicht und fiel nach hinten an die rechte Seite des Dinghis, welches
sich unbarmherzig zur Seite neigte. Wir dachten schon, dass dies das erste mal
ist, dass einer von uns ins Wasser fällt. In letzter Sekunde konnte sich Günther
doch noch an der linke Seite festhalten und so den fast unweigerlichen Wasser-
sturz vermeiden.
TAEnde
Wir mussten lachen bis uns die Tränen kamen. Später als wir den Videoausschnitt Günther zeigten musste auch er lachen. Sein Kommentar: „Diese Passage des Videos wird aber ge-löscht“. MITNICHTEN. Das muss alles mit drauf. Gehört doch zum Urlaub.
Die Sonne schien wieder und alle wollten noch mal fischen. Jetzt endlich ging es auch für Hape los. Zwei Kapitale und dann konnte Hape und Günther gleichzeitig zwei brutale Hechte landen.
Als wir genug gefischt hatten fuhren wir weiter und wollten dabei noch einmal vom großen Boot aus schleppen. Aber jetzt hatten wir keinen Erfolg mehr. Wir legten wieder in Shannon-bridge an. Abends vergnügten wir uns bis spät in die Nacht in einem Pub mit Live-Music.
19.05.2005, Shannonbrigde bis Athlone (6. Tag)
Wir wurden heute nicht durch die Sonne geweckt. Nein, es war wieder mal der Kaffeeduft der die Crew aus ihren Betten kriechen ließ. Wir hatten starken Wind, doch es ging noch. Nach einem wie vorher beschriebenen ausführlichem Frühstück, schipperten wir aufwärts in Richtung Clonmacnoise. Auf dem Weg dorthin versuchten wir natürlich wieder zu Schleppen. Nachdem kein absehbarer Erfolg zu erwarten war, gaben wir mal kurzfristig Gas (1500 u/min), um zu einer normalen Zeit am Anleger bei Clonmacnoise zu sein. Kurzes Mittagessen. Dann fuhren wir direkt nach Athlone. Wir wollten nochmals unterhalb der Schleuse im Wehr fischen. Inzwischen zog eine Schlechtfront von Westen kommend über uns hernieder. Regen, Sonnenschein, nur bewölkt, Regen, dann wider Sonnenschein, usw. Typisch Irland halt. Hape und mich hielt es nicht davon ab, im Wehr zu fischen.
Dies war für uns vielleicht die letzte Gelegenheit, noch den einen oder anderen Hecht zu fischen. Wir saßen im großen Dinghi und schleppten hin und her. Doch nichts tat sich. Wir beschlossen an einem alten Boot, das schon seit 2002 dort an einer Boje hing, festzumachen. Doch auch diesmal nichts. Wir beschlossen am nächsten Morgen frühzeitig aus den Federn zu springen, um spätestens um 6.00 Uhr morgens zum Fischen zu kommen.
20.05.2005, Athlone bis Killinure Point (7. Tag)
Entfernt hörte ich eine Stimme, es war stockfinster, wohlig warm. Plötzlich spürte ich eine Berührung. Ich schreckte hoch, es war Hape der mich wie verabredet um 06.00 Uhr zum Fischen gehen aufweckte. Ich zog mich an und huschte aufs Oberdeck. Hape saß schon im Dinghi und wartete. Leichter Wind blies uns immer wieder den leichten Nieselregen, der alle 5 min. auftauchte, ins Gesicht. Wir fuhren ins Wehr, schleppten und versuchten alles um einen schönen letzten Hecht zu fangen. Doch nichts. Nach ca. 45 min. machten wir wieder in der Mitte des Wehres an besagtem Boot fest und fischen von dort aus. Plötzlich ging ein Ruck durch Hapes Rute. Er hatte seinen Hecht gefangen.
Für mich verlief dieser Morgen gar nicht gut. Kein Biss. Inzwischen fing es stärker an zu regnen. Wir fuhren wieder zum großen Boot. Hape wollte sich nochmals aufs Ohr legen. Ich richtete derweil das Frühstück her. Nach und nach kam jeder aus seiner Koje gekrochen. Nach dem Frühstück wollten Günther und ich nochmals raus zum Fischen. Hape schlief immer noch. Walki und Wolfi wollten noch eine Runde durch Athlone schlendern, vielleicht würden sie ja noch irgendwas Unnützes zu kaufen finden.
Also schleppten Günther und ich wieder mal durchs Wehr. Das brachte dann auch keinen Erfolg. Wir fuhren ziemlich nah an das Wehr heran und ließen uns treiben. Dabei warfen wir immer wieder die Angel aus. Plötzlich ein Zug, ich hatte auch noch meinen letzten Hecht an der Angel, zwar kein großer aber immerhin.
Günther blieb an diesem Vormittag erfolglos, vielleicht weil er gestern zu viel gefangen hatte. Wer weiß !?!
Wir hatten nun keine Lust mehr zum Fischen und fuhren auch zurück zum Boot.
Nach kurzer Beratung beschlossen wir bei nächster Gelegenheit durch die Schleuse zu fahren und die letzte Reise in Richtung Killinure Point in Angriff zu nehmen.
So probierten wir noch von Athlone aus bis zum See zu schleppen, aber auch hier war nichts mehr los. Wir holten die Angeln ein und begannen diese schon einzupacken. Inzwischen hatten wir wieder herrlichen Sonnenschein, nur leichte Federwolken waren noch zu sehen. Wir fuhren über den See, der leichten Wellengang hatte.
Abends fuhren wir mit unserem Dinghi noch ins gegenüberliegende Pub.Wir genossen diese Nacht noch mal so richtig. Es war schon ein Abenteuer bei völliger Dunkelheit mit dem Dinghi zurück zur Marina zu fahren. Aber alles ging gut und wir kamen unversehrt am Hafen an. Wir hauten uns ein letztes mal auf der Boot aufs Ohr. Gute Nacht.
21.05.2005, Killinure Point / Heimreise (8.Tag)
Um 7.00 Uhr standen alle schon parat. Wir mussten noch das ganze Gepäck von Bord bringen. Einer von uns hatte inzwischen einen Transportwagen organisiert. Diesen vollgeladen liefen wir zur Schranke und warteten auf unseren Transferbus.
Es war wieder ein herrlicher Tag, Sonne pur. Wir machten einen letzten Rundgang durch die Marina und beäugten noch mal die vielen schönen Boote. Wehmut kam auf, warum vergeht eine Woche Boots- Fischerurlaub denn immer so schnell !?!
Punkt 9.00 Uhr kam unser Flughafentransfer daher. Ein letzter Blick zurück und ab ging die Post in Richtung Dubliner Flughafen.
Zu Hause angekommen, blieb nichts anderes mehr übrig als die Urlaubsplanung für das nächste Jahr in Angriff zu nehmen. Wann, mit wem, bei wem, welche Route, wie lange, warum überhaupt (ups, blöde Frage die letzte), Fragen über Fragen. So vergeht die Zeit bis zum nächsten mal vielleicht etwas schneller als sonst.
Auch dieser Urlaub zeigte sich wettermäßig von seiner schönsten Seite. Die 1 ½ Tage mit Bewölkung und leichtem Regen hatten gar nicht gestört. Das heurige Boot von Waveline, die Wavequeen, war eines der besten Boote die wir je hatten. Vielleicht verbringen wir unseren nächsten Urlaub auch wieder mit einem Boot von Waveline, mal schauen.
Auf jeden Fall freuen sich alle schon wieder auf das nächste Irlandabenteuer in 2006.
So long, der gute Geist der 5 Ir(r)länder
Copyright by Marc Jungbauer, Text und Fotos by Marc.
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