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Auf zu neuen Ufern oder zurück zu den Anfängen



Als ich so in meinem Angelraum wieder einmal meine Spinnfischausrüstung für den nächsten Trip zusammen stellte fiel mir, wie so oft, meine noch uneingeweihte Fliegenfischerkombi ins Auge.

Hmm, wenn ich ehrlich bin hatte ich in letzter Zeit eine leichte Überdosis Spinnfischen zu mir genommen und nicht wirklich Lust zum Spinnfischen. Ich überlegte kurz und mir viel wieder ein warum ich zum Angeln gekommen bin; hauptsächlich zum Abschalten, Entspannen und um neue Erfahrungen beim Angeln sowie in der Natur zu sammeln. Wenn gelegentlich noch ein Fisch dabei raus springen würde, umso schöner. Also warum nicht „zurück zu den Anfängen“ und einfach mal ein einsames Plätzchen suchen und etwas Neues probieren: endlich mal versuchen die Fliegenkombi einzuweihen.

Gesagt getan, Sachen gepackt und an eine Stelle gefahren die ich schon immer mal beangeln wollte einen kleinen Kanal auf einem abgelegenen Feld.

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Als ich am Kanal ankam platschte es überall, wo man hinguckte sprang Brutfisch aus dem Wasser oder es waren Luftbläschen zu sehen. Man war ich aufgeregt, so haben mir lange nicht mehr beim Rute montieren die Finger gezittert. So Rute Fertig, nun noch die Frage welche Fliege von meiner Exklusiven Sammlung soll den ersten Fisch meiner angehenden Fliegenfischerkarriere zum Biss bewegen. Irgendwie fehlte mir, wenn ich ehrlich bin, in alle etwas das vertrauen. Warum sollte ein Fisch auf diese Geschmacklosen ohne viel Aktion ausübenden Dinger beißen? Aber nun ist es egal irgendeine muss rangetüddelt werden
 
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1105_ufer_02.jpg

die Wahl fiel auf ALEXANDRIA also ran damit und los gewedelt, hmmm so schlecht hast du doch noch nie geworfen (von den 2-3mal üben auf der Wiese) nach ein paar Minuten des Zweifelns endlich ein kurzer Kontrollblick

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glatt vor Aufregung beim Schnur einziehen den untersten Ring übersprungen, was soll’s kurz auseinander und wieder zusammen getüddelt und kaum zu glauben meine Wurfweite war wieder in ihrem Limitbereich von ca. 10m na dann ist ja alles klar.

Nach einigen Versuchen wurde ich doch sicherer beim Werfen und auch die Wurfweite nahm enorm zu ich schätze mal so auf 12m. Ich war froh mich heute dazu entschieden zu haben an diesen Kanal zu gehen und „zu neuen Ufern“. Hier stand ich nun ganz alleine für mich und wedelte mit der Fliegenrute, in mir stieg Zufriedenheit hoch. Und wie es so oft ist wird man aus diesem Gefühl der Ruhe und Entspannung schlagartig herausgerissen. Der Wechsel auf einen schwarzen Brummer brachte mir den ersten „Kapitalen“ Fang meiner kurzen Fliegenfischer Karriere. Aber seht selbst

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so groß war die Freude über diesen „Fang“ dann doch nicht, rief mir aber wieder die warnenden Worte eines Fliegenfischers ins Gedächtnis nie ohne Brille zu angeln jetzt weiß ich auch warum ,so ein Ding im Auge- na Gute Nacht. Hm, war zwar nicht wirklich schmerzhaft (bis auf der tiefe Schmerz meiner verletzten Angler Ehre) aber der Widerhaken steckte im Fleisch. Also was nun, deswegen abbrechen bestimmt nicht also einmal kurz dran gezogen und raus war das Ding. Nach diesem kleinen Missgeschick nun doch wieder konzentrierter bei der Sache versuchte ich noch mehrere Fliegen durch. Doch heute sollte ich noch nicht für meinen Weg „zu neuen Ufern“ belohnt werden, ich blieb Schneider.

Trotzdem hat mich dieser Tag dem wieder näher gebracht warum ich Anfing zu fischen, sich in der Natur zu entspannen neues auszuprobieren und sich an dem Lohn zu erfreuen. Dies war mit Sicherheit einer meiner schönsten Angeltage.

Gruß und Petri Heil

Patrick (Der Glücklose)




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