Google
 
Web www.anglerpraxis.de
Guten Abend, und Viel Spaß im Archiv des Anglerboard-Magazins!


  Navigation
picStart
picAktuelles Magazin
picMagazinforum
picOnlineshops
picKleinanzeigen
picImpressum
picHaftungsausschluss
picAnglerboard.de



  Archiv
picGesamtes Archiv
picAllgemein
picRaubfischangeln
picFriedfischangeln
picMeeresangeln
picJungangler
picGewässertipps und Reiseberichte
picGerätetips und Berichte picBasteln und Gerätepflege
picRezepte und Kochtips
picPolitik und Naturschutz
picInteressengemeinschaft Angeln
picUnterhaltung
picPressemitteilungen und Firmenvorstellungen
picSonstiges




Meine Trauminsel

Teil 2 - Spinnfischen vom Ufer und Kanu

Spinnfischen vom Ufer auf Dorsch, Köhler und Pollack

Dazu sind natürlich die Bootsruten weniger geeignet. Und wer nicht auf das hört, was man den Gästen schon bei der Buchung sagt, nämlich geeignete Spinnruten und entsprechende Köder mitzubringen, der hat natürlich wesentlich weniger Chancen. Schön wenn dann auch ein Angelgerätehändler nicht hören wollte, und nur teilweise das richtige Gerät dabei hatte.

Blinker2.jpg


Gerät fürs Spinnfischen vom Ufer

 
Werbung
 


Rute umd 3,00m bis 3,30m, WG um die 80 Gramm, 12 - 14 Kilo - Schnur (Hänger!), Pilker, Jigs und Blinker zwischen 20 und 80 Gramm.

Auch Wolfram gehörte zu denen, die sich nicht vorstellen konnten, dass man vom Ufer aus so gut fangen kann. Nachdem er sich tagsüber mit der Familie vergnügte, war dann nach dem Abendessen mit mir das Angeln vom Ufer aus angesagt. Und Wolfgang drehte dabei auch gleich noch ein Video für seine Kunden, um ihnen die Möglichkeiten ohne viele Worte zeigen zu können.

Das Video erhaltet Ihr auf Wunsch bei:

Angelagentur Landerer Angelkartenverkauf, 15517 Fürstenwalde
Ehrenfried-Jopp-Staße 71, Tel.: (03361) 34 09 28
Für 10,00 Euro inkl. Versand

Leider hatte er nur die "Blechpeitsche" als Spinngerät dabei. Die ist zwar vom WG her grundsätzlich nicht ungeeignet, aber zu kurz.

Das macht sich sowohl beim Werfen wie auch beim Drill bemerkbar, vor allem dann, wenn man die Fische über die an vielen guten Angelstellen anzutreffenden Kraut- oder Steinkanten ziehen muss.

Als wir am ersten Abend loszogen, richteten wir uns natürlich nicht nach den Gezeiten, wie es eigentlich immer angesagt ist. Sondern einfach nach der Zeit, die Wolfram zur Verfügung hatte. Daher kamen wir bei nicht optimalem Wasserstand an der ersten Stelle an. Aber heute sollte es ja zuerst einmal nicht um den Top - Fang gehen, sondern darum, Wolfram die verschiedenen Stellen zu zeigen.


Und wir erwischten trotz Hochsommer und trotz ungünstiger Tide unsere Fische - wenn natürlich auch nicht so viele oder so grosse wie von mir gewünscht.

Aber immerhin so viele , dass Wolfram von diesem Angeln hellauf begeistert war. Und seine Familie notgedrungen während des restlichen Urlaubes etwas kürzer treten musste, da Wolfram - wegen des zu drehenden Videos J - immer öfter mit mir zum Spinnfischen gehen musste.

Kompliment aber an seine Frau und seine Töchter, die das doch sehr gelassen hinnahmen. Eigentlich sogar ihren Mann/Papi unterstützten.

So kam es dann auch, dass wir auch mal zur "richtigen" Zeit raus konnten und wirklich Dorsche ohne Ende fingen. Auf jeden Wurf praktisch einen Biss, Fische von knapp 50 bis über 75 cm.

"Zu was man hier noch einen Kutter braucht", war der Kommentar von Wolfram, "bei den phantastischen Möglichkeiten vom Ufer aus!"

Zum Gezeiten und Angelplätze muss man aber auch folgendes sagen:

Zwar ist es am besten, wenn man die Zeit von 2 Stunden vor Hochwasser bis ca. 2 Stunden nach Hochwasser nutzen kann, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Meinen besten Fang hatte ich dieses Jahr zum Beispiel bei Niedrigstauwasser. Allerdings nicht nur durch Glück, sondern auch durch "harte" anglerische Arbeit.

Ich hatte sozusagen "frei" bekommen. Obwohl ein kurzer Blick auf den im Angelzentrum ausliegenden Gezeitenkalender zeigte, dass ich wirklich zur schlechtest möglichen Zeit angeln musste (Niedrigstauwasser), zögerte ich natürlich keinen Augenblick. Denn auch im Sommer zur schlechten Zeit erwische ich doch immer den einen oder anderen Fisch.

Also zur Brücke raus, ca. 800 m die Brücke hoch und dann über die Steinmole ca. 10 - 15m zum Wasser runtergeklettert. Dabei sollte man aufpassen, um nicht abzurutschen. Ist man aber erst mal unten angekommen, kann man es sich zwischen den grossen Steinblöcken "bequem einrichten". Da fast keine Strömung da war, was grundsätzlich eigentlich schlecht ist, nahm ich einen kleinen 20- Gramm - Pilker, um vielleicht durch das lebhafte Spiel des kleinen Pilkers (allerdings aufgerüstet mit 3/0er Haken) noch den einen oder anderen Fisch zu erwischen. Aber nach 20 Minuten weder ein Biss, Zupfer oder sogar einen Fisch.
Nun könntem an ja das Angeln an dieser Stelle abbrechen und eine andere versuchen. Schliesslich weiss man nie genau wo sich die Dorsche aufhalten. Aber gerade an dieser Stelle stehen eigentlich immer Fische. Deswegen tauschte ich für den letzten Versuch den Pilker gegen einen 50 Gramm schweren Jigkopf, der mit einem Twister mit Shadschwanz bestückt wurde. Das ist optimal um Krebse fressende Dorsche zu erwischen. Allerdings "pilkt" man dann nicht, sondern zieht den Jig möglichst langsam und gleichmässig über Grund. Schliesslich sind Krebse fressende Dorsche auf den Grund fixiert und kümmern sich nicht viel um das, was 50 cm oder gar einen Meter oder mehr über ihren Köpfen vorgeht.

Also auswerfen, absinken lassen und anfangen einzukurbeln. Und schon nach 2 oder 3 Umdrehungen hing der erste Dorsch. Ein schöner Fisch von knappen 60 cm. Und dann hatte ich gute 2 Stunden lang bei jedem Wurf einen Biss.

Das Interessante für mich: Hätte ich es weiter mit Pilker oder Blinker versucht, wäre ich wohl Schneider geblieben, weil die Fische nur direkt am Grund Krebse jagten. Und das obwohl sie nachweislich in Massen am Angelplatz waren. Nur dadurch, dass ich die Angelmethode umstellte, war dieser Erfolg möglich. Ich hörte dann nach 30 Dorschen auf - hätte ich konzentriert weitergeangelt hätte ich sicher locker das doppelte oder gar dreifache fangen können. Aber man muss ja nicht übertreiben und die Fische auch noch filieren.

2 Gäste, die vor Wolfram da waren, konnten sich am Anfang auch nicht so recht mit der Spinnfischerei vom Ufer anfreunden. Erst als sie einmal nachts bei meiner Heimkehr meine Kiste mit den Dorschen sahen, war auf einmal das Uferangeln angesagt. An einer tiefen Stelle zwischen den Schären konnte ich dann auch die beiden zum Fisch bringen. Zu dritt waren wir am Angeln und hatten Auch wieder jeder bei (fast) jedem Wurf einen Biss. Immer abwechselnd einen kleinen um die 40 - 50 cm, und dann wieder einen grossen zwischen 70 und 90 cm. Hansi schoss dann den Vogel ab, als er mit der leichten Spinnrute einen Dorsch von 99cm und über 8 Kilo landen konnte.

Dorsch5.jpg


Dorsch1.jpg Bevor wir aber diesen Erfolg hatten, waren wir schon an 3 anderen Stellen, von denen ich mir an diesem Tag mehr versprochen hatte. Dort fingen wir aber immer nur vereinzelte Fische. Erst als wir dann, eigentlich schon auf der Rückfahrt, an der oben genannten Stelle nochmal einen Versuch wagten, erlebten wir diese Sternstunde.

Was lernt man daraus: Man kann immer und zu jeder Zeit Fische fangen. Allerdings nicht immer an dem Ort und mit der Methode, wie man sich das wünscht oder vorstellt. Wer aber flexibel ist und seine Taktik sowie die Wahl des Angelplatzes an die jeweiligen Bedingungen anpasst, wird kaum ohne vernünftigen Fang zurückkehren.

Selbst im Sommer sollte man als einigermassen geübter Spinnfischer bei 2 Stunden angeln seine 5 - 10 Dorsche fangen - wenn es schlecht läuft. Läuft es gut, hat man in dieser Zeit auch locker 30 Dorsche oder mehr. Und kommt man im zeitigen Frühjahr oder späten Herbst, kann man als "Uferangler" wahre Sternstunden erleben. Mit der Chance auch vom Ufer aus einen richtig kapitalen Dorsch jenseits von 1,20 m zu fangen. Im Sommer hat man dafür, je nach Stelle, zusätzlich Chancen auf auch grosse Köhler und vor allem dicke Pollacks.
Ich hatte dieses Jahr meine beiden 80 - Liter - Kühlboxen nach 11 Angeltagen (heisst jeweils 2 - 4 Stunden) nur mit der Spinnrute vom Ufer mit Filets gefüllt und angelte danach nur noch für unsere Gäste mit.


Meerforellenangeln vom Ufer und vom Kanu

Ein besonderes Schmankerl für die Freunde der ganz feinen Angelei ist das Angeln auf Meerforellen. Man kann an den richtigen Plätzen vom Ufer aus Meerforellen erwischen. Das beste ist es aber, wenn man eines der Kanus der Anlage mietet, damit in die Schären zu den Straumen fährt, das Kanu auf eine der Insel(che)n zieht und dann von Land aus den Mefos nachstellt.

Kanu-Mefo1.jpg


Kanu-Mefo3.jpg


Eine leichte 20 - Gramm - Rute und 4 - 6 Kilo - Schnur (mono am besten) sind dafür optimal. Längliche Blinker, Wobbler oder Spinner so zwischen 10 und 20 Gramm sind klasse. Aber auch die Fliegenrute (Klasse 6 reicht, bis max. 8) mit schwimmender Schnur und sinkendem Vorfach wird Erfolge bringen. Vor allem den gar nicht seltenen Tagen, an denen die Forellen eher Krebse als Fische fressen. Denn selbst die kleinsten Forellen (ich musste eine mit nicht mal 20 cm abschlagen, da sie einen 2/0er Drilling so im Maul verankert hatte, das ein Lösen unmöglich war) haben schon kräftig rosa oder sogar rotes Fleisch. Die grösseren sowieso.
Mit Wolfram war ich dann zweimal mit dem Kanu draussen, er selber nutzte einen "Familienausflug" um nebenher die Spinnrute zu schwingen. Dabei fing dann auch seine Tochter eine Forelle so um die 40 cm.
Im Schnitt sind die Forellen gute Portionsforellen, Forellen so um 3 Pfund bis 2 oder 3 Kilo kann man aber immer erwarten, die grössten die im Angelzentrum bisher gefangen wurden, lagen um die 80 Zentimeter. Und bei den paar einheimischen Forellenfreaks habe ich noch grössere gesehen, leider können die Norweger (mehr noch als ich selber) wesentlich besser angeln als fotografieren.
Auch unter schlechten Bedingungen kann man in 2 - 4 Stunden normalerweise mit 2 - 5 Bissen von Meerforellen rechnen. Aus welchem Grund auch immer: Sie kommen leider sehr leicht ab. Oft genug hat mein einen Biss und die Forelle schiesst quer oder aus dem Wasser uns ist so plötzlich wie der Biss kam auch wieder weg. Scharfe Haken und eine gefühlvoll eingestellte Bremse erhöhen die Erfolgschancen beträchtlich. An den drei Angeltagen (Tage ist relativ, wenn man bedenkt, dass es ja immer nur so 2 - 4 Stunden waren, fingen Wolfram und ich 8 Forellen, 4 in den 40ern und eine schöne so mit ca. 2 Kilo. Und hatten nochmal die mindestens gleiche Anzahl nicht verwertbarer Bisse und Nachläufer.

Mefo5.jpg
Mefo6.jpg


Das schlimmste Erlebnis hatte ich mit einer Gruppe Österreicher: Auch mit dem Kanu in den Schären, sahen wir zwar jede Menge Forellen springen, leider war aber keine zum Biss zu bewegen. Nur ein paar Nachläufer und 2,3 "Stupser" waren das magere Ergebnis. Und das obwohl einem die Fische praktisch zwischen oder vor den Füssen umherspringen - Qualvoll ist noch milde ausgedrückt. Hätten wir statt der Spinnruten eine Fliegenrute mit Krabbenimitationen dabei gehabt, hätten wir vielleicht an diesem Tag Erfolg gehabt, wer weiss.

Aber auch wenn ich selbst zeitmässig mit dem Kutter nicht rauskam, brachten die Gäste doch praktisch täglich die ganze Palette an Nordatlantikfischen heim:
Leng, Lumb, Rotbarsch, Seeteufel, Steinbeisser, Makrelen, Heilbutt, Dornhai und, und, und.....

Leng2.jpg
Lumb.jpg


Makrele.jpg
Rotbarsch.jpg


Seeteufel2.jpg
B-F-Dornhai1.jpg


Die Methoden dazu, das Kutterangeln, lest ihr in der Novemberausgabe.

Aus gegebenem Anlass:

Anscheinend nahm nicht nur das Anglerboardmitglied Husky53 Anstoss an meinem Geschmack an norwegischen Frauen im ersten Teil dieses Artikels (Septemberausgabe):
http://www.anglerboard.doks-pages.de/board/showthread.php?s=&threadid=18295

Auch Rolf vom Angelzentrum Steinsöya hat mich angerufen und fand diese Passage auch nicht gut. Was das allerdings mit dem Angelzentrum zu tun haben soll, ist Rolf nicht ersichtlich.
Interessanterweise wurden anonym mehrere Geschäfte und Vermittler, die für das Angelzentrum Steinsöya tätig sind, angerufen. Gleichzeitig wurden Drohungen ausgesprochen, dies auch weiter zu verbreiten.
Scheinbar wird versucht das Angelzentrum Steinsöya in Misskredit zu bringen.
Rolf dazu:
„Wer anderen Grube gräbt...........“

Daher hier nochmal zur absoluten Klarstellung

Dieser Artikel ist nicht vom Angelzentrum Steinsöya, der Autor bin ich persönlich.
Diese oben genannte Passage sollte dazu dienen, nicht nur über das Angeln zu schreiben, sondern meine persönlichen Eindrücke wieder zu geben und so den Artikel aufzulockern. Hinweisen wollte ich damit auch darauf, dass Äusserlichkeiten weniger wichtig als „innere Werte“ sind, was in meinen Augen eigentlich klar ersichtlich war.

Nach dem Posting dazu von Husky53 und dem darauf folgenden Anruf vom Angelzentrum musste ich feststellen, dass dem nicht so war.

Sollte sich daher jemand von dieser Schreibweise belästigt oder verunglimpft fühlen, bitte ich hiermit um Entschuldigung.


Thomas Finkbeiner



- = Anglerboard-Bannertausch = -



© 2003-2009 Anglerpraxis.de - Alle Rechte und Irrtümer vorbehalten
Powered by MLIT