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Kurzbericht vom Angeltörn auf Fehmarn am 11.09.2004

Hier jetzt mal ein Kurzbericht von meinem Törn nach Fehmarn.

Am 10.09. habe ich mich auf den Weg nach Fehmarn gemacht, weil ich am 11.09. von Boot aus den Dorschen und Platten nachstellen wollte. Meine Eltern waren zu der Zeit schon auf Fehmarn. Daher hatte ich kein Problem mit Übernachtungen. Ursprünglich wollte mein Junior ja auch mitfahren, aber da der von meinem Schwager eine Einladung zu einem Tagestrip nach Mallorca erhalten hatte, ist er lieber nach Malle gejettet.

Boot war schon im Vorfeld bei Olaf Neumann gebucht. Ich hatte die Batica I genommen.

04fehm-oli_01.jpg

Wattis auch schon für Freitag bei Baltic Kölln bestellt, so das ich meinen Vater schon am Freitag beauftragen konnte die Wattis abzuholen.

Zu Hause also Auto voll gepackt. Man glaubt ja gar nicht, was so in einen Peugeot 206 alles reinpasst. Aber mit dem Galaxy wollte ich nicht fahren, weil der zuviel Sprit frisst.

Nachdem ich mich auf der Anreise durch einen Riesenstau im Hamburg

04fehm-oli_02.jpg

gequält habe, kam ich dann doch recht zügig Richtung Fehmarn vorwärts.

04fehm-oli_03.jpg

Wir haben hier so viele Boardies aus Hamburch. Könnten die nicht mal schnell helfen, dass die Baustellen in Hamburch wegkommen und dann vielleicht noch ein paar zusätzlich Autobahnen durch Hamburg bauen??? Nur mal so als Anregung.

Als ich dann endlich ankam, Sachen ausgeladen, kühles Pils getrunken und erstmal Essen gegangen. Natürlich Finkenwerder Scholle. Dann noch ein paar Pilse, als Fettspalter Calvados und dann ab in die Kiste. Man wollte ja ausgeruht sein.

Am nächsten Morgen um 08:00 standen wir auch pünktlich am Bootsanleger von Olaf Neumann. Er kam auch recht pünktlich an und es gab die obligatorische Einweisung in das Boot. Kurze Frage, wo, was, wie, momentan am Besten läuft, da ich mir ja eh vorgenommen hatte Richtung Staberhuk zu dampfen. Staberhuk ist gut sagte er mir. Tief fischen und vor allem leicht. Sollte kein Problem sein, da ich Pilker in Gewichtsklassen von 30 - 150 Gramm dabei hatte.

Leider hatte am 11.09. der Wind doch recht aufgefrischt, aber es ging mit dem Boot ohne Probleme.

Dann also auf in Richtung Staberhuk. Mein Vater war der Kapitän.

04fehm-oli_04.jpg

Mit so einem 5 PS Boot zwar recht langsam und bei den Wellen auch recht schaukelig, aber man kommt ans Ziel.

Endlich bei Staberberhuk angekommen und bei 15 Meter Wassertiefe angefangen zu Pilken. Wind war auflandig, so dass wir immer wieder Richtung Insel getrieben wurden. Bei dem Wind war auch nicht viel mit leicht Angeln, da die Drift doch schon nicht schlecht war. Ich habe mich dann bei Pilkern zwischen 80 und 100 Gramm eingeschossen. Es war nur nix mit Fisch!!!! Alle Pilkerfarben, Formen und auch Beifänger ausprobiert und nix war. Es muss uns nicht alleine so gegangen sein, da auch einige andere Angelboote in unsere Sichtweite auch immer hin und her gefahren sind und Fisch gesucht haben.

Mittlerweile wurde das Wasser vor Staberhuk doch zu kabbelig, dass ich beschlossen habe nach Meeschendorf zu verlegen. Also die 5 PS angeworfen und ab ging's.

04fehm-oli_05.jpg

Vor Meeschendorf die 15 Meter Kante gesucht und die Nachläufermontage mit den Wattis runtergelassen. Wir sind schön Richtung 12 - 10 Meter gedriftet und auf einmal das erste Zucken an der Rute. Anhieb und ein schöner Platter von 40 cm fiel in die Fischkiste und wurde schonend auf meine Pfanne vorbereitet. Dann kam eine schöne Dorschdoublette nach oben. Auch die beiden Dorsche konnte ich schnell von meinen gütlichen Absichten überzeugen.

Dann sagt mein Vater zu mir: "Schau mal Richtung Sund. Da wird es so dunkel!"

Ich Richtung Sund geschaut und es wurde wirklich dunkel. Jetzt haben wir endlich eine Stelle gefunden, wo Fisch war und dann macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wat ein Schiet!!!

Ich zu meinem Vater: "Wenn du die Fehmarnsundbrücke nicht mehr siehst, sag Bescheid. Dann fahren wir zurück."

Also weitergeangelt. Nachdem ich dann insg. 3 Dorsche und 3 Platte gefangen

04fehm-oli_06.jpg

und versorgt hatte, sagte meine Vater: Gleich seh ich die Brücke nicht mehr"

Alles klar. Motor an und auf Richtung Hafen. Sicher ist sicher. Wir waren auf Höhe Südstrand da kam der Regen. Was heißt Regen. Sturzbäche waren das, was da runterkam. Der Handbetriebene Scheibenwischer war nicht so besonders toll, so dass ich mich hinstellen musste um zu sehen, wo wir langschipperten. Ruck zuck war ich klitschnass. Und das echt 5 Min. vor dem Anlegen. Das Wasser lief mir im Nacken rein und aus den Ärmeln wieder raus. Somit waren wir dann 2 Stunden vor der verabredeten Zeit wieder im Hafen.

Es war trotz vorzeitigem Abbruch der Tour ein schöner Angeltag auf der Ostsee und nicht mein letzter. Das Boot war wirklich in Ordnung und ich kann es nur weiterempfehlen.



Oliver Dodschkus




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