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Sehr geehrter Herr Bach,
wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Argumente durchlesen und uns Ihre Meinung dazu zukommen lassen würden. Wir möchten dies gerne sowohl im Anglerboard - Magazin wie auch auf Anglerboard.de veröffentlichen. Bei täglich zwischen 300.000 und 400.000 Seitenaufrufen ist auch eine entsprechende Öffentlichkeit garantiert:
Sich für Natur- und Umweltschutz zu engagieren oder sich vegetarisch zu ernähren ist aller Ehren wert!!
Warum sich jemand für Organisationen wie PETA engagiert, ist in unseren Augen zumindest einer Nachfrage wert.
Denn gerade PETA ist eine Organisation die nicht unbedingt den Dialog sucht, sondern auch unter Einbeziehung bekannter Persönlichkeiten wie Ihnen, ihr Weltbild für alle durchsetzen will.
Von fragwürdigen Aufrufen zur Gewalt (Hochsitze ansägen, Angler ins Wasser werfen) über die Diskriminierung verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen bis hin zu zwar lächerlichen, aber immerhin öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie die Umbennenung des Dorfes "Fischen" im Allgäu in "Wandern" reicht dabei die Palette des fragwürdigen Aktionismus dieser Gruppe.
Gerade Angler geraten dabei auch immer wieder ins Visier.
Dabei sollte man immerhin bedenken, wie viel kostenlose Arbeit in Gewässer- und Biotopschutz von Angelvereinen geleistet wird, wie viel Jugendarbeit und andere gesellschaftliche Leistungen.
Ist Ihnen eigentlich bewußt, daß Angler über den Angeltourismus sowohl volkswirtschaftlich wie ökologisch Gewässer sinnvoller bewirtschaften können als z.B. Berufsfischer??
Dazu gibt es Zahlen aus den USA, wo die Anlger beim Meeresangeln einen wesentlich höheren volkswirtschaftlichen Umsatz bei nicht einmal 3% der Gesamtfangmenge als die Berufsfischer erzielen.
Daher möchten wir Ihnen einfach einmal ein paar unserer Argumente vorführen, und würden uns freuen, wenn Sie zu einem Dialog mit uns bereit wären:
Ist Ihnen eigentlich bewußt, daß es heute praktisch keine "Natur" im Sinne von natürlich mehr in Deutschland gibt??
Daß praktisch alle Landschaften und auch Gewässer mehr oder weniger bewirtschaftete "Kulturlandschaften" sind, zersiedelt durch Straßen und Ortschaften??
Und wenn man nur Schafe z.B. in der Heide weiden läßt, um diese vor der Verbuschung zu schützen, ist auch dies (obwohl von Umwelt- und Naturschützern unterstützt!!) ein Eingriff in die Natur.
Viele Naturschutzorganisationen führen immer wieder an, daß man die Natur sich selbst überlassen soll, da sie schon alles regeln würde. Wie aber soll das funktionieren, wenn es keine Natur im eigentlichen Sinne mehr gibt?
Und warum sammeln die Naturschützer jeden Heuler im Wattenmeer ein, statt auch da, wie von Ihnen selbst gefordert, der Natur ihren Lauf zu lassen??
Kann das sein, weil man mit den putzigen Tieren gut Spenden sammeln kann? Und deswegen zwar für Angler und Jäger gelten soll, daß man die Natur sich selbst überläßt, aber nicht für Natur/Umweltschutzorganisationen??
Was dabei herauskommt, hat man übrigens wieder an der diesjährigen Seehundseuche gesehen:
Hohe Bestandsdichte, schlechter Ernährungszustand, schnelle Übertragung durch Tröpfcheninfektion wegen zu vieler Seehunde auf den Sandbänken = massenhaftes Seehundsterben - verursacht durch den Vollschutz der Robben, dieser Schutzt verlangt und gefördert von Natur- und Umweltschützern!!!!!!!
Auch in Norwegen gibt es z.B. diesen Virus, allerdings wird das Immunsystem der Robben damit fertig, da der Ernährungszustand besser und die Bestandsdichte wesentlich geringer ist.
Ist es da nicht sinnvoller, die Seehunde auf ein verträgliches Maß zu reduzieren und zu halten, statt die aufgezogenen Heuler alle paar Jahre durch dieSeuche elend verrecken zu sehen??
Beim Thema Robben spielt auch immer das Thema Pelze mit. Selbstverständlich kann man das Tragen von Pelzen verurteilen. Warum sollen aber z.B. keine Pelze von den Innuit verwendet weren können? Von Tieren, die diese zu ihrer Ernährung bejagen??
Wäre es nicht sinnvoller den Innuit damit auch eine weitere Einkommensquelle aufzumachen (z.B. mit einem Gütesiegel für entsprechende Pelze) und sie damit auch vom Alkohol weg zu bekommen, statt pauschal Pelze tragen zu verdammen??
Oder sind den Umwelt/Naturschützern dauerbesoffene Innuit lieber? Oder tragen die Damen und Herren, die gegen Pelze sind, kein Leder (z.B. Schuhe)? Oder meucheln sie nur Pflanzen zu ihrer Ernährung und Bekleidung??
Und wie ist es mit vegetarischer Ernährung??
Auch das sollte jedem selbst überlassen bleiben. Keinerlei Probleme haben wir mit Menschen, die sich deswegen vegetarisch/vegan ernähren, weil sie Fleisch nicht mögen.
Wer aber aus ethischen oder moralischen Gründen gegen Fleischverzehr ist, muß sich doch fragen lassen, ob er das pflanzliche Leben (von etwas muß man ja leben) etwa niedriger einschätzt als tiereisches? Und aus welchen Gründen??
Denn die eigentliche Unterscheidung ist ja nur, welche Lebensform man zu seiner Ernährung tötet - Pflanzen oder Tiere.
Und dann ist es doch konsequenterweise auch egal, welche Lebensform man zu seiner Ernährung tötet!
Daß sowohl Pflanzen wie auch Tiere, die man zur Ernährung der Menschen braucht, artgerecht gehalten, gezogen oder gefangen werden sollen, darüber dürfte Einigkeit bestehen.
Wäre es dann nicht sinnvoller, hier den Hebel anzusetzen, anstatt "Fleisch(fr)esser" pauschal zu verurteilen??
Sie sehen, es gibt viele Argumente für einen vernünftigen Natur- und Umweltschutz.
Warum muß es aber Organisationen wie. z.B. PETA geben, die nicht zu einer Diskussion willens oder fähig sind??
Und wollen Sie persönlich weiter als Aushängeschild für eine solche Organisation zur Verfügung stehen??
Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu Stellung nehmen könnten und uns die Veröffentlichung dann erlauben.
Bei Fragen stehen wir immer gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen von Ihrem Anglerboard - Team
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