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Würmer fangen
Tip 1
1 Sack Blumenerde an einem schattigen und feuchten Platz auf den Gartenboden legen, dabei auf der Unterseite einige Löcher anbringen. Eine Woche warten, dann den Sack öffnen und die Regenwürmer entnehmen. Statt der Blumenerde kann man auch Laub nehmen. Übrigens: Die Asseln, die sich im Sack verkrochen haben, sind auch ein prima Hakenköder.
Tip 2
Bohre in ein dünnes Brett 2 bis 3 Löcher von je 10 mm Durchmesser. Lege das Brett an einem schattigen Platz auf den Boden und stülpe eine halbe ausgehöhlte Honig- oder Wassermelone darüber, die du mit Erde, Kaffeesatz und etwas Grasschnitt gefüllt hast. Nach einigen Tagen kannst du das Brett hoch heben und die Würmer entnehmen.
Tip 3
Hebe an einer schattigen Stelle in Garten eine flache Grube aus, gib Grasschnitt, Laub oder Äpfel hinein, und bedecke alles dünn mit Erde. Nach etwa 1 bis 2 Wochen kannst du an dieser Stelle Würmer ausgraben.
Tip 4
Kippe eine Flasche Starkbier auf ein Stück Rasen und gieße etwa 1-2 Liter Wasser nach. Innerhalb von 15-20 Minuten kommen die Würmer an die Oberfläche. Die Würmer musst du anschließend abwaschen, sonst halten sie nicht lange.
Tip 5
Eine Mistgabel oder Grabegabel mit den Zinken in den Boden stechen und so lange am Stiel wackeln, bis die Würmer an die Oberfläche kommen.
Tip 6
- Nach Regen kann man Tauwürmer nachts an der Oberfläche fangen. Dabei ist jedoch Folgendes zu beachten:
- Statt einer normalen Taschenlampe nimmt man eine kleine Lampe mit Neonröhre.
- Beim Wurmfang muss man ganz leise und vorsichtig auftreten.
- Man muss den oberirdischen Teil des Wurms blitzschnell fassen. Dann darf man aber weder loslassen noch ziehen. Nach spätestens 1 Minute gibt der Wurm nach und man kann ihn vorsichtig aus seiner Röhre ziehen.
- Zum Wurmfang kann man zwar Handschuhe benutzen, aber ohne Handschuhe hat man den direkteren Kontakt zum Wurm.
- Die Würmer steckt man am Besten in eine Dose mit etwas Moos, die ist handlicher als ein Eimer.
- Beschädigte Würmer darf man nicht zu den anderen setzen, weil diese dann durch die Fäulnisbakterien auch nach wenigen Tagen sterben.
Tip 7
Mistwürmer findet man im Komposthaufen, in altem Mist und in Silage-Resten, die mindestens 1 Jahr im Freien lagen.
Tip 8
Um Tauwürmer anzulocken gräbt man eine Holzkiste ohne Deckel und Boden oder einen alten Plastikkübel ohne Boden so an einem schattigen Platz im Garten ein, dass die Kiste nur noch etwa 5 cm oben herausschaut. Man füllt die Kiste mit Küchenabfällen, eingeweichter Eierkartonpappe, Moos, Kaffeesatz und ungedüngter Blumenerde, legt einen feuchten Sack auf die Erde und deckt die Kiste mit einem Brett oder Blech ab.
Tip 9
Zerkleinerte Walnussblätter gibt man in einen mit Wasser gefüllten Eimer und lässt das Ganze eine Woche stehen. Diese Jauche gießt man auf die Erde, die Tauwürmer kommen heraus. Sie müssen sogleich mit frischem Wasser abgespült werden.
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Die eigene Wurmzucht
Eine Plastikkiste ohne Grifflöcher (Größe mindestens 30X30X40) wird lagenweise mit Katzenstreu, ungedüngter Blumenerde, Kaffeesatz, Laub und eingeweichten Schnipseln von Eierkartons befüllt. Oben drauf kommt eine Lage Moos.
Auf die Oberfläche kommen dann 20-30 Mistwürmer oder Dendrobena (nur die lassen sich züchten) und die Nahrung: Kaffeesatz, Laub, Salat-, Gemüse- oder Unkrautblätter, Gras (nur wenig), usw., aber nichts, was schnell schimmelt (keine Fleisch- und Essenreste, kein weiches Obst). Diese Nahrung muss wöchentlich ergänzt werden. Verschimmeltes entfernen.
Lege auf die Kiste ein luftdurchlässiges Tuch und binde es zu. Stelle die Kiste in einen kühlen Keller. Im Frühjahr und Herbst kannst du die Kiste auch an einen schattigen Platz im Garten stellen.
Nach dem Erstbesatz vergehen 7 bis 12 Wochen, bis sich die ersten Nachkommen zeigen. Die Geschlechtsreife der geschlüpften Jungen wird erst nach etwa 30-50 Wochen erreicht. Tauwürmer werden in der Regel bis zu zwei Jahren alt. In Einzelfällen kann es auch einmal vorkommen, dass der ganze Besatz stirbt. Auslöser hierfür können Parasiten oder Infektionen sein. Hier bleibt einem nichts anderes übrig als alles zu "entsorgen", die Kiste sorgfältig zu reinigen und es erneut zu probieren.
Zu feuchte Erde schimmelt sehr schnell, es ist daher unbedingt nötig, dass genug Luft an den Behälter kommt.
Alle 5-6 Monate sollte der Inhalt der Kiste komplett erneuert werden. Die beste Temperatur zum Hältern von Würmern liegt bei 8 °C, dabei fressen die Würmer am Wenigsten, bleiben aber trotzdem munter. Über 20 °C gehen Mistwürmer ein, Dendrobenas vertragen etwas höhere Temperaturen.
Die Hälterung
Speziell für Mistwürmer empfiehlt sich folgende Mischung: 10% Kaffeesatz mit Filtertüten, 20% Erde von Maulwurfshügeln, 20% leicht angefeuchtete, zerpflückte Eierkartonpappe, 40% Mist (nicht von Schweinen !!!), 5% Obstabfälle und 5% Gemüseabfälle. Den Boden legt man mit einer etwa 3-5 cm dicken Strohschicht aus.
Um Tauwürmer zu hältern, weicht man zerrissene Eierkartons ein, drückt sie gut aus und vermischt die Kartonstücke mit reichlich Laub, Kaffeesatz und wenig Erde. Oben legt man noch eine Schicht Moos auf. Diese Mischung darf nur eben etwas feucht sein. Das Moos sollte man ab und zu wechseln.
Ernst Spangenberger
http://people.freenet.de/ernst-spangenberger/fisch.htm
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