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Barsch-Twist für Gummi-Einsteiger

Wenn man das Twistern lernen will, gibt es eigentlich kaum einen geeigneteren Trainingspartner als den kleinen Barsch. Er schnappt fast zu jeder Tageszeit gerne zu. Manchmal scheint es so, als würde er das mehr aus Neugier als aus einem akuten Hungergefühl heraus tun. Vielleicht wollen die jungen Wilden auch nur das Jagen üben. Sei's drum. Unterm Strich schnappen die halbstarken Stachelritter jedenfalls gerne zu, wenn ihnen ein Gummi vor der Nase rumtanzt. Und das macht sie für Twisteranfänger so interessant.

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Das optimale Gerät

Wichtig ist zunächst einmal das richtige Gerät. Zum Twistern braucht man eine feinfühlige aber auch ziemlich harte Rute - auch für Barsche. Denn mit ihr spürt man erstens besser, wenn der Köder auf dem Grund aufschlägt bzw. der Barsch den Köder nimmt.

Zweitens sorgt eine harte Spitzenaktion dafür, dass der Kopf auch auf weite Distanz relativ steil vom Grund abhebt. Und das muss sein, damit man auch Barsche auf den Köder aufmerksam macht, die nicht unmittelbar am Boden stehen.

0409barschtwist_02.jpg Auf die möglichst hochwertigen Rolle sollte eine feine geflochtene Schnur aufgespielt sein, die für den direkten Kontakt zum Köder sorgt. Ein Bleikopf um zwischen 5 und 10 Gramm ist für stehende Gewässer nicht zu schwer und ist auch von einem Anfänger gut zu kontrollieren. Damit die ersten Versuche am Wasser gleich erfolgreich verlaufen, empfehle ich einen kleinen Twister oder Gummifisch. Gute erfahrungen habe ich z.B. mit dem Mini-Attractor oder einen Turbo Tail als Köder, der selbst kleinste Barsche so wild macht, dass sie beherzt zuschnappen. Dazu passt der kleinste Profi-Blinker-Bleikopf in der schwersten Ausführung.

Volle Kontrolle über den Köder

Die Anfänger-Übung ist wirklich mehr als einfach: die Montage wird einfach in barschträchtige Gefilde geworfen, die Schnur gespannt, so dass schon beim Absinken Kontakt zum Köder besteht und dann wartet man, bis man den Aufprall spürt. Ist der Boden hart, kann man das Auftreffen auf den Gewässergrund deutlich wahrnehmen. Ist der Boden weich (Schlamm oder Blätter), so erkennt man den Aufprall am Durchsacken der in der Absinkphase gespannten Schnur. Allerdings kann schon im ersten Absinken der Zugriff erfolgen. Diesen erkennt man an einem sanften Rucken oder am Verharren der Schnur im Mittelwasser. (Einmal zu oft Anschlagen kann auf keinen Fall schaden!)

 
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Um den Köder vom Grund abheben zu lassen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, einfach bei im 60 Gradwinkel zum Wasser gehaltener Rute die Kurbel zwei bis viermal schnell hintereinander drehen. Dann wieder warten bis die Schnur durchsackt usw. Je näher der Twister oder Shad bei uns ist, umso weniger muss gekurbelt werden, um ihn hochzubekommen. Auf diese Weise hat man zu jeder Zeit volle Kontrolle über den Köder und spürt jeden noch so feinen Zupfer. Dieser wird mit einem sanften Anhieb pariert (des pergamentartigen Barschmauls wegen herrscht gerade beim Anhieb akute Ausschlitzgefahr). Eine andere Möglichkeit der Twisterführung ist das ruckartige Anheben der Rute: nach dem Absinken wird die Rutenspitze gesenkt, die freigewordene Schnur aufgenommen und die Rute ruckartig angehoben. Cracks senken die Rute dann schon während der Fallbewegung des Köders mit ab (indem sie etwas Schur mit aufnehmen), um dann, wenn sie anschlagen müssen, die Rute vor sich und nicht bereits steil nach oben gerichtet haben.

Konzentration auf die Absinkphase

0409barschtwist_03.jpg Im Laufe der Zeit konnte ich feststellen, dass die Bisse hauptsächlich dann kommen, wenn der Köder nach dem Anrucken wieder nach unten fällt. Die Bisse erfolgen übrigens meist in der Absinkphase, kurz bevor der Köder den Boden berührt. Wer sich beim Jiggen etwas darauf konzentriert, wann die Fische zupacken, wird feststellen, dass der Biss fast in der Zehntelsekunde erfolgt, wenn der Köder auf den Grund prallt. Dies liegt wohl daran, dass die Stachelritter ihre Beute in die Enge getrieben glauben (nach unten kann das flüchtende Fischchen ja nicht mehr abhauen) und dann zupacken.

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Viel Erfolg bei den ersten Gehversuchen. Übung macht auch hier den Meister. Und der fängt dann mit ein wenig Glück auch die dicken Klöpse. Und wenn es gar nicht klappen will, dann schaut doch mal auf meine Homepage www.barsch-alarm.de. Hier können Anfänger Infos über meine Twisterkurse finden. Ab Mitte September geht's dann auf Barsch und Zander an der Havel und anderen Gewässern in der Nähe von Berlin.

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Johannes Dietel
www.barsch-alarm.de



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