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Mehr Aale für alle
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Zwar sind die Aalbestände der deutschen Flüsse in den vergangenen Jahren leider mancherorts zurück gegangen, aber das bedeutet nicht, dass heutzutage keine guten oder sehr guten Fangergebnisse mehr möglich sind. Nächte mit mehr als fünf Aalen sind an vielen Gewässern noch immer möglich.
Da aber insgesamt weniger Aale durch die Ströme ziehen, müssen wir als Angler Methoden und Technik verbessern um dennoch eine gute Ausbeute zu erzielen. Oft ist es so, dass diejenigen, die sich beschweren, dass sie immer weniger Aale fangen, immer noch die Methoden anwenden, die vor vielen Jahren noch erfolgreich waren. Neue Umstände erfordern aber auch gewisse Umstellungen bei der Angeltechnik.
Mit einigen Tricks kann man seine Aalausbeute also kräftig nach oben schrauben.
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Im folgenden will ich ein paar Anhaltspunkte dafür geben.....
Rutenwahl
Häufig wird dem Aal mit kurzen, schweren Pilkknüppeln nachgestellt. Feine Bisse sind mit solchen Ruten allerdings schlecht zu erkennen. Gerade wenn die Aale vorsichtig beißen, sollte man daher besser zu Feederruten greifen. An deren Spitze ist auch jeder noch so zaghafte Biss zu erkennen. Außerdem spürt der Aal beim Biss nicht sofort den vollen Widerstand der harten Rute.
Bisserkennung
Wer kennt es nicht, das berühmte Klingeln der Aalglöckchen in der Nacht. Ich persönlich empfinde es als recht störend, weshalb ich nahezu nie mit Glocke an der Spitze angle. Doch dies ist nicht der Hauptgrund dafür. Vorsichtige Bisse hört man mit einer Glocke nicht. Daher empfehle ich ein Knicklicht an der Rutenspitze zu befestigen. Wer nicht auf seine Glocke verzichten möchte, kann das Knicklicht noch zusätzlich anbringen. Doch dies ist nicht die einzige Möglichkeit der Bissanzeige. Auch am Fluss ist es oft möglich mit Einhängebissanzeiger in Kombination mit einem elektronischen Bissanzeiger zu fischen. Ich probiere an einer neuen Stelle immer als erstes ob dies möglich ist, da der Aal so beim Biss fast keinen Widerstand spürt und deshalb nur selten den Köder wieder loslässt.
Stets sollte man auch mit fein eingestelltem Freilauf oder geöffneter Bremse fischen. Es kommt auch hin und wieder vor, dass ein Aal so heftig beißt, dass er sich von selbst hakt. Einem Angelfreund, der seine Bremse nicht aufgedreht hatte, wurde von einem Durchschnittsaal fast die Rute ins Wasser gerissen.
Den Aal fühlen
Beim Aalangeln sollte man sich mit dem Anhieb manchmal Zeit lassen. Gerade bei vorsichtigen Bissen öffne ich meistens erst einmal den Rollenbügel und nehme die Schnur zwischen die Finger. Dann lässt sich erfühlen ob sich am anderen noch etwas tut. Häufig nehmen sensible Aale den Köder dann doch noch richtig.
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Anköderung
Der beste Aalköder im Fluss ist der Tauwurm. Viele Aalangler stecken die Würmer einfach ein paar Mal auf den Haken und werfen dann aus. Oft nutzt der Schleicher das um abstehende Wurmenden abzufressen ohne den Haken mitzuschlucken. Am besten ist es, wenn man den Wurm mit einer Ködernadel auf Vorfach und Haken zieht. Wenn man an sehr strömungsreichen Stellen oft Fehlbisse bekommt, kann man dieses Problem manchmal mit Hilfe von Circle Hooks (Kreishaken) in den Griff bekommen. Wichtig ist es beim Einsatz der Circle Hooks keinen Anhieb zu setzen. Man gibt dem Aal noch etwas Schnur, so wie weiter oben beschrieben und kurbelt dann langsam und gleichmäßig ein.
Genaueres zu Circle Hooks erfahren sie in der nächsten Ausgabe des Anglerboard-Magazins.
Lockstoffe
Der Fachhandel bietet zahlreiche Lockmittel für Aale und andere Fische an. Man kann damit seine Fangergebnisse erheblich verbessern, die Fische aber auch verscheuchen. Grundsätzlich sollte man Lockstoffe beim Aalangeln sehr sparsam einsetzen. Günstig ist es, wenn man eine kleine Schüssel oder ähnliches nimmt und nur wenige Tropfen des Lockstoffs dort hineinfüllt. Der Köder wird dann kurz über den Lockstofffilm am Boden des Gefäßes gezogen. Längeres Einlegen oder gar Einspritzen des Lockstoffs vermindert den Fangerfolg nach meinen Erfahrungen eher. Welcher Lockstoff gerade am besten fängt, müssen sie allerdings selbst herausfinden. Ich selbst war vielerorts mit dem "Aalkiller" von Top Secret sehr erfolgreich.
Der große Wurf
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Kennt man eine gute Angelstelle für Aale, so wird man nach mehreren Ansitzen dort feststellen, dass man häufig mit einer Rute mehr fängt als mit der anderen. Dies ist oft kein Zufall. Auf ihrer Wanderung durch die Flüsse ziehen die Aale oft ganz bestimmte Wege. Es kann aber auch sein, dass sie sich an einem bestimmten Ort längere Zeit zur Nahrungssuche aufhalten. Es liegt an ihnen selbst, ihren Köder dorthin zu werfen, wo die meisten Aale unterwegs sind. Darum werfe ich gerade an neuen Angelstellen häufig an unterschiedliche Punkte und prüfe wo es die meisten Bisse gibt. Die gesammelten Erfahrungen dienen dann dazu, dass man am nächsten Angeltag sofort an die richtigen Stellen wirft. Allerdings können die "Hot Spots" auch von Tag unterschiedlich sein. Dies habe ich besonders an Mündungen von Seitenarmen und Bächen festgestellt. Darum muss man hier immer wieder aufs neue herausfinden wo der Aal läuft, anstatt scheinbar schlechte Tage einfach damit abzuhaken, dass die Schleicher nicht in Beißlaune sind.
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Veit Wilde
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