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Fischgyros
Naja, eigentlich stimmt der Titel nicht so ganz. Denn normalerweise ist Gyros Schweinefleischscheiben die auf einem Spiess wie ein Döner auch gegrillt werden. Ich zeige das nun mit Fisch statt mit Fleisch und mit der Pfanne statt am Spiess. Trotzdem ist das gerade in der heissen Jahreszeit ein feines Essen, vor allem wenn man noch Tzatziki dazu reicht. Als Beilage genügt dann ein Fladenbrot, eventuell noch etwas Salat und ein nicht zu leichter Rotwein ist auch kein Fehler.
Das Wichtigste beim Gyros ist das marinieren vorher. Am besten sucht man sich recht festfleischige Fische aus, da sie nachher bei recht grosser Hitze gebraten werden. Seeteufel, Lumb, Waller oder auch Zander eignen sich sehr gut. Mariniert werden die Fische in Olivenöl, das man mit Knoblauch, grobem schwarzem Pfeffer, Paprikapulver, gemahlenem Koriander und etwas gemahlenem Kreuzkümmel abschmeckt.
Die Fischfilets schneidet man in nicht zu grosse Streifen, weil sie bei grösster Hitze nicht zu lange in der Pfanne bleiben sollen und daher schnell gar sein müssen. Am besten mariniert man die Fische am Abend vorher, indem man die Filetstücke mit dem Öl vermischt und dann über Nacht im Kühlschrank stehen lässt. Das reicht bei den dünn geschnittenen Filets dann vollkommen aus.
Am Zubereitungstag gibt man die Filetstücke auf ein Sieb zum abtropfen. Dann werden die Filets gesalzen und danach kräftig in Mehl gewälzt. Die Pfanne lässt man richtig heiss werden und gibt etwas Olivenöl hinein. Das Öl sollte schon fast zu rauchen anfangen, bevor man die erste Ladung brät. Niemals mehr Fisch als gerade eine Bodendecke voll in die Pfanne geben, damit die Pfanne nicht zu schnell auskühlt und der Fisch Wasser zieht. Man lässt die Fischstücke vielleicht eine halbe bis eine Minute bräunen, und wendet sie dann. Nochmal eine halbe bis eine Minute, schon ist die erste Portion Fischgyros fertig. Wichtig ist dabei noch, dass der Fisch eine schöne braune Farbe hat und schön knusprig ausgebraten wurde.
Da das so schnell geht, ist es auch kein Beinbruch, wenn man nicht das Gyros für alle Gäste auf einmal machen kann. Nur das Fladenbrot, den Salat und den Tzatziki sollte man natürlich schon vorher auf dem Tisch stehen haben. Ebenso den Rotwein. Man kann wie beim Gyros im Fladenbrot auch noch Zwiebelringe, geraspeltes Kraut und andere feingeschnittene Gemüse als Beilage richten. So hat man einen schönen "bunten" Tisch mit einem schnell gemachten und klasse schmeckenden, einfachen Fischgericht.
Guten Appetit
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