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Döbel mit Kirsche
Einmal im Jahr hat mein Angelverein, der ASV- Helmarshausen ein Hegefischen, bei dem es nur um Döbel geht. Am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr hatte ich mich mit meinem Vater bei mir verabredet. Er war dann auch pünktlich da. (wie immer wenn wir zum Angeln fahren). Wir packten unsere Angelsachen und zwei Kannen Kaffee ein, dann ging es los.
So gegen 6.00 Uhr waren wir in Helmarshausen am unteren Ende meines Vereinsgewässers angekommen. Da das Döbelangeln Vereinsübergreifend ist, durften wir auch im Gebiet unseres Nachbarvereins fischen. Das taten wir dann auch. Am Wasser angekommen, wurden schnell zwei Stippruten zusammengebaut und beködert. Als Köder verwendeten wir entkernte Kirschen, die wir auf einen großen Drilling zogen. Nun warfen wir unsere Montagen aus und ließen sie verzögert mit der Strömung abtreiben. So vergingen zwei Stunden und es tat sich nichts. In der Zwischenzeit war die Sonne hinter dem Berg hervorgekommen und es wurde wärmer.
Ca. um 8.00 Uhr packten wir unsere Angelsachen und gingen ca. 200 m Flussaufwärts ins eigene Revier. Hier mussten wir dann erst mal Platz am Ufer schaffen, denn dort standen Brennnesseln und sonstiges Gestrüpp mannshoch. Mein Vater bekam seinen Platz hinter einem Weidenbusch, der in den Fluss ragte und ich suchte mir einen Platz zwischen zwei Pappeln. Nachdem ich beide Ruten beködert hatte, angelten wir weiter. Ich versuchte meinen Köder mühsam zwischen den Ästen der Pappeln durch zu pendeln, was am anfangs auch gut gelang. Aber nur anfangs, nach dem 10ten Versuch wickelte sich der Drilling um einen Ast. Dreimal kräftig ziehen und schon war die Montage ab und der Drilling auch. Verda.... . Als ich einen neuen Drilling montieren wollte, rief mein Vater, ich hab einen Fisch dran, komm schnell her und hilf mir “Ich rannte schnell zum Kescher und holte ihn heraus. Es war ein schöner Döbel von ca. 45cm länge.
Nachdem ich eine neue Kirsche montiert hatte, wurde weitergeangelt. Ich verlor noch zwei Haken und dann war es 9.15 Uhr wir mussten aufhören weil um 10.00 Uhr treffen an der Angelhütte war. Dort wurden die Fänge gewogen. Es wurden von 11 Anglern 16 Kilo Döbel gefangen, das war ein gutes Ergebnis. Nach dem Wiegen und der Preisverleihung ging es dann an die Arbeit.
Vier Angler filetierten und häuteten die Döbel, wuschen sie sauber und unser *Koch* verarbeitete sie zu Fischwürstchen und Frikadellen.
Diese wurden dann mit regem Appetit und Bier verspeist. So gegen 14.00 Uhr haben mein Vater und ich uns mit zwei Portionen Frikadellen von dort Richtung Heimat verabschiedet.
lordwuddy
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